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Mit Textbroker als digitale Nomadin in Thailand

Den Wunsch, nach Thailand auszuwandern, hatte die 4-Sterne-Autorin Ulli bereits als Kind. Etliche Jahre und unzählige Thailandurlaube später setzten sie und ihr Lebensgefährte das Vorhaben schließlich in die Tat um. In Bangkok arbeitet sie nun nicht nur für Textbroker, sondern kümmert sich auch liebevoll um die vielen Straßenhunde vor Ort.

 

Thailand war schon immer das Land meiner Träume. Zum ersten Mal durfte ich das sogenannte Land des Lächelns mit 12 Jahren mit meinen Eltern bereisen und wurde vom ersten Moment an verzaubert. Das warme Wetter, die herzlichen Menschen, der buddhistische Glaube und die Leichtigkeit des Seins hatten es mir angetan. Bereits in meinem damals zarten Alter erzählte ich jedem, der es hören oder nicht hören wollte, dass ich eines Tages nach Thailand auswandern würde.

 

Natürlich galt ich zu dieser Zeit als kleine Spinnerin und wurde von den meisten Menschen nur milde belächelt. Meine Liebe zu diesem Land wurde aber immer intensiver, ich stürzte mich auf jeden Zeitungsauschnitt und jedes Buch mit dem Thema Thailand. Informationen über das Land zu finden war im Jahre 1986 ohne Internet und in unserem kleinen Ort Christkindl bei Steyr gar nicht so leicht.

 

Thailändischer Tempel

 

Mein Leben in Österreich

 

Trotz meiner Träume absolvierte ich aber eine ganz normale und konservative Ausbildung an der Hotelfachschule und arbeitete nach meinem Abschluss in tollen Hotels in ganz Österreich. Später unterstützte ich meine Eltern im eigenen Gasthaus und lernte auch meinen Lebensgefährten kennen. Es folgten Jahre mit Arbeit und ich bekam meinen Sohn Julian, der mittlerweile 23 Jahre alt und selbst verheiratet ist – Thailand aber verschwand nie ganz aus meinen Gedanken. Die thailändische Küche war immer schon mein Steckenpferd, ich liebte Thai-Massagen, Meditationen und sog jede Dokumentation über Asien förmlich auf.

 

Urlaube im Land des Lächelns

 

In der Zwischenzeit hatte ich mit meinem Lebensgefährten den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und ein eigenes Gasthaus eröffnet. Dies hatten wir gepachtet und mein Sohn konnte im Schoße der Familie auch seine Lehre als Koch absolvieren. Obwohl wir ein kleines Landgasthaus, also ein für Österreich typischer Kirchenwirt, waren, fand man auf unserer Speisekarte natürlich viele thailändischen Gerichte – und unsere Tom-Yam-Suppe war weit über die Stadtgrenze hinaus berühmt. Das grüne Thai-Curry verkaufte sich sogar besser als das traditionelle Wiener Schnitzel!

 

Gemeinsam mit Kind und Kegel unternahmen wir mindestens einmal pro Jahr eine schöne Reise nach Thailand. Mein Partner war ebenfalls vom ersten Moment an von Asien und Thailand im Speziellen fasziniert, und für uns war klar, dass wir gemeinsam eines Tages meinen Kindheitstraum verwirklichen wollten. Wir besuchten sämtliche Ecken des Landes und sortierten für uns im Kopf schon mögliche zukünftige Lebensmittelpunkte aus. Natürlich war uns aber von Anfang an klar, dass wir diesen Traum nur gut vorbereitet wagen würden.

 

Thailändische Flagge vor Blumen

 

Auswanderung nach Thailand – unsere spannende Vorbereitungszeit

 

Während unseres letzten Urlaubs im Jahr 2012 gaben wir uns insgeheim unseren Startschuss für die Auswanderung. Wir nahmen uns ein Jahr an Vorbereitungszeit und arbeiteten von diesem Zeitpunkt an auch sehr intensiv auf unser Ziel hin. Wir arbeiteten doppelt so hart wie zuvor, gaben an unseren freien Tagen thailändische Kochkurse, schrieben ein gemeinsames Kochbuch, nur um ein gutes Startkapital für unsere Träume und unseren Start in Thailand zu erwirtschaften.

