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Zwischen den Textgattungen unterscheiden

Inzwischen bist du Experte im Verfassen von Texten auf Bestellung. Dennoch gibt es Fragen, die uns immer wieder erreichen: Worauf sollte ich bei einem Nachrichtentext oder einer Pressemeldung achten? Wie gelingt mir ein packender Reisebericht? Was macht eine gute Produktbeschreibung aus?

Ansicht eines Schreibtisches mit Laptop, Maus und Notizbuch als Headerbild für den Artikel zu Textgattungen unterscheiden und schreiben


In dieser Academy befassen wir uns mit den wichtigsten Richtlinien für verschiedene Textsorten, die du immer wieder bei uns schreibst. Wer uns beim Autoren-Tag besuchte, dem werden die folgenden Tipps nicht fremd sein, da Petra Lahnstein das Thema in ihrem Workshop schon ausführlich betrachtet hat. Für diejenigen Autoren, die nicht dabei sein konnten, haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst und mit weiterführenden Links ergänzt.

Begeistere deine Leser mit zündenden Werbetexten

 
Werbetexte sollen den Leser mithilfe des AIDA-Prinzips zu einer bestimmten Handlung – meist einer Kaufentscheidung – bewegen. In diesen Texten hast du viel Spielraum für Kreativität, um dem Leser einen Mehrwert aufzuzeigen und Emotionen zu wecken. Denn ein Werbetext soll vor allem eines: überzeugen. Dieser Grundsatz gilt, egal ob es um eine Marke, ein Unternehmen, eine Dienstleistung oder ein Produkt geht.
 
Verstärke deine Aussagen mit positiven Wörtern und wiederhole wichtige Informationen wie Kernaussagen und Produktnamen in einer Schlusszusammenfassung. Mit einer direkten Aufforderung kannst du den Leser animieren, sich selbst von einem Service oder der Qualität des Produkts zu überzeugen. Steigere seine Handlungsbereitschaft, indem du ihn auf eine zeitliche Begrenzung des Angebots aufmerksam machst.

Mit dem richtigen Produkttext zum Kauf anregen

 
Gute Produktbeschreibungen sind auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten und sollten vor allem den Nutzen des Produkts vermitteln. Konzentriere dich also auf die Vorteile, die ein Kauf dem Leser bringen würde. Besonders vorteilhaft ist es, wenn du ihm schon Lösungen für eventuelle Einwände präsentierst. Eine lange Auflistung der Produktmerkmale solltest du vermeiden – entscheide dich lieber für einen persönlicheren Zugang. Versuche auf den Leser einzugehen, indem du seine Bedürfnisse erkennst und ansprichst. Auf diese Weise lässt er sich am ehesten begeistern und von einer Handlung überzeugen.

Reiseberichte: auf in ferne Länder

 
Klar gibt es Reiseberichte, die einfach nur von einem wunderbaren Land erzählen. Aber mit der richtigen Beschreibung machst du deinem Leser Lust auf mehr. Schreibe bildhaft und verführe deinen Leser dazu, sich von dir in eine fremde, neue Welt entführen zu lassen. Indem du mit deinen Beschreibungen Emotionen erzeugst und seine Vorstellungskraft in Gang setzt, weckst du auch Sehnsüchte in ihm, all diese Orte persönlich zu erkunden.

Mit journalistischen Texten informieren

 
Im Gegensatz zu Werbetexten steht bei journalistischen Texten an erster Stelle, Informationen auf einer meist sachlichen Ebene zu vermitteln – also das Wichtigste ohne unnötigen Firlefanz auf den Punkt zu bringen. Deshalb sind die schon bekannten 7 Ws des Journalismus beim Schreiben dieser Texte dein wichtigstes Hilfsmittel. Die Auswahl der Nachrichtenthemen erfolgt über Relevanz: Ist das Thema nur für eine bestimmte Gruppe an Personen in der Nähe (Herkunftsland) oder für die ganze Menschheit interessant (beispielsweise wissenschaftlicher Fortschritt)? Handelt es sich um ein aktuelles Ereignis? Geht es um Neuigkeiten über eine prominente Persönlichkeit? Ähnlich faszinierend wirken Themen rund um die Liebe oder dramatische, kuriose und wichtige Anlässe.


