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Füllphrasen und Floskeln vermeiden: goldene Regeln gegen Texten im Überfluss

Überflüssiges vermeiden und keine Füllphrasen nutzen: Diese Anforderung ist Standard in fast jedem Briefing, denn Auftraggeber:innen brauchen prägnante Texte zu ihren Themen. Wir zeigen dir, wie du Füllphrasen und Floskeln vermeiden und hochkarätige Texte schreiben kannst! Mit diesen Tipps begeisterst du deine Leser:innen und machst deine Texte Gold wert.

Floskeln vermeiden Headerbild: Nahaufnahme eines goldenen Füllfederhalters.


Stell dir vor: Du sitzt im Kino, knabberst leckeres Popcorn und teilst es dir sorgfältig ein, damit du am Ende nicht in die leere Tüte greifst. Du freust dich auf einen epischen und vor allem unterhaltsamen Film – aber es dauert nicht lange, bis du bemerkst, dass der Film sich maßlos in die Länge zieht. Der Erzähler und die Protagonist:innen brauchen ewig, um auf den Punkt zu kommen. Wann geht es mit der Handlung endlich weiter?
 
Das kann Leser:innen ganz genauso ergehen, wenn ein Text zu wenig Information enthält. Um das zu vermeiden, schreiben Auftraggeber:innen gerne Anweisungen in ihre Briefings, über die du bestimmt auch schon gestolpert bist: [Bitte vermeiden Sie Überflüssiges in Ihren Texten.] [Nutzen Sie keine Füllphrasen, um die Wortanzahl zu erreichen.] [Sorgen Sie für variierende Satzstrukturen und verwenden Sie Synonyme, um Abschnitte mit Aufzählungscharakter und Wortwiederholungen zu vermeiden.]
 
Platzhalter und Allgemeinplätze zu vermeiden, ist nicht leicht. Deshalb haben wir für dich die nützlichsten Tipps gesammelt, mit denen du belanglose Füllphrasen und Floskeln leichter erkennen und streichen oder durch wertvolle Informationen ersetzen kannst. So begeisterst du deine Auftraggeber:innen und Leser:innen – und erhöhst deine Chance auf weitere Aufträge.

Die häufigsten Füllwörter und Floskeln

 
Der Duden definiert Füllwörter und Floskeln als

„Wort mit geringem Aussagewert“

beziehungsweise

„formelhafte, leere Redewendung“

. Dazu zählen zum Beispiel:
 

  • Werbefloskeln: „ist nicht mehr wegzudenken“, „unser innovatives Unternehmen“, „wir arbeiten kundenorientiert“, „Herzlich willkommen auf unserer Webseite“, etc.
  • Redewendungen/Phrasen: „Wer kennt das nicht?“, „In der heutigen/schnelllebigen Zeit“
  • Steigerungspartikel wie „etwa“, „überaus“, „etwas“, „ganz und gar“, etc.
  • /Modalpartikel bzw. Abtönungspartikel wie „halt“, „vielleicht“, „eben“, „eigentlich“, etc.
  • Hilfsverben wie „können“, „sollen“, „haben“, etc.

 
Meistens übernehmen wir Füllwörter aus dem täglichen Sprachgebrauch, also der mündlichen Rede. Sie werden verwendet, um persönliche Meinungen zum Ausdruck zu bringen oder den Kern eines Satzes entweder zu betonen oder abzuschwächen, beispielweise wenn man sich seiner Sache nicht sicher ist.
 
Floskeln kommen dagegen eher vor, wenn man beim ersten Versuch keine bessere Formulierung gefunden hat und behelfsmäßig auf Altbekanntes zurückgreift. Deshalb nennen wir sie auch Füllphrasen. In Webtexten sind damit allgemeingültige Phrasen gemeint, die in so vielen Werbetexten vorkommen, dass sie für die Leser:innen jede Bedeutung verloren haben. Was diese Floskeln ausdrücken, lässt sich mit weniger Worten oder konkreten Beispielen besser wiedergeben.

Sag, was du meinst – darum solltest du Füllphrasen und Floskeln vermeiden

 
Manchmal sind Füllwörter tatsächlich notwendig, um deinen Artikel abwechslungsreich zu gestalten oder eine bestimmte Stimmung zu erzeugen, beispielsweise für einen lockeren Stil. Stellenweise helfen sie dir auch, eine Aussage zu betonen. Deshalb musst du nicht völlig auf sie verzichten, solltest sie aber sparsam einsetzen.
 
