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Autorentools – praktische Helfer für besseres Schreiben

Hast du das richtige Werkzeug zur Hand, geht die Arbeit einfacher – das gilt auch für das Schreiben von Texten. Deshalb haben wir dir eine Sammlung verschiedener Autorentools zusammengestellt.

Headerbild für den Beitrag Tools für Texter mit der Ansicht eines aufgeräumten Schreibtisches


Dein Text ist fertig, vielleicht sogar schon abgegeben, und du willst ihn noch einmal lesen, bevor du mit dem nächsten Auftrag beginnst. Plötzlich findest du einen Fehler oder siehst, dass du mehrfach hintereinander das gleiche Wort verwendet hast. Dein „Lieblingsfehler“ hat sich auch wieder eingeschlichen. Und ist dieser Satz nicht doch etwas zu verschachtelt?
 
Warum dir das nicht aufgefallen ist? Ganz einfach: Hast du lange an einem Text gefeilt, läufst du beim Korrekturlesen Gefahr, Fehler und Schwachstellen einfach zu übersehen, weil du sie kennst und nicht mehr registrierst. Die ersten Schritte, mit denen du diesem Prozess entgegenwirkst, haben wir dir in unserem Textbroker-Guide zum Korrekturlesen gezeigt. In diesem Tutorial zeigen wir dir nun die praktischsten technischen Schreibhilfen, mit denen du deinen Schreibprozess und deine Texte noch weiter verfeinerst. Denn für fast jeden Schritt der Texterstellung gibt es unterstützende Programme, Apps und kostenlose Tools.
 
Hier findest du beispielsweise Rechtschreibprüfungen und Word-Tools, die dir nach der Texterstellung beim Aufspüren von Fehlern helfen. Mit speziellen Textanalysetools polierst du deine Artikel stilistisch auf und machst sie besser lesbar und verständlicher. Für die mehrsprachigen Autoren unter euch haben wir außerdem spezialisierte Übersetzungstools. Apps und andere Programme helfen dir dabei, konzentriert zu arbeiten und deine Ideen und Rechercheergebnisse zu ordnen. Ausprobieren lohnt sich!

Autorentools zur Rechtschreibprüfung: Wo ist der Fehler?

 
Bevor du dich um Ausdruck, Satzbau oder die passende Verwendung der Keywords kümmerst, gilt es zunächst einmal, etwas ganz Grundlegendes zu prüfen: die Rechtschreibung. Die meisten Textverarbeitungsprogramme bieten zwar eine Rechtschreibprüfung, diese ist allerdings nicht immer ganz zuverlässig. Verschiedene Regeln und Schreibweisen werden immer wieder angepasst, sodass eine zweite Prüfung, beispielsweise mit der Online-Prüfung des Dudens durchaus sinnvoll ist. Das Ganze dauert nur einen Moment und du vermeidest so, durch Flüchtigkeitsfehler eine schlechtere Bewertung zu riskieren.
 
Screenshot des Duden-Mentors, Autorentool für die Rechtschreibprüfung

Word-Tools zur Qualitätssicherung

 
Ein großer Teil der Autoren auf Textbroker arbeitet mit Microsoft Word. Dieses Programm kommt zwar schon mit einer integrierten Rechtschreibprüfung, die viele Fehler findet. Mit zusätzlichen Plug-ins lässt sie sich aber noch weiter verbessern.

RepetitionDetector – Schluss mit Wiederholungen

 
Der RepetitionDetector tut, was der Name sagt: Er sucht nach Wiederholungen im Text. Denn manchmal konzentrierst du dich beim Schreiben so sehr darauf, den perfekten Satz zu formulieren, dass du darüber Gefahr läufst, die umliegenden Sätze zu übersehen. Mit dem RepetitionDetector wird schnell aufgezeigt, wenn man ein bestimmtes Verb überstrapaziert hat oder mal ein neues Adjektiv verwenden könnte. Sogar wenn du eine „Lieblingsphrase“ hast, die immer wieder vorkommt, macht er dich darauf aufmerksam. Die entsprechenden Stellen werden im Text farblich markiert, damit du sie schnell identifizieren und überarbeiten kannst.
 