 

Der wichtigste Punkt war natürlich die Überlegung, was wir später in Thailand arbeiten könnten. Für uns war es enorm wichtig, dass wir nicht nur einen Plan A und B in petto hatten, sondern auch mit einem Plan C und D aufwarten konnten. Ich habe mein ganzes Leben lang schon gerne geschrieben, und bereits in meiner Zeit in Österreich mein erstes Buch veröffentlicht. Nebenbei baute ich auch meinen eigenen Blog auf und festigte mein Standbein als Digital Nomad. Ich hatte damals schon Angebote für Online-Jobs und baute einen kleinen Kundenkreis auf, für den ich Webseiten und Blogs betreute. Mein Partner Peter übernahm die Recherche und fand noch in Österreich die Plattform Textbroker, die ich als gute Alternative im Hinterkopf behielt, denn mir war klar, dass online arbeiten eine tolle Möglichkeit für mich sein würde.

 

Nebenbei liefen natürlich auch alle anderen Vorbereitungen auf Hochtouren. Im Internet suchten wir nach einem passenden Häuschen, nachdem uns klar war, dass unser Lebensmittelpunkt auf jeden Fall Bangkok werden würde. Wir lernten eine nette, junge Thai kennen, die uns ihr Haus vermieten wollte und uns auch bei den Vorbereitungen sehr unterstützte. Wir organisierten einen 20-Fuß-Container und überlegten genau, welche Sachen und Dinge mit uns auf Reisen gehen sollten. Unser restliches Hab und Gut wurde verschenkt und verkauft.

 

Wir organisierten Flohmärkte und verkauften auch viele Dinge online, und die Ausstattung des Gasthauses ging an Kollegen aus der Gastronomie. Einige Pakete mit persönlichen Dingen schickten wir an die thailändische Vermieterin, die schon zu einer lieben Freundin geworden war. So konnte sie unser zukünftiges Zuhause schon etwas wohnlich mit unserer individuellen Note versehen. Sie hängte unsere Vorhänge auf, und auch das Bett wartete bereits fertig bezogen mit unserer eigenen Bettwäsche. Wir kamen also in einem kuscheligen und heimeligen Nest an und fühlten uns von der ersten Sekunde an zu Hause.

 

Victory Monument in Bangkok

 

Die Zeit der Abreise war angebrochen

 

Mit klopfendem Herzen stiegen wir im September 2013 ins Flugzeug, voll bepackt mit Koffern und Taschen und mit zwei lachenden Augen. Von einem weinenden Auge waren wir meilenweit entfernt und wir haben bis heute noch keine Sekunde lang wehmütig in Richtung alte Heimat geblickt. Bangkok empfing uns mit Hitze, Sonnenschein sowie tausenden Gerüchen und Geräuschen und unsere neu gewonnene Freundin und Vermieterin wartete am Gate auf uns, um uns in unser neues Häuschen zu bringen. Die erste Zeit nutzten wir ausschließlich, um die neue Umgebung zu erkunden, und wir wurden von Molly, der Thaifreundin, überall großzügig eingeführt und vorgestellt. Alle Auswanderer sollten meiner Meinung nach ein finanzielles Polster haben, um in aller Ruhe anzukommen.

 

Arbeiten im Ausland – die ersten Schritte

 

Eingereist sind wir damals mit einem Education Visa, kurz genannt ED, einem Visum, das an eine Sprachschule gekoppelt war und uns einen Aufenthalt für ein Jahr erlaubte. Gleichzeitig mussten oder durften wir für dieses Visum auch eine Sprachschule besuchen, denn die Sprache zu beherrschen war für uns ebenfalls ein wichtiger Schritt in Richtung Integration. Auch die thailändischen Schriftzeichen wollten wir so schnell wie möglich erlernen, denn gerade für mich als Schriftstellerin ist nichts schlimmer, als quasi als Analphabetin durch die Gegend zu laufen.

