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8 Tools für die Content-Planung

Gut geplant ist halb gewonnen. Dieser Leitsatz trifft auf jeden Fall zu, wenn es um die regelmäßige Veröffentlichung von Inhalten geht. Nur wer seine Leser und Google kontinuierlich und zielgerichtet mit hochwertigen Inhalten versorgt, stellt sicher, dass seine Content Marketing-Maßnahmen nicht wirkungslos verpuffen. Ein Redaktionsplan hilft, Inhalte für Websites und Social Media langfristig strategisch zu planen und umzusetzen und so die Content-Ziele zu erreichen.

Schrank mit Werkzeug

Sind in einem Unternehmen mehrere Personen an der Publikation von Inhalten beteiligt, ist ein Redaktionskalender für den Überblick unerlässlich. Doch selbst wenn nur eine Person mit der Steuerung von Inhalten betraut ist, gibt eine dokumentierte Leitlinie Struktur – und dient nicht zuletzt intern als Nachweis über die planmäßige Veröffentlichung von Inhalten.

Ein gut gepflegter Content-Kalender ist daher ein wichtiger Bestandteil einer jeden Content-Strategie. Dabei beantwortet der Redaktionsplan vor allem eine wichtige Frage: Wann wird welcher Content von welchem Autor auf welchem Kanal veröffentlicht?

Einmal erstellt, muss das Dokument regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden. Die Themenplanung und Weiterentwicklung des Redaktionskalenders gehören daher zu den wichtigsten Aufgaben von Content-Verantwortlichen. Je nach Unternehmen kann ein Redaktionsplan ganz unterschiedlich aufgebaut sein. Entscheidend ist jedoch, dass er die individuellen Bedürfnisse des  jeweiligen Unternehmens berücksichtigt.

Diese Themen sollte ein Redaktionsplan mindestens abdecken:

  • geplanter Veröffentlichungstermin
  • Thema des Contents
  • Content-Art (z. B. Fachartikel, Interview, Infografik, Video…)
  • Autor
  • Kanäle, auf denen der Content publiziert werden soll (e.g. Blog, Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube, Gastblogs)

Vorlagen für einen Redaktionsplan

Aber wie sollte ein Redaktionsplan aufgesetzt werden? Einige Unternehmen nutzen dazu ein einfaches Excel-Dokument. Ein Spreadsheet auf Google Drive bietet den Vorteil, dass mehrere Personen gleichzeitig daran arbeiten können. Anstelle selbstgestrickter Lösungen in Excel, Word oder Sharepoint bieten sich diverse Vorlagen an, die nach den jeweiligen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden können.

1. Vorlage Social Media Content Calendar von Sinnwert-Marketing

Dieser Redaktionskalender ist sehr übersichtlich und enthält alles Wesentliche für die regelmäßige Veröffentlichung von Blogbeiträgen und Social Media-Posts. Neben Veröffentlichungstermin, Thema, Verantwortlichkeiten und verschiedenen Social Media-Kanälen bietet er eine Spalte für die zugehörigen Keywords. Zudem können Deadline für Textabgaben sowie der Status des jeweiligen Inhalts eingetragen werden. Besonders praktisch ist die Übersicht der Social Media-Aktivitäten: Ein Balken-Diagramm zeigt die Verteilung der Posts pro Monat für die einzelnen Social Media-Kanäle.

Excel Tabelle

2. Social-Media-Redaktionsplan von Onlinemarketing-Praxis

Diese Vorlage besteht aus mehreren Tabellenblättern. Neben dem Redaktionsplan verfügt sie über einen Themenspeicher für Ideen und Pufferartikel. Der Redaktionskalender ist  einfach und übersichtlich gestaltet und bietet Platz für das Eintragen der zugehörigen Social Media-Posts pro Beitrag sowie für Notizen zum Seeding. Der Reiter „Auswertung” verschafft einen Überblick über die Beiträge pro Monat, Kanal und Thema.

3. Redaktionsplan-Vorlage vom Content Marketing Institute

Diese Excel-basierte Vorlage ist sehr rudimentär gestaltet, eignet sich aber gut für Einsteiger. Sie enthält Spalten für geplante Blog-Posts, das Thema, den Autor, Call to actions und zugehörige Keywords. Zudem ist Platz für Artikelideen und Notizen.

4. Content-Marketing Redaktionsplan von coseed.de

Dieser Redaktionsplan ist sehr umfangreich, aber auch etwas komplex aufgebaut. Die Vorlage bietet eine Übersicht über geplante Tasks, Verantwortlichkeiten, den Status einzelner redaktioneller Aufgaben und verschiedene Social Media-Kanäle. Beispielkampagnen geben Anregungen für die eigene Befüllung.

5. Content Kalender von Postcron

Der Google-Docs-Kalender hat ein einfaches, aber praktikables Layout. Mit Spalten wie Autor, Thema, Zielgruppe, Keywords, Veröffentlichungskanäle und Ergebnisse/Fazit ist der Aufbau eine gute Anregung für einen eigenen Content-Plan.