In der linken Spalte befinden sich die Settings: Hier wird dir exakt angezeigt, wie oft das Wort im Text vorkommt. Außerdem kannst du Worte vorgeben, die der RepetitionDetector nicht zählen sollte – zum Beispiel Keywords. Rechts vom Text siehst du eine Liste der häufigsten Wörter in deinem Text. Du schreibst auch in anderen europäischen Sprachen? Das Tool ist auch für Englisch, Französisch und neun weitere Sprachen erhältlich.

Stilsicher schreiben mit Textanalysetools

 
Sind alle Rechtschreibfehler ausgemerzt, kannst du dich an die Stilprüfung machen. Sätze wie „Bitte vermeiden Sie lange und verschachtelte Sätze.“ oder „Verwenden Sie vorwiegend Verben im Aktiv, nutzen Sie die passive Schreibform nur da, wo es nötig ist.“ sind bei Textbroker immer häufiger in Auftragsbeschreibungen zu lesen – und das aus gutem Grund. Die Anforderungen an Webtexte sind im Laufe der Zeit nämlich enorm gestiegen. Früher genügte es für viele Auftraggeber vielleicht, einen Text mit einer bestimmten Keyword-Dichte zu verfassen. Heute muss ein Text echten Mehrwert für den Leser bieten und zudem noch interessant geschrieben und gut strukturiert sein.
 
Das liest sich natürlich gut und sicher hat kein Autor jemals die Absicht, seine Leser mit Schachtelsätzen zu langweilen. Trotzdem schleichen sich solche Fehler oft unbemerkt ein. Textanalysetools können bei der Verfeinerung des Stils sehr hilfreich sein. Mit ihrer Hilfe spürst du Füllwörter, Modalverben und andere Schwachstellen auf, über die dein Leser stolpern könnte. Auch Passivsätze und zu lange Schachtelsätze stören den Lesefluss, wenn sie Überhand nehmen. Ein Analysetool prüft deinen Text in wenigen Augenblicken auf all diese Gesichtspunkte und zeigt dir anhand eines Lesbarkeitsindexes, wie verständlich er für den Leser ist. Je höher die Zahl, desto besser.

Wortliga: die Rundum-Stilprüfung

 
Bei Wortliga ist es möglich, Texte auf Füllwörter, Modalverben und andere stilistische Schnitzer hin untersuchen zu lassen – und zwar schon während des Schreibens. Hier kannst du zwar die Parameter, anhand derer geprüft wird, nicht verändern. Dafür werden die beanstandeten Stellen und Fehlerarten gut erkennbar durch verschiedene Farben im Text hervorgehoben. Das Schreibtool zeigt dir direkt an, wie lange der Leser für deinen Text braucht, und wie viele Zeichen, Wörter, Sätze und Absätze dein Text enthält. Wortliga prüft deinen Text außerdem auf die Satzlänge, Formatierungsfehler und verschiedene stilistische Gesichtspunkte. Dank eines integrierten Lesbarkeitsindexes weißt du genau, wie leicht oder schwer lesbar er ist. Somit eignet sich die Seite der Wortliga gut für eine abschließende Prüfung von Texten, um stilistische Fehler zu vermeiden.
 
Screenshot von Wortliga, Autorentool

Besser schreiben mit Schreiblabor

 
Das kostenlos nutzbare Schreiblabor hilft dir, deinen Text auf Anglizismen, Füllwörter und Phrasen zu prüfen. Zusätzlich beurteilt es die Lesbarkeit deines Textes mit drei verschiedenen Indices:

    – Der Flesch-Index: Dieser berühmte Index stuft die Lesbarkeit des Textes auf einer Skala von 0 bis 100 ein. Je niedriger die Zahl, desto anspruchsvoller der Text.
    – Die Wiener Sachtextformel: Der Text wird einer Einstufung von vier bis 15 zugeordnet. Sie zeigt an, welchem deutschen Schulklassenniveau der Text entspricht.
    – Das Kincaid Grade Level: Ähnlich wie im Fall der Wiener Formel wird angezeigt, welches US-amerikanische Schulklassenniveau der Leser absolviert haben muss, um den Text zu verstehen.

