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Was gute Reisetexte ausmacht

In Deutschland ist es grau und nieselt, das Thermometer fällt kontinuierlich. Wer sehnt sich da nicht nach Sonne, Strand, Palmen und glitzerndem Meer? Allein diese Begrifflichkeiten können dafür sorgen, dass man in Erinnerungen an den letzten Urlaub schwelgt, sich plötzlich gedanklich in einem Liegestuhl am Strand wiederfindet und sogar das sanfte Rauschen der Wellen vernimmt. Wieder angekommen in der Realität stellt man fest: Es ist höchste Zeit, die nächste Reise zu planen. Wohin es diesmal gehen soll? Das entscheiden viele Deutsche erst, nachdem sie auf Reiseportalen recherchiert und verschiedene Berichte auf Reiseblogs gelesen haben.

Genau solche Texte bestellen Auftraggeber bei Textbroker häufig sowohl im Self- als auch im Managed-Service. Die Ziele, die sie mit Reisetexten verfolgen, sind sehr vielfältig und reichen von der Kundenbindung über Suchmaschinenoptimierung bis hin zum Linkbuilding. Doch egal ob Strandurlaub, Kreuzfahrt oder Wüstensafari – immer haben die Texte eines gemeinsam: Sie sollen das Fernweh des Lesers wecken und Lust aufs Reisen machen.

Nur wie schafft man es, den Leser für ein Reiseziel zu begeistern und zu erreichen, dass er am liebsten sofort seine Koffer packen würde? In diesem Autoren-Tutorial befassen wir uns damit, was gute Reisetexte ausmacht.

Zunächst ist es natürlich wichtig, dass Sie die Angaben in der Auftragsbeschreibung beachten.

  • Ist der Inhalt vorgegeben? Soll zum Beispiel ein Bericht über einen Städtetrip nach Hamburg verfasst werden oder handelt es sich um die Beschreibung eines Luxushotels auf Bali? Ist angegeben, auf welche Aspekte des Urlaubsorts oder der Reise Sie besonders eingehen sollen? Für manche Auftraggeber zählt Kulinarisches, für andere sind vor allem die Sportaktivitäten wichtig.
  • Müssen Sie das Urlaubsziel selbst bereist haben und wie gut sollten Sie es kennen?
  • Sind Links mit Hintergrundinformationen zur Reise oder zum Urlaubsort vorhanden, die Ihnen die Recherche erleichtern?
  • Gibt es Webseiten mit Beispieltexten? Wenn ja, sollte Ihr Text zu den restlichen Berichten auf der Seite passen.
  • An welche Zielgruppe richtet sich der Text? Ob Sie junge Backpacker oder Führungskräfte auf Geschäftsreise ansprechen sollen, macht einen großen Unterschied. Richten Sie Tonalität und Inhalt des Textes an den Ansprüchen der jeweiligen Zielgruppe aus.
  • Wie soll der Text aufgebaut sein? In wie viele Absätze soll er gegliedert werden, wie viele Zwischenüberschriften soll er enthalten?
  • Soll der Text aus der Ich-Perspektive verfasst werden oder handelt es sich um einen weniger subjektiven Text, wie er in vielen Reiseführern zu finden ist?
  • Wie soll die Ansprache der Leser erfolgen? Sollen Sie den Leser direkt ansprechen? Wenn ja, ist ein „Du” oder „Sie” gefordert?

Häufig enthalten Auftragsbeschreibungen jedoch nur einen Teil dieser Angaben. So wünschen sich manche Auftraggeber von Autoren schlichtweg „Einen Reisebericht Ihrer Wahl” zu einem vorgegebenen Reiseziel. Umso besser, dann können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Unabhängig von den Angaben im Briefing helfen folgende Tipps bei der Erstellung von guten Reiseberichten und Texten für Reiseblogs.

Der Inhalt

Ein guter Reisebericht bietet Orientierung bei der Urlaubsplanung und macht Lust auf mehr. Egal, ob Sie einen klassischen Urlaub an einem Ort oder eine ganze Reise beschreiben wollen: Mit einem Text, der dem Leser nützliche Informationen bietet und ihn unterhält, liegen Sie immer richtig. Vermeiden Sie Werbefloskeln und setzen Sie auf Informationen und Tipps, die nicht so leicht recherchierbar sind.

Es gibt unzählige thematische Schwerpunkte, auf die Sie in einem Reisebericht eingehen können, z. B.

  • Anreise (Flüge, Bahn, Bus, Auto, Schiff)
  • Unterkunftsmöglichkeiten (z. B. Low Budget: Hostels, Camping/Mittelklasse: Hotels, Ferienwohnungen/gehoben: Luxushotels)
  • geografische Lage und Klima (z. B. heiße Wüste, schneebedeckte Gipfel, mediterranes Klima)
  • Vegetation (z. B. malerische Aprikosenblüte)
  • Reiserouten (z. B. Wohnmobil, Zugreise, Fahrradreise)
  • Sportangebote und Freizeitmöglichkeiten (z. B. Quadfahren, Surfen, Wellnessangebote, Kochkurse)
  • Speisen und Restaurants (landesübliche Speisen, kulinarische Besonderheiten)
  • Sehenswürdigkeiten und Museen (z. B. Führungen, berühmte Ausstellungsstücke)
  • Geschichtliches (z. B. erste Siedler, Ruinen, Besichtigungsmöglichkeiten)
  • Einkaufsmöglichkeiten (z. B. lokale Geschäfte, Souvenirs, besondere Öffnungszeiten)
  • Ausgehmöglichkeiten (z. B. traditionelle Feste, nächtliche Clubszene)
  • lokale Spezifika und Verhaltensregeln (z. B. Bekleidungsvorschriften, Restaurantbesuche)

Bedenken Sie: Erst die konkrete Beschreibung von Landschaften, Beobachtungen und Gefühlen macht Ihren Reisebericht einzigartig und weckt Reisegefühle. Haben Sie den Urlaubsort bereits besucht, lassen Sie unbedingt eigene Erfahrungen mit einfließen. Schildern Sie nicht nur Ihre Erlebnisse, sondern auch, wie Sie diese wahrgenommen haben. Persönliche Eindrücke und Insidertipps wirken authentisch und bieten dem Leser einen Mehrwert.

