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In 7 Schritten eine gelungene Rede schreiben

Du willst eine packende Rede schreiben und weißt nicht, wie du anfangen sollst? Mit den folgenden Tipps gelingen dir Reden, die für Redner:innen und Zuhörer:innen zur vermittelnden Brücke werden!


Neben ein wenig Gespür für das jeweilige Thema ist vor allem der Aufbau der Rede wichtig. Der rote Faden sollte jederzeit klar erkennbar sein und durch die Rede führen. Eine Rede ist wie eine sinnvolle Kurzgeschichte, die etwas Wichtiges vermitteln will. Unabhängig vom Anlass der Rede sollen sich die Zuhörer:innen stets persönlich angesprochen fühlen. Denn deine geschriebene Rede ist die Brücke, über die Redner:innen ihre Zuhörer:innen erreichen.

Eine gute Rede schreiben: Der Aufbau zählt

 
Ähnlich wie bei einem Buch, welches in mehrere Kapitel aufgeteilt und damit übersichtlicher wird, solltest du beim Aufbau deines Textes strukturiert vorgehen, wenn du eine Rede schreiben möchtest. Notiere dir wichtige Punkte und Inhalte stichpunktartig vor, bevor du anfängst, die eigentliche Rede zu schreiben. Auch die Reihenfolge dieser Stichpunkte kannst du bereits vorab festlegen. Wenn du beim Schreiben merkst, dass die Reihenfolge geändert werden muss, ist das kein Problem, denn mit einer gut strukturierten Übersicht bist du wesentlich flexibler.
 
Allen Reden gemeinsam ist, dass eine klare Struktur erkennbar sein sollte, die wie der berühmte Faden durch die Rede führt. Ganz wichtig bei jeder Art von Rede sind Begrüßung und ebenso Verabschiedung der Zuhörer:innen. Beides gehört unbedingt dazu, wenn du gut durchdachte Reden schreiben möchtest. Denn auch unerfahrene Redner:innen sollen mit Hilfe deiner Rede sicher durch das ihnen unbekannte Terrain geführt werden.
 
Berücksichtige beim Aufbau des Grundgerüstes ebenso, dass eine Rede neben Anfang, Mitte und Schlussteil auch inhaltlich fließende Übergänge aufweisen sollte – schließlich willst du die Zuhörer:innen mitreißen und nachhaltig beeindrucken. Mit einem solchen Grundgerüst vor Augen kannst auch du erfolgreiche Reden schreiben lernen.

Die wichtigsten Punkte für dein Manuskript

 

  1. Was ist der Anlass für die Rede?
  2. Wer sind die Zuhörer:innen bzw. das Publikum?
  3. Was ist das Ziel der Rede?
  4. Gibt es eine Message, die vermittelt werden soll?

 
Mit diesen vier Eckpunkten kannst du dir bereits einen groben Rahmen legen, der dir dabei hilft, nicht am Thema vorbei zu schreiben und das Nötigste in deine Rede zu packen.

Thema und Anlass beim Redenschreiben

 
Je nach Thema bzw. Anlass der Rede wird dein Ton ein anderer sein. Eine Trauerrede wirst du eher gefühlvoll schreiben, während eine Büttenrede mit Witz und Sarkasmus gespickt und mundartlich verfasst sein sollte. Eine Jubiläumsrede – ob privat oder geschäftlich – darf eher mitreißend und motivierend vorgetragen werden. Das sollte sich auch inhaltlich widerspiegeln. Ein wissenschaftlicher Vortrag hingegen ist eher sachlich gehalten und bedarf damit eines gänzlich anderen Schreibstils.

 
Folgende Reden werden am häufigsten gehalten:
 

  • Abschiedsreden für Mitarbeiter:innen oder auch Familienmitglieder
  • Begrüßungsreden
  • Geburtstagsreden
  • Jubiläumsreden
  • Dankesreden
  • Hochzeits- und Verlobungsreden
  • Trauerreden für eine:n Verstorbene:n (gerade für Verstorbene, die keiner Religionsgemeinschaft angehören)
  • Eine ganz besondere Form der Rede ist die Büttenrede, die in Mundart gesprochen wird und bei der es sich in der Regel um eine satirische Form der Unterhaltung zur Faschingszeit handelt.


Beitragsbild 1 Rede schreiben: Eine bunt gemischte Gruppe an Menschen sitzt auf Hockern und Kissen und hört gebannt einer Rednerin zu.

