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Rich und Featured Snippets: So stichst du in den SERPs hervor

Ein gutes SERP-Snippet ist oft der erste Schritt zu mehr Traffic, mehr Kunden und mehr Conversions. Wir zeigen dir, wie du dein Snippet optimal gestaltest.


Im Internet ist Aufmerksamkeit eine bedeutende Währung. Das weiß jedes YouTube-Sternchen – und jeder, der eine Nischenseite, einen Unternehmensblog oder einen Online-Shop betreibt. Eines der größten Schlachtfelder ist dabei die Google-Suche mit ihren Kurzinfos in den SERPs. Denn im Kampf um Conversions und Nutzergunst sind die Blicke und Klicks von Suchenden die ersten Schritte zum Erfolg.
 
Viele Tools bieten nützliche kleine Helfer für die SERP-Snippet Optimierung. Mit ein wenig Fleißarbeit, Know-how und Kreativität lassen sich Snippets kreieren, die für mehr Aufmerksamkeit und höhere Klickraten sorgen. Wir zeigen dir einige grundlegende Methoden, mit denen deine Snippets besser werden und den Traffic erhöhen.

SERP-Snippet-Optimierung: die Grundlagen

 
Bereits mit einem „Standard-Snippet“ lassen sich die User von Google gezielt ansprechen und zum Klick verführen. Ein gutes Snippet ist formal korrekt und stilistisch sowie inhaltlich zweckmäßig geschrieben. Das heißt:
 

Formale Aspekte

 
Die Basisversion eines Snippets besteht in der Regel aus diesen drei Elementen:
 

  1. Title (Faustregel: bis 70 Zeichen inklusive Leerzeichen)
  2. URL
  3. Meta-Description (Faustregel: 130 bis 160 Zeichen)

Inhaltliche und stilistische Aspekte

 
Prägnant, aussagekräftig, neugierig machend: Title und Description sollten möglichst treffend die Kernaussage der Website kommunizieren. Das kann ein Nutzen sein, den der User durch die Website erhält:
 
SERP-Snippet Nutzenkommunikation
 
Oder ein interessanter Aspekt, der den Leser neugierig macht:
 
SERP-Snippet mit interessantem Aspekt
 
Es kann aber auch eine schlichte und klare Ansage sein, die dem Nutzer den exakten Weg zu seinem Bedürfnis zeigt:
 
Snippet mit klarer Aussage
 
Wichtig dabei ist: Der User steht immer im Mittelpunkt. Das Snippet geht mit Title und Description auf die User-Bedürfnisse ein und zeigt dem Suchenden, dass er die passende Antwort auf genau dieser Seite findet. Der Text macht deutlich, was den Leser beim Klick erwartet. Er liefert die richtigen Informationen – nicht zu viel und nicht zu wenig. Sprich:
 

  • Manchmal muss der Nutzer genau über den Inhalt einer Seite Bescheid wissen, damit er klickt.
  • Manchmal soll er nur so viele Hinweise erhalten, dass ihn seine Neugier auf die Seite lockt.

 

 

Den Fokus auf die wichtigen Dinge legen

 
Der Title sollte das wichtigste Keyword enthalten. Google zieht daraus Rückschlüsse auf den Inhalt der jeweiligen Seite und macht den Leser durch eine Fettung der Keywords darauf aufmerksam. Natürlich muss der Begriff sinnvoll und leserfreundlich verwendet werden. Er darf nicht künstlich in den Text hineingepresst werden. Bei der SERP-Snippet-Optimierung ergibt es auch Sinn, das Wichtigste in der Headline (in der Regel das Keyword) nach vorne zu stellen.
 

Grafik-Elemente zur Auflockerung

 
Einige Elemente sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit im Snippet. Um sich optisch vom Wettbewerb abzuheben, lassen sich per HTML-Code bestimmte Icons in den Title oder die Description einbinden. Gezielt eingesetzte Haken, Herzen oder Pfeile fallen auf. Auch Emojis sind möglich:

Snippet mit grafischen Elementen
 

Zahlen als Eyecatcher

 
Zahlen eignen sich ebenfalls für die SERP-Snippet-Optimierung. Sie bieten eine Auflockerung und einen Anker für das Auge. Der Leser erfasst sie schnell und erkennt gegebenenfalls auf den ersten Blick den zeitsparenden Listen-Charakter der Website. Zudem ist es bei vielen Listen intuitiv möglich, von der Höhe der Zahl auf den Umfang des Artikels zu schließen.