Auf den ersten Blick wirkt die Ergebnisanzeige etwas unübersichtlich, vor allem wenn du Wortliga gewohnt bist. Vorteilhaft sind aber die deutlich markierten Fehlerstellen und die Zuordnung der Textarten zu bestimmten Werten des Flesch-Index. Außerdem kannst du mit diesem Tool auch längere Texte bis zu 650.000 Zeichen überprüfen, ohne sie aufteilen zu müssen – ein Vorteil gegenüber Wortliga, die nur 1500 Zeichen zulässt.

TextanalyseTool.de

 
Mithilfe der Webseite TextanalyseTool.de prüfst du die Lesbarkeit deines Textes im Handumdrehen. Kopiere einfach die verwendeten Keywords und deinen Text in die entsprechenden Felder und klicke auf den Button „Text analysieren“. Nun misst das Tool anhand bestimmter Parameter den Lesbarkeitsindex deines Artikels. Über ein leicht verständliches Ampelsystem wird dir angezeigt, welche Stellen noch überarbeitet werden sollten. Klickst du die Fehlermeldung rechts an, wird die betroffene Passage farblich markiert. Ist sie rot gefärbt, sollte sie in jedem Fall angepasst werden. Gelbe Warnungen sind Hinweise auf mögliche Fehler. Hier lohnt sich genaueres Hinschauen. Grün zeigt an, was dir gut gelungen ist.

Rechtschreibprüfung24

 
Mit dem Onlinetool Rechtschreibprüfung24 machst du nicht nur Rechtschreibfehler ausfindig, es bietet dir auch eine Stilanalyse. Dazu fügst du deinen Text einfach auf der Webseite ein und bestätigst mit Klick auf „Prüfung starten“. RSP24 streicht dir dann alle fragwürdigen Stellen farbig an. Klickst du auf die farbig markierten Wörter, öffnet sich ein separates Fenster mit einer Erklärung – genau wie du es vom Textbroker-Feedback kennst. Nun kannst du entweder die Korrektur des Tools annehmen oder es anweisen, diesen Fehlertyp zu ignorieren. Hat es ein Wort angestrichen, das es noch nicht kennt, schlägst du dieses einfach zur Aufnahme in der Datenbank vor. So lernt das Tool mit jedem Text, den es prüft, und wird weiter verbessert.

Ein Nachteil: Zwar wirbt die Webseite damit, dass das Programm auch Grammatikfehler findet, Kongruenzfehler übersieht es jedoch öfter.

Papyrus Autor: das Rundumpaket

 
Das kostenpflichte Analyseprogramm Papyrus Autor durchleuchtet deinen Text noch genauer als Microsoft Word und OpenOffice: Es unterstützt dich dabei, Rechtschreibung und Stil der Texte zu verbessern und leserfreundlicher zu formulieren. Seine umfangreiche Analyse findet Wortwiederholungen und Füllwörter, unterstreicht zu lange Sätze und macht den Autor auf Phrasen in seinem Text aufmerksam. Über eine Lesbarkeits- und Stilanalyse untersucht das Programm den Text auf Verständlichkeit und markiert Absatz für Absatz in unterschiedlichen Farben. Leuchtet ein Abschnitt beispielsweise rot, ist der Text an dieser Stelle sehr komplex, enthält lange Sätze und Wörter mit zu vielen Silben. Blaue Farbe kennzeichnet hingegen einfache bis normale Verständlichkeit – der Text ist also angenehm zu lesen.

