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Frei vom Algorithmus: deinen Content auf Facebook pushen

Content-Marketing auf Facebook ist kein Fels in der Brandung – es ist die Brandung. So unberechenbar und wandelbar wie die tosende Flut wirkt der Social-Media-Gigant auf Marketingabteilungen. Schließlich ändert das US-Unternehmen gern einmal seinen Algorithmus und unterspült damit so manche Content-Strategie. Doch ganz ehrlich: Wer sich starr gegen den Ozean stellt, wird nun mal Opfer der Gezeiten. Modernes Social-Media-Marketing bedeutet, auf den Wellen zu gleiten und den aktuellen Strömungen zu folgen. Anpassungsfähigkeit und Flexibilität sind gefragt.

Facebook-Content


Facebook ändert beispielsweise regelmäßig seine Regeln zur Berechnung der organischen Reichweite gegenüber der bezahlten Reichweite. Entsprechend stellten viele Betreiber von Facebook-Auftritten einen Rückgang ihrer organischen Reichweite fest. Auch werden Beiträge inzwischen anders gefiltert und User bekommen längst nicht mehr von allen Freunden und Seiten, denen sie folgen, die gleiche Menge an Beiträgen gezeigt. Stattdessen errechnet die Plattform anhand vermeintlicher Vorlieben, welche Inhalte individuelle Nutzer zu sehen bekommen. Viele dieser Änderungen dienen natürlich dazu, den Account-Inhabern entgegenzukommen, die auf Facebook bezahlte Werbeanzeigen und sonstigen Content schalten, für den sie Geld auf den Tisch gelegt haben.

Das heißt jedoch keineswegs, dass du jetzt nur noch über bezahlte Inhalte mit deiner Zielgruppe in Kontakt treten und neue Follower hinzugewinnen kannst. Du solltest nur einfach mit Facebooks Strom schwimmen oder andere Alternativen suchen. Im Folgenden zeigen wir dir verschiedene lukrative Möglichkeiten auf, damit der Facebook-Algorithmus dir zukünftig keine Kopfschmerzen bereitet.

Zur Übersicht: Wie der Facebook-Algorithmus funktioniert

 
Vorweg ist zu erwähnen: Wie genau seine Algorithmen funktionieren, wissen wohl nur Marc Zuckerberg und sein innerster Kreis. Auch wenn Facebook hier nicht transparent ist versuchen uns anhand der veröffentlichten Informationen dennoch an einer Annäherung.

Seit einer Weile versucht Facebook, im Voraus zu erkennen, mit welchen Inhalten du oder deine Follower bevorzugt interagieren würden. Dir angezeigte Inhalte werden also nicht zufällig aus der ungeheuren Masse täglich veröffentlichter organischer Beiträge ausgewählt, sondern entsprechend deiner Interessen gefiltert. Auch die Inhalte von Freunden oder Familienmitgliedern bekommen eine höhere Priorität. Interaktionen wie Likes, Kommentare oder das Teilen von Beiträgen sollten immer noch starke Auswirkungen auf deren Reichweite haben.

Des Weiteren sollen Qualität und Authentizität von Beiträgen Beachtung für die Wertung durch Facebook erhalten. Je mehr Nutzer einen Beitrag ausblenden, desto mehr geht Facebook davon aus, dass es sich dabei um einen nicht-authentischen Inhalt handelt. Du sorgst also besser grundsätzlich dafür, dass deine Posts den Usern gefallen und als nützlich, unterhaltsam und verlässlich empfunden werden. Nur so wirst du weiterhin einen hohen Platz im Newsfeed deiner Follower behalten.

Eine gewisse Ähnlichkeit zu erfolgreichen Konkurrenten kann auch von Nutzen sein. Haben deine Fans Gemeinsamkeiten mit den Followern von Spitzen-Accounts, welche deine Zielgruppe häufig aufsucht, könnte Facebooks Algorithmus ihnen deshalb auch dein Angebot häufiger anzeigen.

