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Was Sie über die 3 größten Video-Trends 2017 wissen müssen

Gutes Video-Marketing wird in der Content-Marketing-Strategie immer wichtiger. Diese 3 Video-Trends sollten Sie in diesem Jahr unbedingt auf dem Schirm haben.

Als Makler dem Kunden in der Ferne mal schnell die potentielle neue Wohnung präsentieren, in Echtzeit das neue Software-Feature erklären oder gleich ein ganz neues Produkt vorstellen: Auch wenn Texte für gutes Content-Marketing unverzichtbar sind, eignen sich Videos manchmal noch besser. Etwa, um visuelle Eindrücke zu vermitteln oder um komplexe Vorgänge anschaulich darzustellen.

Spätestens seit der Einführung von YouTube ist der Bereich Video immer bedeutender geworden. Und auch 2017 werden neue spannende Formate zur Kommunikation mit Kunden oder Freunden die Videoklickraten steigen lassen. Wir wollen daher einen Blick auf drei der spannendsten Video-Trends werfen und zeigen, welche Möglichkeiten sie bieten und worauf man bei der Produktion achten sollte.

1. Live-Videos

Live-Videos bieten viele Einsatzmöglichkeiten und lassen sich dadurch perfekt in jeder Content-Marketing-Strategie verankern. Die Möglichkeit, direkt mit dem Nutzer zu kommunizieren und auf ihn reagieren zu können, schafft neue Video-Formate und erweitert bestehende. Tutorials oder Produktvorstellungen können so um interessante Optionen ergänzt werden. Darüber hinaus kann die Exklusivität von Live-Events ihren eigenen Werbeeffekt mit sich bringen.

Moderatorin eines Livestream-Videos
Periscope bietet die Möglichkeit, sich per Livestream an die Welt zu richten.
Quelle: https://www.periscope.tv/w/1dRKZXgWoodJB?q=BBC

Von Facebook Live über Periscope bis hin zu YouTube-Livestreams: Viele soziale Netzwerke bieten inzwischen die Möglichkeit, Live-Videos zu senden, die sich für eine Vielzahl an Formaten einsetzen lassen. Hier ein Überblick:

  • Live-Sprechstunde: Nicht nur für Ärzte sind regelmäßige Sprechstunden eine Möglichkeit, Menschen zu helfen. Jedes Unternehmen kann mithilfe von Live-Videos seinen Nutzern eine Art Real-Time-FAQ anbieten. Mit einer regelmäßigen Frage-und-Antwort-Stunde können drängende Fragen beantwortet und eine engere Bindung zum Kunden aufgebaut werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa Google-Mitarbeiter John Mueller mit seinen Google Webmaster Hangouts.
  • Produktpräsentation: Was Apple Jahr für Jahr in einer „glamourösen“ Show aufzieht, können mithilfe von Live-Videos auch wesentlich kleinere Unternehmen. Das Format bietet sich an, um (neue) Produkte zu präsentieren – insbesondere Produkte, die Augen und Ohren gleichermaßen ansprechen. Gute Beispiele dafür sind etwa Reiseziele oder Immobilien. Die Live-Komponente erlaubt direkte Rückfragen und hilft dadurch auch dem Unternehmen, ein Gefühl für die Bedürfnisse der eigenen Kunden zu bekommen.
  • Tutorials: Tutorials sind eine gute Möglichkeit, um Kunden zu helfen und dabei mehr über ihre Probleme mit den eigenen Produkten zu erfahren. In einem Live-Tutorial können Unternehmen zeigen, was in ihren Produkten oder Services steckt und so gleichzeitig Interessenten überzeugen und Rückfragen beantworten.
  • Webinare: Live-Webinare sind nicht neu, trotzdem dürften sie auch in diesem Jahr ein gern verwendetes Mittel im Content-Marketing sein. Webinare bieten die Chance, gezielt mit neuen Nutzern in Kontakt zu treten, die eigene Markenbekanntheit zu steigern und als Experte wahrgenommen zu werden. Dazu bedarf es vor allem eines interessanten Themas und guter Werbemaßnahmen im Vorfeld.

