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Texte mit Format – so gibst du deinen Texten die richtige Struktur

„Achten Sie darauf, dass Ihr Text einem roten Faden folgt“ – so eine ähnliche Formulierung hast du bestimmt schon öfter gelesen, wenn du bei Textbroker schreibst. Aber was genau bedeutet es eigentlich, wenn sich „ein roter Faden durch den Text zieht“ und wie sieht eine gute Textstruktur aus?


Der Grundgedanke, der hinter dem „roten Faden“ steckt, ist einfach: Die Leserinnen und Leser sollen mit Hilfe der Struktur durch den Text geleitet werden, damit sie den Inhalt besser aufnehmen und verstehen können. Die Umsetzung dieses Gedankens ist allerdings nicht ganz so leicht. Gerade bei längeren Texten kann man sich ohne vorherige Planung schnell verzetteln. Außerdem stehst du als Autor natürlich vor der Herausforderung, die anderen inhaltlichen Vorgaben des Kunden mit dem roten Faden zu vereinen. Daher möchten wir dir einige Tipps an die Hand geben, wie du deine Textstruktur sinnvoll und leserfreundlich gestalten kannst.

Die richtige Textstruktur: Ohne Planung geht es nicht

 
Wie bei so vielen Dingen im Leben sollte auch beim Verfassen von Texten am Anfang die Planung stehen. Wie detailliert diese ausfallen muss, hängt natürlich unter anderem vom Umfang des Texts ab. Bei einer Produktbeschreibung von 200 Wörtern musst du nicht eine halbe Stunde über dem Textaufbau brüten – für einen Ratgeber mit 1.500 Wörtern solltest du dir aber schon mehr als zwei Minuten Zeit nehmen.
 
Stell dir die folgenden Fragen, bevor du mit dem Schreiben anfängst:

  • Welche Themen sollen im Text behandelt werden?
  • In welcher Reihenfolge sollen die Themen auftauchen?
  • Wie umfangreich sollen die Abschnitte zu den einzelnen Themen werden?

Die Wahl der passenden Textstruktur

 
Durch die Klärung dieser Fragen verleihst du deinem Text eine grundlegende Struktur und vermeidest es, ein Thema zu intensiv oder zu knapp zu behandeln. Da die Textlänge bei Aufträgen von Textbroker festgelegt ist, kann es auch hilfreich sein, für jeden Abschnitt eine grobe Wörterzahl zu bestimmen. Achte außerdem darauf, die einzelnen Themenbereiche in eine logische Abfolge zu bringen.
 
Für Presse- und Werbetexte bietet sich zum Beispiel eine hierarchische Struktur an. Dabei werden die wichtigsten Punkte an den Anfang des Texts gestellt, weniger wichtige Teile rücken nach hinten. Bei einer chronologischen Struktur werden die Ereignisse in ihrer zeitlichen Abfolge aufgeführt. Das ist etwa bei einem Bericht zu einer Messe sinnvoll, aber auch eine Destinationsbeschreibung kann chronologisch verfasst werden – du nimmst deine Leserinnen und Leser dann mit auf eine Reise durch die Geschichte des beschriebenen Orts.
 
Eine sachlogische Struktur eignet sich dagegen perfekt für Bedienungsanleitungen oder Ratgeber. Du beschreibst darin Schritt für Schritt, wie die Leserinnen und Leser vom Ausgangszustand zum Ziel kommen, etwa vom Estrich bis zum Laminatboden. Bei kontroversen Themen – aber auch bei Werbetexten – ist eine argumentative Struktur passend. Dabei hebst du die gewünschten Positionen oder Eigenschaften hervor und belegst sie dann mit Hilfe von Argumenten.
 
Du musst dich bei der Wahl der Struktur natürlich nicht sklavisch an eine der vorgestellten Varianten halten. In den meisten Fällen sind diese zwar geeignet, aber nimm dir ruhig die Freiheit, etwas anzupassen, wenn dir das für die Strukturierung deines Texts hilfreich erscheint.

Absätze helfen bei der Orientierung

 
Als Nächstes solltest du dir Gedanken über die einzelnen Abschnitte deines Texts machen. Das ist erst nötig, wenn du den jeweiligen Abschnitt schreibst, denn wenn du zu viel im Voraus planst, wirkt der Text irgendwann sehr statisch und langweilig.
 
Zu jedem Abschnitt gehört zunächst einmal eine passende Zwischenüberschrift, die dem Leser bei der Orientierung hilft. Er sollte also schon anhand der Überschrift erkennen, wie „weit“ er im Text ist. Schreibst du zum Beispiel einen Text über die Einführung einer neuen Software, weiß der Leser bei der Überschrift „Die technische Umsetzung der Einführung“ direkt, dass er am Ende angekommen ist. Die Überschrift „Software XY und die Technik“ wäre dagegen etwas vage und ließe sich daher schwieriger einordnen.
 
