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Fundiertes Briefing schreiben, Textern helfen: So kommst du an deinen Wunschtext

Wäre es nicht schön, wenn dein Texter dich mmer richtig verstünde und genau den Text lieferte, den du dir wünschst? Ein Schlüssel zu deinem Wunschtext ist ein gutes Briefing. Einige Tipps zum Thema Briefing schreiben findest du hier. Es ist schließlich von Bedeutung, dass Autoren deine Aufträge gerne und zu deiner Zufriedenheit bearbeiten.

Briefing schreiben

Briefings als kommunikative Schnittstelle

 

Briefings sind nicht bloß „irgendeine Anweisung“. Briefings sind die kommunikative Schnittstelle zwischen dem Auftraggeber und seinem Texter. Kommunikationstheoretisch ausgedrückt: Sie sind die Verschriftlichung einer Botschaft vom Sender (Auftraggeber) an den Empfänger (Texter). Und wie überall, wo wir kommunizieren, gibt es auch beim Briefing jede Menge Raum für Missverständnisse.

Einer dieser Punkte ist die Ausgestaltung des Briefings selbst: Wenn der Auftraggeber seine Botschaft nicht eindeutig oder unvollständig formuliert, kommt der Auftrag auch nicht klar beim Texter an. Wir müssen aber noch einen Schritt weiter zurückgehen: Was möchtest du als Auftraggeber wirklich haben? Im Folgenden widmen wir uns deshalb die Frage, wie wir ein perfektes Briefing schreiben können.

Wissen, was man will

 

Es klingt denkbar banal. Wenn du einen Textauftrag erteilst, solltest du vorher wissen, welchen Zweck der Inhalt eigentlich erfüllen soll. Und vermutlich wirst du als Auftraggeber jetzt empört ausrufen: „Aber das ist doch selbstverständlich!“ Schön wär’s.

Ein Beispiel: Als Texter erhält man nicht selten Briefings, in denen der Auftraggeber beispielsweise die Zielgruppe nicht klar definiert. Oder in denen nicht deutlich wird, in welchem Kontext er den Text später publizieren möchte. Lautet auf die Rückfrage nach der Zielgruppe einer Produktbeschreibung die Antwort „Die Zielgruppe sind erstmal alle“, ist das für den Texter wenig hilfreich. Denn „alle“ sind keine Zielgruppe, wie jedem Shopbetreiber eigentlich klar sein sollte. Ein Text für „alle“ ist bestenfalls ein neutraler 08/15-Text. Denn er muss ja für jeden irgendwie passen. Man erreicht und begeistert also auch niemanden wirklich mit diesem Text. Für einen Shoptext ist das tödlich. Oft merken Auftraggeber bei der Lektüre des Textes auch, dass er nicht so ist, wie sie es sich gewünscht hätten. Das ist vermeidbar.

Manchmal zeigen Briefings, wie in diesem Fall, dass der Auftraggeber sein eigenes Produkt noch nicht zu Ende durchdacht hat. Manchmal steckt hinter unzureichenden Angaben aber auch einfach Unklarheit des Auftraggebers – und zwar darüber, was der Texter alles wissen muss, um einen guten Text zu schreiben. In jedem Fall ist es unverzichtbar, sich vorher hinzusetzen und wirklich genau zu überlegen: Wie soll der Text, den ich haben möchte, aussehen? Welchen Zweck soll er erfüllen? Erst dann geht es an die Frage: Wie packe ich das jetzt alles in die schriftliche Form eines Briefings?

Ein hilfreiches Briefing schreiben: Darauf solltest du achten

 

Ein gutes Briefing umfasst bestimmte inhaltliche Punkte – und es ist vor allem logisch, übersichtlich, knapp, aber umfassend. Die folgenden Tipps geben dir Orientierungspunkte, worauf du besonders achten solltest:

Sei logisch!

 

Zunächst einmal: Maximiere nicht zwei Ziele. Du kannst nicht gleichzeitig den besten Content im Web haben wollen und mindestens 10.000 Wörter, in denen 100 Keywords jeweils 20-mal enthalten sind. Priorisiere und achte auch darauf, dass deine Briefings keine logischen Fehler enthalten. Wenn du zum Beispiel schreibst: „Alle Keywords sind Mindestvorgaben, die Keywords müssen in exakt dieser Form im Text vorhanden sein.“
und dann:

„Kind/er 5x, davon Kind/er behandeln 1x“
… ergibt das schlicht keinen Sinn.

Zunächst einmal sagst du mit der Angabe „Kind/er“, dass sowohl „Kind“ als auch „Kinder“ verwendet werden könnte. Das widerspricht der Angabe, der Texter die Keywords in exakt der angegebenen Form verwenden. Zudem impliziert die Formulierung „davon“, dass die Anzahl der Verwendungen im Text fix ist, nämlich viermal „Kind/er“ und einmal „Kind/er behandeln“. Solche Widersprüche verwirren den Texter unnötig – und kosten ihn wertvolle Zeit bei der Bearbeitung.