Snippet mit Zahl
 

Kein Clickbaiting

 
Der Leser entscheidet anhand von Title und Description, ob er eine Website besucht. Klar: Auch beim Snippet ist Clickbaiting möglich. Vermeide aber lieber diese Köder. Biete dem Leser bereits in der Kurzinfo hochwertige Informationen – und keine leeren Versprechungen. Denn das schadet der Reputation.
 

3 Tipps, um die Klicklust zu steigern

 
Wenn der Leser seinen Blick auf dein Snippet gerichtet hat, muss er schnell vom Klick überzeugt werden. Wie bereits gesagt: Gute Inhalte sind hilfreicher als plumpes Clickbaiting. Trotzdem kann es nicht schaden, dezent die Neugier des Lesers zu wecken.
 
Gerade bei Blogartikeln oder News (im Gegensatz etwa zu Produkt- oder Verkaufsseiten) kannst du den Nutzer locken, indem du etwas verschleierst oder auslässt.
 
Snippet mit Aulassung
 
Es hat sich zudem etabliert, die stärkste Botschaft der Website in das Snippet zu packen, um so den Nutzer neugierig zu machen:
 
Snippet mit stärkster Botschaft
 
Oder du lockst ihn mit einer Frage:
 
Snippet mit Antwort auf Frage
 
Darüber hinaus gibt es im Rahmen der SERP-Snippet-Optimierung weitere Mittel, um den User zum Klick zu verführen. Drei einfache Tipps:
 

  • CTA. Der einfachste Weg: ein Call-to-Action in der Description. Das ist manchmal der entscheidende Klick-Impuls.
  • Cliffhanger: Wer seine Meta-Description gezielt an einer entscheidenden Stelle abbricht, kann …
  • Exklusivität. Wer den Wettbewerber übertrumpfen möchte, bietet seinen Lesern etwas. Eine kurze Google-Suche zum eigenen Thema zeigt anhand der bestehenden Snippets, wo der USP liegt.

 
Weitere interessante Tipps für die SERP-Snippet-Optimierung bietet unser Beitrag über schöne Teaser.

Tools für die SERP-Snippet-Optimierung

 
Mit Tools wie dem SERP-Snippet-Generator von Sistrix lassen sich Snippets gestalten und anschauen, bevor sie bei Google die Kunden überzeugen.

 

Rich Snippets: Wenn es etwas mehr sein darf


 
Rich Snippets sind eine Erweiterung der herkömmlichen Snippets. Webmaster markieren dabei bestimmte Daten im Quell-Code ihrer Website (Markups), um dem Leser wichtige Informationen bereits im Snippet mitzuteilen. Durch die grafischen beziehungsweise textlichen Angaben sorgen Rich Snippets für größere Aufmerksamkeit.
 

Snippets mit Rich Snippet Markups

 

Welche Infos Rich Snippets bieten


 
Nicht jede Rich-Snippet-Auszeichnung eignet sich für jede Website. Viele Markups bieten sich ausschließlich für Online-Shops an, andere für lokale Unternehmen, wiederum andere markieren Videos, Bilder oder News.

Wer Rich Snippets auf seiner Seite verwenden möchte, findet eine Auflistung aller Markups auf der Website von schema.org – einem Webprojekt von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex. Schema.org gewährt suchmaschinenübergreifend einheitliche Auszeichnungen. Die Website unterscheidet grob folgende Kategorien:

  • Action: Wer hat was wie getan?
  • Creative works: Dazu zählen etwa kreative Arbeiten, Bücher, Filme, Musik(aufnahmen), Rezepte, TV-Serien und mehr
  • Eingebettete Objekte, die keine Texte sind: Audio-Objekte, Bild-Objekte, Video-Objekte
  • Events: zum Beispiel Veranstaltungsinformationen zu Konzerten
  • Gesundheit: etwa Medikamente
  • Intangible (nicht genau Fassbares): zum Beispiel Breadcrumbs, die im Snippet einen direkten Pfad anzeigen.
  • Organisationen: Adressen von Unternehmen, Jobs etc.
  • Personen: zum Beispiel Kontaktdaten
  • Orte, Local Business, Restaurants etc.: zum Beispiel Öffnungszeiten, Speisekarten, Bewertungen
  • Produkte, Angebote, aggregierte Angebote, Preise
  • Reviews, aggregierte Bewertungen: zum Beispiel Sternebewertungen von Produkten oder Artikeln
  • Data Types: zum Beispiel Abfahrtszeiten

