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W-Fragen: ein wertvolles Hilfsmittel für Autoren

W-Fragen sind nicht nur im Journalismus ein beliebtes Hilfsmittel. Wir zeigen, wie sie bei jeder Textart zum Einsatz kommen können.

Gemalte Fragezeichen

 

W-Fragen sind jene offenen Punkte, die Journalisten und Texter in ihren Arbeiten beantworten sollten. Sie fragen nach dem „Was?“, „Wer?“, „Wann?“ und „Wo?“ und berücksichtigen auch das „Wie?“ und „Warum?“. W-Fragen bilden die Eckdaten für ein Thema und bringen Struktur in den Text. In unserer neuen Academy erklären wir, weshalb jeder Texter sie kennen (und nutzen) sollte.

Was bedeutet das „W“ in den Fragen?

 

Das „W“ der W-Fragen steht stellvertretend für Fragewörter, die mit dem Buchstaben „W“ beginnen. Von dieser Sorte gibt viele verschiedene. Wenn Sie sich allerdings als Autor mit W-Fragen beschäftigen, stoßen Sie vor allem auf diese sechs Interrogativpronomen:

  • Was?: Frage nach dem Geschehen
  • Wer?: Frage nach den Personen
  • Wo?: Frage nach dem Ort
  • Wann?: Frage nach dem Zeitpunkt
  • Wie?: Frage nach der Art und Weise
  • Warum?: Frage nach dem Grund

 
Auch die Frage nach der Herkunft mit dem Wort „Woher“ oder jene nach der Zielsetzung mit dem Pronomen „Wozu“ stehen im Raum. Je nach Situation kann es angebracht sein, die Menge mit „Wie viele?“, die Häufigkeit mit „Wie oft?“ und die Dauer mit „Wie lange?“ zu hinterfragen. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen.

Wo haben die W-Fragen ihren Ursprung?

 

Diese klassischen Fragestellungen haben in den W-Fragen des Journalismus ihren Ursprung. Sie sind das Grundgerüst für die Recherche, Berichterstattung und Textgestaltung im journalistischen Bereich. Die Berufsbilder dieser Sparte sind davon geprägt, Fakten zusammenzutragen, Dinge zu hinterfragen und die Fragen der Leser zu beantworten. Journalisten arbeiten vor allem mit diesen 6 W-Fragen, wenn sie ihre Informationen sammeln und in ihren Texten Antworten liefern:
 

  • Was hat sich ereignet?
  • Wer ist daran beteiligt?
  • Wo ist es geschehen?
  • Wann ist es passiert?
  • Wie ist es dazu gekommen?
  • Warum ist es geschehen?

 
Neben diesen 6 W-Fragen drängt sich bei einer fundierten Recherche- und Schreibarbeit die Frage nach dem „Woher?“ auf. Woher hat der Journalist seine Informationen? Auf welche Quellen bezieht er sich in seiner Reportage? Welche Personen hat er befragt und welche fremden Informationen hat er in seinem Text verarbeitet? Da die Angabe einer seriösen Quelle im Zeitalter der Informationsflut immer wichtiger wird, macht die Frage „Woher?“ die Liste der 7 W-Fragen im Journalismus komplett.

Warum sind W-Fragen wichtige Werkzeuge?

 

Alle W-Fragen haben eine Gemeinsamkeit. Sie verlangen eine Antwort, die länger ist als ein bloßes „ja“ oder „nein“. Daraus ergibt sich bereits der erste Zweck, den diese W-Fragen erfüllen. Sie sollen den Autor dazu ermutigen, aussagekräftige Antworten auf jene Fragen zu geben, die sich der Leser zu einem konkreten Thema, Produkt oder Geschehen stellt. Nur wenn der Text diese Informationen enthält, kann der Leser seine Unklarheiten beseitigen und vom Inhalt profitieren. Ähnlich verhält es sich mit einem Reporter, der in einem Interview Fragen stellt und seinem Interviewpartner interessante Antworten entlocken möchte, um sich ein Bild vom Geschehen zu machen. W-Fragen sind somit wichtige Kommunikationsmittel.

