Content Marketing als Wortwolke

Themenfindung im Content Marketing: 3 Wege, um neue Ideen zu generieren

Qualität geht beim Content Marketing vor Quantität. Ohne die regelmäßige Publikation neuer Inhalte werden Sie es jedoch schwer haben, Nutzer langfristig zu binden. Sie benötigen einen Handlungsplan, der die kontinuierliche Content-Produktion garantiert. Stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit ausreichend viele Ideen parat haben – zum Beispiel durch planmäßige Recherchen sowie Beobachtung und Befragung.

Bevor wir Ihnen drei der effektivsten Methoden zur Themenfindung vorstellen, noch ein Ratschlag: Orientieren Sie sich bei der Content-Planung unbedingt an den Interessen, Problemen und Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe. Wechseln Sie die Perspektive!

Wer nur seine eigenen Interessen verfolgt, verschenkt großes Potenzial in Bezug auf Reichweite und Interaktionen (dazu zählen vor allem Empfehlungen und Conversions). Bekommen Sie heraus, was Ihre Zielgruppe interessiert und richten Sie Ihre Content-Planung entsprechend darauf aus.

Methode 1: Finden Sie heraus, wonach Ihre Zielpersonen suchen

Worüber sprechen Ihre Kunden und Interessenten? Welche Fragen stellt Ihre Zielgruppe, die Sie bisher noch nicht durch Ihr Content-Angebot beantworten? Wir bewegen uns hier sehr nah an der klassischen Keyword-Recherche. Sie haben jedoch schon im Vorfeld weitere Möglichkeiten, die Interessen Ihrer Zielgruppe aufzuspüren:

Analysieren Sie Trends anhand von Google Trends, Trending Hashtags (auf unterschiedlichen Plattformen) oder Plattformen wie BuzzSumo. Finden Sie heraus, warum ein bestimmter Content im Trend liegt und wie Sie einen Mehrwert zur Diskussion beitragen können.

 

Twitter Suche

Suche auf Twitter

● Lassen Sie sich durch häufige Suchanfragen und Suchvorschläge inspirieren. Wenn Sie Ihr Keyword in die Google-Suchleiste eingeben, werden Ihnen ergänzende Vorschläge gemacht. Womöglich sind diese bereits Anregung genug für neue Inhalte?

Google Suchvorschläge für Suchbegriff Keyword

Google Suggest

● Betrachten Sie die Suchergebnisse im Detail. Welche Ergebnisse werden für Ihre Keywords angezeigt? Sind sie zufriedenstellend, oder könnten Sie Ihrer Zielgruppe noch bessere Ergebnisse liefern?

Der Suchmaschinenexperte Olaf Kopp hält „die Frage nach der Art des Contents [für] essenziell, da Google hiermit Auskunft darüber gibt, was der Suchende finden möchte (Suchintention)” – und damit auch darüber, was Sie liefern sollten. Achten Sie also auch auf die Content-Formate, vielleicht ergibt sich hier die Chance, anstatt eines Textes ein Video oder eine Präsentation zu platzieren (siehe hierzu auch Methode 3).

Google-Suchergebnisse für Begriff Themenfindung

Google-Suchergebnisse für Keyword „Themenfindung”

Methode 2: Hören Sie Kunden und Interessenten genau zu

Diese Methode geht in eine ähnliche Richtung wie die erste, bezieht sich aber vor allem auf Ihre bereits vorhandene Community. Über diese haben Sie höchstwahrscheinlich bereits Daten und Informationen gesammelt und können sich gut in ihre Bedürfnisse hineinversetzen. Gerade für die Content-Planung ist es wichtig, hier immer ein offenes Ohr zu haben:

Welche Fragen stellen Ihnen Kunden oder Interessenten – per E-Mail oder am Telefon? Können Sie auf dieser Basis neuen Content produzieren? Erwähnen Sie jedoch niemals Namen und behandeln Sie persönliche Informationen stets vertraulich.

Fragen Sie konkret nach, wie Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung verbessern können. Sammeln Sie Vorschläge und erstellen Sie daraus neuen Content (z. B. Umfragen, Interviews oder Rezensionen).

Worüber spricht Ihre Zielgruppe im Social Web? Nutzen Sie Monitoring-Tools, um die dortigen Diskussionen zu beobachten und daraus Ideen für Ihr Content Marketing abzuleiten. Falls Sie schnell produzieren können, ist es auch eine gute Taktik, sich aktiv in Diskussionen einzubringen und durch neuen Content einen Mehrwert beizusteuern. Auf diese Weise nehmen Sie vielleicht sogar Kontakt zu potenziellen Kunden auf.