Nahaufnahme eines Notizbuchs, stifts und Handys in einer Ledertasche als Illustration für den Abschnitt zu Pressemeldungen

Pressemeldungen

 
Die klassische Pressemitteilung hat immer den gleichen Aufbau: Ganz oben steht eine aussagekräftige Headline, die das Thema möglichst in einem kurzen Satz zusammenfasst. Nach Angabe des Orts und des Datums folgt der sogenannte Lead: In diesem Absatz solltest du in zwei bis drei Sätzen die allerwichtigsten Informationen zum Thema liefern. Im Notfall sollte dieser Teil als selbstständige Kurzmeldung veröffentlicht werden können. Danach folgt der Fließtext mit allen weiteren Informationen zum Thema. Am Ende stehen die Kontaktdaten (diese werden in der Regel vom Auftraggeber angefügt).
 
Hier liegt immer ein aktueller Anlass zugrunde, den der Auftraggeber mit dieser Meldung zur Berichterstattung freigibt. Die primäre Zielgruppe bilden hier vor allem die Journalisten, die diese Meldung als Informationsgrundlage und Recherchequelle nutzen. Deswegen wird diese Art von Text meist ohne direkte Ansprache und in einem nüchternen, sachlichen Ton formuliert. Du willst mehr wissen? Dann schau dir doch einmal hier und hier unsere neuen Beiträge dazu an.

News

 
Eine gute News soll dem Leser dazu dienen, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Der Inhalt sollte aktuell sein und dem Leser fundierte, verständlich beschriebene Informationen liefern. Halte eine News deswegen möglichst kurz und prägnant. Damit ein Leser auf den ersten Blick die wichtigsten Informationen erhält, teaserst du deinen Text nach dem Titel mit einem aussagekräftigen Untertitel und einer knackigen Zusammenfassung an. Auf Basis dieser Angaben kann er entscheiden, ob er weiterlesen möchte oder nicht. Zu lange oder verschachtelte Sätze solltest du in Web-News vermeiden. So bleibt dein Text übersichtlich und leicht lesbar.

Die Königsdisziplin: Reportagen

 
In dieser Mischung aus Bericht und Erzählung betrachtest du ein bestimmtes Thema aus verschiedenen Blickwinkeln, und zwar möglichst intensiv anhand konkreter Personen oder Beispiele. Du gibst nicht nur Tatsachen weiter, sondern auch deine subjektiven Betrachtungen und Erlebnisse, damit der Leser das Beschriebene aus deinem Blickwinkel erleben kann. Das Ziel ist zu informieren und unterhalten. In der Regel beginnt eine gute Reportage mit einer Besonderheit, die das Interesse des Lesers weckt. Erst danach gehst du zur allgemeinen Thematik über. Diese Textart ist also – im Gegensatz zu den nüchterneren Pressemeldungen und News – mit einem Film vergleichbar: Sie erzählt dramaturgisch mit bestimmten Szenen von den Ereignissen. Dieser Ablauf wird im Schluss abgerundet, indem du die Anfangsszene wieder aufgreifst oder eine Pointe setzt. Hautsache ist, dass du bei dem Leser einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Mit guten Blogtexten überzeugen

 
Wer zuerst veröffentlicht, wird zuerst gelesen. Bevorzuge also aktuelle Themen und gib deinen hungrigen Blogbesuchern das Lesefutter, das sie sich wünschen. Genau wie bei Newsartikeln entscheidet nämlich die Aktualität, wo der Blog im Ranking der Suchmaschinenergebnisse auftaucht. Dein Text sollte mindestens 300 Worte umfassen, so dass du das Thema in allen notwendigen Facetten behandeln kannst und genug Raum für weitere interessante Aspekte hast. Damit dein Artikel leserfreundlich ist, solltest du immer die Regeln eines guten Webtextes beherzigen. Bereite deine Texte webgerecht auf, indem du Mut zur (Absatz-)Lücke zeigst und wichtige Schlüsselwörter und passende Synonyme verwendest. Schau dir für mehr praktische Tipps einmal unsere Artikel zu SEO-optimierten Texten und zum sinnvollen Einbau von Keywords an.

Gut gerüstet ans Texte schreiben

 
Gute Texte und Webtexte? – Kein Problem.
 
Effizientes Schreiben auch bei schwieriger Themenwahl? – Die Hilfestellungen aus unserem Workshop helfen dir weiter.
 
Mit diesen Tipps und unseren weiterführenden Links hast du alles an der Hand, was du brauchst, um gute Texte zu schreiben. Das Einzige, was vielleicht noch fehlt, ist etwas Übung. Also ran an die Tastatur und viel Spaß beim Schreiben!



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Kommentare

Wenn die Tasten scheinbar klemmen | Textbroker Blog 8. Januar 2019 - 17:29

[…] Sie sich klar, welche Kriterien der Text erfüllen soll. Neben den formalen Merkmalen wie Textsorte, Stil (z. B. sachlich oder meinungsbetont) gilt es auch, die thematischen Eigenarten zu erfassen. […]

Antworten

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