Ein zusätzliches Schmankerl: die integrierte Recherche-Datenbank

 
Neben den Textanalyse-Funktionen bietet Papyrus Autor noch weitere nützliche Hilfen für Vielschreiber. In der praktischen Recherche-Datenbank speicherst du einfach und übersichtlich Zitate und Textstellen aus dem Internet ab. Fügst du einen Text per Copy & Paste aus deinem Browser in ein Papyrus-Dokument ein, legt die Software automatisch eine entsprechende Quelle in der Recherche-Datenbank an. Dabei speichert das Programm den Text, die URL der Internetquelle sowie Seitentitel samt Datum und Uhrzeit des Zugriffs. Achtung: Der Hersteller R.O.M. Logicware empfiehlt zur optimalen Verwendung der Recherche-Funktion Mozilla Firefox. Für diesen Browser installiert das Programm automatisch ein Plug-in. Du musst nur noch eine interessante Textstelle in Firefox mit der Maus markieren und auf die Papyrus-Schaltfläche klicken. Schon wird der entsprechende Text mit den Metadaten in der Recherche-Datenbank abgelegt.
 
Interessierte Autoren können Papyrus Autor in einer kostenlosen Demoversion ausprobieren.

Wort ist nicht gleich Wort: abwechslungsreich schreiben mit Synonymen

 
Guter Stil lässt sich natürlich nicht nur an den oben genannten Kriterien festmachen. Mindestens ebenso wichtig ist eine abwechslungsreiche Ausdrucksweise – vor allem, wenn du viele Texte zu ähnlichen Themen schreibst. Geht es beispielsweise um hochwertige Mode, möchte der Kunde sicher nicht in jedem zweiten Text etwas von „edlen Designs“ lesen. Hier helfen Synonym-Finder weiter.

Woxikon

 
Das Woxikon bietet eine umfangreiche Datenbank, in der sich zu den meisten Begriffen verschiedene Synonyme finden. Natürlich sind nicht immer alle Vorschläge passend. Trotzdem kann das Woxikon eine große Hilfe sein, wenn du nach einer Alternative zu einem Ausdruck suchst – zumal du hier zu jeder einzelnen Bedeutung eines Worts Synonyme angeboten bekommst.
 
Screenshot von Woxikon, einem Autorentool zur Suche von Synonymen

Das Wortschatz-Portal der Uni Leipzig

 
Das Wortschatz-Portal der Universität Leipzig ist ähnlich aufgebaut wie das Woxikon, bietet aber noch zusätzliche Informationen zu Morphologie und grammatikalischer Verwendung. Die Liste der Synonyme ist allerdings nicht ganz so umfassend, außerdem gibt es keine Trennung der Synonyme nach Wortbedeutung.

Die richtigen Autorentools für Übersetzungen

 
Einen Text zu übersetzen oder gleich in einer fremden Sprache zu schreiben, ist auch für erfahrene Autoren eine Herausforderung. Denn es reicht beispielsweise nicht aus, Ausdrücke einfach wörtlich von einer Sprache in die andere zu übertragen, da sie sich maßgeblich unterscheiden. Was in der einen Sprache gut klingt, hört sich in der anderen seltsam an oder ist sogar grammatikalisch falsch. Auch bei Kleinigkeiten wie Anführungszeichen oder der Punktesetzung bei großen Zahlen passieren schnell Fehler. Spezialisierte Texter-Tools für Übersetzungen erleichtern es dir, diese Stolperfallen gekonnt zu umgehen.

PerfectIt für Englisch – Rechtschreib- und Stilprüfung in einem

 
PerfectIt, ein Prüftool für die englische Sprache, verfügt nicht nur über eine verbesserte Rechtschreibprüfung, es weist dich auch auf Inkonsistenzen im Text hin. Es findet Unterschiede in der Groß- und Kleinschreibung und zeigt an, wenn ein Wort im Text in unterschiedlichen Versionen vorkommt. Das Gleiche gilt für die Zusammenschreibung mit oder ohne Bindestrich, zum Beispiel Email versus E-Mail. Hast du Listen und Überschriften erstellt, prüft PerfectIt, ob sie einheitlich formatiert sind. Vor allem bei längeren Texten und beim Korrekturlesen sind diese Funktionen sehr hilfreich, um Fehlerserien effizient zu beseitigen. PerfectIt ist auch ein gutes Mittel zur Stilprüfung. Denn in den Einstellungen kannst du festlegen, welche Worte, Phrasen und Formulierungen nicht vorkommen sollten. Verwendest du sie trotzdem, schlägt das Programm an.

