Skip to main content

Schreib’s noch einmal, Sam – Texte richtig umschreiben

Als Autor bei Textbroker ist es für Sie etwas ganz Alltägliches, neue Texte zu verfassen. Gelegentlich werden Sie jedoch auch Auftraggeber finden, die keine neuen Texte benötigen – stattdessen sollen Sie bestehende Texte umschreiben.

Als Autor bei Textbroker ist es für Sie etwas ganz Alltägliches, neue Texte zu verfassen. Gelegentlich werden Sie jedoch auch Auftraggeber finden, die keine neuen Texte benötigen – stattdessen sollen Sie bestehende Texte umschreiben. Das mag auf den ersten Blick keinen großen Unterschied machen, aber es gibt doch einige Feinheiten, die Sie beim Überarbeiten von Texten beachten sollten. Wir möchten Ihnen mit diesem Tutorial helfen, die möglichen Schwierigkeiten bei solchen Textanpassungen zu erkennen. So können Sie die Anforderungen des Kunden gezielt umsetzen und sparen nicht nur Zeit, sondern steigern zugleich noch die Qualität Ihrer Überarbeitung.

Vor dem Schreiben kommt … das Lesen

Bevor Sie sich Gedanken über neue Inhalte oder stilistische Anpassungen machen, sollten Sie vor allem eines tun: Lesen Sie den Text! Nehmen Sie sich hierfür ruhig ein paar Minuten Zeit, denn so können Sie sich schon einmal ansehen, was den Text ausmacht. Verwendet der Autor zum Beispiel bestimmte Begriffe immer wieder? Ist der Stil lebhaft oder eher steif, mitreißend oder eher nüchtern? Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Verfasser am Ende des Texts? Diese Fragen sollten Sie sich bereits während des Lesens stellen. Denn nur wenn Sie das vorhandene Material wirklich erfasst haben, werden Sie in der Lage sein, die geforderten Änderungen so umzusetzen, dass der Text am Ende wie aus einem Guss wirkt.

Gezielte Änderungen

Einer der wichtigsten Punkte bei der Überarbeitung von Texten ist die Zielsetzung – was genau möchte der Auftraggeber erreichen? Grob lassen sich hier drei Möglichkeiten eingrenzen: inhaltliche Überarbeitung, stilistische Anpassung und Suchmaschinenoptimierung. Doch ganz gleich, welche Art von Anpassung gewünscht ist, Sie werden sich in jedem Fall mit Stil und Inhalt des Texts befassen müssen. Soll zum Beispiel der Inhalt des Texts ergänzt werden, müssen Sie bei neuen oder geänderten Passagen auch den Stil des Ursprungstexts treffen, sonst würden diese merklich aus dem Text hervorstechen. Sollen hingegen Keywords eingefügt werden, ist der Inhalt des bereits Geschriebenen wichtig, schließlich müssen Sie die neuen Schlüsselbegriffe in einem thematisch sinnvollen Kontext verwenden. Lassen Sie sich von der Zielsetzung also nicht zu sehr einschränken und versuchen Sie, Stil und Inhalt bei Ihren Überarbeitungen stets einzubeziehen.

Stilistische Überarbeitungen – ein weites Feld

Eine Anpassung des Stils ist vermutlich die schwierigste Form der Textüberarbeitung, denn hier müssen Sie zunächst den Stil des Autors analysieren und dann entsprechend der Kundenvorgaben ändern. Dabei müssen die Kernaussagen und die inhaltliche Ausrichtung aber erhalten bleiben. Entsprechend sollten Sie hier sehr behutsam vorgehen und sich immer nur einzelne Sätze oder kurze Passagen vornehmen.