 

So setzt du Rich Snippets ein

 
Meta-Daten reichern Snippets mit zusätzlichen Informationen an. Die Auszeichnungen werden direkt in den HTML-Quellcode geschrieben. Die Suchmaschinen bieten dafür verschiedene Formate an: JSON-LD, RDFa und Microdata. Im Prinzip funktionieren die Markups dabei genauso wie gewöhnliches HTML: Bestimmte Inhalte werden mit den vorgesehenen Tags markiert. Die Suchmaschine liest diese Inhalt aus und gibt sie im Snippet wieder.
 
Google stellt ein paar Bedingungen an die Website, um die Rich Snippets auszuspielen. Vor allem ist es wichtig, dass die Information tatsächlich auf der Website vorhanden, also für den Nutzer sichtbar ist. Wenn Auszeichnungen wie etwa Sternebewertungen nur im Quellcode zu finden sind, ohne dass der User tatsächlich einen Artikel bewerten kann, sieht die Suchmaschine dies als Betrugsversuch.
 
Eine Einführung in die verschiedenen Methoden für die Auszeichnung von Rich Snippets gibt es bei schema.org. Daneben bietet auch ryte.com ein umfangreiches Tutorial zum Thema JSON-LD.

Beispiel-für-Rich-Snippet-Markup-ohne-Code
Beispiel für Rich Snippet Markup mit JSON-LD

Beispiel: Auszeichnungen mit schema.org für Flugdaten

 

Google Search Console

 

Der zweite, wenn auch etwas eingeschränkte Weg, um Rich Snippets einzusetzen, führt über die Google Search Console. Unter dem Menüpunkt Darstellung in der Suche lassen sich mit dem Data-Highlighter direkt auf der jeweiligen Website Daten mit den passenden Auszeichnungen markieren. Das ist bequem und einfach per Mausklick möglich. Die Search Console bietet aber nicht alle bestehenden Markups an.
 

Datentypen fuer den Data Highlighter

Datentypen, die in der Search Console per Data Highlighter gekennzeichnet werden können


 
Auch der korrekte Einsatz der Auszeichnungen lässt sich überprüfen. Die Search Console bietet unter dem Menüpunkt Strukturierte Daten Einblick in die Markups der Website.
 

Das nächste Level: Featured Snippets, Rich Cards, FAQ-Snippets

 
Mit Featured Snippets und Rich Cards gehst du auf dem Weg der SERP-Snippet Optimierung noch einen Schritt weiter. Während Rich-Snippet-Markups das tatsächliche Snippet einer Website lediglich grafisch-informationell stärker betonen, schafft Google mit den neueren Formaten eigene vom Rest der SERPs klar abgegrenzte Ergebnisse, die in der sogenannten Answer-Box erscheinen.
 
Die Answer-Boxen sind nicht nur durch ihr Erscheinungsbild hervorgehoben, sie tauchen in der Regel auch ganz oben in den Ergebnislisten auf. Das sind zwei Faktoren, die vielen SEO-Experten kleine bis große Freudentränchen abringen.
 
Zusätzlich zum Traffic erhöhen Featured Snippets und Rich Cards die Markenbekanntheit und stärken die Autorität einer Website.
 

Rich Card oder Featured Snippet: Wie geht was?

 

Auch wenn sich beide Formate aufgrund ihrer Gestaltung und ihrer Wirkung ähneln, gibt es Unterschiede zwischen Rich Cards und Featured Snippets.
 

Rich Cards finden sich besonders häufig in der mobilen Suche. Sie sind Teil der Rich Results, wie Google inzwischen seine erweiterten Suchresultate bezeichnet. Wie Rich Snippets müssen auch Rich Cards per schema.org ausgezeichnet werden. Sie können in der Search Console überprüft werden. Rich Snippets haben gegenüber Featured Snippets den vermeintlichen Vorteil, dass sie dem Nutzer nur so viel Inhalt verraten, dass er noch immer auf das Ergebnis klicken muss. Gerade für Rezepte und News sind sie somit ideal, um den Traffic zu erhöhen.

