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Bildersuche für Autoren: Wie du die passenden Bilder für deinen Text findest

Ist ein Text gut bebildert, liest er sich gleich doppelt so gut. Hier erfährst du, wo du im Internet kostenlose Bilder finden kannst und was es mit den unterschiedlichen Lizenzen auf sich hat.

Ansicht einer Bildergalerie mit Prints, Fotos und Zeichnungen


Wer sich im Internet auf die Suche nach Informationen macht, der bekommt sie üblicherweise in Textform geliefert. Verständlich, funktioniert die Google-Suche doch nur mit Stichwörtern. Ist der Suchende dann auf den passenden Text gestoßen, sollte der aber am besten nicht wie eine Bleiwüste aussehen. Deshalb setzen die meisten Webseiten-Betreiber Bilder ein, um den Besuchern einen gewissen Mehrwert zu bieten. Handelt es sich etwa um die Beschreibung einer Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten, dann möchte der Leser natürlich auch Fotos davon sehen. Selbst wenn es um ein allgemeines Thema geht, darf die passende Bebilderung nicht fehlen. Solltest du einen Auftrag angenommen haben, für den du die Bilder für die Texte zusammenstellen sollst, brauchst du eventuell einen kleinen Leitfaden. Denn die Google Bildersuche ist definitiv die falsche Anlaufstelle.

Promibilder auf Wikimedia Commons

 
Bei deiner Bildersuche solltest du dir vor Augen führen, dass du nicht einfach jedes beliebige Foto aus dem Internet ziehen kannst. Denn so wie du Geld für deinen Text bekommst, will auch ein Fotograf an seiner Arbeit etwas verdienen. Bedienst du dich also einfach im Netz, missachtest du das Urheberrecht – und das könnte deinen Auftraggeber teuer zu stehen kommen. Deshalb solltest du besser Quellen wählen, in denen Bilder rechtefrei sind.
 
Wenn dein Text etwa eine bekannte Persönlichkeit, eine Stadt oder ein anderes spezifisches Thema behandelt, dann ist Wikimedia Commons eine verlässliche Plattform, um passende Bilder zu finden. Auf der Plattform sind sämtliche Medien versammelt, die auch in den Artikeln von Wikipedia zu sehen sind. Wenn du in die Suchleiste von Wikimedia ein Stichwort eingibst, bekommst du entweder eine ganze Seite mit Fotos oder eine Liste mit Bildern, in deren Bezeichnung das Stichwort vorkommt. Manche Seiten sind regelrecht überfüllt mit Inhalten. Schau dir zum Beispiel mal die Wikimedia-Seite zu Michael Schumacher an. Dort findest du sowohl Fotos der Formel-1-Legende als auch von seinen diversen Rennwagen und Helmen – alles übersichtlich nach Jahren geordnet. Schreibst du also für einen Kunden einen Text über Schumis Zeit bei Benetton und brauchst die passende Bebilderung, wirst du schnell fündig. Weil Wikimedia aber – wie Wikipedia auch – eine Plattform ist, die von ihren Nutzern gefüttert wird, kann es durchaus sein, dass das passende Foto nicht vorhanden ist.

Die Sache mit den Lizenzen

 
Wenn du bei Wikimedia auf ein Foto klickst, dann bekommst du zunächst eine kurze Beschreibung des Bilds und den Namen des Fotografen angezeigt. Außerdem siehst du, wann das Bild entstanden ist und welche Lizenz gilt. Vor allem die letzte Information ist wichtig für die Verwendung auf anderen Webseiten. Um weitere Angaben dazu zu erhalten, klickst du einfach auf „More details“ rechts unter dem Foto. Auf der Seite, die sich dann öffnet, kannst du dir die URL vom Bild holen und es in der geeigneten Auflösung herunterladen. Manche Auftraggeber hätten gerne Fotos mit einer bestimmten Mindestauflösung, also solltest du nachsehen, ob das ausgewählt Bild zumindest in dieser Größe verfügbar ist. Achte bei den Vorgaben auch darauf, ob dein Auftraggeber Angaben zur gewünschten Ausrichtung des Fotos gemacht hat. Manche Webseiten-Betreiber binden gerne ausschließlich Bilder im Querformat ein.
 