Im Mobilbereich kann die Netzgeschwindigkeit Auswirkungen auf das Filtern von Beiträgen haben. Langsam ladende Inhalte könnten dabei ganz ans Ende der angezeigten Liste rücken. Grundsätzlich empfiehlt es sich also, schnell ladende Inhalte zu posten, also beispielsweise für die Webanzeige optimierte Bilder mit geringen Dateigrößen zu verwenden.
 
Facebook-Algorithmus

Es muss ja nicht immer Facebook sein

 
Die wenigsten User sind ausschließlich auf Facebook unterwegs. Zielgruppenorientiertes Content-Marketing kannst du deshalb auch auf andere Plattformen ausdehnen.

Zum Beispiel ist Instagram innerhalb weniger Jahre zu einem der beliebtesten Social-Media-Kanäle aufgestiegen. Fotos – häufig auch mit dem Smartphone aufgenommen – machen den Schwerpunkt der Kommunikation aus. Meist werden die Bildinhalte in Verbindung mit knappen Beschreibungen oder Kommentaren gepostet. Doch Instagram ermöglicht genau wie Facebook bis zu 2.000 Zeichen Text. Übrigens: Instagram-Konten lassen sich mit Facebook verbinden.

Der Kurznachrichtendienst Twitter kann deine Content-Strategie ebenfalls unterstützen. Zwar stehen dir hier nur 280 Zeichen zur Verfügung und die Content-Lebensdauer ist nicht lange, doch für kurz und knackig formulierte Hinweise oder Tipps zu deinen anderen Kanälen reicht es allemal. Bedenke, dass alle Links, die du setzt, von dieser Zeichenzahl abgezogen werden.

YouTube ist die Plattform der Wahl für Video-Inhalte. Zum einen kannst du hier einen Kanal mit eigenen Abonnenten aufbauen, diese zum Teilen der Clips animieren und deine Filme selbst in den sozialen Medien teilen. Zum anderen lassen sich die von der Plattform bereitgestellten Codes nutzen, um Videos auf Internetseiten einzubinden.

Deine eigene Internetseite sollte mit großer Sorgfalt zum Ankerpunkt deines Online-Marketings werden. Denn hier kann dir niemand reinreden oder deine Beiträge mit neuen Algorithmen traktieren. Die optische und inhaltliche Gestaltung sowie die Auswahl und Anzeige der Inhalte bleibt ganz allein dir überlassen.

Newsletter-Marketing und gepflegtes E-Mail-Schreiben gehören schon lange zum Online-Marketing-Handwerkszeug. Lade Interessenten, Follower und Kunden ein, sich für deine E-Mail-Listen anzumelden. So kannst du zu von dir festgelegten Zeitpunkten per Mail informative Newsletter versenden und sicher sein, dass alle Nutzer, welche diese Inhalte interessieren, sie auch zu sehen bekommen.

Die neuen starken Kanäle: Messenger und Chats

 
Messenger-Dienste haben für eine Renaissance des guten alten Online-Chats gesorgt. Programme wie WhatsaApp, Snapchat oder der Facebook-eigene Messenger werden in großem Umfang für geschäftliche und private Unterhaltungen und Terminabsprachen genutzt. Mühelos lassen sich dort geschlossene Gruppen zu gemeinsamen Interessen oder Gesprächsthemen einrichten.

Dementsprechend ist auch das Messenger-Marketing auf dem Vormarsch. Gelingt es dir, deine Kundschaft zur Mitgliedschaft in deinen Messenger-Gruppen zu bewegen, kannst du sie auf diesem Wege gezielt mit Bildern, Links und Textnachrichten zu neuen Angeboten oder Aktionen versorgen. Diese Inhalte werden von keinem Algorithmus gefiltert und erreichen zu hundert Prozent deine Zielgruppe. Allerdings werden sie auch keinem Nutzer außerhalb der Chats angezeigt. Um User auf die exklusive Kommunikation im Messenger aufmerksam zu machen, solltest du diese also auf deinen sonstigen Kanälen und Auftritten bewerben.
 
Zielgruppenorientierung

Verschiedene Content-Strategien für Facebook

 
Facebooks Algorithmen sollen bezahlte Inhalte bevorzugen, weshalb du mit Facebook-Ads gezielte Werbekampagnen fahren kannst. Überlege also, ob manche deiner Inhalte es wert sind, dafür einige Euro auszugeben, um sie einem größeren Publikum und vor allem auch neuen Usern zugängig zu machen.