Redaktionskalender für WordPress

Nutzen Sie WordPress zur Verwaltung Ihres Blogs? Es gibt verschiedene Plugins für Redaktionskalender, die sich einfach in das beliebte Content Management System integrieren lassen. So können redaktionelle Inhalte für Blogs ganz einfach innerhalb von WordPress geplant werden.

1. Editorial Calendar Plugin for WordPress

Dieses kostenlose Kalender-Plugin bietet eine einfache Übersicht darüber, wann welcher Beitrag veröffentlicht wird. Per Drag & Drop lassen sich Posts verschieben und direkt im Kalender bearbeiten. Geplante und veröffentlichte Posts sind nach ihrem Status kategorisierbar. Inhalte ohne festes Veröffentlichungsdatum können durch die Funktion „Unscheduled Drafts” gesammelt werden. Dieser einfache und übersichtliche Redaktionskalender eignet sich besonders für Anfänger und Blogs mit nur einem Autor.

Content Tool

2. Edit flow

Das kostenlose Plugin für WordPress dient ebenfalls zum Erstellen und Verwalten eines Redaktionsplans. Der Kalender hat eine einfache Oberfläche und lässt sich intuitiv per Drag & Drop bedienen. Aufgrund der Kommentarfunktion eignet sich Edit Flow auch für Blogs mit mehreren Autoren. Durch die Möglichkeit, den Kalender mit iCal oder Google Kalender zu synchronisieren, behält man auch außerhalb von WordPress den Überblick über geplante und veröffentlichte Inhalte.

Content Tool EditFlow

3. CoSchedule

Das kostenpflichtige WordPress-Plugin CoSchedule erleichtert vor allem das Teilen von Inhalten auf Social Media. In einem Kalender lassen sich die passenden Social Media-Teaser für jeden Blogartikel erstellen und vorplanen. Wird ein Blogbeitrag veröffentlicht, folgen die zugehörigen Social Media-Teaser auf Wunsch automatisch. Die Anzahl der zugeordneten Social Media-Kanäle und Profile ist dabei nicht begrenzt. Bestimmte Aufgaben (wie Beitrag bearbeiten, Post veröffentlichen) lassen sich anderen Teammitgliedern zuweisen. Damit eignet sich CoSchedule gut für größere Blogs mit mehreren Beteiligten. Mit 10 Dollar pro Monat und Blog sind die Kosten noch recht überschaubar.

Content tool CoSchedule

Der Redaktionsplan hilft, Content-Ziele zu erreichen

Welche Form von Redaktionskalender die richtige für ein Unternehmen ist, hängt in erster Linie von der Art des veröffentlichten Contents und den jeweiligen Kanälen ab. Je nach Firma kann es beispielsweise sein, dass neben Social Media auch Gastblogs eine wichtige Rolle spielen.

Für die Planung und Organisation ihres Content-Marketings in sozialen Netzwerken bevorzugen viele Firmen einen separaten Social-Media-Kalender. Infos und Tipps zum Aufbau von Redaktionsplänen speziell für Social Media finden Sie hier.

Egal, für welche Vorlage ein Unternehmen sich entscheidet: Es wird davon profitieren – denn ein Redaktionsplan trägt dazu bei, eine bestimmte Veröffentlichungs-Frequenz zu gewährleisten und so die Ziele im Sinne der Content-Strategie zu erreichen.

Aber Achtung: Natürlich lässt sich nicht alles planen. Ein Redaktionsplan ist niemals als in Stein gemeißelt zu betrachten. Häufig erfordern unvorhergesehene aktuelle Ereignisse ein Abweichen vom Plan. Beim Thema Content gilt es, stets im Fluss zu bleiben und die redaktionelle Planung kontinuierlich zu hinterfragen, anzupassen und weiterzuentwickeln.

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Kommentare

39249 16. Oktober 2014 - 8:17

Wir haben unsere Redaktionsplan-Vorlage in (etwas vereinfachter) Form auch veröffentlicht. Dabei kommt Trello zum Einsatz, das durch seine Kollaborationswerkzeuge ideal für Content ist. Das vorgestellte Trello-Board kann man sich auch kopieren (Link am Ende des Artikels) und direkt verwenden: http://mindrevolution.com/de/themen/praxis/themenplan-fuer-content-marketing-erstellen

 

Antworten

Tobias Fischer 25. Januar 2018 - 10:02

Trello ist wirklich ein super Tool für die Erstellung eines Redaktionsplans – vor allem weil Workflows für Abstimmung, Konzeption und Korrekturschleifen direkt mit eingebunden werden können. Da wir 3 Unternehmensblogs haben und regelmäßig Beiträge, Whitepaper, Studien oder Infografiken darauf veröffentlichen, wären wir ohne so ein Organisationstool aufgeschmissen.