Jedes irrelevante Wort verschleiert die eigentliche Botschaft deines Textes. Denn zu viele Füllwörter und Floskeln lassen Sätze langatmig und starr wirken und erschweren die Lesbarkeit. Im schlimmsten Fall kommt das, was du eigentlich sagen möchtest, völlig falsch an – oder gar nicht, weil die Leser:innen die Lust verlieren und den Artikel gar nicht erst zu Ende lesen. Finden sie statt hilfreicher Informationen nur allgemeingültige Werbefloskeln, verlassen sie die Webseite wieder und sehen sich woanders um.

Floskeln ersetzen und mit den richtigen Inhalten überzeugen

 
Floskeln vermeiden Beitragsbild 1: Ansicht eines Schreibtischs. Ein Notizbuch liegt aufgeschlagen auf dem Tisch, darauf liegt ein Kugelschreiber. Links davon steht eine gut gefüllte, rot-goldene Kaffeetasse mit der Aufschrift "Go get them". Im Hintergrund steht eine Pflanze.

Recherchieren und packende Inhalte finden

 
Liegen zu den Aufträgen detaillierte Anweisungen und strikte Formatvorgaben vor, sind Füllphrasen in der Regel seltener ein Problem. Oft lassen Auftraggeber:innen aber viel Spielraum, um über das Thema zu schreiben. Dieser Freiraum kann zur Stolperfalle werden: Belanglose Lückenfüller entstehen vor allem, wenn du als Autor:in noch keine genaue Vorstellung vom Thema hast.
 
Etwas Recherche kann dir viel Inspiration und neuen Input liefern: Ein Absatz über einen interessanten Aspekt, den du recherchiert hast, bringt dich ein gutes Stück näher an die Mindestwortanzahl – komplett ohne inhaltsleere Platzhalter. Fasziniert dich ein Gesichtspunkt besonders, schaffst du es leichter, Inhalte spannend und überzeugend zu vermitteln. Interesse und Hintergrundwissen sorgen so von allein für einen guten Schreibfluss.
 
Inhaltliche Anstöße kannst du dir auch bei Tools wie AnswerThePublic, dem W-Fragen-Tool oder AlsoAsked holen. Sie geben dir einen genauen Überblick über die Suchanfragen, die Nutzer:innen den Suchmaschinen im Zusammenhang mit deinem Thema gestellt haben.

Mehrwert für die Leser:innen: klar, präzise und informativ schreiben

 
Stell alle Abschnitte deines Textes einzeln auf die Probe: Bereichern sie deinen Text? Ist die Information für deine Leser:innen wirklich interessant? Auf diese Weise lässt sich aufdecken, was nicht zum Thema passt, sich wiederholt oder keinen Mehrwert bietet. Wenn eine Aussage nicht über allgemein Bekanntes hinausgeht, wie „Ein Kühlschrank ist ein Küchengerät, das dazu dient, Lebensmittel zu kühlen“, dann weißt du: Dieser Teil ist zu viel.
 
Frag dich beim Schreiben: Was will ich eigentlich mit meinem Text erreichen? Welche Informationen möchte ich meinen Leser:innen vermitteln? Wovon will ich sie überzeugen? Je klarer und präziser du schreibst, desto leserfreundlicher ist dein Text – und desto höher ist die Chance, dass deine Botschaft ankommt.

Struktur- und Wortwiederholungen vermeiden

 
Wiederholungen sind ein sicherer Weg, um das Interesse der Leser:innen zu verlieren. Sie entstehen auf Wortebene, wenn bestimmte Ausdrücke oder Formulierungen auffällig oft im Text vorkommen. Fängt jeder Satz mit der gleichen Phrase an, wirkt der Text schnell monoton und die Leser:innen verlieren die Lust, weiterzulesen. Um für Abwechslung zu sorgen, kannst du Synonymwörterbücher wie das Woxikon nutzen: Fällt dir kein anderes Wort für einen häufig genutzten Begriff ein, schlägt es dir passende Alternativen vor.
 
Ähnlichkeiten kommen auch auf Satzebene vor, wenn bestimmte Satzstrukturen immer wieder auftauchen. Bei einem simplen Satzbau fällt das besonders auf. Ein Artikel, der dieselbe Konstruktion viele Male verwendet, wirkt ermüdend auf die Leser:innen, selbst wenn die Wörter abwechslungsreich gewählt sind. Ein Beispiel: „Ich ging zum Aquarium. Natalie war dort. Wir sahen uns die Fische an. Es war ein schöner Ausflug.“ Das vermeidest du, indem du die Sätze vielseitig gestaltest und beispielsweise mehrere Aussagen über Konjunktionen miteinander verknüpfst.


