Skip to main content

Die feinen Unterschiede – Textarten und ihre Strukturen

Was unterscheidet die verschiedenen Gattungen eigentlich voneinander? Und worauf kommt es beim Schreiben an?

Buchstaben

Text ist nicht gleich Text. Hier erfahren Sie, mit welchen Textarten Sie es bei Ihrer Arbeit als Textbroker-Autor am häufigsten zu tun haben und worauf es beim Schreiben ankommt.

Besser verkaufen mit den richtigen Worten: Produktbeschreibungen

Beim Online-Shopping kommt der Beschreibung von Artikeln, Leistungen oder Angeboten eine besondere Bedeutung zu, denn sie trägt maßgeblich zur Kaufentscheidung des Kunden bei. Eine gelungene Produktbeschreibung

  • informiert den Leser ausführlich über die Eigenschaften des Produktes,
  • weckt Emotionen und regt zum Kaufen an und
  • bietet dem Kunden einen Mehrwert, der über die reinen Basisinformationen zum Produkt hinausgeht.

Bedenken Sie: Anders als beim Einkaufen im Laden hat der Kunde beim Online-Shopping nicht die Möglichkeit, Dinge anzufassen und mit eigenen Augen zu betrachten. Mit Ihrem Produkttext ersetzen Sie Hände und Augen des Online-Kunden. Nur durch Sie gewinnt er ein Gefühl dafür, wie das Produkt eigentlich beschaffen ist.

Darüber hinaus übernehmen Sie die Rolle des Verkäufers – Sie beantworten Fragen zum Artikel, erklären die korrekte Verwendung und machen deutlich, warum genau dieses Produkt für den Kunden das richtige ist. Außerdem repräsentiert Ihr Produkttext den Shop, in dem er erscheint. Ausdrucksweise und Stil müssen daher zum Online-Auftritt Ihres Auftraggebers passen – je nach Zielgruppe ist die Sprache beispielsweise locker-werbend oder gehoben-zurückhaltend.

Den Überblick behalten: Kategoriebeschreibungen

Online-Shops teilen ihr Angebot zur besseren Übersicht in unterschiedliche Kategorien ein. Auf diese Weise findet der Kunde sich schnell im Shop zurecht und kann gezielt auf die Produkte zugreifen, nach denen er sucht. Ein Schuh-Anbieter etwa fasst seine Artikel in Kategorien wie „Damenschuhe“, „Herrenschuhe“ und „Kinderschuhe“ zusammen. Diese Oberkategorien spalten sich dann in weitere Unterkategorien auf, zum Beispiel in „Sandalen“, „Sportschuhe“ und „Hausschuhe“.

Kategoriebeschreibungen müssen daher stets zu allen Artikeln passen, die in den entsprechenden Produktbereich fallen. Sie informieren allgemeiner als einzelne Artikelbeschreibungen und passen auch dann noch zum Sortiment, wenn eine neue Kollektion hinzukommt oder bestimmte Produkte wegfallen. Dabei dürfen Sie als Texter durchaus Produktarten nennen, die der Kunde in der jeweiligen Kategorie findet. Weisen Sie beispielsweise darauf hin, dass zur Kategorie Hausschuhe sowohl Pantoffeln als auch Slipper gehören. Zählen Sie aber keine konkreten Produkte auf – es sei denn, Ihr Auftraggeber wünscht dies ausdrücklich. So ist Ihr Text auch noch in einigen Wochen oder Monaten aktuell – egal, welche Modelle gerade angesagt sind.

Landingpage: Der erste Eindruck zählt

Die Landingpage ist die Seite eines Internetauftritts, auf der mögliche Kunden nach dem Anklicken einer Werbeanzeige oder eines Suchmaschineneintrags ankommen. Hier entscheiden sie innerhalb weniger Sekunden, ob sie bleiben (und bestenfalls etwas kaufen) oder weitersuchen. Daher ist eine gelungene Landingpage für die Kundengewinnung von zentraler Bedeutung. Sie

  • fängt den Betrachter mit einer übersichtlichen Gestaltung ein,
  • spricht die Zielgruppe an,
  • enthält eine deutliche Handlungsaufforderung (Call-to-Action) und
  • ist suchmaschinenoptimiert.

Als Autor von Landingpage-Texten formulieren Sie also sowohl für die Zielgruppe der Internetseite als auch für die Suchmaschine. In der Praxis bedeutet das meist, dass Sie eine bestimmte Anzahl von Keywords oder Keyword-Kombinationen in Ihren Text einbauen müssen, ohne dass Stil oder Lesefluss darunter leiden. Dies ist insbesondere bei Keyword-Ketten wie beispielsweise „Schuhe kaufen günstig” (eine typische Google-Sucheingabe) nicht immer einfach umzusetzen. Seien Sie kreativ und probieren Sie unterschiedliche Satzbauarten aus. Je nach Vorgabe Ihres Auftraggebers dürfen Sie hierbei die einzelnen Keywords flektieren (beispielsweise Adjektive steigern und Verben passend konjugieren) oder durch kurze Stoppwörter wie Präpositionen, Pronomen oder Hilfsverben trennen:

„Qualitätsvolle Schuhe kaufen Sie günstig bei uns.”