 
Pfeile auf Holzwand
 

Auch als Autor sollten Sie die 6 beziehungsweise 7 W-Fragen bei der Recherche und beim Schreiben als wichtige Werkzeuge einsetzen. Anhand dieses Fragengerüsts können Sie strukturiert nach Informationen suchen und diese Fakten den W-Fragen „Was?“, „Wer?“, „Wo?“, „Wann?“, „Wie?“ und „Warum?“ zuordnen. Diese W-Fragen helfen Ihnen beim Schreiben dabei, die Inhalte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und Ihren Text zu strukturieren. Der Leser profitiert von dieser Struktur ebenfalls, zumal er die wichtigsten Fakten schnell und gut erfassen kann. Viele Auftraggeber verlangen Quellenangaben und formulieren daher auch die Frage: „Woher stammen die Informationen?“

Für welche Texte eignen sich diese Fragestellungen?

 

Diese Fragestellungen eignen sich für alle Textarten, wenn man sie an die Anforderungen des Artikels anpasst. Ihr klassisches Anwendungsfeld finden W-Fragen im Journalismus und bei Reportagen. In diesen Texten halten Sie mit interessanten Antworten auf die journalistischen Kernfragen „Was?“, „Wer?“, „Wo?“, „Wann?“, Wie?“ und „Warum?“ die Spannung für den Leser aufrecht. Damit klären Sie ihn über alle wichtigen Punkte auf, egal ob es ein spezielles Thema oder ein bestimmtes Ereignis ist.

Sie sind selbst Konsument und schätzen vermutlich aufschlussreiche Produktinformationen, bevor Sie ein Produkt kaufen. Vielleicht haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, dass der Hersteller oder Verkäufer Sie über wichtige Punkte im Unklaren gelassen hat? Damit wächst die Unsicherheit, ob dieses Produkt die richtige Wahl ist. Als Texter sollten Sie sich daher bei Produktbeschreibungen an wichtigen W-Fragen orientieren, um dem Kunden jene Informationen zu geben, die er für seine Kaufentscheidung benötigt. Wer ein Produkt kaufen möchte, könnte sich zum Beispiel diese W-Fragen stellen:
 

  • Was zeichnet dieses Produkt aus?
  • Welche besonderen Eigenschaften hat es?
  • Wie nutze ich dieses Produkt?
  • Warum sollte ich dieses Produkt wählen?
  • Wo wurde es hergestellt?
  • Wer hat dieses Produkt erzeugt?

 
In gelockerter Form leisten W-Fragen auch bei SEO-Texten einen wichtigen Beitrag, zumal sie dabei helfen, den Lesefluss zu verbessern. Wenn Sie in einem Text viele relevante Suchbegriffe verwenden müssen, ist die Orientierung an wichtigen W-Fragen eine gute Möglichkeit, um die Inhalte spannend und lesefreundlich zu gestalten. Auch die Leser von Blogbeiträgen schätzen Antworten auf offene Fragen, die komplexe Sachthemen aufwerfen.

Wo sind W-Fragen besonders wichtig?

 

Dass W-Fragen im Journalismus und beim Texten ihren Nutzen haben, steht außer Zweifel. Gibt es spezielle Fälle, in denen diese offenen Fragestellungen besonders wichtig sind? Die Antwort lautet: „Ja!“. Wenn Sie beispielsweise eine interessante Pressemitteilung schreiben möchten, müssen Sie Ihre Leser bereits in der Einleitung mit prägnanten Antworten auf die W-Fragen für Ihren Text begeistern. Im ersten Absatz einer Pressemitteilung sollten Sie insbesondere über die offenen Punkte „Was?“, Wer?“, „Wann?“ und Wo?“ aufklären und damit das erste Informationsbedürfnis stillen.