Weiter unten auf der Seite mit URL und Bildauflösungen geht es in Sachen Lizensierung ins Detail. Dort wird nämlich genau beschrieben, wie das Bild in eine andere Webseite eingebunden werden darf. Grundsätzlich haben alle Bilder auf Wikimedia eine Creative-Commons-Lizenz. Das heißt, dass sie keinem Urheberrecht unterliegen und von jedem benutzt werden dürfen. Allerdings gelten je nach Vorgaben einige Einschränkungen. So kann der Fotograf verlangen, dass bei der Benutzung des Bildes sein Name genannt wird. Er kann auch untersagen, dass das Foto verändert oder für kommerzielle Zwecke verwendet wird. Vor allem Letzteres ist für viele Auftraggeber interessant. Betreiben sie eine Seite, mit der sie Geld verdienen, dann dürfen die verwendeten Fotos nicht mit „nicht-kommerziell“ lizensiert sein. Handelt es sich aber um ein Hobby-Projekt, hinter dem nachweislich kein finanzieller Gedanke steckt, können sie bedenkenlos auch Bilder mit der Lizensierung „nicht-kommerziell“ benutzen.


Aufnahme einer Frau, die an ihrem Laptop eine Seite voller Bildervorschläge betrachtet

Passende Bilder lockern den Text nicht nur auf: Sie können auch weitere Informationen zum Thema liefern und helfen, eine Botschaft zu vermitteln.


 

Bildersuche bei Stock-Fotos

 
Wenn dein Text mit allgemeinen Bildern bestückt sein soll, dann eignen sich dafür so genannte Stock-Fotos am besten. Das sind Bilder, die ein Fotograf ohne einen bestimmten Auftrag gemacht hat. Auf solche Fotos kannst du also zurückgreifen, wenn du beispielsweise einen Ratgeber über die richtige Zahnpflege oder einen Blogartikel schreibst. Stock-Fotos erhältst du in verschiedenen Datenbanken, die entweder kostenlos oder kostenpflichtig sind.
 
Eine der beliebtesten deutschsprachigen Datenbanken, in denen du kostenlose Bilder findest, ist Pixabay. Da die meisten Auftraggeber kein Geld für Fotos ausgeben wollen, ist sie wahrscheinlich deine erste Anlaufstelle. Sämtliche Bilder sind mit Stichwörtern versehen und dadurch leicht über die Schlagwortsuche zu finden. Du kannst auch mehrere Begriffe eingeben und damit die Ergebnisse eingrenzen. Gibst du zum Beispiel die Stichwörter „Zahnpflege“ und „Kinder“ ein, dann liefert dir Pixabay Fotos von … richtig … Kindern, die sich die Zähne putzen. Manchmal musst du ein bisschen mit den Suchbegriffen herumprobieren, bis du ein passendes Bild findest.
 

Hand mit Glühbirne

Tipp der Textbroker-Redaktion:

Findest du unter dem ursprünglichen Begriff keine passenden Bilder, suche dir verwandte oder allgemeinere Wörter. Geht es beispielsweise um hilfreiche Tools und Programme, kannst du die Botschaft des Textes mit dem Bild eines Werkzeugsets untermalen. Du weißt nicht, mit welchen Begriffen du anfangen sollst? Erstelle eine kleine Mindmap zum Thema oder schreibe alle Wörter auf, die dir dazu einfallen – auch wenn sie auf den ersten Blick wenig damit zu tun haben.

 
Wenn du des Englischen einigermaßen mächtig bist, kannst du es auch auf den Seiten Pexels und Unsplash versuchen. Das sind ebenfalls Stock-Foto-Datenbanken, deren Inhalte aber auf Englisch verschlagwortet sind. Sollte dein Auftraggeber bereit sein, Geld für Stock-Fotos auszugeben, kannst du dich auf Shutterstock und iStock umsehen. Wie viel ein Foto dort kostet, hängt von der Plattform und der gewünschten Auflösung ab.

Los geht’s

 
Auch wenn dir in Sachen Bildern nicht die unendliche Welt des Internets offensteht, hast du trotzdem recht viele Möglichkeiten, die passenden Fotos für deinen Text zu finden. Suchst du nach Bildern berühmter Persönlichkeiten, Orte, Kunstwerke oder ähnlicher Dinge, sind die Wikimedia Commons deine beste Anlaufstelle. Lizenzfreie Stock-Fotos von Anbietern wie Pixabay, Pexels und Unsplash lockern beispielsweise Blogbeiträge und Ratgeber ungemein auf – und kosten dabei keinen Cent.


