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Content-Strategie auf Social Media: Gut vernetzt mit Xing

In Zeiten des drohenden Fachkräftemangels ist eine Präsenz auf Xing essenziell. Bevor Sie an die Planung konkreter Inhalte gehen, prüfen Sie zunächst, wie Sie Xing in Ihrer Social Media-Strategie und Ihrer Content-Planung am besten verorten.

Netzwerk


Das Netzwerk für berufliche Kontakte „Open Business Club“, kurz OpenBC, wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Drei Jahre später benannte er die erfolgreiche Plattform in Xing um. 2013 ging Xing an die Börse.

In der DACH-Region hatte Xing im ersten Quartal 2017 knapp 13 Millionen Mitglieder, davon fast eine Million zahlende Nutzer. Diese große Zahl potenzieller Kontakte können Sie beim Aufbau Ihres Netzwerkes nutzen.

Ende der 1960er Jahre prägte der US-amerikanische Universitätsprofessor Stanley Milgram die Bezeichnung „Kleine-Welt-Phänomen“. Der Begriff soll erklären, dass sich zwei beliebige Menschen auf der Welt über durchschnittlich sechs Zwischenschritte kennen. Xing verdeutlicht diese Kette. Ein Beispiel: Sie schauen sich auf Xing das Profil von Jutta an, mit der Sie noch nicht in direktem Kontakt stehen. Es werden Ihnen gemeinsame Kontakte angezeigt. Sie sehen, dass Ihr Kollege Peter Jutta von einer früheren Tätigkeit kennt oder zwischen ihm und Jutta noch Harald zwischengeschaltet ist, der mit Jutta für den Marathon trainiert. Mit der Information über zwischengeschaltete Kontakte kommen Sie leichter mit Menschen in Kontakt als über eine Kaltakquise.

Welche Formen der Mitgliedschaft bietet Xing?

 
Bei Xing sind sowohl Privatpersonen als auch Selbstständige und Unternehmen Mitglied. Durch die wechselseitige Kontaktaufnahme dient Xing als soziales Netzwerk, in dem die Nutzer ihre beruflichen und privaten Kontakte bequem verwalten. Bei der Kontaktaufnahme bestimmen die Mitglieder individuell, welche privaten oder beruflichen Kontaktdaten das jeweils andere Mitglied angezeigt bekommt.

Private Nutzer können die Plattform im Rahmen der kostenfreien Basis-Mitgliedschaft kennenlernen. Für die vollständige Palette an Funktionen wird eine der zahlungspflichtigen Mitgliedschaften nötig. Mit der kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft sehen Sie, wer Ihrem Profil wann einen Besuch abstattet. Zudem können Premium-Mitglieder ein umfangreiches berufliches Portfolio mit Texten, Fotos und Videos anlegen, um sich und ihre Fähigkeiten darzustellen. Daneben ist es mit der zahlungspflichtigen Variante einfacher, andere Mitglieder zu suchen und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Xing-Mitglieder können sich in Gruppen mit gemeinsamen beruflichen oder privaten Interessen zusammenschließen. Moderatoren verwalten die Gruppen und legen gruppeninterne Spielregeln fest. Es kann dabei z. B. um einen fachlichen Austausch zu einem IT-Thema gehen, sich aber auch um eine Gruppe von Menschen handeln, die sich zu gemeinsamen Wanderungen zusammenfinden.

Veranstaltungen können Sie über Xing ebenfalls bequem verwalten. Ein solches Event lässt sich unkompliziert anlegen – potenzielle Teilnehmer sind mit einem Zusageklick dabei.

Employer Branding mit Xing

 
Xing eignet sich besonders für das Employer Branding, also für die Stärkung der Arbeitgebermarke. Ähnlich wie bei den Arbeitnehmern gibt es auch für Unternehmen unterschiedliche Formen der Mitgliedschaft. Es geht mit einem kostenfreien Gratisprofil los und erstreckt sich bis zum hochwertigen Employer-Branding-Profil. Aufgrund der Preisgestaltung bietet sich diese Mitgliedschaft jedoch nur für etwas größere Unternehmen an, die regelmäßig neue Mitarbeiter rekrutieren. Unabhängig von der Variante sollten Unternehmen und Selbstständige das Impressum nicht vergessen.

Bedenken Sie: Mitarbeiter sind Markenbotschafter, die Ihrem Unternehmen mit Nähe, Offenheit und Authentizität ein sympathisches Auftreten verleihen. Bereits bei der kostenfreien Mitgliedschaft des Unternehmens werden dessen Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber zugeordnet. Das setzt voraus, dass die bei der Nennung des Unternehmens Beschäftigten die korrekte Schreibweise verwenden. Erwähnen Sie diesen Aspekt in Ihren Social Media-Guidelines. Bieten Sie zudem für interessierte Mitarbeiter mit wenig Erfahrung in Social Media eine Schulung zu Xing an. Diese kann persönlich erfolgen oder Sie stellen ein Schulungsvideo, etwa im Intranet, bereit. Erklären Sie Ihren Mitarbeitern den Nutzen von Xing und zeigen Sie, was sie eintragen müssen, um korrekt mit dem Unternehmensprofil verknüpft zu werden. Durch eine kurze Recherche auf Xing können Sie zudem überprüfen, ob frühere Beschäftigte sich fälschlich noch als Ihre Arbeitnehmer ausgeben.

Content-Planung für Xing

 
Bevor Sie an die Planung konkreter Inhalte gehen, prüfen Sie zunächst, wie Sie Xing in Ihrer Social Media-Strategie und Ihrer Content-Planung am besten verorten. Wie kann Xing Ihre Unternehmenskommunikation sinnvoll unterstützen und die bereits existierenden Social Media-Kanäle ergänzen? Benennen Sie zudem einen Verantwortlichen für den Xing-Kanal sowie einen Stellvertreter.