Im Teaser eines Artikels wecken kurze Antworten auf W-Fragen ebenfalls das Interesse der Leser. Dieser Anrisstext muss freilich prägnant sein und bietet daher nicht genügend Platz, um alle 7 W-Fragen zu beantworten. Als Autor können Sie jedoch die eine oder andere dieser offenen Fragestellungen berücksichtigen und zum Beispiel die Aspekte „Was?“, „Wer?“ und „Wo?“ im Teaser ansprechen. Sie orientieren sich an jenen W-Fragen, die Ihren Artikel bestimmen.

 
Schreibtisch mit Laptop und Glühbirne

Welche weiteren W-Fragen sind noch relevant?

 

Abgesehen von den klassischen W-Fragen sind für Sie als Autor noch andere relevant. Dies betrifft insbesondere Fragen nach Menge, Häufigkeit, Dauer oder Wirkung. Wenn Sie beispielsweise einen Ratgebertext über die Pflege von Pflanzen oder über die Zubereitung einer Speise schreiben, können Sie einige dieser offenen Punkte klären:
 

  • Wie oft sollte der Gartenbesitzer seine Pflanze gießen?
  • Wie viel Wasser benötigt man pro Gießvorgang?
  • Welche Wirkung entfaltet der Dünger und wie schnell wirkt er?
  • Wie lange muss das Fleisch gekocht werden?
  • Für wie viele Personen ist das Rezept gedacht?

Wer setzt ebenfalls W-Fragen ein?

 

Marketingexperten verwenden W-Fragen, um die richtigen Maßnahmen für eine Marketing-Kampagne auszuwählen. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit den Fragen: „Wer gehört zu meiner Zielgruppe?“ und „Womit erreiche ich diese Personen?“ Neben der Wahl der richtigen Kommunikationskanäle ist auch der Kostenfaktor entscheidend. Damit rückt die Frage: „Wie viel kostet die Marketingmaßnahme?“ in den Mittelpunkt.

An anderer Stelle beeinflussen offene Fragen nicht den Marketingerfolg, sondern den Ausgang einer Notsituation. Im Falle eines Unfalls entscheidet die korrekte und schnelle Beantwortung der 5 W-Fragen über den Ablauf einer Rettungsaktion. Die Einsatzkräfte benötigen die wichtigsten Eckdaten zum Unfallgeschehen, um richtig handeln zu können. Wer einen Notruf abgibt, sollte daher den Helfern von Rettung, Polizei und Feuerwehr diese 5 W-Fragen zum Unfall beantworten:
 

  • Wo ist der Unfall geschehen?
  • Was ist passiert?
  • Wer ist in den Unfall verwickelt und wie viele Personen sind verletzt?
  • Welche Verletzungen haben die Unfallbeteiligten?
  • Warten auf die Rückfragen der Einsatzkräfte

 
Die Einsatzkräfte protokollieren in ihren Berichten den Unfallhergang mit einigen weiteren W-Fragen: Wann hat sich der Unfall ereignet? Warum ist es dazu gekommen? Wie ist der Unfall abgelaufen? Gerade diese Einsatzgebiete zeigen, wie hilfreich W-Fragen sind.

Das Fazit der W-Fragen

 

Die 7 W-Fragen des Journalismus bieten Ihnen ein hilfreiches Grundgerüst, das die Recherche erleichtert und Struktur in Ihren Text bringt. Außerdem helfen Ihnen die Fragen nach diesen offenen „Ws“ dabei, aussagekräftige Antworten für Ihre Leser zu formulieren und damit gute Reportagen, Produktbeschreibungen, Blogbeiträge oder andere Texte zu schreiben. Die W-Fragen lassen sich auf viele Textgattungen anwenden und haben zudem im Marketing und bei Unfällen ihre Berechtigung.


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