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Mit Marketing in Facebook-Gruppen den Algorithmus überlisten

Facebook-Marketing steht bei vielen Unternehmen hoch im Kurs und bietet ihnen viel Potenzial. Wie du durch Marketing in Facebook-Gruppen die Beziehung zu Kunden und potenziellen Kunden intensivieren kannst, erklären wir in diesem Blogartikel.

Facebook gilt als das größte soziale Netzwerk der Welt. Trotz Datenschutzskandalen, zunehmender Werbung und ständigen Veränderungen des Algorithmus erfreut sich die Social-Media-Plattform großer Beliebtheit. Auf Facebook erreichen Unternehmen Menschen aller Altersgruppen, wobei die ganz Jungen weniger stark vertreten sind. Das Facebook-Marketing gehört für die meisten Unternehmen zu ihrem Marketing-Mix.
 
Privatpersonen haben auf Facebook ein Profil. Unternehmen treten dort hingegen mit einer Seite in Erscheinung, die auch Fanpage genannt wird. Um neue Beiträge einer Unternehmensseite regelmäßig angezeigt zu bekommen, müssen die Fans die Fanpage liken, also den „Gefällt mir”-Button anklicken. Nach grundlegenden Veränderungen des Algorithmus sehen die Nutzer mittlerweile weniger organische Beiträge von Unternehmen. Stattdessen hat Facebook die Inhalte von Freunden und Familie sowie Gruppen gegenüber Nachrichtenartikeln oder Beiträgen von Unternehmen stärker priorisiert.

Marketing in Facebook-Gruppen oder doch lieber Werbe-Ads?

 
Demnach haben Unternehmen zwei Möglichkeiten, ihre organischen Beiträge stärker zu befeuern. Eine Möglichkeit sind bezahlte Facebook Ads. Die andere Möglichkeit ist das Marketing in Facebook-Gruppen. Werbeanzeigen gab es schon immer. Eine Facebook-Gruppe zu gründen oder auf Facebook als Seite einer Gruppe beizutreten, ist Unternehmen erst seit 2017 erlaubt. Da die Nutzer mit einer Gruppe enger verbunden sind und sie sich dort häufiger engagieren, sehen sie deren Beiträge schneller und regelmäßiger in ihrem News-Feed. Gruppen eignen sich sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich.
 
Mittlerweile dürfen Unternehmen Facebook-Gruppen als Mitglied beitreten. Diese Option ist für Unternehmen interessant, deren Ressourcen nicht ausreichen, um eine eigene Gruppe aufzubauen. Ob das sinnvoll ist, muss für jeden Fall neu entschieden werden. Bevor du mit deinem Unternehmen einer Gruppe beitrittst, solltest du gründlich recherchieren, ob die Facebook-Gruppe gut zu deinen Themen und Produkten passt. Manchmal wirkt es besser, wenn Mitarbeiter des Unternehmens in den Gruppen kommunizieren. Diese Kommunikation sollte transparent erfolgen, sodass klar ist, dass keine Privatperson spricht. Mitunter wirkt es nahbarer, wenn der konkrete Mitarbeiter kommuniziert – und nicht das eher abstrakte Unternehmen.
 
Unternehmen bekommen keine Sonderrechte. Sie müssen ebenfalls Fragen beantworten, um aufgenommen zu werden, und sie müssen sich an die jeweiligen Gruppenregeln halten. Sollten sie gegen diese Regeln verstoßen, können die Administratoren der Gruppe sie verwarnen oder gar ausschließen.


Facebook-Gruppen

Pro und Kontra von Facebook-Gruppen

 
Einige Gründe sprechen für Facebook-Gruppen:
 

  • Ungefähr jeder zweite Nutzer von Facebook engagiert sich mindestens in einer Gruppe.
  • In den Facebook-Gruppen agieren die Mitglieder oft aktiver als auf einer Seite.
  • In einer Gruppe diskutieren die Nutzer ernsthaft und vertraulich: Sie tauschen sich offen und ehrlich aus.
  • In den Gruppen auf Facebook entstehen oft echte Diskussionen.

