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Geo-Arbitrage und Travel Hacking: clevere Tipps für digitale Nomaden

Sie reisen um die Welt und arbeiten dort, wo es Ihnen gerade am besten gefällt? Mit unseren Tricks sparen Sie bares Geld dabei.

Ankunft am Flughafen

 
 
Die Ortsunabhängigkeit hat viele Vorteile, denn Sie können dort arbeiten, wo es Ihnen am besten gefällt. Wenn Sie sich aber noch als Freelancer etablieren müssen beziehungsweise erst am Anfang der Selbstständigkeit stehen, kann das Geld zu Beginn knapp sein. Zum Glück gibt es erprobte Strategien und Tipps, die Ihnen in einer solchen Situation helfen können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dank Geo-Arbitrage und Travel-Hacking mehr aus Ihrem Verdienst machen.
 
 

Geo-Arbitrage: ein Klassiker in neuem Gewand

 
Unter dem Begriff Geo-Arbitrage versteht man nichts anderes, als weltweit unterschiedliche Lebenshaltungskosten und Lohnniveaus zum eigenen Vorteil zu nutzen. Die Praxis ist schon lange bei Unternehmen verbreitet, die in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten produzieren und dann auf Märkten mit höherem Preisniveau verkaufen. Als digitaler Nomade können Sie ebenfalls von diesem Effekt profitieren, indem Sie zum Beispiel online für deutsche Auftraggeber arbeiten und gleichzeitig in einem Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten Ihre Zelte aufschlagen.
 
 
Wie in unserem Artikel über die 5 Hotspots für digitale Nomaden bereits erwähnt, ist Asien bei ortsunabhängigen Freelancern sehr beliebt, unter anderem wegen der niedrigen Kosten für Miete, Lebensmittel und Freizeitaktivitäten. Denken Sie immer daran: Für Sie als ortsunabhängiger Webworker ist Ihr Verdienst niemals absolut, sondern relativ. Mit einem regelmäßigen Einkommen in Euro können Sie sich so zum Beispiel in Thailand einiges mehr an Komfort leisten als in Deutschland. Dieses Prinzip hat auch so mancher deutsche Rentner schon länger erkannt.
 

Outsourcing von Aufträgen

 
Natürlich können Sie als digitaler Nomade den Spieß auch umdrehen und selbst Tätigkeiten kostengünstig an Freelancer in anderen Ländern auslagern. Dies funktioniert selbstverständlich nicht in allen Bereichen und spielt hier deshalb eine untergeordnete Rolle. Wenn Sie sich für Outsourcing als Strategie entschieden haben, achten Sie darauf, dass die Verwaltung und Überprüfung der beauftragten Arbeit Sie am Ende nicht mehr Zeit kostet, als Sie einsparen wollten.
 
 
Auch sollten Sie immer fair auftreten und nicht um jeden Cent feilschen, ganz besonders dann, wenn Sie Menschen in Ländern mit sehr geringem Lohnniveau beauftragen. Es sollte schließlich immer auf eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten hinauslaufen.
 

Fallstricke vermeiden: Das sollten Sie bei Geo-Arbitrage beachten

 
In faszinierenden Ländern leben, die Ausgaben des täglichen Bedarfs halbieren und in starker Währung verdienen – besser könnte es doch eigentlich nicht laufen, oder? Nun, natürlich gibt es auch ein paar Dinge zu bedenken. Bei Ihren Kalkulationen sollten Sie Ausgaben für die Auslandskrankenversicherung und Visa sowie weitere Reisekosten nicht unter den Tisch fallen lassen. Rechnen Sie also alles gut durch, bevor Sie sich aus rein finanziellen Gründen für Geo-Arbitrage entscheiden. Auch kann man nicht pauschal sagen, dass überall in Asien oder Südamerika gleich günstige Lebenserhaltungskosten vorliegen. Recherchieren Sie deshalb genau, wie die Gegebenheiten in Ihrem Zielland aussehen, zum Beispiel in der weltweit größten Datenbank für Lebenserhaltungskosten.
 
