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Marketing in Start-ups: die besten Tipps der Gründer-Experten

Wer gründen will, braucht Mut. Denn gerade am Anfang stehen Start-ups oft vor großen Herausforderungen. Für-Gründer.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmern bei der Gründung unter die Arme zu greifen. In unserer Reihe zum Start-up-Marketing sprechen wir mit ihnen unter anderem darüber, wie ich mich als Gründer selbst vermarkte, worauf ich zu Beginn achten sollte und ob Online-Marketing tatsächlich immer notwendig ist.

Frau mit Schriftzug Start-up-Marketing

 
 

Autor des Textes - Johannes BraunJohannes Braun, Content & SEO Manager, Textbroker
-> 9 Minuten Lesedauer

 


 
In unserer Interviewreihe beleuchten wir die besonderen Bedürfnisse und Probleme von Start-ups. Wir werfen einen Blick auf die Strategien, mit denen junge Unternehmen ihre Ideen und Produkte vertreiben möchten, und von denen auch viele Große noch etwas lernen können.
 
In Teil 3 sprechen wir mit den Start-up-Experten von Für-Gründer.de.
 
 
Die beide Gründer des Start-ups Für-Gründer.de

Links: René Klein, CEO von Für-Gründer.de, in der Mitte der Unternehmerheld, rechts: Jens Schleuniger, ebenfalls CEO von Für-Gründer.de


 

Erzählt kurz etwas über euch und euer Unternehmen: Wer seid ihr? Was macht ihr? Warum habt ihr euch entschieden, das zu tun, was ihr tut? Was bietet ihr euren Kunden und Lesern, das euch einzigartig macht? Wer ist bei euch fürs Marketing zuständig?

 
 
Hinter der Für-Gründer.de GmbH stecken zwei Marken: unser Onlineportal Für-Gründer.de und unsere digitale Gründungsplattform, der Unternehmerheld. Beide haben auf den ersten Blick dasselbe Ziel: Mehr Menschen zum Gründen bewegen. Auf dem Portal wird unter dem Motto „besser gründen“ mit mehr als 1.500 Contentseiten, einem aktuellen Beitrag pro Tag im GründerDaily, über 25 Tools und vielem mehr eine große Bandbreite an Fragestellungen von der Ideenfindung über den Businessplan bis hin zu Marketing, der Buchhaltung sowie allgemein zur Unternehmensführung abgedeckt. Mit über 500.000 Nutzern pro Monat ist Für-Gründer.de Deutschlands größtes Gründerportal.
 
 
Der Unternehmerheld geht noch einen Schritt weiter und macht das Gründen digital und damit zeitgemäß. Um nur ein Beispiel zu nennen: Früher war eine Word-Vorlage für den Businessplan die größte Hilfestellung. In der SaaS-Lösung (Software as a Service-Lösung) Unternehmerheld kann der Businessplan nach einer bereits bestehenden Struktur in der Cloud gemeinsam mit den Teammitgliedern und mit Hilfe von Leitfragen ganz einfach online geschrieben werden. Die Zeiten von zu formatierenden und langweiligen Worddokumenten mit Versions-Wirrwarr und komplexen Änderungsverläufen sind damit passé.
 
 
Auch wenn die Hauptausrichtung des Marketings festgelegt ist, sind fast alle Teammitglieder im täglichen Business mit Marketingthemen beschäftigt  – schließlich ergeben sich aus verschiedenen Marken auch verschiedene Herausforderungen. Tagtäglich arbeitet unser sechsköpfiges Team von Für-Gründer.de daran, mit den wichtigsten Keywords zum Thema Gründung bei Google auf den ersten Plätzen zu bleiben. Außerdem haben wir unsere Leiterin PR und Social Media, Katja Vogt, die über das Thema SEO hinaus weitere Kernaufgaben in Sachen Marketing und PR im Blick behält: vom Content für die sozialen Medien bis zur Werbemittelerstellung für den Unternehmerheld. Wir sind aber der Meinung, dass alle Mitarbeiter als Aushängeschilder einer Marke mit guter Arbeit das beste Marketing für das Unternehmen sind.
 
 

Ihr helft Gründern dabei, ihre Start-ups in Gang zu bringen. Wenn ihr an eure eigenen Anfänge zurückdenkt: Was waren eure größten Herausforderungen und wie habt ihr es geschafft, dorthin zu gelangen, wo ihr heute seid?