Bleib‘ realistisch!

 

Verlange von deinem Texter nicht, in 80 Wörtern fünf Produktvorteile unterzubringen, das Produkt kreativ und innovativ zu beschreiben, den Leser emotional abzuholen und zum Kauf zu motivieren. Auch Texter können nicht zaubern – jedenfalls meistens nicht.

Sei umfassend, aber ufere nicht aus!

 

Gerade bei Textbroker-Aufträgen ist es wichtig, dass das Briefing direkt alle relevanten Informationen enthält, da sich ansonsten die Kommunikation via Nachrichtensystem hinziehen kann. Der Texter kann schließlich nicht einfach kurz durchrufen, sondern muss dir eine Nachricht schreiben. Das kostet viel Zeit, die ein Texter nicht investieren kann, wenn er mit dem Schreiben auf einen angemessenen Stundenlohn kommen möchte.

Zugleich sollten Briefings – aus demselben Grund – aber auch nicht ausufern. Bleibe in deinen Formulierungen knapp und gestalte das Briefing als eine Liste, in der du bestimmte Kernpunkte klären kannst. Lange Beschreibungen oder unnötige Angaben kosten den Texter sehr viel Zeit. Darum macht ein zu langes Briefing deinen Auftrag ebenso unattraktiv wie ein zu kurzes.

Sei präzise!

 

Manche Fehlerquellen in der Kommunikation kann man schwer ausschließen. Beispielsweise kann das Verständnis von „gehobener Stil“ oder „provokativ“ von Person zu Person variieren. Dieses Problem löst du am besten, indem du einen Beispieltext hinzufügst Gib dabei aber auch immer an, was genau deinem Texter als Referenzpunkt dienen und was genau er „nachgeahmen“ soll – also beispielsweise der Stil.

Sei nett. (Oder wenigstens höflich.)

 
Auch ein Texter ist nur ein Mensch. Er freut sich, wenn du ihn auch so behandelst. Falls nicht, wird es sicherlich leicht ungehalten. Darum solltest du unbedingt auf das „Wie“ der Kommunikation achten.

Erkläre dem Texter nicht sein Handwerk. Wie er Keywords am besten im Text unterbringt oder in welcher Reihenfolge er Textteile bearbeitet, darfst du getrost ihm überlassen. Solche Hinweise blähen das Briefing unnötig auf und wecken Unmut. Auch wenn du vielleicht schon einmal negative Erfahrungen gemacht hast: Es gehört zum Outsourcing jeder Tätigkeit an einen Dienstleister dazu, diesem Dienstleister auch zu vertrauen und ihm zuzutrauen, dass er weiß, was er tut.

Achte auch darauf, dass du höflich und gemäßigt schreibst. Anweisungen wie „Keine Floskeln!!!“ wirken negativ, misstrauisch und aggressiv. Ein Punkt als Satzzeichen sollte genügen – und wirkt neutral und informativ.

Ein ansprechendes Briefing schreiben mit den nötigen Punkten

 

Auch wenn das „Wie“ mindestens genauso wichtig ist wie das „Was“: Bestimmte Punkte gehören einfach in ein Briefing hinein. Welche das sind, kannst du dieser Übersicht entnehmen.


  • Thema: Worum soll es in dem Text gehen?

  • Textart: Was für ein Text soll es werden (z. B. Produkttext, Blogtext, Kategorietext)?

  • Wer beauftragt? Für welche Website, welches Projekt, welche Branche wird der Text geschrieben?

  • Wer soll diesen Text lesen (Zielgruppe beschreiben / Persona definieren)?

  • Länge: Wie lang soll der Text etwa sein?

  • Meta-Daten: Wenn Meta-Title und Meta-Description erstellt werden sollen, muss dies auch im Briefing stehen.

  • Bilder Wenn Bilder erwünscht sind, solltest du auch dies im Briefing erläutern.

  • Links: Sind interne oder externe Links gewünscht, musst du das eindeutig kommunizieren.

  • Keywords: Was sind die Haupt- und Nebenkeywords, wie oft sollen sie im Text auftauchen?

  • Stil/Tonalität: Wie soll der Text klingen (z. B. unterhaltsam, witzig, gehoben, alltagssprachlich)?

  • Ansprache: Soll der Leser direkt angesprochen werden? Wenn ja, mit „Du“ oder mit „Sie“?

  • Marke: Wenn es um eine Marke geht – wie soll diese kommuniziert werden, was zeichnet sie aus?

  • HTML: Sind HTML-Tags erwünscht? Wenn ja, welche?

  • Aufbau: Wie soll die Struktur des Textes aussehen (z. B. wie viele Absätze, Überschriften etc.)?

  • Besondere Anforderungen: Gibt es weitere Besonderheiten, die der Autor berücksichtigen sollte (z. B. Schweizer Rechtschreibung o. ä.)?