TransTools

 
TransTools wurde speziell für Übersetzer entworfen und ist mit Word, Excel, PowerPoint, Visio und AutoCAD kompatibel. Mit diesem Helfer kannst du mit nur einem Befehl überflüssige Zeilenumbrüche entfernen, deutsche Anführungszeichen in englische verwandeln oder das Tool nach typischen Tippfehlern suchen lassen. Es unterstützt dich bei jedem Schritt der Übersetzung mit verschiedenen Funktionen. Im Rahmen der Vorbereitung bereinigt es beispielsweise die Formatierung des Textes und vereinheitlicht sie. Während der Übersetzung kannst du die Schreibweise der Nummern der jeweiligen Sprache anpassen, dir Notizen zu Textpassagen machen und eine To-do-Liste erstellen. Bist du mit der Übersetzung fertig, hilft das Schreibtool dir bei der Fehlersuche.

LanguageTool

 
LanguageTool bietet eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung für über 20 verschiedene Sprachen. In deutschen Texten erkennt es beispielsweise mehr als 2500 Fehler in Grammatik, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Zeichensetzung und mehr. Hat es einen solchen entdeckt, markiert es die Stelle farbig. Halte einfach die Maus über die Stelle, um die Erklärung und die Korrektur anzusehen. Online kannst du es auf der Webseite und als Add-on für Firefox und Chrome kostenfrei nutzen. Für LibreOffice und Apache OpenOffice ist das Add-on ebenfalls umsonst, für Microsoft Word ist es kostenpflichtig. Zusätzlich gibt es auf der Webseite eine ganze Reihe weiterer Versionen für andere Programme, die von der Nutzercommunity entwickelt wurden. Das Besondere: Laut Anbieter wird das LanguageTool alle drei Monate aktualisiert. Hast du Fragen oder Probleme, findest du im Nutzerforum Ansprechpartner.

Organisiert arbeiten und recherchieren mit Recherchetools

 
Oft kommen gute (Text)-Ideen genau dann, wenn du am wenigsten damit rechnest: im Zug, in der Warteschlange der Supermarktkasse oder beim Schlendern in der Fußgängerzone. Wer da nicht ständig einen kleinen Notizblock samt Stift mitnimmt oder mit dem Gedächtnis eines Elefanten gesegnet ist, dem gehen geniale Einfälle wieder verloren. So schnell wie sie kommen, vergisst man sie wieder. Aber dank Smartphones und Cloud-Computing kannst du deine besten Einfälle auch ohne Stift und Papier überall festhalten.

Evernote: das virtuelle Notizbuch

 
Mit Evernote speicherst du Notizen auf deinem Smartphone ab und lädst sie direkt in die Cloud. Anschließend werden sie sofort auf allen Geräten synchronisiert, mit denen du dich in deinen Account einloggst. So kannst du deine Notizen später bequem am heimischen Rechner weiterverarbeiten. Doch Evernote „versteht“ nicht nur Text, sondern dient auch als Sammelmappe für Content in verschiedenen Formen: Auch Bilddateien, PDF-Dokumente und sogar komplette Websites samt Grafiken speichert es in deiner persönlichen Notiz-Datenbank. Wer nicht gerne auf Touchscreens tippt, spricht seinen Geistesblitz ein und legt ihn als Audionotiz ab oder lässt ihn direkt mithilfe der integrierten Spracherkennung in Text umwandeln.
 
