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Wie Sie eine gelungene Rezension verfassen

Bei Textbroker finden sich immer wieder Aufträge, bei denen eine Rezension gefordert ist. Klassischerweise handelt es sich dabei um Texte über Bücher oder Filme. Nicht selten geht es auch darum, bestimmte Produkte zu bewerten. Doch egal, ob Kinderbuch, Krimi oder Kletterschuh: Um eine gute Rezension verfassen zu können, ist genaues Wissen über das zu rezensierende Werk notwendig. In diesem Tutorial schauen wir uns etwas genauer an, was in eine gute Rezension gehört.

„Der fast völlig charmefreie Film handelt von einer öden Zweierkiste, in der ein gesichtsloser Prinz und ein harmloses Aschenputtel einander nichts Gescheiteres beweisen, als dass sie die Verletzungen, die ihnen der Plot zumutet, weder genießen noch überwinden können.” Gemeint ist „50 Shades of Grey”, geschrieben hat diese Rezension Dietmar Dath vor Kurzem in der FAZ.

Auch bei Textbroker finden sich immer wieder Aufträge, bei denen eine Rezension gefordert ist. Klassischerweise handelt es sich dabei um Texte über Bücher oder Filme. Nicht selten geht es auch darum, bestimmte Produkte zu bewerten.

Egal, ob Kinderbuch, Krimi oder Kletterschuh: Um eine gute Rezension verfassen zu können, ist genaues Wissen über das zu rezensierende Werk notwendig. Aus diesem Grund schreiben viele Auftraggeber in ihr Briefing, dass der Autor das jeweilige Buch gelesen, den zu besprechenden Film gesehen bzw. das jeweilige Produkt getestet haben muss.

Eine Manipulation von Produktrezensionen ist bei Textbroker nicht erlaubt. Entsprechende Aufträge werden gelöscht. Glücklicherweise legen die meisten Kunden, die Rezensionen beauftragen, großen Wert auf Authentizität. Denn sie wissen: Fake-Rezensionen, die sich nur in Lobhudelei verlieren, wirken unglaubwürdig – und können einem Unternehmen im Zweifelsfall mehr schaden als nutzen.

Eine professionelle Rezension ist informativ und authentisch. Die Rezension kann sich durchaus kritisch mit dem jeweiligen Produkt auseinandersetzen – sofern die Gründe dafür erläutert werden. Im Folgenden schauen wir uns etwas genauer an, was in eine gute Rezension gehört.

Recherche, Aufbau, Inhalt: Das sollten Sie beachten

Grundsätzlich muss zunächst die Frage geklärt werden, was das Ziel der Rezension ist. Wo soll sie erscheinen und welcher Zielgruppe soll der Artikel präsentiert werden?

In der Regel dient eine Rezension dazu, den Leser zu informieren und ihm die Entscheidung zu erleichtern, ob das entsprechende Produkt für ihn interessant ist.

Die Recherche

Sollen Sie beispielsweise ein Buch oder einen Film rezensieren, ist es natürlich ideal, wenn sie das jeweilige Buch erst kürzlich gelesen oder den entsprechenden Film im Kino gesehen haben. Vielleicht hatten Sie auch sowieso vor, den Schmöker zu lesen oder den Film anzusehen? Dann sollten Sie sich unbedingt Notizen machen. Folgende Fragen können Sie sich stellen, um Ihre Rezension zu strukturieren:

  • Welche Stellen im Film oder Buch fallen Ihnen als Erstes ein, wenn Sie daran zurückdenken?
  • Welche Gefühle vermittelte Ihnen der Film oder das Buch?
  • Wie glaubwürdig und authentisch wirken die Protagonisten?
  • Ist die Handlung voraussehbar oder hat sie überraschende Wendungen? Gibt es wiederkehrende Motive?
  • Wem könnte das Werk zusagen, wem eher nicht?

Sollten Sie eine kleine Auffrischung benötigen oder sich einige Anregungen holen wollen, finden Sie im Internet viele Quellen, die das Schreiben von Rezensionen für Bücher, Filme und CDs erleichtern:

Inhalt und Aufbau

In einer Rezension soll der Autor ein Werk beschreiben und bewerten. Der Text sollte informieren, unterhalten und vor allem nützlich für den Leser sein.

Beschreibung

Der erste Teil der Rezension besteht in der Regel aus einer kurzen Zusammenfassung des Inhalts. Hier geht es um die Kunst, zu informieren, ohne zu viel zu verraten.

Sofern nicht anders gefordert, starten Sie mit den wichtigsten Fakten. Bei einer Buchrezension etwa nennen Sie im ersten Satz Titel und Autor, Erscheinungsjahr und Gattung.

Fassen Sie anschließend den Plot zusammen. Bedenken Sie: Ihre Rezension ist kein Klappentext, informieren Sie also möglichst konkret.

Konzentrieren Sie sich inhaltlich auf Folgendes:

  • Was ist das Thema des Buchs (z. B. Freundschaft, Identität, Auswanderung)?
  • Wer sind die Protagonisten?
  • Wovon handelt das Buch?
  • Was ist der zeitgeschichtliche Hintergrund?
  • Was sind Höhepunkte/zentrale Konflikte? Gibt es einen entscheidenden Moment?

Achtung! Klingt banal, ist jedoch extrem wichtig: Verraten Sie niemals das Ende.

Bewertung

Nachdem Sie den Inhalt wiedergegeben haben, leiten Sie über zur Bewertung. Diese besteht aus Ihrer persönlichen Meinung und einem Fazit. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Was ist Ihr persönlicher Eindruck?
  • Wie spannend ist das Werk? Ist die Handlung schlüssig? Ist sie voraussehbar und langweilig oder einfallsreich und überraschend?
  • Wie authentisch wirken die Protagonisten?
  • Wie viel Spaß hatten Sie beim Lesen?

