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Influencer-Marketing-Serie – Teil 1: Influencer finden und auswählen

Das Influencer-Marketing hat sich längst in der Online-Branche etabliert. Als Kanal ist hier nach wie vor YouTube angesagt und auch auf Instagram tummeln sich Marken und somit Influencer-Kampagnen regelrecht.

Influencer finden


Unternehmen aus dem B2B- und B2C-Bereich möchten mit Influencer-Marketing skeptische Nutzer erreichen, die von traditioneller Werbung übersättigt sind. So startet beispielsweise auch der Discounter Lidl mit Influencer-Marketing und lockt Modebegeisterte in seinen Online-Shop – mit von Fashionistas entworfenen Kleidungsstücken. Die Idee dahinter: Wird ein wichtiger Meinungsführer oder Multiplikator in Verbindung mit einem Unternehmen gebracht, hat das Empfehlungscharakter, strahlt positiv auf die Marke ab und sorgt im besten Fall sogar für mehr Verkäufe – egal, ob es darum geht, ein neues Produkt einzuführen, eine Marke bekannter zu machen, das Image aufzupolieren oder den eigenen Content zu verbreiten.

Laut einer Studie des Software-Unternehmens Launchmetrics erhöhen immer mehr Marken ihre Budgets für Influencer-Marketing, sodass 60 Prozent der Marketing-Fachleute in diesem Jahr mehr Geld dafür zur Verfügung steht. Dabei wird sich das Ganze immer weiter professionalisieren und immer mehr Unternehmen setzen auf Micro-Influencer, die zwar nicht mit einer hohen Reichweite punkten können, dafür aber mit einem glaubwürdigen und bodenständigen Auftreten.

Das Interesse an dem Thema scheint also nicht abzuflachen, im Gegenteil. Wirfst du einen Blick in Google Trends, wirst du feststellen, dass für den ansteigenden Influencer-Marketing-Trend kein Ende in Sicht ist. Unabhängig davon, für welche Art von Influencer dein Unternehmen sich entscheidet: Es kommt primär auf die Qualität an. Das verdeutlicht auch eine Studie im Digital-Marketing-Blog Futurebiz.de.
 

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Doch was vor allem Lifestyle-Marken bereits mit Bravour beherrschen, stellt andere Unternehmen vor große Herausforderungen und das Identifizieren der passenden Influencer erweist sich regelrecht als Mammut-Aufgabe. Wie findet man die richtigen Influencer in seiner Branche überhaupt? Wie gewinnt man ihre Aufmerksamkeit? Wie spricht man einen Influencer am besten an?

Wann ist ein Influencer ein Influencer?

 
Zunächst sollten wir uns sich die Frage stellen, wann ein Influencer ein Influencer ist. Ausschlaggebend sind hier nicht unbedingt Fan- oder Followerzahlen, sondern vor allem, wessen Stimme in der jeweiligen Zielgruppe gehört wird. Wer ist Experte zu den Themen des Unternehmens, wer am besten vernetzt mit den Personen, die man erreichen will?

Zunächst unterscheiden wir einmal die verschiedenen Arten von Influencern:

  • Blogger (z. B. Reiseblogger oder Foodblogger)
  • Social-Media-Influencer (z. B. Fashion-Instagrammer oder Beauty-YouTuber)
  • Experten (z. B. Online-Marketer, Suchmaschinenexperten)
  • Trendsetter
  • Buchautoren
  • Journalisten
  • Speaker auf Events
  • Geschäftspartner oder Kunden eines Unternehmens

 
Die folgenden Kriterien gilt es bei der Auswahl von Influencern zu berücksichtigen:

  • Expertenstatus: Wer wird zu den Themen des Unternehmens als Experte wahrgenommen? Wer ist glaubwürdig und hat in der Branche etwas zu sagen?
  • Aktivität: Auf welchen Kanälen ist die Person wie häufig aktiv?
  • Reichweite in der jeweiligen Zielgruppe: Auf Blogs, Facebook, Twitter, YouTube und Instagram tummeln sich unzählige einflussreiche Personen. Doch nur, wer auch dort eine Community hat, wo die eigene Zielgruppe sich aufhält, kommt als Influencer infrage. Es zählen die relevanten Kontakte in der Zielgruppe.
  • Engagement und Interaktionen: Generieren die Inhalte einer Person Kommentare, Likes und Retweets? Werden sie geteilt? Die Interaktionen sind ein wichtiger Indikator für die Bindung zwischen dem Influencer und seiner Community. Außerdem sollte man beobachten, inwiefern eine Person in der Lage ist, Reaktionen zu einem bestimmten Thema hervorzurufen.

 
Reichweite

Was die Influencer von dir erwarten

 
Entscheidend ist, dass der Influencer wirklich zur eigenen Marke passt und versteht, warum das Unternehmen ausgerechnet ihn auswählt. Bevor man den Influencer kontaktiert, sollte man sich intensiv mit dessen Themen auseinandersetzen und sich überlegen, wie die Zusammenarbeit aussehen könnte, damit für beide Parteien ein Vorteil entsteht. Geht es beispielsweise um die Ansprache eines bekannten Themenbloggers, sollte es selbstverständlich sein, dessen Blog gelesen zu haben.

Von Marken erwarten Influencer vor allem folgende Dinge:

  • Unterstützung bei der Content-Erstellung
  • exklusive Hintergrundinformationen
  • Einladungen zu Events
  • kostenlose Produkttests
  • monetäre Anreize

Diese Influencer-Tools solltest du unbedingt kennen

 
Nichts ersetzt eine persönliche Beziehung – das gilt auch im Influencer-Marketing. Erste Anlaufstelle für das Suchen von Influencern ist immer das eigene, nicht virtuelle Netzwerk: Frage Kollegen, den Kunden-Service und Sales-Mitarbeiter, welche Personen aus der Branche ihnen einfallen und mit wem eventuell schon der Kontakt besteht. Der Besuch von Fachveranstaltungen ist eine weitere gute Möglichkeit, einen Einblick zu bekommen, wer im jeweiligen Bereich gerade etwas zu sagen hat.

Doch oftmals reicht das nicht aus. Halte deshalb am besten einfach in Foren und Social-Media-Gruppen (z. B. Facebook- oder LinkedIn-Gruppen) Ausschau nach Menschen, die relevanten Content zu deinen Themen beisteuern. Klar, du solltest dich nicht allein auf Tools zu verlassen. Doch warum nicht die Möglichkeiten nutzen, die das Netz bietet? Denn Tools können erste Anhaltspunkte liefern, bei der qualitativen Recherche unterstützen oder neue Kontakte aufzeigen, die man bisher nicht auf dem Schirm hatte.
 
Folgende Plattformen und Tools können dir also dabei behilflich sein, relevante Influencer zu finden:
 
Google: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Zunächst solltest du die gute alte Google-Suche bemühen. Wenn du Suchoperatoren nutzt, kannst du Websites und Blogs zu deinem Thema schneller ausfindig machen. So kannst du etwa nach „Content Marketing“ + site:.de suchen, um relevante deutsche Websites zu finden, die sich mit dem Thema Content-Marketing beschäftigen. Über die Eingabe Content Marketing + blog kannst du nach thematisch passenden Blogs suchen.

BuzzSumo: Neben der Suche nach relevanten Multiplikatoren für deine eigenen Content-Marketing-Kampagnen und den einflussreichsten Autoren deines Fachgebiets spielt dieses Tools dir eine Übersicht zu beliebtem Content aus, indem es analysiert, welche Inhalte zu einem bestimmten Thema in den Social-Media-Kanälen besonders oft geteilt werden. BuzzSumo unterstützt Content-Marketing-Experten dabei, ein Gefühl dafür zu entwickeln, welcher Content gut ankommt bei den Nutzern und welche Influencer diesen pushen könnten.
 