Rabattaktionen oder Gewinnspiele gehören zu den lohnenden Content-Varianten für Facebook-Ads. Bei einem ausreichend großen Follower-Stamm können diese Aktionen jedoch auch über organischen Content große Reichweite erzielen. Vor allem rentable Gewinnspiele mit interessanten und nützlichen Preisen werden gern mit dem Freundeskreis geteilt. Es ist allerdings seitens Facebook nicht erlaubt, seine Follower zum Teilen von Beiträgen aufzufordern. So darfst nur nach Likes und Kommentaren fragen, das Teilen der Aktionen kommt dann – im Optimalfall – von selbst zustande.

Grundsätzlich gilt für alle Beiträge: Je höher der Interaktionsgrad, desto besser. Du hast es selbst in der Hand, wie aktiv und kommunikativ du mit deiner Fangemeinde umgehst. Antworte schnell und kompetent auf Anfragen und Kommentare. Nutze das Feedback, um dein Angebot stetig zu verbessern und nach dem Geschmack der Zielgruppe zu gestalten. Ratgeber, Tutorials und sonstige nützliche Inhalte sind für organische Reichweite mehr wert als platte Statusmeldungen oder reine Werbe-Posts. Schaffe also Content, der deinen Fans einen Mehrwert bietet.
 

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Und nicht vergessen: Benutze Bilder! Aussagekräftige Fotos und Grafiken ziehen die Blicke der Nutzer auf sich und erhöhen die Chance, dass ein Beitrag angeklickt wird, massiv. Natürlich muss das Bildmaterial zum jeweiligen Post passen. Hier ergibt es auch Sinn, sich selbst und seine Mitarbeiter – die Gesichter und Eindrücke aus dem eigenen Unternehmen – ins Licht zu rücken. Ob bei der Arbeit, auf Messen oder auf der Firmenfeier: Wo es menschelt, lassen User gern einen Like, einen Smiley oder ein Herzchen da und werten deinen Content auf.

Wie bereits erwähnt, kannst du Video-Content auf Facebook teilen. Ideal wäre es, Live-Videos anzubieten, in denen deine Fans per Chat mit dir interagieren können. Dabei kann es sich um Live-Podcasts handeln, in denen Produkte diskutiert oder vorgeführt werden. Du kannst aber auch Frage- und Antwort-Runden zu deinem Unternehmen oder deiner Person mit deinen Followern veranstalten und dich ihnen zum Greifen nah präsentieren. Aufzeichnungen dieser Videos könntest du später frei oder exklusiv für registrierte User beziehungsweise Mitglieder einer Gruppe zum Download bereitstellen.

Last, but not least: Beachte das Timing! Der Zeitpunkt, zu dem deine Beiträge online gehen, wirkt sich ebenfalls darauf aus, wie viele User sie zu sehen bekommen. Finde heraus, zu welcher Uhrzeit deine Zielgruppe mehrheitlich auf Facebook surft und veröffentliche deine wichtigsten Beiträge innerhalb dieser Zeitspanne. Dieses Timing ist natürlich besonders wichtig, wenn es um Live-Beiträge geht. Letztere bieten sich vor allem am Wochenende oder in den Stunden nach Feierabend an.
 
Facebook-Strategie

Facebook weiterhin gekonnt nutzen

 
Auch wenn Facebook seinen Algorithmus ändert – was noch viele Male passieren wird, bleiben dir noch genug Wege, deine organischen Beiträge unters Volk zu bringen. Gleichzeitig ist die Nutzung von bezahlten Werbeanzeigen für Unternehmer attraktiver geworden. Beachte jedoch Facebooks Spielregeln, damit deine Anzeigen auch genehmigt werden. Wir wünschen dir viel Erfolg beim Pushen deines Facebook-Contents.
 

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Kommentare

Stichpunkte zum Vortrag 8. August 2019 - 23:34

großartiger Post! vielen herzlichen Dank für diese Tipps und Tricks

Antworten

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