 
Wenn Sie zuvor noch nicht als digitaler Nomade um die Welt gereist sind, sondern „nur“ Urlaub gemacht haben, unterschätzen Sie nicht, wie schwer es sein kann, auf Reisen zu arbeiten. Nicht jedem liegt es, in ständig wechselnder Umgebung produktiv zu sein. Erfahrene Freelancer empfehlen, nicht zu oft von Ort zu Ort zu springen, sondern lieber länger in einer Umgebung zu verweilen, um eine Arbeitsroutine entwickeln zu können.
 
 
Frau mit Planer
 
 
Wer sich beispielsweise länger in einem Apartment in der Digitalen-Nomaden-Hochburg Chiang Mai einmietet, spart am Ende nicht nur Reisekosten, sondern findet hier auch leicht Austausch mit Gleichgesinnten. Da Sie nur etwa 200 Euro Miete einplanen müssen, bleibt genug Geld übrig, um die atemberaubende Umgebung auf Ausflügen in Ihrer Freizeit zu erkunden. Tagsüber können Sie von zu Hause aus arbeiten oder eines der zahlreichen Coworking-Spaces nutzen.
 
 
Wenn es Sie nicht in die Ferne zieht, ist das kein Problem. Auch als Freelancer mit Home Office in Deutschland können Sie von Geo-Arbitrage profitieren: Als ortsunabhängiger Webworker wohnen Sie zum Beispiel kostengünstig in einem ländlicheren Gebiet und arbeiten für Auftraggeber, die in teureren Gegenden sitzen und ein dementsprechend höheres Preisniveau gewöhnt sind.
 

Steuern als digitaler Nomade: oft eine Grauzone

 
In der Regel lohnt sich ein längerer Auslandsaufenthalt finanziell eher als ein kürzerer. Wenn Sie jedoch weiterhin in Deutschland gemeldet und somit hier steuerpflichtig sind, sollten Sie sich nicht mehr als ein halbes Jahr am Stück im Ausland aufhalten. Haben Sie keinen deutschen Wohnsitz, besitzen keine Immobilie in Deutschland und leben über 183 Tage in einem anderen Land, so gilt normalerweise die Steuerpflicht dieses Landes. Sie können aber trotzdem in Deutschland beschränkt steuerpflichtig sein, wenn Sie Einkünfte zum Beispiel aus in Deutschland gemeldetem Gewerbe beziehen.
 
 
Außerdem spielt auch der Aspekt des Lebensmittelpunkts eine Rolle. Das Finanzamt kann beispielsweise auch ohne, dass Sie in Deutschland gemeldet sind, entscheiden, dass sich Ihr Lebensmittelpunkt in Deutschland befindet, zum Beispiel, wenn Ihr Ehepartner noch dort wohnt. Sollten Sie in mehreren Ländern steuerpflichtig sein, prüfen Sie, ob es ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt.
 

Auf der sicheren Seite bleiben

 
Sie sehen, das Thema Steuern ist komplex und als digitaler Nomaden befinden Sie sich schnell in einer Grauzone. Ziehen Sie deshalb einen Steuerberater zurate, der auf Webworker spezialisiert ist, bevor Sie sich in das digitale Abenteuer stürzen. Viele Regelungen passen derzeit noch nicht vollständig zu den modernen Möglichkeiten, die sich im Arbeitsleben 2.0 bieten. Dadurch ergeben sich viele Schlupflöcher, aber auch Unsicherheiten.
 
 
Als Neuling unter den digitalen Nomaden probieren Sie am besten zunächst in kleinerem Rahmen aus, wie es ist, selbstständig im Ausland zu arbeiten, bevor Sie in Deutschland alle Zelte abbrechen. Wenn Sie sich dauerhaft für ein bestimmtes Land entscheiden, informieren Sie sich vorab genau über erforderliche Visa, Regelungen zur Arbeitserlaubnis und über die Steuerpflicht. Eine Abmeldung aus Deutschland kann finanzielle Vorteile haben, wenn Sie in einem Land leben, das deutlich weniger Einkommensteuer erhebt, will aber sorgfältig durchdacht werden – es könnten an anderer Stelle Kosten auf Sie zukommen.
 

