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Füllphrasen: Goldene Regeln gegen Texten im Überfluss

Nicht alles ist Gold, was ergänzt. Vielleicht kommt Ihnen das Folgende aus den Auftragsbeschreibungen bekannt vor: [Bitte vermeiden Sie Überflüssiges in Ihren Texten.] [Nutzen Sie keine Füllphrasen, um die Wortanzahl zu erreichen.] [Sorgen Sie für variierende Satzstrukturen und verwenden Sie Synonyme, um Abschnitte mit Aufzählungscharakter und Wortwiederholungen zu vermeiden.]

Auftraggeber wünschen prägnante Texte zu ihren Themen. Lesen Sie in dieser Academy, wie Sie hochkarätige Texte schreiben, ohne auf Platzhalter und Allgemeinplätze zurückzugreifen. Erhöhen Sie mit unseren Tipps Ihre Chance auf eine bessere Bewertung und machen Sie Ihre Texte Gold wert!

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen im Kino, knabbern teures Popcorn und teilen es sich sorgfältig ein, damit Sie bis zum Ende was davon haben. Sie schauen einen epischen Film – Drachen greifen eine Stadt an, die noble Krieger verteidigen – bis Sie etwas bemerken: Der Film zieht sich maßlos in die Länge und der Erzähler braucht ewig, um auf den Punkt zu kommen. Erzählt er tatsächlich schon seit 20 Minuten etwas, das Sie bereits in den ersten fünf verstanden haben? Und überhaupt, haben Sie wirklich acht Euro ausgegeben, um einen Film ohne wirkliche Handlung zu sehen?

Vielleicht kommt Ihnen das Folgende aus den Auftragsbeschreibungen bekannt vor: [Bitte vermeiden Sie Überflüssiges in Ihren Texten.] [Nutzen Sie keine Füllphrasen, um die Wortanzahl zu erreichen.] [Sorgen Sie für variierende Satzstrukturen und verwenden Sie Synonyme, um Abschnitte mit Aufzählungscharakter und Wortwiederholungen zu vermeiden.]

Platzhalter und Allgemeinplätze zu vermeiden ist nicht leicht. Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen helfen, Belangloses leichter als solches zu erkennen. So erhöhen Sie Ihre Chance auf eine bessere Bewertung:

Prüfen Sie jeden Satz

Stellen Sie alle Abschnitte Ihres Textes einzeln auf die Probe: Bereichern sie Ihren Text? Ist die Information für den Leser wirklich interessant? Auf diese Weise lässt sich aufdecken, was nicht zum Thema passt, sich wiederholt oder keinen Mehrwert bietet. Wenn eine Aussage nicht über allgemein Bekanntes hinausgeht, wie „Ein Kühlschrank ist ein Küchengerät, das dazu dient, Lebensmittel zu kühlen“, dann wissen Sie: Dieser Teil ist zu viel.

Nehmen Sie sich Zeit

Sobald Quantität über Qualität geht, machen sich schnell redundante Lückenfüller im Text breit.  Schreiben ist kein Wettlauf. Wenn Sie mehr Zeit für Ihre Artikel verwenden, wird das die Qualität steigern – und sich in Ihren Bewertungen widerspiegeln.

Sagen Sie, was Sie meinen – kurz und klar

Zu viele Angaben zur Modalität, zum Beispiel mit Intensitätspartikeln, wie etwa überaus, etwas, ganz und gar, lassen Sätze langatmig und starr wirken. So sollte ein Satz nicht aussehen: „Ich ging eigentlich ziemlich genau zu dem sehr guten Laden und kaufte fast geradezu ein wenig von den scheinbar völlig außergewöhnlich etwas reifen Früchten.“ Verständlich, dass es manchmal eine Herausforderung ist, die geforderte Wortanzahl zu erreichen, doch jedes irrelevante Wort verschleiert den eigentlichen Inhalt Ihres Textes.

Recherchieren Sie

Liegen zu den Aufträgen detaillierte Anweisungen und strikte Formatvorgaben vor, sind Füllphrasen in der Regel seltener ein Problem. In anderen Fällen ist viel Spielraum gelassen, um über das Thema zu schreiben. Belanglose Lückenfüller entstehen dann, wenn ein Autor versucht, über einen Zusammenhang zu schreiben, mit dem er nicht gut vertraut ist. Etwas Recherche kann viel neuen Input liefern: Ein Absatz über einen interessanten Aspekt, den Sie recherchiert haben, bringt Sie ein gutes Stück näher an die Mindestwortanzahl – komplett ohne inhaltsleere Platzhalter. Interesse und Hintergrundwissen sorgen für einen guten Schreibfluss – ganz von alleine.