 

Als sich die Lage etwas beruhigt hatte und etwas Normalität in unseren Alltag eingetreten war, starteten wir auch etwas intensiver mit der Recherche nach möglicher Arbeit für digitale Nomaden. Textbroker kam nun für mich wieder auf und ich startete mit meinen ersten Artikeln. Für mich war diese Art der Arbeit optimal, da ich mir so meine Zeit absolut flexibel einteilen konnte. Diese ortsunabhängigen Jobs passten ideal in unseren Lifestyle. Für Textbroker recherchierte ich morgens spannende Themen, wir unternahmen tagsüber spannende Ausflüge und abends schrieb ich meine Artikel.

 

Meine ersten Schritte bei Textbroker waren Reiseartikel und Produktbeschreibungen und ich tastete mich langsam mit kurzen Artikeln an die Materie heran. Langsam wagte ich mich auch an andere Themen und längere Beiträge heran und schreibe mittlerweile Artikel zum Thema Mode, Essen, Tiere und vieles mehr. Nach etwa zwei Jahren kamen auch immer mehr DirectOrders auf mich zu und wirklich tolle, lange Artikel und kleine E-Books winkten als Aufträge. In der Zwischenzeit schreibe ich beinahe täglich einige Texte und habe mir durch diesen Job bei Textbroker ein nettes Standbein geschaffen. Dabei sind für mich nicht nur die Bezahlung, sondern vor allem die sinnvolle und spannende Beschäftigung und die Unabhängigkeit extrem wichtige Punkte.

 

Strand von Koh Samui

 

Digitale-Nomaden-Berufe – in Thailand eine Grauzone

 

In Thailand zu arbeiten ist für Ausländer nicht wirklich einfach. Es gibt hier nur eine kleine Liste an Jobs, die Ausländer auch ausüben dürfen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Berufe, die ein Thai selbst nicht bewerkstelligen kann. Dies dient zum Schutz der einheimischen Bevölkerung und ist an und für sich ja keine schlechte Idee. Als digitaler Nomade Geld zu verdienen fällt hier in eine absolute Grauzone, die nicht unbedingt verboten ist. Eine Arbeitserlaubnis direkt erhält man hierbei aber nicht und man muss sich dadurch auch stets um ein anderes passendes Visum kümmern. Dafür stehen lediglich Education Visa und Touristen Visa zur Verfügung, die natürlich auch kostspielig sind.

 

Es dauerte nicht lange und mein Lebensgefährte, der im Network-Marketing tätig ist, eröffnete seine eigene kleine Firma, über die ich dann auch mein Business Visum erhielt. Die Geschichte rund um das Visum in Thailand ist eine reine Geldfrage. Wer in Thailand im Zuge von Work-and-Travel neben dem Reisen auch online arbeiten möchte, bewegt sich stets in der Grauzone der digitalen Nomaden und muss sich nicht mit der Arbeitserlaubnis befassen. Wer aber plant, langfristig hier Geld zu verdienen und zu leben, der sollte sich unbedingt um ein korrektes Visum und eine Arbeitsgenehmigung kümmern. Denn gerade bei diesen Dingen versteht der thailändische Staat keinen Spaß. Die Steuern in Thailand sind verschwindend gering und meine Arbeit als digitaler Nomade fällt in der Buchhaltung meines Partners so gut wie gar nicht ins Gewicht. Dies ist also kein Grund, sich nicht um ein passendes Visum mit Arbeitserlaubnis zu kümmern.