● Gibt es Meinungsführer in Ihrer Branche? Oder Blogger, die Erfahrungsberichte veröffentlichen und dabei Anregungen zur Verbesserung Ihrer Produkte liefern? Wie reagiert die Community auf diese Inhalte? Können Sie sich an entsprechender Stelle einbringen oder sogar langfristig Beziehungen aufbauen und regelmäßig zusammenarbeiten? Sie profitieren dann nicht nur von der zusätzlichen Reichweite, sondern gewinnen gleichzeitig an Glaubwürdigkeit und Sympathie.

● Werfen Sie zu guter Letzt einen Blick auf Ihre Mittbewerber. Worüber sprechen sie, welche Inhalte publizieren sie und welches Feedback erhalten sie wiederum von ihrer Community? Greifen Sie diese Ideen auf und seien Sie schnell in der Umsetzung. Im Idealfall gelingt es Ihnen, Kunden abzuwerben bzw. von sich zu überzeugen.

Methode 3: Überarbeiten und verwerten Sie vorhandenen Content wieder

Die dritte Methode bezieht sich genau genommen nicht auf die Produktion neuer Inhalte. Es muss nämlich nicht immer „neu” sein, häufig reicht auch ein „aktuell”, „verändert” oder „überarbeitet”.

Falls Sie auf vorhandene Inhalte zurückgreifen können, sollten Sie das regelmäßig tun. Zum einen, weil Google auf Aktualität achtet, zum anderen, weil Sie dadurch die Qualität Ihres Contents kontinuierlich verbessern und den Mehrwert für Ihre Zielgruppe steigern können. Das kommt langfristig Ihrer Suchmaschinen-Positionierung zugute.

Mit vorhandenen Inhalten können Sie unterschiedlich umgehen:

1. Content-Optimierung: Optimieren Sie Ihren Content in Hinblick auf Ihre Zielstellung. Was soll Ihr Content bewirken? Wollen Sie Leads generieren, oder streben Sie eine virale Verbreitung an? Greifen Sie auf vorhandene Daten zum Nutzerverhalten zurück, um Potenziale zu entdecken, und überarbeiten Sie Ihren Content inhaltlich und/oder visuell.

2. Content-Recycling: Verwenden Sie vorhandenen Content mehrfach, indem Sie beispielsweise neue Formate erstellen und damit neue Plattformen bedienen. Erstellen Sie etwa Infografiken, wandeln Sie Artikel in Präsentationen um oder fassen Sie mehrere Texte in einem E-Book zusammen. Sie sparen dadurch Produktionskosten und erweitern Ihr mediales Portfolio – und damit langfristig Ihre Sichtbarkeit bzw. Auffindbarkeit im Netz.

Fazit

Mit diesen drei Methoden finden Sie regelmäßig neuen Input für Ihre Content-Planung. Evaluieren Sie aber jede Idee, bevor Sie in die Umsetzung gehen. Nicht jeder Anhaltspunkt ist auch „contenttauglich”. Die oben erwähnte Keyword-Recherche und natürlich der Gegencheck zur eigenen Content-Strategie sind obligatorisch.

Tipp: Protokollieren und priorisieren Sie Ihre Ideen. Dadurch bauen Sie sich über die Zeit einen wertvollen Themenplan auf, aus dem Sie sich je nach zeitlicher bzw. finanzieller Ressourcenlage frei bedienen können.

Über den Autor

Robert Weller, Toushenne

Robert Weller ist Social Media Manager und Dozent für digitales Marketing. In seinem Blog www.toushenne.de beschäftigt er sich intensiv mit diversen Aspekten des Inbound Marketings, einschließlich Content Marketing und Design. Sein erstes Fachbuch "Blog Boosting" erschien Mitte 2015.

 

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Qualität geht beim Content Marketing vor Quantität. Ohne die regelmäßige Publikation neuer Inhalte werden Sie es jedoch schwer haben, Nutzer langfristig zu binden. Sie benötigen einen Handlungsplan, der die kontinuierliche Content-Produktion garantiert. Stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit ausreichend viele Ideen parat haben – zum Beispiel durch planmäßige Recherchen sowie Beobachtung und Befragung.