Buzzsumo
 

Twingly: Die internationale Blog-Suchmaschine macht Blogs zu einem beliebigen Keyword ausfindig. Sie durchsucht über 12 Millionen Blogs in 30 Sprachen und sortiert sie nach Influencer Rank. Besonders praktisch: Unter „Blog-Profile” zeigt Twingly auf einen Blick die neuesten Veröffentlichungen des jeweiligen Blogs, den Content mit den meisten Verlinkungen sowie die Gesamtzahl der dort veröffentlichten Blogartikel.

Klear: Klear findet Influencer auf der ganzen Welt und rankt diese nach Reichweite und Relevanz. Die Suche lässt sich nach Social Network, Themengebiet und Ort filtern. So findest du für jede Nische interessante Kontakte. Dabei punktet das simple aber effektive Tool mit speziellen demografischen Features, auf deren Basis du verschiedene Nutzertypen bzw. Follower ausfindig machen kannst.

Meltwater: Um Blogger zu finden, eignen sich Blogsuchmaschinen wie Meltwater. Hier lässt sich die Suche nach Sprachen und Zeiträumen einschränken. Neben der Blogsuche hat Meltwater auch die Twitter-Suche implementiert und kann dich dabei unterstützen, den passenden Influencer für dein Anliegen zu finden, den du dann in einem nächsten Schritt kontaktieren kannst.

Kred: Dieses Tool vermittelt dir verständlich die wichtigsten Influencer-Metriken und zeigt dir auf Basis von Followern, Erwähnungen, Antworten und Retweets in Twitter einen Influence-Score an. So findest du heraus, wie einflussreich bestimmte Meinungsführer in welchem Bereich sind.

Influma: Auf der Suche nach passenden Influencern findet Influma relevante Artikel im Netz und rankt diese nach Anzahl der Social Signals. Zudem zeigt dir die Influencer-Suchmaschine von ADENION die Autoren der Artikel (Influencer) sowie Nutzer, die diese geteilt haben (Sharer). Besonders praktisch: Influma listet weitere Artikel des Influencers auf, sodass sich Inhalte über einen längeren Zeitraum analysieren lassen. Neben der Suche nach Artikeln bietet das Tool auch die Möglichkeit, direkt nach Influencern zu suchen. Interessante Influencer, Artikel und Websites können kannst du in persönlichen Listen speichern.

Ninja Outreach: Hier kannst du nach der Influencer-Suche gleich deine Outreach-Kampagnen mit personalisierten Vorlagen managen und bekommest dabei deine Kontakte übersichtlich dargestellt – genauso wie deine E-Mail-Statistiken, mithilfe derer du die Öffnungs- und Antwortrate nachvollziehen kannst.
 
Ninja Outreach
 

Influencer.DB: Mit diesem Tool kannst du Influencer zu deinem Thema auf Instagram finden und vergleichen. Influencer.db analysiert Instagram-Profile unter anderem nach Follower-Wachstum, Anzahl der Posts pro Tag, Kommentaren per Post sowie Mediawert per Post. Die ausgewählten Instagrammer lassen sich in Listen speichern und miteinander vergleichen.

Mehr Aufmerksamkeit für deinen Content

 
Du siehst: Tools für Influencer-Relations gibt es wie Sand am Meer und gerade kostenpflichtige Lösungen boomen. Die hohe Anzahl neuer Softwares und die Bewegung im Markt zeigen den derzeitigen Hype um das Thema. Doch auch mit kleineren Budgets und etwas Fleißarbeit ist die Auswahl relevanter Influencer dank einiger Plattformen und Tools möglich. Durch eine gute Vorauswahl kommst du deinem Ziel näher, deinen Content mit Influencer-Relations einen Boost zu verleihen und die Aufmerksamkeit und Reichweite für deine Marke maßgeblich zu steigern.
Wie du Influencer am besten ansprechen sollst, erfährst du in Teil 2 unserer Serie.
 

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