Die größte Herausforderung ist meist, den geforderten Sprachstil auch tatsächlich umzusetzen. Verlangt der Auftraggeber beispielsweise eine „sachliche“ oder „blumige“ Schreibweise, lässt das noch immer recht viel Spielraum, denn die Kategorisierung des Stils ist immer auch Interpretationssache. Trotzdem gibt es natürlich einige Merkmale, anhand derer sich die Stilrichtung bestimmen lässt. Um Ihnen die Orientierung etwas zu erleichtern, wollen wir kurz auf die am häufigsten bei Textbroker verlangten Stilrichtungen eingehen:

Blumiger Stil: Diese Stilrichtung wird vor allem bei Produkt- oder Dienstleistungsbeschreibungen mit stark werblichem Charakter gefordert, aber auch bei Boulevard-Themen ist ein blumiger Stil oft passend. Der Informationsgehalt tritt hier etwas in den Hintergrund, stattdessen sollen (möglichst positive) Emotionen beim Leser geweckt werden. Dafür werden in der Regel viele Adjektive und ausdrucksstarke Verben verwendet. Ferner sind auch Floskeln, Redewendungen und umgangssprachliche Begriffe geeignete Mittel. Das sogenannte „Storytelling“ bietet sich für einen blumig formulierten Text ebenfalls an. Dabei werden die Informationen in eine fiktive Geschichte verpackt, die den Leser stärker einbindet, sodass die Botschaft leichter zu vermitteln ist. Der folgende Absatz, der von einer unserer Autorinnen stammt, ist ein gutes Beispiel dafür, wie die verschiedenen Mittel eingesetzt werden können.

„Liebe geht durch den Magen – das weiß jeder. Stell Dir vor: Du sitzt nach einem echt langen Tag völlig erledigt und mit knurrendem Magen auf dem Sofa. Es klingelt an der Tür. Davor steht der Kurier mit dampfendem Essen, das mindestens so gut riecht wie aus Omas Küche, bestellt von Deinem Lieblingsmenschen. Du willst genau das? Dann sei dieser Mensch und tu Deinen Lieben etwas Gutes: Die Lieferservices in Linz […] helfen Dir dabei. Das Finanzielle ist schnell geregelt. Zahl einfach online per Sofortüberweisung, Kreditkarte oder PayPal.“

Achten Sie aber stets darauf, den Text nicht zu überladen. Mit einer Formulierung wie „Du sitzt nach einem echt langen, richtig anstrengenden Tag völlig erledigt und mit mächtig knurrendem Magen auf Deinem bequemen Sofa.“ wäre die Autorin übers Ziel hinausgeschossen. Setzen Sie Adjektive und andere Stilelemente gezielt ein, um bestimmte Worte oder Sachverhalte zu betonen – „viel hilft viel“ ist hier allerdings die falsche Herangehensweise.

Sachlich-informativer Stil: Dieser Schreibstil kommt vor allem bei neutral gehaltenen Produktbeschreibungen und Ratgeberartikeln zum Einsatz. Zudem eignet er sich für „ernste“ Themen wie Finanzen, Juristisches und Technik. Hier steht der Informationsgehalt ganz klar im Vordergrund. Verzichten Sie daher auf ausschweifende Beschreibungen und setzen Sie Adjektive und Redewendungen nur da ein, wo sie wirklich erforderlich beziehungsweise angebracht sind. Achten Sie außerdem darauf, nicht  auffällig lange oder kurze Sätze zu bilden – haben die Sätze und Abschnitte nämlich eine ähnliche Länge, ergibt sich ein angenehm gleichmäßiger Lesefluss. Dadurch kann der Leser die Informationen besser aufnehmen und „stolpert“ nicht über kurze Einschübe oder Bandwurmsätze. Um Ihnen den Unterschied zu verdeutlichen, haben wir den Absatz unserer Autorin so angepasst, dass er sehr sachlich klingt.

„Sitzen Sie nach einem langen Arbeitstag auch oft zuhause und fragen sich, was Sie zu Abend essen sollen? Fürs Kochen fehlt Ihnen die Energie – da wäre es doch praktisch, wenn ein Lieferservice einfach etwas Leckeres vorbeibringen würde. Mit den Anbietern in Linz können Sie Ihren Freunden die abendliche Entscheidung abnehmen und ohne großen Aufwand etwas zu Essen verschicken. Die Zahlung erfolgt unkompliziert per Sofortüberweisung, Kreditkarte oder PayPal.“

Wie Sie sehen, haben wir nicht vollkommen auf den Einsatz von Stilelementen verzichtet, schließlich soll der Text trotz eher nüchterner Formulierungen noch interessant zu lesen sein. Sie sollten sich aber doch immer fragen, ob eine bestimmte Formulierung oder Passage wirklich nötig ist – oder ob Sie das Ganze auch einfacher beschreiben können.