Genuss durch Lesefluss

Wiederholungen sind ein sicherer Weg, um das Interesse des Lesers zu verlieren. Sie entstehen zum einen auf Wortebene, wenn ein Autor bestimmte Ausdrücke oder Formulierungen bevorzugt. Ein Artikel klingt monoton, wenn jeder Satz mit „des Weiteren“ beginnt. Wenn Ihnen kein äquivalentes Wort für den Begriff einfällt, den Sie schon gebraucht haben, dann verwenden Sie ein (Online-)Synonymwörterbuch. Mit jeder neuen Suche nach Synonymen bewegen Sie sich einen weiteren Schritt in Richtung Qualität. Ähnlichkeiten kommen zum anderen auch auf Satzebene vor, wenn bestimmte Satzstrukturen immer wieder auftauchen. Bei einem simplen Satzbau fällt das besonders auf. Ein Artikel, der dieselbe Konstruktion viele Male verwendet, wirkt ermüdend auf den Leser, selbst wenn die Wörter abwechslungsreich gewählt sind, wie etwa „Ich ging zum Aquarium. Natalie war dort. Wir tranken Saft. Es war prickelnd.“ Vermeiden lässt sich das, indem man die Sätze vielseitig gestaltet und eventuell mehrere Aussagen miteinander verknüpft.

Pronomen helfen, Wortwiederholungen zu vermeiden. Nutzen Sie sie, wenn das Subjekt bereits genannt ist und Sie sich auf dieses beziehen möchten. Hier ein Beispiel: „Wenn Sie eine Rückerstattung Ihrer Krankenkasse für ärztlich geleistete Dienste, die Sie im Ausland in Anspruch genommen haben, beantragen, dann sollten Sie sicher sein, dass Sie genau wissen, welche Leistungen Ihre Krankenversicherung abdeckt, damit die Krankenversicherung keinen Gewinn aus Ihrem Krankenversicherungsfall schlagen kann.“ Dieselbe Information, mit weniger Worten und eloquenter ausgedrückt: „Wenn Sie eine Rückerstattung für einen Arztbesuch im Ausland beantragen, prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Krankenkasse, sodass Sie alle Leistungen bekommen, die Ihnen zustehen.“ Je größer die Palette der Formulierungen ist, derer Sie sich bedienen, desto ansprechender sind Ihre Artikel.

Die beste Motivation kommt von Ihnen selbst

Die Messlatte hochzuhängen ist der vielversprechendste Weg, um exzellente Artikel zu verfassen. Rufen Sie sich ins Gedächtnis, dass Sie für alles, was Sie einreichen, Feedback bekommen und dass Sie für Kunden schreiben, die Sie zufriedenstellen wollen, oder dass Sie vergütet werden – all das kann Ihr Ansporn sein, sich ins Zeug zu legen. Nichts wird Ihr Schreiben mehr verbessern als Ihre eigenen Bemühungen. Das bedeutet nicht, dass Sie über sich hinauswachsen müssen: Vertrauen Sie Ihrem Sprachgefühl und bleiben Sie bei Ausdrücken, deren Bedeutung Ihnen geläufig ist.

Ein Artikel voll mit Platzhaltern und Überflüssigem ist wie ein langatmiger und öder Film: Sein schleppender und abwegiger Plot verhindert jegliche Unterhaltung, im besten Fall schlafen Sie im Kino einfach ein. Dagegen lässt Sie ein Text ohne Platzhalter und Worthülsen aufrecht in Ihrem Kinosessel sitzen, die Finger in die gepolsterten Armlehnen gekrallt, was passiert als nächstes Spannendes? Sie brauchen sich nicht einmal Ihr Popcorn einteilen – es steht unbeachtet neben Ihnen.

Machen Sie ganz großes Kino aus Ihren Texten! Wir wünschen viele abwechslungsreiche Themen und drücken die Daumen für ein glänzendes Happy End.

 


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