Bei einer Buchrezension gehen Sie unbedingt auf die Sprache des Autors ein. Wie ist das Buch geschrieben – etwa jugendlich-locker, komplex oder poetisch? Erwähnen Sie auch den Stil, damit der Leser sich einen guten Eindruck davon verschaffen kann, ob er z. B. Wortwitz oder schwarzen Humor erwarten kann.

Versuchen Sie, auf die Vor- und Nachteile des zu rezensierenden Werks einzugehen. Was ist dem Autor gut gelungen? Gibt es aus Ihrer Sicht Schwächen?

Stützen Sie Ihre Thesen mit Argumenten. Begründen Sie anhand von Beispielen. Lassen Sie dazu Details aus Beschreibungen und bestimmten Szenen einfließen.

Wenn Sie Ihren Text mit aussagekräftigen Zitaten spicken, kann das Ihre Rezension lebendiger machen.

Das Fazit

Wir erinnern uns: Eine Rezension dient dazu, dem Leser eine Vorstellung davon zu vermitteln, was ihn erwartet – und ihm bei der Entscheidung zu helfen, ob sich ein Kauf für ihn lohnt.

Deshalb ist Ihr abschließendes Urteil besonders wichtig. Welchen Gesamteindruck haben Sie? Schreiben Sie Ihre persönliche Meinung.

Sagen Sie unbedingt, für wen das Werk geeignet ist. Handelt es sich etwa um ein Buch für Thrillerfreunde oder für Leute, die ausdrucksstarke Lyrik lieben? Für wen ist es vermutlich eher enttäuschend? Bei einem leicht durchschaubaren Krimi wären das etwa Personen, die bis zur letzten Seite rätseln wollen, wer der Mörder ist.

Vergessen Sie bei Ihrer Rezension eines jedoch nie: Geschmäcker sind verschieden. Was für den einen Unfug ist, ist für den anderen schlichtweg gute Unterhaltung. So verkaufte sich der Roman „Fifty Shades of Grey”, die skandalträchtige Grundlage für den zu Anfang verrissenen Film, bisher weltweit über 100 Millionen Mal.

Auch wenn dieses Tutorial den Fokus auf Bücher und Filme legt, treffen viele der Tipps ebenso auf allgemeine Produktrezensionen zu. So geht es auch hier um eine Beschreibung und Bewertung des Produkts, das Herausarbeiten der Vor- und Nachteile, Ihren Gesamteindruck und eine Empfehlung, für wen sich die Anschaffung lohnen könnte. Wir hoffen, Ihnen ein paar hilfreiche Anregungen für zukünftige Aufträge gegeben zu haben und wünschen Ihnen viele gelungene Rezensionen.


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Kommentare

167863 19. März 2015 - 12:46

Vielen Dank für dieses gut gemeinte Tutorial. Dazu will ich zwei kritische Anmerkungen loswerden.

Erstens: Texter wollen Geld verdienen. Rezensionen setzen, wie der Autor des Tutorials richtig feststellt, Recherche voraus. Kennt der Autor die Preise, die Textbroker-Kunden für eine Rezension durchschnittlich anbieten? Eine Recherche lohnt sich NIE. Einige Kunden schreiben sogar, sie wollen eine Rezension lesen, die so klingt, als habe man das Buch gelesen. Selbst den Kunden scheint also klar zu sein, dass 4 oder 5 Euro für eine gut geschriebene Rezension ein schlechter Witz sind – ohne Recherche. Inwiefern dieses zweifellos sehr informative Tutorial Bezug zur Realität im Alltag eines Textbroker-Autors hat, ist mir schleierhaft. Zumindest, wenn man als Autor auch etwas verdienen will und (noch) *nicht* in der 5er-Kategorie schreibt.

Zweitens: Dietmar Dath als Beispiel eines gelungenen Texts – dass ich das noch erlebe, hätte ich nicht gedacht. Dath schreibt maximal verschwurbelt. Von allen Feuilletion-Redakteuren der F.A.Z. mag ich seine Texte am Wenigsten, weil er nicht verständlich schreiben kann. Dath will intellektuell wirken und verwendet deshalb eine besonders gestelzte Sprache. Gerade Textbroker legt doch aber normalerweise soviel Wert auf Klarheit im Ausdruck!? Schon allein der anfangs zitierte Satz belegt doch, was ich sage:

"Der fast völlig charmefreie Film handelt von einer öden Zweierkiste, in der ein gesichtsloser Prinz und ein harmloses Aschenputtel einander nichts Gescheiteres beweisen, als dass sie die Verletzungen, die ihnen der Plot zumutet, weder genießen noch überwinden können.”

Stellt Textbroker sich tatsächlich so eine gelungene Rezension vor? Adjektive, Schachtelsätze, Substantivierungen – entweder, ich habe bislang alle Tutorials mißverstanden, oder für Rezensionen wirft Textbroker seine Philosophie völlig über Bord – ansonsten macht es keinen Sinn. Ich übersetze Daths Aussage jetzt mal in verständliches Deutsch:

"Der Film handelt von einer öden Zweierbeziehung zwischen einem Prinzen und einem Aschenputtel. Das schauspielerische Können verblasst allerdings, da der Film an einem schwachen Plot leidet."

Das sind zwei Hauptsätze, und mehr hat Dath auch nicht ausgesagt. Wie immer eben, denn Dath benötigt stets fünf Sätze, wo anderen zwei ausreichen.

Ein Feedback zu meinen Anmerkungen würde mich brennend interessieren!

Freundliche Grüße,

TJB

 

 

 

 

 

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