Die Zielgruppe

 
Eine Rede ist ein Text ganz besonderer Art. Denn sie wird laut vorgetragen und ist nicht für Leser:innen, sondern für mehrere Zuhörer:innen gedacht. Wenn du weißt, wer deine Zielgruppe ist, kannst du deine Tonalität entsprechend anpassen, indem du dir zwischendurch immer wieder vorstellst, du selbst stündest vor der Zuhörerschaft und würdest die Rede halten.
 
Für eine eher junge Zuhörerschaft wirst du vieles anders formulieren als für ein älteres Publikum, welches mit einer gänzlich anderen Umgangssprache aufgewachsen ist. Es macht ebenso einen Unterschied, ob die Rede im kleinen Rahmen gehalten werden soll oder für ein großes Publikum gedacht ist. Je mehr du über deine Zielgruppe weißt, desto gezielter kannst du auf sie eingehen. Damit kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt: dem jeweiligen Ziel und dem Anlass der Rede.

Ziel und Anlass deiner Rede

 
Wenn du weißt, für wen und für welchen Anlass deine Rede bestimmt ist, kannst du überlegen, welches Ziel die Rede bezwecken soll. Soll sie vielleicht belustigen oder trösten, motivieren, informieren oder zur Besinnung aufrufen?
Mit einem klaren Ziel vor Augen kannst du dich besser in das Geschehen hineinversetzen und wirst dieses angestrebte Ziel auch nicht so leicht verfehlen.

Die Botschaft deiner Rede

 
Die Botschaft einer Rede ist eng mit dem Ziel der Rede verknüpft. Hier ist neben dem nötigen Feingefühl und Empathie auch eine gute Recherche wichtig. Ob eine sachliche Information an die Zuhörer:innen weitergegeben werden soll, über das Leben eines Verstorbenen berichtet oder die Verdienste eines Mitarbeiters gewürdigt werden sollen: Die Zuhörer:innen sollen etwas erfahren, was dem:der Redner:in wichtig erscheint. Es geht um eine Message, eine Botschaft, die es zu ermitteln und zu vermitteln gilt.

Aller Anfang ist nicht schwer

 
Wenn du nach dem Aufbau des Grundgerüstes beginnen möchtest, deine packende Rede zu schreiben, ist ein guter Anfang wichtig. Denn die Zuhörer:innen entscheiden meist unbewusst bereits nach den ersten Sätzen, ob sie dem Redner aufmerksam lauschen oder in Gedanken schon das Ende herbeisehnen. Mit dem Einstieg solltest du also unbedingt die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft gewinnen. Dafür stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
 

  1. Du kannst beispielsweise mit einer rhetorischen Frage oder einem bekannten Zitat beginnen, was deine Zuhörer:innen gleich zu Anfang dazu bringt, mitzumachen, zu überlegen, sich persönlich angesprochen zu fühlen.
  2. Auch mit einer kleinen (vielleicht sogar selbst erlebten) Geschichte kannst du beginnen, wenn du eine spannende Rede schreiben möchtest. Dieses „Storytelling“ kommt bei den meisten Menschen gut an, muss aber natürlich zum jeweiligen Anlass passen.
  3. Mit einem Witz lassen sich sowohl Jubiläumsreden geschäftlicher Natur als auch die Stimmung gleich zu Beginn etwas auflockern. Dieser sollte jedoch kurz und knapp sein und einen Bezug zum Thema der Rede aufweisen.
  4. Für Trauerreden eignen sich einige Worte zu einem Bild des:der Verstorbenen hervorragend, um einfühlsam mit den passenden Worten in die Rede einsteigen zu können.
  5. Selbst ein kleiner Taschenspielertrick kann sich als fesselnder Einstieg für eine Rede eignen.

 
Vielleicht fallen dir nun selbst noch einige Dinge ein, die die Zuhörerschaft von Beginn an in ihren Bann ziehen können. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der Einstieg muss lediglich zum Thema bzw. zum jeweiligen Anlass passen.
Wichtig ist dabei, dass du damit die Neugierde der Zuhörer:innen weckst, für eine gewisse Grundstimmung und einen gelungenen Einstieg in den folgenden Hauptteil der Rede sorgst.

Der Hauptteil beim Redenschreiben

 
Auch der Hauptteil deiner Rede sollte einen Anfang, einen Hauptkern und einen Abschluss bilden, damit die Geschichte deiner Rede sozusagen „rund“ wird. Denn so erleichterst du dir die Ideenfindung sowie die Umsetzung und verlierst nicht so schnell den berühmten roten Faden.
 