Worauf Sie achten sollten:

  • Die passende Plattform für die Zielgruppe wählen: Nicht auf jeder Plattform erreicht man jeden Nutzer. Achten Sie darauf, den zu Ihrer Zielgruppe passenden Kanal zu wählen. Von Facebook bis GoToMeeting – die Möglichkeiten sind vielfältig.
  • Live-Videos funktionieren auch ohne aufwendige Technik: Sie benötigen kein vollausgeleuchtetes Videostudio, um ein erfolgreiches Live-Video zu drehen. Authentizität und Ausstrahlung sind für viele Formate oft wichtiger. Entscheiden Sie abhängig vom Ziel und der Zielgruppe, die Sie erreichen möchten, wie professionell Ihre Sendung sein soll.
  • Gute Vorbereitung ist wichtig: Live-Videos erreichen die Nutzer in Echtzeit. Es gibt also keine Möglichkeit, Fehler zu korrigieren. Sollten Sie über Live-Videos mit Ihrer Zielgruppe kommunizieren, bereiten Sie sich gut darauf vor. Egal ob unangenehme Rückfragen oder peinliche Wissenslücken: Einmal gemachte Fehler können im schlimmsten Fall fatale Konsequenzen haben. Versuchen Sie also, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

2. 360°-Videos

Videos in 360°-Ansicht erlauben faszinierende und vor allem ungewohnte Einblicke. Gleichzeitig geben sie dem Zuschauer die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was er sehen möchte und worauf er sein Hauptaugenmerk legt.

360°-Videos können nicht nur eindrucksvoll, sondern auch sehr hilfreich sein. Wie auch Virtual-Reality-Software lassen sie den Nutzer in eine „begehbare“ und detaillierte Welt eintauchen. Richtig eingesetzt können Unternehmen 360°-Videos verwenden, um Kunden und Nutzern Inhalte mit unterhaltsamen und hilfreichen Information zu präsentieren – prädestiniert also für gutes Content-Marketing. 360°-Videos eignen sich besonders …

  • … um spezielle Produkte darzustellen: Zur Präsentation komplexer Produkte ist der Einsatz von 360°-Videos ideal: Durch den Rundumblick liefern die Videos eine große Informationsmenge, durch die das Produkt direkter erlebbar wird. Reiseunternehmen können so etwa Reisedestinationen oder Hotelzimmer anschaulich präsentieren. Auch Freizeit- und Outdoor-Produkte wie Mountainbikes oder Skier lassen sich auf faszinierende Weise darstellen.
  • Die außergewöhnlichen Einblicke machen die Clips nicht nur sehr unterhaltsam, der Zuschauer beschäftigt sich durch die Interaktionsmöglichkeit auch tiefergehend mit dem Inhalt des Videos und baut im Idealfall eine stärkere Bindung zur Marke auf. Indem Marketingabteilungen sich den Spieltrieb des Zuschauers zunutze machen, sorgen sie für höhere Aufmerksamkeit für ihr Produkt, wie es etwa der 360°-Trailer des Films „Das Dschungelbuch“ vormacht.

  • … für Reportagen, Dokumentationen und exklusive Einblicke: Dem Zuschauer Zugang zu verborgenen, geheimen oder schwer erreichbaren Orten zu geben, funktioniert bereits in Filmen, TV-Sendungen oder Fotostrecken hervorragend. Der Erfolg von Doku-Reihen wie „Planet Erde“ zeigt deutlich, wie groß das Interesse an exklusiven Einblicken ist, wenn sie ansprechend aufbereitet sind.
  • 360°-Videos bieten die Möglichkeit, Inhalte so zu gestalten, dass sie zum Hingucker werden und den Zuschauer begeistern. Große Konzerne wie Facebook mit ihrem 360°-Live-Video-Kanal haben das längst verstanden. Aber auch für kleine Unternehmen können sich Reportagen oder Dokumentationen in 360°-Optik lohnen, schließlich hat jedes Unternehmen eigene Geschichten zu erzählen, die für die jeweilige Zielgruppe interessant sein können. So können etwa die Produktions- oder Redaktionsräume eines Unternehmens oder eine Brennerei in Virginia die Quelle für interessante Reportagen sein.

Worauf Sie achten sollten:

  • Außergewöhnliche Idee oder eindrucksvolles Setting:360°-Videos leben vom Effekt. Sie bedürfen also eines interessanten Schauplatzes oder einer zum Format passenden Idee.
  • 360°-Video eines Downhill-Skateboarders
    Ein Downhill-Ride bietet sich als Idee für ein 360°-Video geradezu an. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=IpjyW_xdDrY

  • 360° ausnutzen: Ein normales Video mit einer 360°-Kamera aufzuzeichnen und auf Erfolg zu hoffen, ist wenig sinnvoll. Wer ein 360°-Video produziert, der sollte die Möglichkeiten dieses Formats ausnutzen. Der Zuschauer muss in jeder Himmelsrichtung etwas Interessantes entdecken können. Vergessen Sie aber nicht, dabei geschickt seine Aufmerksamkeit zu lenken indem Sie interessante Akzente setzen.

3. Snackable Content auf Social Media

Videos über soziale Netzwerke zu veröffentlichen ist nichts Neues. Doch mit Kanälen wie Snapchat oder Instagram, die ihre Funktionen stetig erweitern, entwickelt sich die Video-Kommunikation über Social Media ständig weiter. Ob Instagram Stories oder Snapchat Gruppenchats, viele Plattformen bieten immer wieder Features, mit denen die User auf eine neue Art angesprochen werden können. Clevere Marketer nutzen die Kanäle, um kreative Ideen umzusetzen.

