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Wie du mit cleverem Content-Marketing die Corona-Krise überstehst

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff und bereits heute drastische Auswirkungen. Nicht nur auf unseren Alltag und das Gesundheitssystem, sondern auch auf viele Wirtschaftszweige.


Du denkst, wenn du nicht gerade in der Klopapier-, Pasta- oder Reisindustrie arbeitest, dürfte es auch für dich geschäftlich ein extrem schwieriges Jahr werden? Das muss nicht unbedingt sein. Denn durch die aktuelle Corona-Krise bieten sich auch gute Chancen für dein Content-Marketing.

Corona: Welche Branchen sind wie betroffen?

 
Beginnen wir zunächst damit, uns anzuschauen, wie sich die Corona-Krise auf verschiedene Branchen auswirkt. Corona trifft viele Bereiche wirtschaftlich knallhart. So rechnet die deutsche Reisebranche durch die Coronavirus-Krise mit Umsatzausfällen in Milliardenhöhe. Nach einer Prognose des Reiseverbands DRV wird sich der Umsatzausfall für Reiseveranstalter und Reisebüros allein bis Ende April auf mehr als 4,8 Milliarden Euro belaufen.
 
Auch der internationale Flugverkehr ist rapide eingebrochen. Fluglinien wie KLM und British Airways kündigten bereits Entlassungen an. Selbst bei Autoriesen wie General Motors stehen die Produktionsbänder still.
 
Zu den am schlimmsten betroffenen Bereichen gehören zudem die Gastronomie- und Eventbranche. Nach Angaben von Malte Landwehr von Searchmetrics auf Facebook verzeichneten beispielsweise die Unternehmen Eventim und Ticketmaster im März über 40 % weniger Brand Searches bei Google als im Vormonat.
 
Besonders dramatisch sind die Auswirkungen der Corona-Krise zudem für Selbstständige und Kleinstunternehmer, von denen jetzt viele ihre letzten Hoffnungen in das vom Bund zugesagte Rettungspaket setzen.
 
Anders sieht es hingegen in den Bereichen Gesundheit, Lebensmittel und Medien aus. Diese dürften von der aktuellen Situation wirtschaftlich eher profitieren. Hier etwa ein Beispiel des hierzulande im März gestiegenen Interesses an dem Begriff „Lieferservice“ aus Google Trends:
 
Google-Trends Deutschland für Begriff Lieferservice März 2020

Trafficwachstum bei Food, Gesundheit und Medien

 
Dazu passen Neil Patels Analysen auf Basis agentureigener Kundendaten. So berichte Patel kürzlich von massiven Traffic-Rückgängen und Conversion-Verlusten in nahezu allen Branchen. Einzige Ausnahmen beim Traffic: Lebensmittel, Gesundheit, Medien und Finanzen.
 
Dies spiegelt sich auch in der Aussage von Severin Lucks von der Onlinemarketing-Beratung und SEO-Agentur Delucks GmbH gegenüber dem Magazin iBusiness wider: So seien im Gesundheitsbereich sowie im Bereich der Edelmetalle Trafficsteigerungen zwischen 20 und 100 Prozent zu beobachten.

Ein Drittel der deutschen E-Commerce-Unternehmen bisher kaum beeinträchtigt

 
In Deutschland sind nach einer im März 2020 durchgeführten Umfrage des Händlerbunds 70 Prozent der Online-Händler geschäftlich von der Corona-Krise beeinträchtigt.
 

Studie Online-Handel Corona-Krise

Quelle: Händlerbund


 
45 Prozent geben konkret an, mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Ein Drittel der Händler sagt hingegen, durch Corona geschäftlich bisher nicht beeinträchtigt zu sein. Nach einer Analyse des Bonussystemanbieters Payback gab es neben den bereits genannten Bereichen auch einen sehr starken Anstieg bei Onlineshops aus den Kategorien Kinderspielzeug, Tierbedarf, Sportkleidung, Büroartikel und Mode.
 
Doch auch für Anbieter, die eine steigende Nachfrage verzeichnen, ist Corona nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Denn sie kämpfen oftmals mit massiven Auswirkungen auf Lieferketten und Logistik durch das Virus.
 