Während der Recherchephase gliederst du deine Einträge in Notizbücher. Leg dir einfach für jedes Thema, zu dem du gerade schreibst, ein eigenes Notizbuch an und sammle dort alle relevanten Informationen. Für die Arbeit mit Internetquellen bietet die Software ein weiteres Feature: Websites, die du für deine Recherche brauchst, speicherst du einfach lokal in Evernote. Arbeitest du unterwegs am Laptop, speicherst du einfach die letzte Arbeitsfassung im Programm und hast anschließend die Möglichkeit, von jedem Ort mit Internetverbindung darauf zuzugreifen. Dadurch eignet sich Evernote besonders für Webtexter, die gerne abseits ihres Schreibtisches werkeln. Außerdem kannst du den Cloud-Dienst auch zur Archivierung bereits abgegebener Texte nutzen. So sind deine gespeicherten Daten vor einem Festplattencrash oder Rechnerabsturz geschützt.
 
Screenshot des Tools Evernote
Die Software steht für Windows und Mac OS sowie als App für alle aktuell gängigen Smartphones zum Download bereit.

Pocket: virtuelle Leseliste mit hilfreichen Funktionen

 
In einem Briefing sind mehrere Internetquellen angegeben, deren Inhalt du gerne dauerhaft speichern willst? Mit Pocket geht das ganz einfach: Der kostenlose Lesezeichen-Dienst klinkt sich in deinen Browser ein, sobald du dich registriert hast. Daraufhin hast du auf jeder Webseite per Rechtsklick die Option „Save to Pocket“ im Kontextmenü zur Auswahl. Schon wird die aktuell geöffnete Webpage in Pocket abgespeichert. Möchtest du die gesammelten Quellen noch einmal lesen, schaust du dir deine Favoriten-Liste über das Plug-in an. Sobald du einen Text aus der Liste abgearbeitet hast, markierst du ihn als gelesen und verschiebst ihn so ins Archiv.
 
Das Programm bietet auch ein paar interessante Extras. Besonders praktisch: Pocket gibt es auch als App für iOS, Android und Amazons Kindle Fire. Ist ein Inhalt auf deinem Smartphone gespeichert, kannst du ihn jederzeit auch ohne Internetverbindung betrachten. Dazu musst du nur die Schaltfläche zum Synchronisieren anklicken, wenn du noch mit dem Internet verbunden bist. Wer am Bildschirm lieber serifenlose Schriften liest, kann die Darstellung wichtiger Onlinetexte, die nur in einer Serifenschrift vorliegen, auf Knopfdruck wechseln. Zuletzt gibt es für die Nachteulen unter unseren Autoren auch die Möglichkeit, die Farbdarstellung zu invertieren: Weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund ist in einer dunklen Umgebung dank des niedrigeren Kontrasts wesentlich schonender für die Augen.

Cherrytree: Notizen mit Struktur

 
Du willst dir umfangreichere Notizen zu einem Themengebiet oder Text machen und sie möglichst übersichtlich strukturieren? Dann eignet sich das Obstbaum-Programm. Mit Cherrytree organisierst du deine Gedanken schriftlich in einer Baumstruktur. Jede Notiz ist dabei ein eigener Ast. Fertige Notizen lassen sich ganz einfach als PDF oder txt-Datei exportieren. Außerdem kannst du bestehende Notizen, etwa aus dem Text-Editor, importieren und bearbeiten. Cherrytree ist als kostenloser Download für Windows und Linux erhältlich.

Immer bei der Sache: Schreibtools für Texter zum konzentrierten Arbeiten

 
Wer einen guten Text verfassen möchte, muss sich auch gut konzentrieren können. Leider ist das am PC oft nicht so einfach, wie es klingt. Zu viele potenzielle Ablenkungen ziehen die Aufmerksamkeit weg von der Arbeit. Schließlich braucht man ja nicht lange, um nur mal kurz auf das Handy zu schauen und die Nachrichten zu checken. Bei der Gelegenheit kannst du auch gleich deine E-Mails checken. Und wenn du schon mal dabei bist … Ehe du dich versiehst, verlierst du den Faden beim Schreiben und hinkst im Zeitplan hinterher. Damit das nicht passiert, helfen dir spezielle Tools, dich am Rechner voll und ganz auf deine Arbeit zu fokussieren.
 