Geld sparen durch Travel-Hacking

 
Neben Geo-Arbitrage gibt es noch weitere Möglichkeiten, Geld einzusparen. Für digitale Nomaden spielt das Reisen eine zentrale Rolle im Leben. Sogenannte Travel-Hacks sind Methoden, die helfen, bei Flugbuchung, Unterkunft und Co. weniger zu zahlen. Das geht zum Beispiel durch:
 

  • Sammeln von Flugmeilen
  • Bonusprogramme von Hotel- und Mietwagenportalen
  • Kreditkarten mit Bonussystem
  • Vergleichsseiten
  • Timing

 
Erfahrene Travel-Hacker tüfteln unter Umständen Jahre an einem ausgefeilten System, um von Bonusmeilen der drei großen Fluganbieter-Allianzen Star Alliance, SkyTeam und One World zu profitieren. Am einfachsten ist das Sammeln der Meilen bei Flugbuchungen. Solange die Anbieter zu derselben Allianz gehören, landen alle auf einem Meilenkonto. Der Nachteil: Sie müssen erst einmal Flüge buchen und die Regeln, wonach die Meilen berechnet werden, variieren. Schneller kommen Meilen zusammen, wenn Sie eine Kreditkarte mit entsprechendem Bonussystem nutzen. Sie garantiert bei Abschluss eine große Anzahl von Meilen und bringt später bei der Nutzung Boni ein, die in Meilen eingetauscht werden können.
 
 
Das Meilensammeln ist in den USA viel populärer als in Deutschland. Viele Programme sind daher nur für US-Amerikaner nutzbar. In Europa ist das Vielfliegerprogramm Miles & More, das 1993 von der Lufthansa gegründet wurde, vermutlich am interessantesten. Hier sammeln Sie nicht nur Lufthansa-Meilen, sondern bekommen auf allen Star-Alliance-Flügen sowie bei Eurowings Meilen gutgeschrieben. Zudem besteht eine Kooperation mit dem PAYBACK-Programm, durch das Sie mit Ihren Einkäufen für den täglichen Bedarf ganz nebenbei Flugmeilen sammeln können.
 
 

 
 
Populär sind die Suche nach günstigen Flug-, Hotel- und Mietwagenangeboten mit Vergleichsseiten wie Skyscanner, Check24 oder Google Flights sowie die Nutzung von Bonussystemen von Buchungsportalen. Dabei gilt: Je flexibler Sie bei den Reisedaten sind, desto günstiger wird es. Preiswertere Flüge bekommen Sie zum Beispiel oft dienstags und donnerstags beziehungsweise freitags sehr früh oder sehr spät am Tag. Rund um Feiertage und sonntags wird es normalerweise bei Kurzstrecken teurer. Bei Fernreisen sind Rückflüge, die auf einen Sonntag fallen, aber oft günstiger.
 
 
Achten Sie außerdem auf Ferienzeiten. Sind in Ihrem Bundesland Sommerferien, aber im Nachbarbundesland nicht, so kann es sich lohnen, von dort zu fliegen. In manchen Fällen kann es zudem günstiger sein, einen Gabelflug zu buchen, also unterschiedliche Hin- und Rückflugorte auszuwählen. Das Timing ist gleich in mehreren Hinsichten wichtig: Das gilt sowohl wie beschrieben für den Reisezeitraum als auch für den Zeitpunkt der Buchung. Bei den meisten Buchungen lohnt es sich, früh aktiv zu werden und mindestens sechs Wochen im Voraus zuzuschlagen.
 
 
Sobald Sie ein gutes Angebot gefunden haben, vergleichen Sie die Preise auf der Webseite des Flug- oder Hotelanbieters direkt. Meist sparen Sie bei der Buchung dort noch einmal, da Sie keine Provision an Dritte zahlen müssen. Bei Mietwagen hingegen kommt es vor, dass Sie über Vermittler oft günstiger fahren als direkt beim Endanbieter.
 

Fazit: Wissen ist Geld!

 
Geo-Arbitrage und diverse Travel-Hacks helfen, bares Geld zu sparen. Prüfen Sie genau, welche zu Ihrem Lebensstil passen und wägen Sie Kosten und Nutzen für sich ab. Es gibt unzählige, immer wieder neue Travel-Hacks, die das Reisen für digitale Nomaden günstiger machen.
 
Haben Sie noch weitere Tipps für uns, wie Sie sparen und als ortsunabhängiger Freelancer das Beste für sich herausholen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns!


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