„Online Schuhe kaufen zu günstigen Preisen – wir haben Ihren Style!”

Destinationsbeschreibungen: der Ruf der weiten Welt

Das Wort Destination kommt aus dem Lateinischen und wird heute gleichbedeutend mit Reiseziel benutzt. Eine Destinationsbeschreibung soll Fernweh beim Leser wecken. Gleichzeitig liefert sie wichtige Tipps und Fakten zum jeweiligen Urlaubsort – je nach Wunsch Ihres Auftraggebers zum Beispiel über das Klima, Sehenswürdigkeiten, Hotels oder die Geschichte des Ortes. Diese Informationen zu einem stimmungsvollen Text auszuformulieren, ist die Kunst des Reisetextens. Benutzen Sie hierfür Worte, die die Sinne Ihres Lesers ansprechen: Was sieht, riecht, schmeckt oder hört er an dem Ort, den Sie beschreiben? Wählen Sie Formulierungen wie

„Entdecken Sie das lebhafte Treiben auf dem Markt im alten Stadtzentrum, wo bunt gekleidete Frauen duftenden Reis und erfrischenden Tee anpreisen.”

statt

„Besuchen Sie den großen Wochenmarkt in der Altstadt, um typische Speisen der Region zu probieren.”

Ihr Leser sieht den Ort so durch Ihre Augen und bekommt Lust, ihn selbst zu erkunden.

Ratgebertexte: Tipps vom Experten

Von Ernährung bis Heimwerken: Das Feld der Ratgebertexte ist weit und vielseitig. Sie sprechen den Leser direkt an, ohne werblich oder aufdringlich zu klingen. Ein Ratgebertext informiert nicht nur, er gibt auch Tipps und spricht Empfehlungen aus. Daher ist es zwingend notwendig, dass Sie als Autor über weitreichende Kenntnisse des betreffenden Themas verfügen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Lesers:

  • Welche Fakten sind für ihn relevant?
  • Welche Probleme beschäftigen ihn?
  • Welche Lösungen bieten Sie an?

Vorsicht: Überschätzen Sie sich nicht. Insbesondere bei Texten zu Gesundheit, Sicherheit, Recht oder Finanzen sollten Sie im Zweifelsfall einen Besuch beim Experten empfehlen. Denn Ihr Ratgebertext bietet zwar eine erste Übersicht, kann jedoch die individuelle Beratung durch Arzt, Anwalt oder Steuerberater nicht ersetzen.

Blogtexte – immer auf dem Laufenden

Sowohl private als auch professionelle Webseiten aus ganz unterschiedlichen Branchen sind stets auf der Suche nach frischem Content zu speziellen Themen. Das Schreiben von Blogtexten gestaltet sich im Texteralltag daher vielseitig und abwechslungsreich.

Inhalt und Stil eines Blogtextes hängen maßgeblich von der Webseite ab, auf der er veröffentlicht wird: Ob die Anrede „Du” oder „Sie” lautet, wie locker der Ton ist und ob Sie eher neutral, kritisch oder latent werbend schreiben, gibt Ihnen meist Ihr Auftraggeber vor. Die Länge eines Blogtextes variiert je nach Umfang des Themas, wobei 300 Wörter selten unter- und 1800 kaum überschritten werden. Zu kurze Texte können von den Suchmaschinen schwer ausgewertet werden, bei zu langen verliert der Online-Leser schnell das Interesse.

Lexikoneinträge: Wissen wertfrei weitergeben

Ein Lexikontext vermittelt belegbare Tatsachen. Er enthält weder Werbung, Tipps, Ratschläge noch Vermutungen oder Meinungen. Daher ist sein Stil sachlich, neutral und informativ. In der Praxis sind allerdings durchaus Mischformen aus Lexikon und Ratgeber gefragt, beispielsweise bei Texten für ein Modelexikon, das gleichzeitig Tipps zum Tragen und Kombinieren der beschriebenen Kleidungsstücke gibt. Wie immer gilt: Berücksichtigen Sie auch hierbei stets die Wünsche Ihres Auftraggebers.

Struktur und Aufbau von Online-Texten

Trotz aller Unterschiede haben Texte für den Online-Gebrauch einige Gemeinsamkeiten:

  • eine aussagekräftige Hauptüberschrift, die möglichst das Hauptkeyword enthält,
  • einen sinnvollen Teaser bzw. Einleitungssatz, der in das Thema einführt und Lust macht, den Text zu lesen,
  • die gleichmäßige Unterteilung in Absätze, die für einen harmonischen Lesefluss ähnlich lang sein sollten (+/- 10 %),
  • treffende Zwischenüberschriften, die möglichst ein Keyword enthalten und sich auf den Inhalt des nachfolgenden Absatzes beziehen,
  • Listen (wie diese hier) für einen schnellen Überblick – sofern sie sich sinnvoll integrieren lassen.