Immer mehr Unternehmen steigen beim Marketing über Snapchat und Co. ein oder professionalisieren ihre Kampagnen auf den Plattformen – ein Trend, der sich gewiss weiter fortsetzen und verstärken wird. Die (Bewegt-)Bild-Apps bieten großes Potenzial. Gerade hinsichtlich Snackable Content, – also kurzen, leicht zu konsumierenden Inhalten – können die neueren Plattformen eine echte Ergänzung jeder Content-Strategie sein. Doch auch ältere Social-Media-Kanäle wie Facebook und YouTube haben ihre Stärken, wenn es um Videos geht – etwa die große Reichweite. So bieten alle Plattformen großartige Möglichkeiten für verschiedene Snackable-Content-Formate:

  • Storytelling: Auch wenn es bereits 2016 (und eigentlich schon immer) ein Buzzword war, gute Geschichten zu erzählen wird auch 2017 nicht langweilig werden. Plattformen wie Snapchat oder Instagram stellen für das Storytelling viele Funktionen bereit und bieten die Chance, auch neue Zielgruppen zu erschließen. Mithilfe kurzer Videoschnipsel Geschichten zu erzählen, könnte eines der großen Trendthemen in diesem Jahr werden. Ein erfolgreiches Beispiele hierfür, weniger zu Marketing- als zu Aufklärungszwecken, lieferte in der Vergangenheit etwa die New Zealand Transport Agency:
  • Tutorials: Kurze Video-Tutorials bieten großes Potenzial, wenn sie gut gemacht sind. How-to-Anleitungen oder kurze Rezepte in Video-Form wie die von Tasty informieren und unterhalten den User gleichzeitig. Die Clips zielen dabei auf die kurze Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers in Zeiten großer Content-Massen ab. Da sie insbesondere in den Newsfeeds sozialer Netzwerke veröffentlicht werden, sind sie prädestiniert dafür, virale Erfolge zu erzielen.
  • Virale Fun-Videos: Bereits in den vergangenen Jahren feierten Unternehmen auf verschiedenen Plattformen immer wieder Marketingerfolge mit kurzen Fun-Clips. Gatorade etwa nutzte Snapchat, um Menschen im eigenen Produkt zu baden und konnte so einen viralen Hit landen. Auch im aktuellen Jahr werden kurze Videos, die den Nutzer unterhalten und zum Mitmachen und Teilen anregen, wohl ein wichtiges Content-Marketing-Format sein.

Worauf Sie achten sollten:

  • Zur Plattform passende Inhalte und Gestaltung: Jeder Kanal hat seine besonderen Eigenheiten und seine spezifische Nutzergruppe. Wer Länge, Format und Inhalt seines Videos nicht an die jeweiligen Plattformen anpasst, hat schlechte Chancen, seine Nutzer zu erreichen. Snackable Videos auf Facebook etwa sollten in der Regel auch ohne Ton funktionieren. Für mobile Plattformen wie Snapchat wiederum verwendet man am besten vertikal gefilmte Videos.
  • Kreativität und Interaktivität: Bei Snackable Video-Content – also kurzen Videos mit viralen Eigenschaften – ist die Kreativität ein entscheidender Faktor, der weit über dem Faktor Qualität steht. Gerade Plattformen wie Instagram oder Snapchat laden dazu ein, kurze Clips zu erstellen, die durch eine clevere Idee überzeugen, obwohl sie sehr einfach gestaltet sind. Interessante Beispiele dafür finden sich auch auf der Plattform Vine, die jedoch inzwischen eingestellt wurde. Beziehen die Macher solch cleverer Clips zusätzlich den Nutzer mit ein und gestalten ihre Videos interaktiv (wie etwa Gatorade im Beispiel oben), dann steigt die Chance auf einen kleineren oder größeren Marketingerfolg gewaltig.

Video-Trends 2017: Die Video-Spielwiese wächst

Videos werden wichtiger und werden sich auch 2017 weiter verbreiten. Die Vielzahl unterschiedlicher Plattformen und immer neuer Formate bieten große Chancen und viel Raum zum Probieren und Experimentieren. Live-Videos, 360°-Filme oder Snackable Video-Content sind da nur drei spannende Formate, die in den kommenden Monaten wohl noch für Aufsehen sorgen werden. Für Marketingabteilungen wird Video-Content auch zukünftig eine spannende Spielwiese zu sein und sollte daher fester Bestandteil jeder Content-Marketing-Strategie sein.

 

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Kommentare

waldfee82 15. Mai 2017 - 10:14

Sehr guter Artikel – Vielen Dank Textbroker.

Antworten

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