Autorentools_Beitragsbild: Ein junger Mann arbeitet konzentriert an seinem PC

Writemonkey: Unwichtiges einfach ausblenden

 
Wenn du die kostenlose Textverarbeitungssoftware Writemonkey startest, verschwindet alles von deinem Bildschirm, was dich vom Schreiben ablenken könnte. Das Programm läuft standardmäßig im Vollbild-Modus und präsentiert dir nur eine leere Seite, auf der außer einem blinkenden Cursor nichts mehr zu sehen ist. Die Software verzichtet auf komplizierte Menüleisten und überflüssige Assistenten. Durch die minimalistische und bildschirmfüllende Oberfläche ist Writemonkey ein interessantes Tool für jeden Autor, der sich nur auf das Wesentliche konzentrieren möchte: seinen Text. Die einzigen Informationen, die das Programm neben dem eigentlichen Text anzeigt, sind Dateiname, Wortzahl des aktuellen Dokuments und die Uhrzeit.
 
Unter dem Menüpunkt „Progress“ legst du eine Wortanzahl fest, die du beim Schreiben erreichen möchtest. Eine Prozentanzeige zeigt dann für jedes geschriebene Wort den Fortschritt bis zum gesteckten Ziel an. Mit einem festen Ziel vor Augen bleibst du auch bei Texten zu schwierigen Themen motiviert. Wer zu später Stunde und bei schwachem Licht schreiben möchte, den strengen die blendend weißen Seiten gängiger Textverarbeitungsprogramme häufig an. Doch die Entwickler von Writemonkey haben auch an Nachteulen gedacht: Auf Wunsch kannst du die Ansicht auf weiße Schrift vor schwarzem Hintergrund umstellen und damit deine Augen schonen.

focus booster: auf Dauer besser schreiben

 
Wer lange sehr konzentriert schreibt, benötigt regelmäßig kurze Pausen, um auf Dauer effizient zu arbeiten und frische Ideen zu sammeln. Wahrscheinlich hast du dich auch schon dabei ertappt, wie deine Gedanken mit nachlassender Konzentration abschweifen. Eine kurze Auszeit wirkt in solchen Situationen Wunder. Das kostenlose Tool focus booster hilft dir, deinem Arbeitsablauf eine auf der sogenannten Pomodoro-Technik basierende, zeitliche Struktur zu geben und genau solche Pausen automatisch einzuplanen. Die von Francesco Cirillo entwickelte Technik geht davon aus, dass das Arbeiten in festen Intervallen und Pausenzeiten bei vielen Aufgaben die Effizienz steigert. Auf jede Arbeitsphase von 25 Minuten folgt dabei üblicherweise eine Pause von fünf Minuten. Nach vier Arbeitsphasen kommt eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten.
 
Ziel ist es, bei der Arbeit konzentriert zu bleiben. Darum sollen Ablenkungen oder Unterbrechungen vermieden werden. Geht während der Arbeit etwa eine E-Mail ein, bearbeitest du sie erst in einer der geplanten Arbeitspausen. Mit focus booster definierst du die Dauer deiner Arbeitsphasen und Pausen einfach selbst. Schließlich kennst du deinen optimalen Arbeitsrhythmus am besten. Du kannst das Programm so konfigurieren, dass nach einer beliebigen Zeitspanne das Klingeln eines Weckers ertönt. Gönn dir eine Pause, check deine E-Mails oder erledige kleinere Aufgaben, die dir während der Arbeitsphase eingefallen sind. So hast du danach wieder den Kopf frei, um konzentriert weiterschreiben zu können.