 

Beispiel für Rich Card

Rezept-Rich-Cards in der Smartphone-Suche zum Keyword Ente Orange


 
Featured Snippets sind dagegen nicht gezielt einsetzbar: Google bezieht laut eigener Aussage die Informationen für Featured Snippets automatisch direkt aus der Seite. Eine Auszeichnung der gewünschten Infos ist somit nicht möglich oder notwendig. Websitebetreiber müssen sich bei der Hervorhebung der Snippets in den SERPs auf Googles Gnade verlassen. Dennoch lässt sich mithilfe verschiedener Methoden der Weg zum Featured Snippet ebnen.
 
Beispiel für Featured Snippet

Das Featured Snippet zum Keyword Humor

 

Wie schafft man es in die Featured Snippets?

 
Julia McCoy hat beim Content Marketing Institute ihre besten Tipps verraten, um in der begehrten Answer-Box aufzutauchen. Sie empfiehlt unter anderem, den Content auf die umfassende Beantwortung von Fragen auszurichten – mit hochwertigem, umfangreichem, unterhaltsamem und nutzerzentriertem Content, der gezielt auf die Fragen der Nutzer reagiert. Für die SERP-Snippet-Optimierung mit dem Ziel „Position 0“ bieten sich zum Beispiel FAQ-Seiten an.
 

Digital-Marketing- und SEO-Spezialistin Marcela De Vivo gibt darüber hinaus einige Tipps zur korrekten Formatierung. Sie zeigt, dass sich Texte, Tabellen, geordnete sowie ungeordnete Listen, Schritt-für-Schritt-Aufzählungen, Charts und Bilder als Grundlage für die Featured Snippets eignen. Google scheint Tabellen und Listen besonders zu bevorzugen. Die Suchmaschine legt dabei Wert auf die korrekte HTML-Formatierung mit h- und p-Tags. Die einzelnen Abschnitte im Absatz oder in der Liste sollten nicht zu lang sein, damit die Suchmaschine sie ordentlich darstellen kann. Optimal sind 40 bis 50 Wörter.
 

SERP-Snippet-Optimierung mit FAQ

 
Ein Snippet ganz oben bei Google? Dazu eine Liste direkt darunter mit häufig gestellten Fragen? Auch damit verschafft sich jede Website ein nachhaltiges Plus in der Online-Reputation. Das sieht zum Beispiel so aus:
 
FAQ zur Suchmaschinenoptimierung
 
 
Ein solcher Eintrag in den SERPs zeugt von Kompetenz für das Thema. Und wie macht man das? Hier geht es erstens um Inhalte (also oft gestellte Fragen mit guten Antworten), vor allem aber auch um die Form: Kleide die Fragen in Überschriften (h-Tags) und die Antworten in Absätze (p-Tags). Du kannst aber auch nummerierte Listen (ol-Tags) oder Bullet-Points (ul-Tags) verwenden. Die Antworten sollten möglichst kurz und umfassend sein. Orientiere dich hierbei an den bereits vorhandenen FAQ-Snippets.

 

Featured Snippets als Gefahr?

 
Neben Freudentränen bringen Featured Snippets auch immer wieder Sorgenfalten in die Gesichter von Suchmaschinenoptimierern. Schließlich zeigt Google in diesen Boxen häufig genau die Information an, die ein Nutzer sucht – und zwar direkt in den Suchergebnissen. Warum soll der User dann noch auf die Seite klicken?
 

Obwohl viele Webmaster von Traffic-Steigerungen berichten, sind Featured Snippets umstritten. Für alle, die keine Featured Snippets verwenden möchten, bietet Google die Möglichkeit, das Ausspielen der Snippets mithilfe des Metatags nosnippet zu unterbinden.
 

Fazit: Arbeit, die sich lohnt

Mit Rich Snippets, Featured Snippets und Rich Cards lassen sich SERP-Snippets ordentlich aufpeppen und so die Blicke und Klicks der Nutzer erhaschen. Aber auch eine gute Title-Description-Kombination kann die Klickrate bereits ordentlich nach oben treiben. SERP-Snippet-Optimierung lohnt sich. Mit individuellen, informativen und hochwertigen Snippets erreichen deine Seiten die gewünschte Aufmerksamkeit.

 
 

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Kommentare

Jessica Gaiß 15. August 2017 - 13:59

Sehr cooler Artikel, wende ich bereits an und funktioniert prima! 🙂

Antworten

Johannes Braun 15. August 2017 - 14:00

Vielen Dank! 🙂

Antworten

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