Es gibt also eher wenige Bereiche, die geschäftlich nicht von Corona betroffen sind. Doch auch, wenn du nicht zu den glücklichen Ausnahmen gehörst, die von Corona wirtschaftlich profitieren, gibt es Möglichkeiten, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
 

Was kannst du angesichts der Corona-Krise Content-Marketingtechnisch tun?

 
Je mehr Zeit Verbraucher jetzt zu Hause verbringen und persönliche Kontakte wegen Corona eindämmen, desto stärker weichen sie auf digitale Kanäle aus. 2020 wird vermutlich das Jahr mit der höchsten Social-Media-Nutzung seit Aufkommen der Netzwerke sein. Hier liegt deine Chance, deine Budgets aus klassischem Marketing umzuleiten und verstärkt in digitale Kanäle zu investieren.
 
Wenn du es jetzt clever anstellst, kannst du deine Markenbekanntheit online steigern und Leads generieren, die sich nach der Krise monetarisieren lassen. Egal, ob es darum geht, Events jetzt virtuell abzuhalten (wie etwa die „CMCX“ es plant) oder statt persönlicher Gespräche nun Online-Beratungen anzubieten – die digitalen Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Schauen wir uns nun an, welche Kanäle du angesichts der Corona-Krise für dein Content-Marketing nutzen solltest und wie du dabei vorgehen kannst.

Deine digitale Visitenkarte auch in Corona-Zeiten pflegen

 
Starten wir mit deiner Website. Deine Website ist und bleibt auch in der Corona-Krise deine digitale Visitenkarte und erste Anlaufstelle für deine Kunden. Je nachdem, womit du dein Geld verdienst, solltest du sie jetzt an die aktuelle Situation anpassen. Gibt es etwa geänderte Öffnungs- oder Lieferzeiten? Wie gehst du als Online-Händler jetzt mit Hygiene um? Kannst du deine Lieferprozesse transparent beschreiben?
 
All das sind Informationen, die jetzt interessieren und bieten dir die Möglichkeit, authentisch, transparent und verantwortungsbewusst mit deinen Kunden zu kommunizieren. Auch falls es jetzt Schwierigkeiten oder Verzögerungen mit deinen Produkten gibt, solltest du deine Zielgruppe ehrlich über die aktuelle Situation aufklären.

Dein Google MyBusiness-Konto mit Blick auf Corona updaten

 
Weiterhin solltest du dein Unternehmen jetzt auch auf Google MyBusiness richtig darstellen und die Informationen über dein Unternehmen dort an die aktuellen Gegebenheiten anpassen. Hier findest du einige aktuelle Tipps dazu von Google.
 
Du kannst bei MyBusiness z. B. in der Unternehmensbeschreibung auf Sonderangebote oder eine Videoberatung hinweisen, die den persönlichen Kundenkontakt ersetzt. Zudem hast du die Möglichkeit, einen aktuellen Beitrag einzustellen, den Personen angezeigt bekommen, die nach deiner Firma suchen.

In der Corona-Krise antizyklisch werben

 
Was die Entwicklung der digitalen Anzeigenpreise betrifft, gibt es nun verschiedene Szenarien. Ob etwa die Preise bei Adwords sinken oder steigen werden, hängt stark von der Branche ab.
 
Doch egal, ob es sich um SEA oder Social-Media-Marketing handelt, sicher ist: Wenn viele Werbetreibende aufgrund von Corona ihre Budgets einfrieren, bietet das eine Chance für dein Unternehmen, gerade jetzt sichtbarer zu werden. Angesichts von weniger Konkurrenz kannst du mit deinen Angeboten positiv auffallen. Wenn du noch freie Budgets hast, ist momentan also nicht der schlechteste Zeitpunkt, diese in gezielte Online-Kampagnen zu stecken. Krisenmarketing – frei nach Warren Buffets Leitsatz: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“

SEO-Maßnahmen trotz Coronavirus beibehalten

 
„In keinem Fall sollten laufende SEO-Maßnahmen unterbrochen werden, da diese ja in ihrer Wirkung stets langfristig zu bewerten ist“, schreibt Steven Broschart in seinem Blog. Auch bei der Suchmaschinenoptimierung gilt: Wenn viele Unternehmen ihre kompletten Online-Budgets kappen, bietet das die Möglichkeit, vom Stillstand der anderen zu profitieren.
 