Ob du nun eher eine Art Fließtext schreibst, der gegebenenfalls ebenso mit Zitaten und Anekdoten gespickt sein darf, oder eher eine strenge Struktur bevorzugst, liegt ganz bei dir und sollte zum jeweiligen Anlass passen.
 
Mit diesem Kernstück der Rede soll die Botschaft übermittelt und die Brücke zwischen Redner:in und Zuhörer:innen geschaffen werden. Die jeweiligen Inhaltselemente werden vor allem durch den Anlass bestimmt und können anerkennende Worte sowie besondere Verdienste einer Person sein, eine aktuelle Situation beschreiben oder über eine mögliche Veränderung in der Zukunft berichten.
 
Hierfür kannst du dein Thema in verschiedene Abschnitte aufteilen, Überleitungen schaffen, mit welchen du die Abschnitte wieder miteinander verbindest. So erstellst du Schritt für Schritt eine strukturierte, logisch aufeinander aufbauende Geschichte. Diese sollte nach Möglichkeit in einer Art Höhepunkt gipfeln, der die aufgebaute Spannung auflöst.


Beitragsbild 2 Rede schreiben: Foto eines Publikums, eine junge Person hält die Hände hoch und formt mit ihren Fingern ein Herz.

Ende gut – Rede gut?

 
Am Ende deiner Rede sollten deine Worte die Zuhörer:innen erreicht haben. Je nach Ziel und Botschaft ist die Zuhörerschaft dann entweder begeistert, motiviert oder auch emotional berührt.
 
Hier könntest du nochmals eine Zusammenfassung der wichtigen Punkte einbauen, damit sich die Hauptbotschaft des Inhaltes auch nachhaltig im Gedächtnis der Zuhörer:innen einprägen kann. Füge also beim Schreiben des Schlussteils der Rede keine neuen Inhalte hinzu, sondern wiederhole herausragende Kernaussagen des Gesagten nochmals abschließend.
 
Die letzten Sätze sollten auf jeden Fall eine Danksagung an die Zuhörer oder eine bestimmte Person beinhalten, bevor die Verabschiedung den Schlusssatz einleitet. Auch dieser darf, je nach Anlass, einen kleinen Höhepunkt bilden und als Zitat, als Call-to-action an die Zuhörer:innen oder als Wunsch für die Zukunft formuliert sein.

Einige Worte zur Länge der Rede

 
Die Länge der Rede richtet sich natürlich nach dem jeweiligen Anlass bzw. den Wünschen des Redners. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass eine Rede nicht länger als 15 Minuten dauern sollte. Denn je länger sie dauert, desto weniger sind die Zuhörer:innen in der Lage, ihr aufmerksam zu folgen. Dennoch kommt es hier auf den Einzelfall an. Du musst also nicht mit der Stoppuhr in der Hand deine Rede schreiben und lesen.

Zusammengefasst: 7 Extra-Tipps für deine Rede

 

  1. Fertige dir ein Mindmap an!
  2. Achte auf den Anlass der Rede!
  3. Überlege, an wen die Rede gerichtet sein soll (Zielgruppe)!
  4. Behalte dir im Hinterkopf, was die Rede bewirken soll!
  5. Packe die entsprechende Botschaft in deine Rede!
  6. Gehe strukturiert vor und baue einen Anfang, einen Hauptteil und ein Finale in deine Rede ein.
  7. Lies dir deine Rede mehrmals selbst laut vor. Wenn du beim Lesen Gänsehaut bekommst, werden auch Redner:in und Zuhörer:innen sich wahrscheinlich von deiner Rede angesprochen fühlen.

Fazit: Eine Rede schreiben ist nicht schwer, aller Anfang jedoch sehr!

 
Wenn du eine erfolgreiche Rede schreiben möchtest, dann stelle sie dir einfach als Haus oder eine Geschichte vor und mache dir anhand eines Mindmaps einen groben Bauplan, der vor allem erst einmal Ideen über den Inhalt der Rede enthält. Der freie Lauf der Fantasie kommt erst in einem geschützten Rahmen zur Geltung, so wie ein Fluss ein Ufer benötigt, um im Flussbett frei fließen zu können.
 
Wenn du diese wenigen Punkte beherzigst, kannst du die unterschiedlichsten Reden schreiben und wirst Redner:innen und Zuhörer:innen gleichermaßen begeistern. Und so wird deine Rede später die Brücke sein, auf der beide Gruppen einander begegnen.


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Du hast ein paar Tipps für gelungene Reden? Erzähl uns davon in den Kommentaren, wir freuen uns von dir zu hören!


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