 
Nun klingt eine Gruppe nach der Lösung aller Probleme für Unternehmen und du fragst dich, warum nicht jedes Unternehmen eine hat. Ganz so leicht ist es nicht. Eine Gruppe erfolgreich aufzubauen, sie kontinuierlich zu moderieren und sie nachhaltig zu festigen, gelingt nur mit viel Einsatz. Sind die personellen Ressourcen in einem Unternehmen nicht vorhanden, kann es eine gute Alternative sein, sich in einer bestehenden Gruppe zu engagieren. Das sollte nicht heimlich geschehen, sondern völlig transparent. Wer sich als Unternehmensvertreter zu erkennen gibt, kann mitdiskutieren, hilfreiche Beiträge veröffentlichen, den Mitgliedern Fragen beantworten, Lösungen anbieten und idealerweise inspirieren. Mit deinen Beiträgen kannst du dir einen Expertenstatus aufbauen.

Was charakterisiert eine Facebook-Gruppe von Unternehmen?

 
Die Idee dahinter ist, eine Community aufzubauen, die sich rund um das Unternehmen oder eine Marke bewegt. In der Zeit vor dem Internet wäre eine solche Gruppe vielleicht Fanclub genannt worden. Treue und interessierte Fans können sich in einem privateren Rahmen und geschützten Raum austauschen und ihr Wissen teilen. Im Idealfall bekommen sie vom Unternehmen exklusive Inhalte angeboten.
 
Nun wollen wir uns die Varianten und Einstellungen für Gruppen auf Facebook näher anschauen. Welche Unterscheidungen gibt es?
 

  • Offene oder öffentliche Gruppen
  • Private Gruppen, die in der Suche sichtbar sind (bislang: geschlossene Gruppen)
  • Private Gruppen, die in der Suche verborgen sind (bislang: geheime Gruppen)

 
Die Inhalte offener Gruppen sind innerhalb von Facebook für jeden Nutzer sichtbar. Wer die Beiträge in geschlossenen Gruppen sehen möchte, muss der Gruppe beitreten. Zuvor sieht derjenige lediglich die Mitglieder der Gruppe, aber nicht, was sie posten. Manche Gruppen verlangen, dass die Beitragswilligen Fragen beantworten. Geheime Gruppen sind tatsächlich geheim: Wer kein Mitglied der Gruppe ist, sieht weder die Beiträge noch die Mitglieder der Gruppe.

Welche Ziele verfolgst du mit dem Aufbau einer Facebook-Gruppe?

 
Die Gruppe dient als Netzwerk und du kannst sie zur Kundenbindung und für das Produktmarketing nutzen. Ein positiver Nebeneffekt von Gruppen ist die Möglichkeit, darüber Meinungs- und Marktforschung zu betreiben. Wenn du deine Fans aufforderst, Feedback zu geben, kannst du die freundlichen Rückmeldungen sowie die geäußerte Kritik auswerten. Damit hast du eine preiswerte und authentische Möglichkeit, Marktforschung zu betreiben. Auch zarte Schwingungen der Stimmung lassen sich aus den Gruppen lesen. Sollte sich eine Krise andeuten, hilft dir die Gruppe als Frühwarnsystem.
 
Auch für die Produktentwicklung durch Crowdsourcing lässt sich die Facebook-Gruppe nutzen. Ist das Produkt entwickelt oder zumindest ein vorzeigbarer Prototyp entstanden, kannst du dein Produkt vorab der Gruppe präsentieren. Kommt es auf den Markt, kannst du den Gruppenmitgliedern einen besonderen Startrabatt anbieten. Für das Content-Marketing kann die Gruppe als Quelle der Information und Inspiration dienen.
 
Beim Marketing in Facebook-Gruppen solltest du vorsichtig vorgehen. Fühlen sich die Mitglieder der Gruppe von Werbebotschaften belästigt, werden sie die Gruppe schnell wieder verlassen. Bietest du ihnen jedoch regelmäßig besondere Erlebnisse und exklusive sowie relevante Informationen, kannst du dir eine treue Fangemeinde aufbauen.

Die fundierte Planung der Facebook-Gruppe

 

Worüber sollte ich mir Gedanken machen, bevor ich eine Gruppe gründe?

 
Eine Gruppe ist schnell gegründet und wenn das Thema angesagt ist, finden sich sicher interessierte Teilnehmer. Trotzdem solltest du dich fragen, ob dein Thema auf längere Sicht ergiebig ist. Sammle im Idealfall zunächst Ideen und prüfe, ob du genügend Stoff für die ersten Monate hast.
 