 
 
Da wir zu Beginn im Jahr 2010 „nur“ Für-Gründer.de als Onlineportal hatten, stand natürlich hauptsächlich eines im Fokus: Reichweite aufbauen. Ähnlich ist es generell bei Start-ups. Wenn die vielen tollen Ideen nicht mit entsprechenden PS auf die Straße gebracht werden – sprich niemand das Produkt kennt oder kauft – bringen auch die tollsten Ideen nichts. Hier ist vor allem „dranbleiben“ gefragt. Auch wir haben unser Geschäftsmodell in den letzten sieben Jahren kontinuierlich hinterfragt und optimiert. Das kann manchmal schmerzhaft sein, ist aber effektiv. Für das Marketing heißt das: ausprobieren – analysieren – optimieren – ausprobieren – analysieren – optimieren. Gerade im digitalen Bereich ändert sich so schnell so viel, dass man sich laufend verbessern kann, auch wenn man schon sehr gut ist. Das heißt aber nicht, dass Start-ups auf jeden neuen Trend aufspringen müssen. Zumindest kennen und für sich abwägen sollte man diese aber.
 
 

Für das Marketing heißt das: ausprobieren – analysieren – optimieren – ausprobieren – analysieren – optimieren.

 
 

Wo liegen heute die Schwerpunkte eurer eigenen Marketing-Strategie? Wie erreicht ihr neue Kunden und Leser? Welche Kanäle setzt ihr ein?

 
 
Das Onlineportal Für-Gründer.de wächst organisch dank kontinuierlicher Keywordanalyse und Optimierung unserer Seiten: Gute Texte, Linkbuilding und die ständige Weiterentwicklung der Plattform (Stichwort Mobile first & Co.) sind die Grundlage für unser Bestehen. Facebook, Twitter, Instagram und Co. nutzen wir vor allem, um die tagesaktuellen Texte zu streuen. Außerdem haben wir ein großes Partnernetzwerk, Newsletter für verschiedene Zielgruppen und so weiter. Auch in Sachen PR sind wir mit Studien zu Themen wie Gründerwettbewerbe oder zuvor Crowdfinanzierung aktiv. Tatsächlich verzichten wir aber auf klassische Anzeigen oder Dinge wie Google AdWords.
 
 
Mit dem Unternehmerheld sind wir außerdem auf zahlreichen Gründerkonferenzen unterwegs und haben natürlich auch „heldenhafte“ Werbemittel. Aber als digitales Unternehmen nutzen wir natürlich auch hier vermehrt Online-Marketing-Maßnahmen. Zusammengefasst kann man sagen: Beim Unternehmerheld setzen wir stärker auf das Thema Storytelling und bei Für-Gründer.de steht eine suchmaschinenoptimierte Strategie im Fokus.
 
 
Monitor mit Grafik zum Marketingmix
 
 

Keine Reichweite, kein Budget, oft wenig Erfahrung: Gerade für junge Unternehmen ist der Start oft schwierig. Gibt es spezielle Marketing-Strategien oder -Maßnahmen, die ihr einem Gründer derzeit empfehlen könnt? Worauf sollte man sich gerade zu Beginn konzentrieren?

 
 
Gut zusammengefasst! Pauschale Ratschläge zu geben, ist allerdings immer etwas schwer. Denn nicht für jedes Unternehmen eignen sich auch dieselben Strategien und Maßnahmen. Wichtig ist aber auf jeden Fall, auf die Werbeeffizienz zu achten. Nicht jeder Kanal eignet sich gleichermaßen, um die jeweilige Zielgruppe zu erreichen. Kostenfreie Tools helfen dabei, die Kanäle in Hinblick auf die Zielgruppenerreichung zu vergleichen und zu benchmarken.
 
 
Grundsätzlich sollte auch erst einmal eine Marketingstrategie ausgearbeitet werden, bevor man mit dem Marketing startet. Viele Start-ups arbeiten hier eher willkürlich. Steht die Strategie, sollten Gründer möglichst schnell mit den Maßnahmen anfangen und optimieren. Nicht jede Webseite muss vom Launch an perfekt sein, jeder Newsletter hatte einmal den ersten Abonnenten. Auch hier gilt: ausprobieren, analysieren, optimieren!
 
 

Ein neues Unternehmen erfolgreich ins richtige Licht zu setzen ist eine Herausforderung: An welcher Stelle ihrer Marketing-Strategie haben viele Start-ups Schwierigkeiten? Wie können diese gelöst werden?

 
 
Ein guter Gründer liebt seine Geschäftsidee. Und das ist auch gut so. Allerdings führt das in der Regel dazu, dass er sehr – beziehungsweise für das Marketing ZU – tief in der Thematik steckt. Für das Marketing klare Botschaften herauszuarbeiten und Dinge auch „für Laien“ erklärbar zu machen, fällt da oftmals nicht leicht. Hier hilft es, Feedback von neutralen Personen, beispielsweise aus dem Freundeskreis, einzuholen, bevor die Inhalte an eine größere Masse kommuniziert werden.
 