Achten Sie bei einem sachlich-informativen Text auch auf eine möglichst neutrale Schreibweise – auf wertende Aussagen sollten Sie entweder verzichten oder sie nachvollziehbar begründen.

Unterhaltsam-lockerer Stil: Diese Stilrichtung ist quasi eine Mischung aus den oben genannten Varianten. Der Leser soll hier auf unterhaltsame Weise informiert werden. Meist wird dieser Stil für dezent werbliche Produktbeschreibungen verwendet, aber auch bei Ratgebertexten, Erlebnis- und Reiseberichten kann er passend sein. Das Schwierigste bei dieser Schreibweise ist meist, die richtige Balance zu finden – die Gefahr ist groß, in einen zu nüchternen oder zu lebhaften Stil abzugleiten. Am besten beugen Sie dem vor, indem Sie Ihren Text am Ende noch einmal sehr gründlich lesen. Sie haben dann genug gedanklichen Abstand und problematische Passagen, die beim Schreiben noch passend klangen, werden Ihnen jetzt schnell ins Auge fallen. Zur Veranschaulichung haben wir erneut den Text unserer Autorin angepasst.

„Kennen Sie das auch? Sie sitzen nach einem langen Arbeitstag zuhause und wissen nicht so recht, was es zu Abend geben soll. Wäre es da nicht toll, wenn ein Lieferservice klingelt und Ihnen etwas Leckeres vorbeibringt? Mit den Anbietern in Linz können Sie Ihren Freunden die allabendliche Essensentscheidung abnehmen und ihnen mit einer Pizza oder einer anderen Köstlichkeit eine Freude machen. Dabei ist die Bezahlung genauso einfach wie die Bestellung – Ihnen stehen hier Sofortüberweisung, Kreditkarte und PayPal als Möglichkeiten offen.“

Inhaltliche Anpassungen – mehr als nur neue Fakten

Bei einer inhaltlichen Überarbeitung geht es – wie der Name schon verrät – um die Aussage des Texts beziehungsweise um die Schlussfolgerung, zu welcher der Autor am Ende kommt. In der „einfachen“ Variante prüfen Sie hier lediglich die Inhalte auf ihre Richtigkeit – das ist relativ unkompliziert, da Sie nur die einzelnen Aussagen des Texts mit Hilfe einer kurzen Recherche kontrollieren müssen. Achten Sie bei Anpassungen aber dennoch auf Konsistenz – verwenden Sie also die gleichen Fachausdrücke wie der ursprüngliche Verfasser und orientieren Sie sich zumindest grob am Stil des Ausgangstexts.

Schwieriger wird es, wenn die Inhalte zwar richtig dargestellt sind, der Kunde aber nicht mit der vom Autor gezogenen Schlussfolgerung zufrieden ist. Auch hier ist Recherche erforderlich, denn Sie werden anhand der Fakten im Text nur schwer zu der gewünschten Aussage kommen. Untermauern Sie Ihre Schlüsse also mit neuen Fakten und streichen Sie ruhig auch vorhandene Passagen, wenn diese nicht zur neuen Ausrichtung des Texts passen. Sie können hier auch ganze Teile umstellen, denn ein neues Fazit erfordert meist eine weitreichende Überarbeitung. Entsprechend ist es hier noch wichtiger als bei einer Prüfung der Fakten, den Stil des Texts zu treffen. Je nach Umfang der nötigen Änderungen kann es daher sinnvoll sein, eine neue Argumentationskette zu erstellen, anhand derer Sie dann den Text überarbeiten. So müssen Sie sich nicht mehr so stark auf die Inhalte konzentrieren und können mehr auf eine dem Stil des Texts angepasste Ausdrucksweise achten.

Suchmaschinenoptimierung – die richtigen Worte für Google finden

Eine Überarbeitung zur Suchmaschinenoptimierung bedeutet in der Regel, dass bestimmte Schlüsselbegriffe häufiger im Text vorkommen sollen oder neue Keywords eingebaut werden müssen. Das ist meist relativ unproblematisch, trotzdem gibt es auch hier einige Fallstricke, die Sie meiden sollten.