Neben einer Überschrift braucht ein Abschnitt auch innerhalb des Textkörpers Struktur. Das erreichst du mit Hilfe von Absätzen. Wie viele Absätze (also Zeilenumbrüche) innerhalb eines Abschnitts sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Am einfachsten ist es, wenn du dir den Abschnitt noch einmal durchliest, nachdem du mit ihm fertig bist. So ergeben sich oft ganz natürlich Absätze, die jeweils eine kleine Sinneinheit innerhalb des Abschnitts bilden.
 
Du gehst auf eine zweite Produkteigenschaft ein, führst ein weiteres Argument an oder lieferst ein Beispiel, das deine Aussage untermauern soll? Dann ist es in der Regel Zeit für einen neuen Absatz. Achte aber auch darauf, die Abschnitte nicht zu kleinteilig zu gestalten, denn dann wirkt der Text schnell zerfahren und der Lesefluss leidet. Wenn du deine Abschnitte in Absätze gliederst, kann der optische Eindruck ebenfalls hilfreich sein.
 
Schau dir deinen Text einfach als Ganzes an – hast du in deinem Textverarbeitungsprogramm einen großen Textblock vor dir, fehlen vermutlich noch ein paar gliedernde Absätze. Siehst du dagegen vor allem Dreizeiler, ist es sinnvoll, einige Absätze zusammenzuziehen. Letztlich ist vor allem Erfahrung nötig, um die richtige Mischung zu finden. Als grobe Faustregel kannst du dir aber merken, dass ein Absatz 50 bis 150 Wörter oder vier bis sechs Zeilen lang sein sollte.


Blick über die Schulter einer jungen Frau. Sie sitzt in einem Sessel und liest einen Text auf einem Tablet.

Kein Satz steht für sich allein

 
Um deinem Text einen roten Faden zu verpassen, ist es außerdem nötig, auf die Satzstruktur zu achten. Zwar können die Informationen auch einfach hintereinander aufgereiht werden. Das ist allerdings ziemlich langweilig, außerdem kommt so kein Lesefluss auf. Zwar sind sogenannte „Füllwörter“ allgemein verpönt, sie können aber helfen, Sätze miteinander zu verbinden. Dadurch ergibt sich ein besserer Lesefluss und der Leser kann dem Text leichter folgen. Das lässt sich anhand des folgenden Beispiels sehr leicht verdeutlichen:
 
„Der Powermixer hat einen 2000-Watt-Motor. Die Aufsätze ermöglichen es, Obst zu schneiden, zu würfeln oder zu pürieren. Über die Auslassöffnung kann der Saft ablaufen.“

„Dank seines 2000-Watt-Motors kann der Powermixer Obst mühelos schneiden, würfeln oder pürieren. Außerdem besitzt er eine Auslassöffnung, durch die der Saft abfließen kann.“
 
Beide Beispiele haben im Grunde dieselbe Aussage, die erste Variante liest sich aber sehr langweilig, da hier nur Hauptsätze aneinandergereiht wurden. Bei der zweiten Version werden die Eigenschaften in Beziehung zueinander gesetzt, sodass die einzelnen Informationen für die Leserinnen und Leser Sinn ergeben. Versuche also, passende Informationen durch sprachliche Mittel miteinander zu verbinden und greife auch frühere Aussagen auf, wenn das thematisch passend ist. Auf diese Weise hilfst du deinen Leserinnen und Lesern, sich zu orientieren, sodass sie nicht den Faden verlieren.

Weitere strukturierende Elemente

 
Texte müssen aber nicht immer nur mit Hilfe von Absätzen und Bindewörtern strukturiert werden. Es gibt noch zahlreiche weitere Maßnahmen, die helfen können, deinen Text übersichtlicher und damit leichter verständlich zu machen.
 
Gerade bei Texten für das Web sind Listen sehr beliebt. Sie lockern den Text auf und dienen dazu, wichtige Informationen zusammenzufassen, etwa Produkteigenschaften, wichtige Argumente oder Fragestellungen zu einem bestimmten Thema. Fettungen und Kursivschrift, mit denen sich Schlagwörter oder kurze Aussagen hervorheben lassen, sind auch sinnvoll.
 
Achte aber darauf, sowohl Listen als auch Hervorhebungen nur in Maßen einzusetzen, da der Text sonst schnell überladen und unübersichtlich wirkt. Im Idealfall sollten Leserinnen und Leser anhand der Fettungen die Grundaussage eines Abschnitts erkennen können.


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Hast du Feedback zu diesem Artikel oder weitere Tipps für eine gelungene Textstruktur? Dann erzähl uns davon in einem Kommentar unter diesem Beitrag. Wir freuen uns auf deine Rückmeldung!


Kommentare

Der Textbecker 19. November 2017 - 15:35

Gute und hilfreicher Text! Danke dafür!

Antworten

Pönitz Heike 24. Oktober 2018 - 11:29

guter und hilfreicher Text für einen Anfänger. Danke

Antworten

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