Des Weiteren solltest du dir überlegen, wie stark du den Gruppenmitgliedern vertraust. In der vertrauensvollen Variante kann jeder und jederzeit in der Gruppe posten, was er gerne möchte. Die Beiträge sind sofort für alle Mitglieder der Gruppe sichtbar. Eine Alternative dazu ist, dass Administratoren oder Moderatoren die Beiträge bestätigen. Erst wenn sie das getan haben, sind die Posts für alle sichtbar.
 
Passe deine Gruppe optisch deinem bisherigen Auftritt in Social Media an, um die Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten. Achte zudem darauf, dass der Gruppenname passende Keywords enthält, und denke an das Thema SEO. Viele Nutzer finden über die Facebook-interne Suchfunktion neue Gruppen. Daher ist es wichtig, dass der Gruppenname bereits relevante Suchbegriffe enthält.
 
Wähle zudem eine kurze und knackige Beschreibung der Gruppe, die leicht verständlich erklärt, worum es geht. Verknüpfe die Gruppe mit der existierenden Seite auf Facebook. Du kannst vorübergehend den Call-to-Action deiner Fanpage verändern und über den Button die Nutzer direkt zur Gruppe führen.
 
Es kann sich anfangs anbieten, etwas Budget in die Hand zu nehmen und einen Gruppenbeitrag zu bewerben. Bedenke jedoch, dass Qualität vor Quantität geht. Hast du eine etwas kleinere Gruppe reichweitenstarker und engagierter Fans, kannst du damit mehr erreichen als mit einer großen Gruppe wenig interessierter Teilnehmer.
 
Begrüße anfangs einmal pro Woche die neuen Gruppenmitglieder namentlich. Biete ihnen an, sich unter diesem Post der Gruppe vorzustellen.
 

Die Facebook-Gruppe ist gegründet – was jetzt?

 
Überlege nun, wer sich von deinen Kollegen am besten als Moderator einer solchen Gruppe eignet. Idealerweise sollten zwei oder drei Personen als Moderatoren fungieren, damit die Betreuung der Gruppe immer gewährleistet ist.
 
Ist eine Gruppe erfolgreich, wächst sie unter Umständen sehr schnell. Daher kannst du dir überlegen, ob es sinnvoll ist, dass auch Gruppenmitglieder Mitgliedsanfragen bestätigen dürfen. Du wirst entlastet und es gibt keine Verzögerung bei der Beantwortung der Anfragen.
 
Schaue dir zudem existierende Gruppen zu ähnlichen Themen auf Facebook an. Wie lebendig und aktiv sind die Gruppen? Dümpeln sie vor sich hin oder wird rege diskutiert? Falls dein Thema bereits besetzt ist, solltest du prüfen, ob es Raum für eine weitere Gruppe gibt.
 

Wie passe ich die Kommunikation an meine Zielgruppe an?

 
Du weißt nicht, wer deine Zielgruppe ist? Starte deine Facebook-Marketing-Strategie mit einer gründlichen Analyse, um deine Zielgruppe oder besser noch eine Persona möglichst exakt zu definieren.
 
Je nachdem, wen du mit Facebook-Marketing erreichen möchtest, solltest du deine Ansprache darauf abstimmen. Richte die Sprache und die Themen an der Altersbandbreite und dem durchschnittlichen Erfahrungshintergrund der Gruppenmitglieder aus.
 
Erkläre neuen Gruppenmitgliedern, worum es in der Community geht und warum die Gruppe gegründet wurde. Lege dabei die Vorteile offen, die mit der Mitgliedschaft verbunden sind.
 
Mache dir vorab zudem Gedanken über Regeln für die Gruppe und verfasse eine Netiquette. Diese kannst du unter „Info” ablegen oder als festgepinnten Beitrag den Gruppenbeiträgen voranstellen. Formuliere klar und freundlich, welche Verhaltensweisen in deiner Gruppe nicht akzeptiert werden. Bei kleineren Verstößen kannst du Mitglieder dann zunächst erneut auf die Regeln hinweisen. Sollte ein Gruppenmitglied wiederholt verstoßen oder die Grenzen stark überschreiten, kannst du ihn oder sie ausschließen. Durch den Verweis auf die Regeln erfolgt der Ausschluss dann transparent und nachvollziehbar.
 