Halte deine Inhalte up to date und aktualisiere bestehende Artikel (Content-Recycling ) oder investiere in aktuelle Inhalte. Gefragt ist jetzt alles, was Nutzer als guten Zeitvertreib empfinden. Denn gerade in der aktuellen Situation haben potenzielle Kunden Zeit, sich mit deinem Content, deinem Produkt und deiner Marke auseinanderzusetzen. Hier solltest du natürlich authentisch sein und Fingerspitzengefühl beweisen. Mit frischem Content, der einen Mehrwert bietet, hast du die Chance, dir SEO-technisch jetzt einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu sichern, die gegebenenfalls gerade einspart.
 
Du musst dabei das Rad nicht immer neu erfinden. Du kannst auch bestehenden Inhalten neues Leben einhauchen. So kannst du sie z. B. updaten, zu einem E-Book zusammenfassen oder deine Top-Tipps in einem Whitepaper zusammenstellen.
 
Betreibst du einen Onlineshop, gilt es gerade jetzt, mit überzeugenden Produktbeschreibungen positiv aufzufallen und deine Marke zu stärken. Lese hier unsere Tipps, worauf es ankommt. Alternativ kannst du deine Nutzer auch mit relevanten und informierenden Einkaufsratgebern unterstützen.
 
Neben Blogartikeln bieten sich zur Leadgenerierung aktuell besonders Videos und Podcasts sowie Webinare und virtuelle Konferenzen an. Auch Infografiken sind eine tolle Möglichkeit, Informationen unterhaltsam und griffig zu vermitteln. Hier unsere Tipps für gelungene Infografiken.

Zeit für kreative Ideen auf Social Media

 
Wenn physische Kontakte massiv eingeschränkt werden müssen, weichen viele Leute auf Social Media aus, um sich weniger einsam zu fühlen und sich mit anderen auszutauschen. Hier liegt auch eine große Chance für Marken!
 
Auf Facebook, Instagram, Twitter & Co. ist jetzt alles gefragt, was Langeweile vertreibt, informiert und unterhält. Du könntest etwa Buchempfehlungen aus deiner Nische zusammenstellen oder virtuelle Weiterbildungsangebote anbieten. Ebenfalls willkommen sind Ressourcen-Sammlungen und natürlich alles, was in irgendeiner Form zur Stressbewältigung beiträgt und ablenkt. Auch dein eigenes Krisenmanagement kann für deine Nutzer von Interesse sein.
 
Wie kleine Unternehmen auf Instagram kreativ mit der Corona-Krise umgehen, erfährst du in diesem Artikel.

Deine Strategie auf den Prüfstand stellen

 
Auch wenn du durch die Corona-Krise wenig Budget zur Verfügung hast, kannst du die nächsten Wochen und Monate sinnvoll für dein Business nutzen. Indem du deine bisherige Strategie reflektierst und gegebenenfalls abänderst, wappnest du dich für die Zukunft. Prüfe all deine Marketing-Maßnahmen auf zukünftige Erfolgsaussichten.
 
Wie du eine umfassende Content-Analyse betreibst und mit deinen Inhalten weiter verfährst, liest du hier.

Chancen für dein Content-Marketing ergreifen

 
Keine Frage, die aktuelle Corona-Krise ist eine der größten Herausforderungen in der deutschen Geschichte. Für Unternehmen bieten sich in Corona-Zeiten aber auch Möglichkeiten, sich anzupassen, Neues auszuprobieren und ihre Strategien positiv zu verändern.
 
Wer seine Chancen in Bezug auf Content-Marketing jetzt clever nutzt, kann gestärkt aus der Krise hervorgehen. Sei kreativ und biete deinen Nutzern herausragende digitale Erlebnisse. Experten rechnen damit, dass die Krise bis zu zwei Jahre anhalten kann. Da lohnt es sich doch, jetzt Chancen zu ergreifen und sein Business clever umzustellen.

 

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Kommentare

Robert Amp 2. April 2020 - 17:30

Super interessanter Artikel! Bezüglich der Auswirkungen auf das Online-Marketing kann ich unter anderem diesen Artikel empfehlen!
https://www.bomt.io/corona-auswirkungen-auf-das-online-marketing/

Antworten

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