Sie müssen nicht unbedingt sofort Content für Xing kreieren, sondern können zunächst Inhalte Ihrer bestehenden Plattformen nutzen. Verweisen Sie etwa auf Ihren Corporate Blog sowie aktuelle Ausgaben Ihres Newsletters oder Pressemitteilungen. Außerdem ist Xing dazu prädestiniert, dort regelmäßig Stellenanzeigen und weitere Unternehmensneuigkeiten zu veröffentlichen. Schauen sich Bewerber auf Xing die Präsenz eines potenziellen Arbeitgebers an, wirkt es positiv, wenn dieser regelmäßig relevante Neuigkeiten veröffentlicht. Es kann sich dabei um eigene oder kuratierte Beiträge handeln. Die Beiträge sollten in einem Zusammenhang mit Ihren Produkten und Dienstleistungen stehen, zugleich aber für Ihre Leser relevant, informativ und unterhaltsam sein.

Mit dem kostenpflichtigen Employer Branding-Profil können Sie für Ihr Unternehmen zusätzlich Bilder, Präsentationen oder Videos einbinden. In dem Profil präsentieren Sie die Themen und Werte Ihrer Organisation sowie Ihre Mitarbeiter. Die Inhalte sollten authentisch sein und einen echten Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Reine Werbebotschaften werden in Zeiten von Social Media durchschaut und stoßen auf wenig Interesse oder sogar Kritik. Sorgen Sie also für eine gute Mischung aus Information und Unterhaltung.

Insbesondere die Generationen Y und Z konsumiert gerne Videos. Ein ansprechendes Video kann Ihre Employer Branding-Aktivitäten also unterstützen. Wenn Sie ausbilden, könnten Sie etwa Ihren Auszubildenden ermöglichen, einen kleinen Film zu drehen. Dabei geben Sie nur die groben Rahmenbedingungen vor, damit die jungen Mitarbeiter ein authentisches Bild der Ausbildung in Ihrem Haus zeigen.

Auch das Gründen und Moderieren einer Gruppe auf Xing oder das Mitwirken in einer bestehenden Gruppe kann für Unternehmen interessant sein. Sie können sich fachlich austauschen, Ihre Expertise zeigen und werden auf potenzielle Geschäftspartner, Kunden oder Mitarbeiter aufmerksam. Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter, in solchen Gruppen aktiv zu werden. Dabei muss aber klar erkennbar getrennt werden, welche Aussagen sie privat tätigen und welche als Beschäftigte Ihres Unternehmens.

Beispiele aus der Unternehmenspraxis

 
Die Commerzbank zeigt auf Xing einerseits zahlenbasierte Informationen und andererseits ihre Mitarbeiter in ansprechenden Videos. Auf diese Weise verknüpft sie einen seriösen Auftritt mit dem nötigen persönlichen Touch.
 
Auftritt der Commerzbank auf XING
Commerzbank auf Xing
 

Ein weiteres schönes Beispiel für einen gelungenen und informativen Blick hinter die Kulissen ist der Abfüllspezialist Krones AG. Die Krones AG veröffentlicht regelmäßig neue und abwechslungsreiche Beiträge auf Xing. Durch den gelungenen Auftritt in sozialen Netzwerken erreichte der Spezialanbieter einen hohen Bekanntheitsgrad.

 
Auftritt der Krones AG auf XING
Krones AG auf Xing

Xing und kununu

 
In vielen Lebensbereichen orientieren sich Menschen an Bewertungen. Vor der Buchung eines Hotels oder dem Kauf eines Fernsehers schauen sie, wie andere Konsumenten diese Ware oder Dienstleistung einschätzen. Das gilt selbstverständlich auch für die deutlich weitreichendere Entscheidung über einen Jobwechsel.

2013 übernahm Xing die österreichische Bewertungsplattform kununu. Das Unternehmens-Profil integriert seither die Bewertungen des Arbeitgebers durch Mitarbeiter und Bewerber. Zusätzlich zeigen Xing und kununu eine Übersicht der Leistungen, wie beispielsweise die betriebliche Altersversorgung oder das Jobticket.

Fazit

 
In Zeiten des drohenden Fachkräftemangels ist eine Präsenz auf Xing essenziell. Bewerber informieren sich auch auf der Website eines Unternehmens, aber der kurze Blick in Xing ist bequem und bietet authentische Einblicke. Daher sollten Sie sich dort ansprechend präsentieren und mit aktuellen und relevanten Inhalten punkten. Achten Sie darauf, dass Ihre Mitarbeiter durch korrekte Schreibweise Ihrem Unternehmen zugeordnet werden.

Wie Sie mit relevantem Content auf Facebook punkten, lesen Sie hier. Tipps für Ihre Content-Strategie auf Instagram finden Sie hier. Wie Sie Twitter für Ihr Content-Marketing nutzen können, erfahren Sie hier.


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Kommentare

Micha Kandziora 6. Juli 2017 - 9:54

Das Employer Branding Profil schlägt mit stolzen 395,00 Euro pro Monat zu Buche. Für viele kleinere und mittlere Unternehmen ist das einfach zu teuer – und daher uninteressant. Denn sonst bietet Xing ja auch nicht wirklich viel.

Antworten

FreDie 20. Juli 2017 - 15:49

Neben dem EBP, dessen Preis sich nach der Mitarbeiterzahl des Unternehmens richtet, gibt es die Möglichkeit vorerst ein kostenloses Basis-Profil anzulegen, das alle grundlegenden Informationen enthält. Völlig ausreichend, damit auch kleinerer Unternehmen sich sichtbar machen können und zumindest über einen Auftritt verfügen.

Antworten

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