 

Der alte Wong-Wian-Yai-Bahnhof in Bangkok

 

Online arbeiten – eine beliebte Möglichkeit, im Ausland Geld zu verdienen

 

Mit der Zeit lernt man natürlich auch viele Ausländer aller Altersgruppen kennen, und viele arbeiten gerade in Thailand online. Zweien meiner engsten Freunde konnte ich zum Beispiel schon Textbroker vorstellen, die nun auch begeistert am Texte schreiben sind. So bessern sie sich nebenbei entweder die kleine Rente auf, die sie aus Deutschland erhalten, oder verdienen neben dem Job als Englischlehrer noch etwas Geld dazu.

 

Online zu arbeiten, schenkt mir sehr viel Freiheit. Durch meine Artikel verdiene ich monatlich in etwa den Betrag, den ich in meine absolute Passion stecke: Seit wir in Bangkok leben, kümmern wir uns besonders um die hiesigen Straßenhunde. Wir begannen damit, Hündchen zu retten und zu pflegen und die Straßenhunde im Umkreis zu füttern. Dadurch bemerkt man natürlich immer mehr Missstände und wir starteten mit unserem privaten Programm, die Hunde zu impfen, regelmäßig zu entwurmen und von Parasiten zu befreien, und auch immer wieder Hunde zum Tierarzt zu bringen. Dort werden die Tiere gesund gepflegt und auch kastriert oder sterilisiert, denn nur so kann man der nicht endenden Flut an immer neuen Welpen ein wenig Herr werden.

 

Auch wenn Tierärzte in Thailand im Vergleich zu Europa spottbillig sind, bin ich froh, dass ich durch meine Artikel immer Beträge zur Verfügung habe, um den Tieren etwas Gutes zu tun. Unser eigenes Haus mit großem Garten teilen wir in der Zwischenzeit mit 13 Hunden. Vom Chihuahua über Pinscher und Terrier bis hin zu Pitbull und Thai-Dog sind hier sämtliche Rassen und Mischlinge vertreten und Langeweile kommt garantiert nie auf.

 

Straßenhund

 

Arbeiten im Ausland – Arbeiten im Paradies

 

Immer wieder liest man von Schauergeschichten darüber, wie Auswanderer kläglich gescheitert sind, und auch wir erleben immer wieder, dass Menschen ihre Träume begraben müssen. Bei vielen Auswanderern ist Pech dabei, andere aber sind auch ein wenig selbst an ihrem Unglück schuld. Wer absolut unvorbereitet und überstürzt seine Auswanderungspläne verwirklicht, der muss natürlich auch mit Stolpersteinen rechnen. Wie ich immer so schön sage, ist es ohne Geld nirgendwo auf der Welt nett, denn egal wie niedrig die Lebenserhaltungskosten auch sein mögen, kostenfrei und gratis lebt man an keinem Platz der Erde. Neben meinen anderen kleinen Online-Jobs ist Textbroker für mich ein wichtiger Bestandteil geworden, um das Leben auch finanziell angenehm gestalten zu können. Mir bleibt genügend Zeit für meine Familie, für meine Freunde, die uns natürlich sehr häufig hier in Thailand besuchen, und es bleibt auch ausreichend Zeit für meine Hobbys und für Freizeit.

 

Aus meiner Sicht war unsere Entscheidung, nach Thailand zu ziehen, die beste Sache, die wir unternommen haben. Wir haben noch keine Sekunde hier bereut, was vor allem daran liegt, dass wir alles wirklich gut geplant hatten. Wenn ich so am Nachmittag in unserem Garten unter den Mangobäumen sitze, den Laptop vor mir habe und meine Artikel schreibe, so bin ich jeden Tag aufs Neue dankbar für das Leben, das wir hier führen dürfen.

 

Sie leben ebenfalls an einem exotischen Wohnort und verdienen Ihr Geld online? Wir freuen uns, wenn auch Sie Ihre Erfahrungen mit Textbroker im Ausland teilen wollen. Schicken Sie uns bei Interesse einfach eine Mail an [email protected]

 


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