Wie bringe ich meine Facebook-Gruppe dazu, weiter zu wachsen?

 
Hast du bereits eine reichweitenstarke Unternehmensseite auf Facebook, kannst du dort auf die neu gegründete Gruppe hinweisen. Lade zudem gezielt Nutzer in deine Gruppe ein. Verfügst du über Kontakte zu Meinungsführern, die sich für deine Produkte und Serviceleistungen interessieren? Lade sie in deine Gruppe ein und bitte sie, auf die Gruppe hinzuweisen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen viele Fans dieser Aufforderung und treten ebenfalls der Gruppe bei.
Die Mitgliederzahl alleine entscheidet nicht über den Erfolg einer Facebook-Gruppe. Bemühe dich von Anfang an, die Diskussion am Laufen zu halten. Bevor dies eine Eigendynamik bekommt, musst du regelmäßig selbst Beiträge und Fragen posten.


Facebook

Ein Erfolgsbeispiel für Facebook-Marketing in einer Gruppe

 
Die Facebook-Gruppe „Echte Mamas“ hat knapp 100.000 Mitglieder und wächst kontinuierlich weiter. Die Gruppe für Mütter und Schwangere ergänzt die mit weit über 500.000 Mitgliedern beliebte gleichnamige Seite. Bei über zehn Millionen Interaktionen jeden Monat ist die Gruppe enorm erfolgreich.
 
Für die Gründer der „Echten Mamas“ hat die Qualität des Austauschs eine hohe Bedeutung. Daher lassen sie nicht jeden Beitrittswilligen in die Gruppe. Sie prüfen zunächst, ob es sich um eine Frau handelt, ob diese mit einem Klarnamen postet und ob das Profil seit mindestens drei Monaten existiert.
 

Erfolgsanalyse für Marketing in Facebook-Gruppen

 
Existiert deine Gruppe mindestens 30 Tage, kannst du in Facebook auf die Insights zugreifen. Über die statistischen Daten lässt sich leicht erkennen, welche Art von Beiträgen gut ankommt und zu welchen Tageszeiten deine Community besonders aktiv ist.
 
Im Einzelnen kannst du folgende Daten für die Gruppe abfragen und sie zur weiteren Verarbeitung exportieren:

  • das Wachstum der Gruppe (Gesamtzahl der Mitglieder, ausstehende Mitglieder, genehmigte Anfragen und mehr)
  • Informationen zu Interaktionen (Beiträge, Kommentare, Reaktionen, aktive Mitglieder, beliebteste Beiträge und Weiteres)
  • Daten zu den Mitgliedern (wer sind die aktivsten Mitwirkenden?)

Ausblick auf das Marketing in Facebook-Gruppen

 
Mit der richtigen Facebook-Marketing-Strategie ist Facebook für Unternehmen immer noch eine der wichtigsten Social-Media-Plattformen. Marketing in Facebook-Gruppen zu betreiben, ist eine sinnvolle Erweiterung deines Marketing-Mixes. Bedenke jedoch, dass der nachhaltig erfolgreiche Aufbau einer Facebook-Gruppe kein Selbstläufer ist. Analysiere daher zunächst gründlich und finde heraus, wer deine Zielgruppe ist und wofür sie sich interessiert. Auf Facebook gibt es mittlerweile unzählige Gruppen, sodass du dein Alleinstellungsmerkmal klar herausarbeiten solltest. Stelle zudem ausreichend personelle Ressourcen für das Community-Management der Facebook-Gruppe bereit.
 

 

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Kommentare

Martin 29. April 2020 - 11:06

Sehr informativer Beitrag mit ein paar echt guten Tipps. Habe selber auch die ein oder andere größere Gruppe und habe diese ebenso eingesetzt.
Gibt es irgendwo eine Liste mit den größten Unternehmensgruppen auf Facebook?

Antworten

Textbroker-Redaktion 30. April 2020 - 9:29

Hallo Martin,

das freut uns. Schau mal, vielleicht können die folgenden Zusammenstellungen dir einen Überblick geben und dich inspirieren für deine Gruppen:

https://blog.hubspot.com/marketing/best-facebook-groups-examples
https://omr.com/de/facebook-gruppen-ranking-marketing/

Viele Grüße vom Textbroker-Team

Antworten

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