Für unseren Social-Media-Redaktionsplan greifen wir allerdings auf Inhouse-Lösungen (https://www.blog2social.com/de/) zurück. Wir entwickeln mit dem Blog2Social WordPress Plugin und der Blog2Social WebApp Social-Media-Marketing-Tools für Agenturen und Unternehmen. Wir nutzen die in den Software-Lösungen integrierten Social-Media- bzw. Redaktionskalender für die Content-Erstellung, -Planung, -Abstimmung und Veröffentlichung.

Bei 3 Blogs mit jeweils mehr als 10 Social-Media-Profilen wäre der zeitliche Aufwand – allein für die Erstellung und das Teilen auf den Netzwerken – einfach zu groß. So sparen wir aber massig Zeit.

Beste Grüße
Tobias

Antworten

3074 17. Oktober 2014 - 5:25

Trello nutzen wir auch, was ich persönlich noch besser finde ist Evernote vor allem dort die Checklisten und die scan to Evernote Funktion, wenn man mal offline für die Recherche was wichtiges hat und man alle Geräte verbinden kann, was mit Trello bestimmt auch geht? Gerade für unsere Reisemagazine wie z.B. http://www.madeira-insel.de/ finde ich immer wieder Ideen aus dem Offline Bereich für neuen Content. Aus Magazinen oder Prospekten vor allem auch Inhalte die für User wichtig sind da gibt es manchmal offline mehr Ideen und Inspirationen als online. Manchmal auch auf portugiesisch oder english.

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41092 20. Oktober 2014 - 8:27

Danke für die tolle Übersicht. Wer allerdings keine Lust mehr auf Excel-Listen hat und größere Redaktionen führt, der sollte sich dringend für die closed-beta von contentplaner.de anmelden. Wir haben in monatelanger Analysearbeit die besten Features zusammengetragen und ein Radaktionstool gebaut, das seinesgleichen sucht. Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen!

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15559 12. Februar 2015 - 10:57

Hallo,

das ist ein feiner Artikel mit guten Tipps und jeder Menge Tools, wie ich meinen Content planen kann. Ich selber habe mir nun einen Redaktionsplan für meine Seite auf der ich über Burnout für Angehörige schreibe erstellt. Das war ganz einfach und hilft mir nun meinen Content zu planen.

Vielen Dank!

Antworten

64087 4. Februar 2016 - 17:06

Mir wurde http://kanbantool.com/ von einer Freundin empfohlen. Ehrlich gesagt am Anfang war ich bisschen skeptisch über die ganze Sache. Ich arbeite lieber mit traditionellen Mitteln anstatt mit irgendwelchen neuen Tools. Zuerst habe ich kostenloses 14-Tage-Probeabo benutzt- dabei ist keine Kreditkarte erforderlich. Während dieser Zeit habe ich Kanban Tool gründlich getestet und ich benutzet es schon fast ein Jahr. Kanban Tool verfügt über mehrere Funktionen wie erweiterte Freigabe-Optionen z.B. Freigabe von Ordnern und Online-Dokumenten wie auch einfache Erstellung sowie Bearbeitung von Dokumenten. Gerade für mich bei Content-Planung ist es wichtig, dass ich alle Aufgaben in Kalender problemlos exportieren kann.

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Social Media in der Wissenschaftskommunikation 1. August 2017 - 16:24

[…] Mustervorlagen im Netz: ei­ne gu­te Übersicht ver­schie­de­ner Vorlagen fin­det sich im Blog text­bro­ker. Langfristig ein­ge­tra­gen wer­den soll­ten na­tür­lich ei­ge­ne Veranstaltungen, […]

Antworten

Kreative Themensuche für Blogs: 5 Tipps | Textbroker Blog 7. August 2017 - 9:04

[…] Blogs sollten Sie regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Dazu ist es sinnvoll, Themen in einem Redaktionsplan längerfristig zu planen. Bei aktuellen Entwicklungen können Sie zwar davon abweichen, Sie sollten […]

Antworten

Wertvolle Content-Marketing-Tipps für kleines Budget | Textbroker Blog 7. August 2017 - 11:17

[…] Content-Marketing-Aktivitäten auf lange Zeiträume ausgerichtet sein sollten, empfiehlt es sich, einen Redaktionsplan zu erstellen. Dieser hilft beim Vorausplanen von Beiträgen ebenso wie bei der Organisation und der […]

Antworten

Siegbert Pinger 12. August 2017 - 15:33

Bei vielen Kanälen Lohnt sich ein Contentmanagementtool. ZB das in Koblenz entwickelte und jede Woche dank agiler Entwicklung geupdatete www.dirico.io von www.247Grad.de

Antworten

Alexander Sonntag 13. August 2017 - 17:29

Wir von der Agentur Ideenschupser (www.ideenschupser.de) nutzen Desk Net (www.desk-net.com/de) für die Contentplanung. Nach langer Suche haben wir uns für dieses Tool entschieden.

Antworten

5 essentielle Tipps für effektivere Blogartikel | Textbroker Blog 14. September 2017 - 9:26

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