Prüfen Sie zuerst, wo und wie oft ein bestimmter Begriff bereits im Text vorkommt, bevor Sie ihn selbst einfügen. So können Sie vermeiden, dass er an einer Stelle gehäuft auftritt. Achten Sie zudem darauf, das Keyword möglichst organisch und thematisch sinnvoll einzubauen. Ist in einem Absatz zum Beispiel nur die Rede von „Banken“, würde es den Lesefluss stören, wenn Sie am Ende des Absatzes plötzlich von „Kreditinstituten“ sprechen. Versuchen Sie stattdessen, das Keyword auch vorher schon einmal zu verwenden, beispielsweise in der Überschrift. Sie sollten außerdem beachten, dass bestimmte Begriffe zwar oft synonym verwendet werden können – das ist aber nicht in allen Situationen sinnvoll. So lässt sich beispielsweise „Kreditinstitut“ in vielen Fällen als Synonym für „Bank“ verwenden. Geht es im Text aber darum, die neuen Anlageprodukte einer Bank vorzustellen, wäre der Begriff „Kreditinstitut“ eher unpassend, da er auf einen Geschäftsbereich der Bank verweist, um den es im Text eigentlich nicht gehen soll.

Versuchen Sie darüber hinaus, die Schlüsselbegriffe so zu verwenden, dass sie zum Mehrwert des Texts beitragen. Lautet das Keyword beispielsweise „Bank“, wäre der Zusatz „in der Bank“ bei der Formulierung „Einen Kredit können Sie aber auch direkt bei Ihrem Berater in der Bank beantragen.“ zwar möglich, wahrscheinlich aber nicht sinnvoll – es sollte sich aus dem Zusammenhang ergeben, dass der Bankberater des Lesers gemeint ist. Stattdessen wäre eine Ergänzung wie „Einen Kredit können Sie aber auch direkt bei Ihrem Berater beantragen. Vergleichen Sie jedoch vorher, denn die Konditionen Ihrer Bank müssen nicht unbedingt die günstigsten sein.“ besser, denn hier taucht das Keyword in Verbindung mit einer neuen Information auf.

Das Wichtigste in aller Kürze

Wie Sie sehen, gibt es bei einer Textüberarbeitung zahlreiche Punkte zu beachten. Das kann unter Umständen – gerade am Anfang – etwas viel sein. Um zumindest die häufigsten Hürden zu meistern, können Sie sich an drei Grundregeln halten:

  1. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie den Text, bevor Sie mit der Überarbeitung beginnen und nachdem Sie Ihre Änderungen vorgenommen haben.
  2. Behalten Sie immer die Zielsetzung des Kunden im Kopf – ist lediglich eine inhaltliche Überarbeitung gefordert, verändern Sie nicht den Stil des Texts, selbst wenn Sie ihn vielleicht für nicht sonderlich passend halten.
  3. Achten Sie darauf, dass Ihre Änderungen zum Stil des Ausgangstexts beziehungsweise zur Stilvorgabe des Kunden passen.

Wir hoffen, dieses Tutorial hat Ihnen eine neue Sicht auf Textüberarbeitungen eröffnet und unsere Tipps werden Ihnen bei zukünftigen Aufträgen helfen. Und jetzt viel Spaß beim (Um)schreiben!


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Managed-Service

Sie wollen komplette Textprojekte auslagern und hochwertige Qualitätstexte erhalten? Sie interessieren sich für weitere Content-Services wie etwa Suchmaschinenoptimierung nach WDF*IDF oder die Verwaltung Ihres Blogs? Dann lernen Sie unseren Managed-Service kennen und profitieren Sie von unserem Rundum-Sorglos-Paket.

Unverbindliches Angebot anfordern!

Self-Service

Sie benötigen aktuellen Text-Content? Im Self-Service können Sie Ihren Wunschtext schnell und einfach selbst beauftragen – und das zu Top-Konditionen.

Jetzt kostenlos registrieren!

Autoren

Tausende Autoren weltweit verdienen beim Pionier unter den Textbörsen Geld mit ihren Texten. Sie entscheiden selbst, wann und wie viel sie schreiben und können sich ein flexibles Einkommen sichern. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Texte zu Geld machen.

Jetzt kostenlos registrieren!