 
Außerdem fällt Gründern oft auch die Marktanalyse schwer. Viel zu oft haben wir schon gehört „wir haben keine Konkurrenz“. Dieser Satz stimmt wirklich nie! Wer sich das einprägt, der hat schon die Lösung für diese Herausforderung. Im Zuge der Marktanalyse außerdem noch ein weiterer Tipp: Die Zielkunden sollten möglichst genau definiert werden, bevor man über die Marketingkanäle nachdenkt. Wir haben sowohl für Für-Gründer.de als auch für den Unternehmerheld klare Personas definiert, die uns in der tagtäglichen Arbeit dabei helfen, die Zielgruppe immer vor Augen zu halten. Felix zum Beispiel ist 32, sehr selbstbewusst und ehrgeizig. Er hat seit fünf Jahren eine Freundin, geht gerne auf Konzerte, mag Fußball, begeistert sich für Politik und ist ein sehr onlineaffiner Mensch. Wer hat jetzt noch kein klares Bild vor Augen? 😉
 
 

Viel zu oft haben wir schon gehört „wir haben keine Konkurrenz“. Dieser Satz stimmt wirklich nie!

 
 
Monitor mit Grafik zur Planung einer Gründer-Strategie
 
 

Egal ob beim Crowdfunding oder bei der Investorensuche: Beim Gründen geht es oft auch darum, sich selbst zu vermarkten. Worauf sollten Jungunternehmer hier besonders achten?

 
 
Wichtig ist, immer die Balance zwischen Understatement und einem (zu) gesunden Selbstbewusstsein zu halten. Gründer sollten sich von Anfang klar machen, wo sie im Markt stehen. Dazu gehört, gleichermaßen die eigenen Stärken wie auch Schwächen zu kennen. Nur so kann der Crowd oder dem Investor gegenüber dargestellt werden, was das Start-up einzigartig macht. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch Visionen aufzeigen darf. Hier können deutsche Start-ups sicher noch einiges von ihren amerikanischen Pendants lernen.
 
 
Für die Vermarktung kann außerdem auch Storytelling dabei helfen, Dinge so zu erklären, dass sie jeder versteht und (fast noch wichtiger) so zu erklären, dass sie erinnert werden.
 
 

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Auch wenn das Internet heute wichtig ist: Viele Start-up-Ideen basieren nicht auf der digitalen Welt. Braucht es trotzdem immer Online-Marketing? Und habt ihr Tipps für das Marketing in der „realen“ Welt?

 
 
Der Begriff Online-Marketing ist weit gefasst. Heutzutage sind ein vernünftiger Webauftritt und eine gewisse Social Media-Aktivität sowie ein Newsletter eigentlich unverzichtbar. Selbst eine Backstube ohne eigene Webseite sollte heutzutage zumindest über Google My Business einen Eintrag bei Google Places und Maps beantragen. Ganz ohne die Onlinewelt kommt heutzutage also kaum ein Unternehmen aus. Wenn es jedoch an Dinge wie Google AdWords oder Display-Ads geht, braucht es das nicht immer. Im Gegenteil, hier können – je nach Branche und Zielgruppe – Offline-Maßnahmen sogar als vertrauensvoller wahrgenommen werden.
 
 
Konkrete Tipps für Marketing in der „realen“ Welt sind auf jeden Fall der Besuch von Messen und Networking-Events, die Nutzung des guten alten Telefons sowie persönliche Kontakte und ganz wichtig: dass die Kundenbetreuung auch offline betrieben wird. Es ist deutlich einfacher, einen bestehenden Kunden zu halten, als einen neuen zu gewinnen. Das geht auf keinen Fall rein onlinebasiert. Ein professionelles CRM-System unterstützt digital dabei, alle Kontakte mit relevanten Gesprächsnotizen und den nächsten Schritte in der Kundenakquise sowie -betreuung im Blick zu behalten. Der Mix ist also der Weg zum Erfolg.
 
 

Es ist deutlich einfacher, einen bestehenden Kunden zu halten, als einen neuen zu gewinnen.

 
 

Noch einmal zurück zu euch: Was sind die nächsten Schritte in eurer eigenen Marketingstrategie? Was plant ihr für die Zukunft?

 
 
Für 2018 steht ein breiter Ausbau für unsere Software Unternehmerheld an, denn wir wollen über die Gründungs- und Planungsphase hinaus eine All-in-one-Lösung für kleine Unternehmen werden. Sprich: Die Zielgruppe wird deutlich größer und begrenzt sich nicht mehr „nur“ auf Personen, die eher am Anfang ihrer Gründung stehen. Hier haben wir schon zahlreiche Ideen, wie wir diese erreichen können. Vorab können wir verraten: Es wird ein schöner Mix aus Offline und Online – und das Thema Storytelling wird dabei sehr groß geschrieben.
 
 
Unsere Reihe „Marketing in Start-ups“ beleuchtet die Marketingstrategien junger Unternehmen. In Teil 1 sprachen wir mit der jungen Social-Media-Agentur TEOP-Media, in Teil 2 ließen uns die Kommunikationsexperten von parcelLab hinter ihre Kulissen blicken.


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