Floskeln vermeiden Beitragsbild 2: Nahaufname eines Tropfens, der in einer gelb-blau spiegelnden Wasseroberfläche Kreise zieht.

Besserer Lesefluss dank Pronomen

 
Pronomen helfen, Wortwiederholungen zu vermeiden. Du kannst sie nutzen, wenn das Subjekt schon genannt wurde und du dich darauf beziehen möchtest, ohne es wiederholen zu müssen. Hier ein Beispiel:
 
„Wenn Sie eine Rückerstattung Ihrer Krankenkasse für ärztlich geleistete Dienste, die Sie im Ausland in Anspruch genommen haben, beantragen, dann sollten Sie sicher sein, dass Sie genau wissen, welche Leistungen Ihre Krankenversicherung abdeckt, damit die Krankenversicherung keinen Gewinn aus Ihrem Krankenversicherungsfall schlagen kann.“
 
Dieselbe Information, mit weniger Worten und leser:innenfreundlicher ausgedrückt:

„Wenn Sie eine Rückerstattung für einen Arztbesuch im Ausland beantragen, prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Krankenkasse, sodass Sie alle Leistungen bekommen, die Ihnen zustehen.“
 
Sollten all diese Tipps nicht helfen, fang mit der Formulierung noch einmal von vorne an. Lösche den alten Satz komplett und überlege, was du genau sagen möchtest. Wenn du versuchst, deine Botschaft in so wenigen Worten wie möglich auf den Punkt zu bringen, fällt dir schnell eine bessere Formulierung ein. Je größer die Palette der Formulierungen ist, die du verwendest, desto ansprechender sind deine Artikel.

Nimm dir Zeit für das Korrekturlesen

 
Ist dein Artikel fertig geschrieben, mach eine kurze Pause und beschäftige dich eine Zeit lang mit einer anderen Aufgabe. So bekommst du den Kopf frei und kannst mit frischen Augen den Text noch einmal Korrektur lesen. Ein nützlicher Trick: Wenn du keine zweite Person zum Korrekturlesen hast, ändere kurz Schriftart und Schriftgröße, denn dadurch sieht der Text gleich ganz anders und neu aus. Du bemerkst Fehler und Wiederholungen, die du vorher vielleicht übersehen hast, und kannst sie direkt ändern oder streichen.
 
Außerdem fallen dir in diesem Schritt Formulierungen und Wörter auf, die besonders häufig vorkommen. Markiere dir diese Stellen beim ersten Durchlesen durch Unterstreichen oder eine andere Schriftfarbe. Nachdem du den Text einmal komplett durchgelesen hast, überarbeitest du diese Stellen gezielt: Besonders häufige Floskeln kannst du in Textverarbeitungsprogrammen über Strg+f suchen und sie durch Synonyme ersetzen oder komplett streichen.
 
Kostenlose Tools wie Wortliga erleichtern es dir, Floskeln und Wiederholungen zu finden.

Floskeln vermeiden und lebendig schreiben

 
Artikel voll mit Platzhaltern und Überflüssigem sind wie ein langatmiger Film – alles andere als unterhaltend. Dagegen sitzen deine Leser:innen bei einem interessant formulierten Text ohne Floskeln gebannt vor dem Bildschirm und lesen gerne weiter: Welche spannende Information wartet noch auf sie?
 
Wenn du Floskeln vermeiden möchtest, achte beim Schreiben auf diese Punkte:
 

  • Passende Inhalte recherchieren: Suche bei deiner Recherche nach spannenden Informationen, die deine Leser:innen besonders interessieren.
  • Kurz und klar formulieren: Halte dir beim Schreiben immer genau vor Augen, welche Botschaft du vermitteln willst und konzentriere dich darauf.
  • Auf den Mehrwert achten: Streiche Textpassagen, die deinen Leser:innen keinen Mehrwert oder anderen Nutzen bringen.
  • Keine häufigen Struktur- oder Wortwiederholungen: Formuliere deine Texte möglichst abwechslungsreich, damit die Leser:innen bis zum Ende am Ball bleiben. Das gelingt dir mit Synonymen und passenden Pronomen.
  • Texte Korrektur lesen: Nimm dir die Zeit, deine Texte nach einer Pause noch einmal Korrektur zu lesen und sie mit Tools zu prüfen. So findest du Floskeln, Füllwörter und -phrasen, die du vorher übersehen hast.


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