ZenWriter: das Texter-Tool zum Wohlfühlen

 
Warum nicht Schreiben mit Meditation verbinden? Hinter dem schwarzen Notizbuch versteckt sich ZenWriter, ein Tool, das Wohlfühlatmosphäre beim Schreiben schafft. Verschiedene Hintergründe wie Winterlandschaften und Wolken sowie wahlweise musikalische Untermalung sorgen für die nötige Konzentration und Inspiration beim Texten. ZenWriter gibt es als Download für Windows für eine einmalige Zahlung von 17,50 US-Dollar. Gefällt es dir nicht, kannst du innerhalb von 30 Tagen dein Geld zurückverlangen. Eine Alternative für MAC und iPad ist Ommwriter.

Schneller und besser schreiben mit den richtigen Autorentools

 
Für fast jede Aufgabe während des Schreibprozesses gibt es das passende Tool. Deine Notizen und Quellen organisierst du einfach mithilfe der passenden Recherche-Tools. Word-Tools helfen dir nach der Texterstellung beim Aufspüren von Rechtschreibfehlern. Mit speziellen Textanalysetools polierst du deine Artikel stilistisch auf und machst sie besser lesbar und verständlicher. Selbst für Übersetzungen gibt es spezialisierte Programme. Probiere sie einfach aus und finde heraus, welche die richtigen für dich und deinen Schreibprozess sind.


Du fühlst dich gut gerüstet und möchtest deine Texterkarriere starten? Einfach bei Textbroker als Autor anmelden!
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Hast du Feedback zu diesem Artikel oder kennst weitere Tools, die deinen Texterkollegen helfen könnten? Dann hinterlass uns einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und erzähle uns davon. Wir freuen uns auf deine Rückmeldung!


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Kommentare

Jenny 19. März 2019 - 11:25

Wow, die Programme kannte ich noch nicht, vielen Dank! Sehr hilfreicher Artikel. 🙂

Antworten

Jan 19. März 2019 - 12:07

PerfectIt unterstützt nur Englisch:
"We don’t support PerfectIt in other languages. However, some of PerfectIt’s tests will work in other languages and we have users (especially professional translators) using PerfectIt with French, Spanish, German, and Dutch (amongst others).
PerfectIt’s performance in other languages can be optimized by understanding that:

Some checks will work identically (e.g. bullet and table capitals and punctuation).
Some checks won’t work (e.g. anything related to spelling).
Some checks will produce good results but there will be a small loss of accuracy due to false positives (e.g. hyphenation and capitalization)."

Antworten

Francisca Wachler 21. März 2019 - 9:07

Hallo Jan,

danke für das Feedback! Wir haben den Text noch einmal inhaltlich angepasst.

Herzliche Grüße aus Mainz!

Antworten

Jule 5. November 2019 - 13:28

Liebes Team,

Per Zufall bin ich auf eure Seite gestoßen. Ich selbst bin virtuelle Assistentin und möchte euch einmal ein riesig großes Lob aussprechen und mich bedanken. Seit 1 1/2 Stunden komme ich von einem spannenden Artikel zum nächsten auf eurer Homepage und kommen aus dem "ahaaa, oh, wie interessant, das muss ich speichern, uh, das schreibe ich mir auf, Wahnsinn, was es alles gibt" nicht mehr raus. Eure Artikel sind so interessant und ich habe in den 1 1/2 Stunden so viel Input erhalten und konnte schon so viel dazu lernen. Das verdient eine riesig großes Danke. Also: DANKE euch!

Ganz liebe Grüße
Jule

Antworten

Francisca Wachler 5. November 2019 - 15:40

Hallo Jule,

vielen Dank für das Lob! Es freut uns sehr, das zu hören, da macht die Arbeit gleich doppelt Spaß. 🙂

Und wenn du – oder einer unserer anderen Leser – einen Themenvorschlag hast, der dich interessiert, dann lass es uns ruhig wissen. Wir sind für Feedback immer dankbar!

Herzliche Grüße aus der Textbroker-Redaktion!

Antworten

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