Die Zielgruppe

Ist die Zielgruppe im Briefing nicht eingegrenzt, versetzen Sie sich in die Lage verschiedener Zielpersonen. Gehen Sie auf unterschiedliche Aspekte des Reiseziels für verschiedene Gruppen ein und überlegen Sie, was die Reise für sie attraktiv macht.

Was spricht eine Familie mit Kindern an, was ist für ein junges Pärchen auf Hochzeitsreise besonders interessant? Was bietet das Reiseziel für Pauschalreisende und Wellnessliebhaber? Weshalb kommen auch Aktivurlauber und Wanderer auf ihre Kosten? Warum sollte ein sportbegeisterter Abenteuerurlauber die Reise antreten, wieso der kulturinteressierte Akademiker?

Eine gute Recherche hilft, sich in unterschiedliche Zielgruppen einzudenken. Belegen Sie die Alternativen für verschiedene Gruppen anhand von konkreten Beispielen.

So könnte ein Absatz, in dem es um Freizeitmöglichkeiten am Urlaubsort geht, zum Beispiel lauten:

Ob Kamelreiten für Kinder, spektakuläre Tauchgänge in bunten Korallengärten oder rasantes Sandboarden in der Wüste: Ägypten ist ein Eldorado für alle, die außergewöhnliche Aktivitäten abseits des Alltags lieben.

Inwiefern Sie den Text auf verschiedene Zielgruppen anpassen können, hängt natürlich vom Reiseziel ab. Doch wenn Sie einen möglichst vielseitigen und umfassenden Gesamteindruck des Urlaubsorts vermitteln, erreichen Sie, dass sich unterschiedliche Zielgruppen angesprochen fühlen und für das Reiseziel begeistern können.

Der Aufbau

Der Einstieg entscheidet darüber, ob der Leser weiterliest. Um den Leser in den Text zu ziehen, können Sie zum Beispiel mit Gegensätzen arbeiten (In Deutschland ist es kalt und grau, während am Strand von Ipanema….) , mit einer Szene oder Beschreibung einsteigen oder das aus Ihrer Sicht wichtigste Highlight der Reise zuerst nennen.

Gliedern Sie den Text in sinnvolle Absätze und gehen Sie darin auf die wichtigsten Aspekte der Reise ein. Behandeln Sie ein Thema pro Absatz, z. B. Landschaft, Freizeitaktivitäten, Kultur, Kulinarisches. Greifen Sie in jedem Absatz verschiedene Beispiele heraus und zeigen Sie (sofern nicht anders angegeben) Alternativen für unterschiedliche Zielgruppen auf.

Wählen Sie für jeden Absatz aussagekräftige Zwischenüberschriften.

Sprache, Stil und Tonalität

Sprachliches spielt eine wesentliche Rolle für gute Reisebeschreibungen und Reiseblogtexte. Natürlich sollte die Sprache wie in allen guten Webtexten informativ, verständlich und präzise sein. Doch um den Leser textlich an den Zielort mitzunehmen, ist es zudem wichtig, bildhaft und lebendig zu schreiben.

Die Provence ist bekannt für ihre schönen Lavendelfelder.

Dieser Satz erzielt nicht den gleichen Effekt beim Leser, wie wenn Sie schreiben: 

Entlang der kleinen gewundenen Straße entfaltet sich ein unendliches Meer aus wogenden, blau-violetten Blüten, eingehüllt in einen fein-herben Duft.

Verwenden Sie in Reisetexten also eine möglichst bildhafte Sprache und nutzen Sie viele Adjektive.

Das gilt auch für Hotelbeschreibungen: Aussagen wie „Das Hotel ist wirklich super” reichen nicht aus. Beschreiben Sie stattdessen etwa die malerische Lage oder die Liebe zum Detail, und wie sich diese bemerkbar macht. Zeigen Sie anschaulich, was gemeint ist. Statt „gemütliche Einrichtung”, schreiben Sie z. B.  „bayerischer Landhausstil”. So kann sich der Leser konkret etwas vorstellen.

Ton und Stil sind abhängig von der jeweiligen Zielgruppe und vom Erscheinungsort. Geht es etwa um eine Low-Budget-Zugreise für junge, abenteuerlustige Leser, wählen Sie einen eher lockeren, jugendlichen Stil. Schreiben Sie dagegen über eine edle Luxuskreuzfahrt für wohlsituierte Best Ager, ist ein seriös-gehobener Sprachstil passender.

Auch ob Sie den Leser duzen oder mit „Sie” ansprechen, hängt von der Zielgruppe und der Website, auf der der Text erscheint, ab. Ist nichts angegeben, sprechen Sie den Leser, dort wo es sinnvoll ist, vereinzelt mit „Sie” an.

Persönliche Eindrücke, wertvolle Insider-Tipps und bildhafte Beschreibungen: Reiseberichte und Texte für Reiseblogs bieten Autoren allerlei Freiheiten und kreativen Spielraum. Wir hoffen, Ihnen in diesem Tutorial ein paar hilfreiche Anregungen für Ihre Reisetexte gegeben zu haben. Setzen Sie diese in Ihren Texten um. Dann werden sich schon bald noch mehr Menschen beim Lesen an ihren nächsten Urlaubsort träumen.


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