Diese Eigenschaften ergeben sich zum einen aus der Optimierung der Texte für die gängigen Suchmaschinen. Zum anderen sind sie den Lesegewohnheiten im Netz geschuldet, denn Online-Leser bevorzugen kurze Textblöcke mit direkt ersichtlichem Informationsgehalt.

Zur Sache kommen mit einem griffigen Call-to-Action

Der Call-to-Action – zu Deutsch die Handlungsaufforderung – animiert den Leser dazu, etwas Konkretes zu tun. Dies kann der Kauf eines Produktes sein, die Anmeldung zu einem Newsletter oder die Vereinbarung eines Termins. Einen direkten Call-to-Action formulieren Sie in Form einer direkten Aufforderung:

„Jetzt bestellen!” oder

„Melden Sie sich hier an!”

Bei einem indirekten Call-to-Action gehen Sie subtiler vor. Sie verführen den Kunden zur Handlung, ohne ihn zu drängen. Sätze wie:

„Mit diesen Schuhen legen Sie einen glanzvollen Auftritt hin!” oder

„Hier finden Sie günstige Brillen zu umwerfenden Preisen!”

klingen zwar weniger fordernd, verfolgen aber dieselben Absichten wie ein direkter Call-to-Action.

Meta-Description – was ist das eigentlich?

Die Meta-Description ist ein kurzer Text, der den Inhalt einer Seite für Suchmaschinen zusammenfasst. Sie erscheint unter dem Link in der Liste der angezeigten Suchergebnisse. Aufgrund des geringen Platzangebots ist die Zeichenanzahl einer Meta-Description auf maximal 156 Zeichen beschränkt (längere Texte werden automatisch gekürzt und enden dann mit einem unschönen „…”). Da die Suchmaschinen den Inhalt der ersten Zeile der Meta-Description stärker gewichten als den der zweiten, sollte das Hauptkeyword möglichst am Anfang des Textes stehen:

„Damenschuhe von Sneakers bis Pumps kaufen Sie bei Shop xy. Verlieben Sie sich jetzt in die neue Kollektion!”

Oftmals schließt die Meta-Description mit einem kurzen Call-to-Action ab – berücksichtigen Sie jedoch auch hier stets die Vorgaben Ihres Auftraggebers.

Meta-Title: wichtig für die Sichtbarkeit im Netz

Der Meta-Title einer Internetseite ist eine kurze Beschreibung des ihr zugrunde liegenden HTML-Dokuments. Dieser Seitentitel erscheint nicht nur als Überschrift der Suchmaschinen-Einträge, sondern auch im Titel des Browsers und beim Verlinken in sozialen Netzwerken. Da auch der Meta-Title in der Anzeige der Suchmaschinenergebnisse ein festgelegtes Maß nicht überschreiten darf, ist er auf 65 Zeichen limitiert. Dies lässt kaum Platz für ausschweifende Formulierungen, weshalb der Meta-Title meist einfach aus Haupt- und gegebenenfalls Nebenkeyword sowie dem dazugehörigen Marken- oder Unternehmensnamen besteht. Sofern möglich, kann ein kurzer Hinweis auf den Nutzen der Seite für den Leser gegeben werden:

„Schuhe günstig online kaufen | Shop xy”

„Shop xy: Schuhe kaufen beim Fachhändler”

Wir hoffen, dass wir mit dieser Übersicht etwas Licht ins Dunkel bringen konnten. Unser Tutorial gibt Ihnen nur einen kleinen Einblick in die verschiedenen Arten von Online-Texten. Schauen Sie für weitere Informationen doch einfach unter den Textbroker-Tutorials vorbei: Hier finden Sie hilfreiche Tipps zum Schreiben von Produktbeschreibungen, Ratgebertexten und Landingpages.

 

Über die Autorin:

Kapete hat in ihrem Arbeitsalltag mit ganz unterschiedlichen Textsorten zu tun. Nach dem Studium mit sprachwissenschaftlichem Schwerpunkt und einer journalistischen Weiterbildung wählte sie den Weg in die Freiberuflichkeit als Texterin und Übersetzerin.


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Managed-Service

Sie wollen komplette Textprojekte auslagern und hochwertige Qualitätstexte erhalten? Sie interessieren sich für weitere Content-Services wie etwa Suchmaschinenoptimierung nach WDF*IDF oder die Verwaltung Ihres Blogs? Dann lernen Sie unseren Managed-Service kennen und profitieren Sie von unserem Rundum-Sorglos-Paket.

Unverbindliches Angebot anfordern!

Self-Service

Sie benötigen aktuellen Text-Content? Im Self-Service können Sie Ihren Wunschtext schnell und einfach selbst beauftragen – und das zu Top-Konditionen.

Jetzt kostenlos registrieren!

Autoren

Tausende Autoren weltweit verdienen beim Pionier unter den Textbörsen Geld mit ihren Texten. Sie entscheiden selbst, wann und wie viel sie schreiben und können sich ein flexibles Einkommen sichern. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Texte zu Geld machen.

Jetzt kostenlos registrieren!