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6 Tipps zum Umgang mit der Umgangssprache

Umgangssprache ist laut Duden die Sprache, die im täglichen Umgang mit anderen Menschen verwendet wird. Sie entspricht nicht der Standardsprache, ist aber weitgehend akzeptiert und stellt die meist gesprochene überregionale Sprache dar.

Regeln zu Umgangsformen in der Gesellschaft gibt es viele. Ob es nun um das Händeschütteln oder die Reaktion auf ein Niesen geht: Bei vielen Gelegenheiten vereinfachen diese Regeln die Kommunikation. Genauso gibt es auch solche „ungeschriebenen Gesetze“ für den schriftlichen Umgang miteinander. Diese wollen ebenfalls gelernt sein.

Tipp 1: Umgangssprache gezielt einsetzen

Umgangssprache hat den Vorteil, dass sie vertraut und gut verständlich ist. Sie kann demnach etwa bei einem Text in jugendlich-lockerem Stil durchaus positiv wirken, die Distanz zwischen Schreiber und Leser verringern sowie die Botschaft klar und auf Augenhöhe vermitteln.

Tipp 2: „Das tät ich anders machen.“

Beim Lesen dieses Satzes wissen Sie gleich, warum die Wörter tun und machen beim Gebrauch in der Schriftsprache schon früh in Verruf geraten sind. Doch nicht immer ist die Verwendung von Hilfsverben schlechter Stil. Zum Beispiel lässt sich auch „Gutes tun“ oder fragen: „Was können wir für Sie tun?“ Auch das eher umgangssprachliche brauchen klingt in manchen Kontexten durchaus angebrachter als benötigen. Die richtige Wortwahl bleibt wohl auch immer ein bisschen Geschmacksfrage.

Tipp 3: „Man wird ja wohl noch schreiben dürfen …“

Na klar, Sie dürfen – ach was, Sie sollen sogar! Ob die unpersönliche Variante mit man jedoch immer eine gute Wahl ist, ist zu bezweifeln. Gerade in Produktbeschreibungen oder werbenden Textsorten ist eine direktere Form oft besser: Statt „Wenn man gerne kocht, sollte man sich ein scharfes Messer zulegen.“ besser „Wer gerne kocht, sollte sich ein scharfes Messer zulegen.“ Oder Sie binden die Adressaten des Textes gleich direkt ein und sprechen diese persönlich an. Das könnte dann so klingen: „Sie kochen gerne? Dann sollten Sie auf ein scharfes Messer nicht verzichten.“

Tipp 4: Text ist nicht gleich Text

In Fach- und Sachtexten lässt der allzu lässige Gebrauch von Umgangssprache schnell an der Kompetenz und Seriosität des Autors zweifeln. Im Kontext von Produktvorstellungen und Marketingtexten kann es dagegen manchmal von Vorteil sein „nah am Kunden“ zu bleiben und diesen quasi kollegial von der Seite anzusprechen.

Wie jeder gute Texterratgeber auflistet, gilt auch hier: Behalten Sie während des Schreibens stets im Hinterkopf, für wen Ihre Texte bestimmt sind. Und schreiben Sie entsprechend.

Tipp 5: Die Gestalt Ihres Textes

Großbuchstaben, vervielfältigte Satzzeichen oder Buchstaben … all das sind Darstellungen der gesprochenen Sprache im Schriftlichen (Stichwort Chat-Kommunikation). Aber IN GROSSBUCHSTABEN ZU SCHREIBEN ist unhöflich und lässt Ihre Leser wohl meist eher zurückschrecken. Und auch der verschwenderische Gebrauch von Satzzeichen, allen voran des Ausrufezeichens (!!!!!!!!), verleiht Ihren Aussagen nicht mehr Gewicht. Ganz nach dem Motto: Wer am lautesten schreit, hat nicht unbedingt recht. Auch wenn Sie überaus schöne Dinge beschreiben möchten, sollten Sie nicht von seeeehr schönen Dingen schreiben. Einen treffenden Text dazu finden Sie hier: https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2016-01/til-schweiger-tatort-ausrufezeichen.

Tipp 6: Gut ist nur, was auch gut ist

Anknüpfend an Tipp 5 soll das heißen: Salopp formulierte Texte verleiten schnell dazu, ungenauer zu werden und mehr Fehler zu übersehen. Ist zu lesen „Dieses Produkt ist besser als wie das von der Konkurrenz.“ ist das nicht nur falsch, sondern auch peinlich. Ausgenommen sind wohl einschlägig bekannte Werbesprüche. Achten Sie deshalb besonders bei Anleihen aus der mündlichen Sprache auf die Richtigkeit, denn sonst wirkt auch in lockeren Texten der lässige Ton schnell flapsig.

Umgangssprache lässt sich hervorragend einsetzen, um einen Text verständlicher zu machen und ein wenig Nähe zum Leser zu schaffen. Umgangssprache kann Ihren Artikel auflockern und leichter lesbar machen. Und es gibt einen weiteren Vorteil: Ausflüge in die Umgangssprache klingen mehr nach Ihnen als neutrale Fachsprache. Ihr Text wird origineller.

Doch das angemessene Maß hängt ganz von der Textart und Ihrer Zielgruppe ab. Wenn Sie diese während des Schreibens stets vor Augen haben, kann sich die Wirkung der Umgangssprache richtig entfalten.

Wir wünschen wie immer: Viel Spaß beim Reden Schreiben!

Ihr Textbroker-Team


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