Über den Autor: A&O hat im November 2010 seinen ersten Auftrag auf Textbroker fertiggestellt, inzwischen sind weit über 2.000 dazugekommen. Daneben schreibt und übersetzt er für diverse Print- und Online-Magazine in Deutschland und Österreich.


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Kommentare

Escriba 12. Februar 2019 - 18:17

Toller Beitrag, vielen Dank dafür! Ich habe bisher die Finger von Aufträgen gelassen, in denen auch nach Bildern gefragt wurde, weil ich keine Ahnung hatte, wie ich an lizenzfreie kommen soll. Nun stellt sich mir aber die Frage, wie Bilder über Textbroker an die Kunden übermittelt werden sollen. Meinst du mit "Auf der Seite, die sich dann öffnet, kannst du dir die URL vom Bild holen…" den Link aus dem Browserfenster (also in der Zeile ganz oben)? Und wenn ich es mir herunterlade, habe ich es auf der Platte, aber immer noch nicht im Textfeld, das ich an den Kunden abgebe. Füge ich dort einfach den Link hinzu (und nur den)? Sorry, wenn ich hier DAU-Fragen stelle, aber ich bin schon stolz darauf, dass ich mit HTTP-Befehlen Weblinks in meine Texte einbauen kann :o)
Liebe Grüße von Autorin zu Autor,
Escriba

Antworten

Francisca Wachler 13. Februar 2019 - 9:28

Hallo Escriba,

danke für die Rückmeldung! Ich antworte mal schnell anstelle des Autors, dein Lob leite ich ihm natürlich weiter. Er freut sich bestimmt darüber!

Mit URL ist nicht der Link der Webseite im Browserfenster gemeint, sondern ein separater Link, der sich in einem neuen Fenster öffnet. Kopierst du diesen Link in den Text, bekommt der Auftraggeber genau dieses Bild in genau der gewünschten Auflösung. So kann er es sich entweder selbst herunterladen oder es direkt über den Link in seine Webseite einpflegen. Im Zweifelsfall kann dir unser Support helfen und die Bilder an den Auftraggeber weiterleiten.

Herzliche Grüße aus Mainz!

Antworten

Kohli 12. Februar 2019 - 22:50

Also um ehrlich zu sein, finde ich diesen Bilderwahn nervend. Worte können soviel berichten und gestalten und die Phantasie beflügeln. Fotos wirken auf mich eher plump und stören meine Reise durch eine Geschichte erheblich. Ich möchte schreiben und nicht zum Fotoreporter werden. Schade das Textbroker solchen Trend mitmacht. Da bin ich wirklich enttäuscht. Das Wort das zum Text wird und nicht "blöde Fotos" die das Schreiben einnebeln. Wer nicht in der Lage ist etwas geschriebenes zu verstehen, schaut sich dann ein Foto an. Dazu sollte sich jeder Texter und Autor zu viel Wert sein.

Antworten

Francisca Wachler 13. Februar 2019 - 14:14

Hallo Kohli,

danke für die Rückmeldung und die Kritik!

Natürlich stehen die Texte im Fokus. Manchmal möchten die Auftraggeber das Geschriebene aber noch durch Bilder und Medieninhalte unterstützen. Sie ersetzen die Worte nicht, sie ergänzen sie nur. Denn das Leseverhalten im Internet ist ein ganz anderes als beispielsweise bei Büchern. Auf Webseiten ist die Aufmerksamkeitsspanne der Leser tendenziell niedriger (im Vergleich zu Büchern oder Zeitschriften), deshalb haben Webtexte eine andere Struktur als klassische Texte und werden durch Bilder und andere Elemente aufgelockert. Durch diese abwechslungsreichen Inhalte soll der Leser also bei der Stange gehalten werden.

Wenn du dich etwas näher mit diesem Thema befassen willst, schau doch einmal hier vorbei. In diesem Artikel wird das Zusammenspiel von Texten, Bildern und anderen Designelementen in Webseitentexten näher unter die Lupe genommen.

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