  • No-Gos: Was darf auf keinen Fall im Text vorkommen (z. B. keine doppelten Anführungszeichen o. ä.)?<

Wenn du die vorher genannten Tipps beachtest und diese Punkte im Briefing abdeckst, hast du in jedem Fall schon viel zur Klarheit für den Texter beigetragen! In diesem Video kannst du noch mehr zum Thema Briefingoptimierung erfahren.

Fazit: Darum lohnt es sich, ein gutes Briefing zu schreiben

 

Natürlich garantiert dir auch das beste Briefing nicht immer, dass du den Text bekommst, den du gerne hättest. Du kannst noch immer missverstanden werden oder der Texter setzt den Auftrag nicht gut um. Schließlich arbeiten hier Menschen mit Menschen – und die machen bekanntlich Fehler.

Umgekehrt gilt aber: Wenn der Auftrag klar und durchdacht übermittelt wird, steigt die Chance erheblich, dass er richtig verstanden wird, und du bekommst, was du haben möchtest. Darum lohnt es sich in jedem Fall, als Auftraggeber ein wenig Zeit darauf zu verwenden, den Auftrag zu durchdenken und dann in einem übersichtlichen, klar strukturierten, freundlichen Briefing zu formulieren.

 

Über die Autorin

Die Autorin

Dr. Ann-Kristin Iwersen studierte Philosophie, Ethnologie und Germanistik. Seit 2013 arbeitet sie als Online-Marketer, freiberufliche Texterin und Autorin und schreibt unter anderem  für Textbroker. Sie ist auch als Dozentin und Speakerin tätig.


Kommentare

Flügel-Falter Internetwerbung 16. Oktober 2017 - 19:05

Meine Briefings sind meiner Meinung nach immer klar. Aber verstanden bzw. umgesetzt werden diese von euren Texten nur selten.

Meine Texte die ich bei Textbroker beauftrage sind in der Regel immer gleich aufgebaut.

Ich gebe einen Titel vor. Der Titel beschreibt auch den gewünschten Inhalt selbstredend.

Z.b Titel : Vor- und Nachteile Blogbeiträge von Textbroker schreiben lassen.
Der Aufbau ist immer wie folgt vorgegebenen.

Einleitung
Unterthema 1
Unterthema 2
Je nach Länge des Textes weitere Unterthemen.

In eines der Unterthemen eine Auflistung mit Bulletpoints. 4 bis 6 Stichpunkte

Fazit oder Schlusswort.

Keine direkte Leser Anrede.

Was ist falsch an diesem Briefing das immer wieder die Auflistung nicht gemacht wird oder der Leser oftmals auch wechselnd mit Du und Sie angeredet wird?

Ich freue mich auf ihre Antwort.

Beste Grüße
Lothar

Antworten

Textbroker 17. Oktober 2017 - 10:57

Hallo Lothar,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Das Thema Briefing ist kein einfaches, wie Sie selbst schon feststellen. Da es die wichtigste Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Autor ist, versuchen wir, beide Seiten sehr stark für dieses Thema zu sensibilisieren und so viele Hilfestellungen wie möglich zu geben.

Das Briefing-Beispiel, das Sie hier geben, ist im Aufbau grundsätzlich gut und sollte in der Regel ausreichen. Allerdings sind auch hier wie so oft die Geschmäcker sehr verschieden: Einige Autoren wünschen sich mehr Anleitung und Informationen, andere können anhand weniger Angaben bereits genau das umsetzen, was der Auftraggeber wünscht. Sicherlich variiert das von Autor zu Autor, je nach Gewohnheit, Talent und Erfahrung.

Um genau den Text zu erhalten, den Sie sich wünschen, und auch um auf nicht korrekt umgesetzte Aufträge zu reagieren, bietet Textbroker Ihnen verschiedene Möglichkeiten:

– Die DirectOrder ist eine sehr gute Lösung, um mit Autoren, die Ihnen zusagen, eine langfristige Geschäftsbeziehung einzugehen. Hier suchen Sie sich gezielt den passenden Autor aus und können so mit Textern zusammenarbeiten, mit denen Sie zufrieden sind. Unser Support-Team ist bei der Auswahl der passenden Autoren gerne behilflich.
– Oftmals finden sich gerade in höheren Sterneeinstufungen erfahrene Texter, die Auftragsbeschreibungen aufgrund ihrer Erfahrung leichter umsetzen können.
– Ein Link zu einem Beispieltext im Briefing verdeutlicht am besten, was der Auftraggeber wünscht. Verwenden Sie doch einige Ihrer erfolgreich umgesetzten Texte, um sie dem Autor zukünftig als Anleitung zu geben.
– Auch ein Hinweis, dass sich der Autor bei Fragen über das Nachrichtensystem an Sie wenden soll, ist oft hilfreich. So können anschließende Korrekturschleifen verhindert werden.
– Schließlich haben Sie bei jedem Text die Möglichkeit, den Autor um Nachbesserung zu bitten oder den Text letztlich sogar abzulehnen. Ein trotz Änderungswünschen nicht korrekt umgesetztes Briefing wäre auch für uns ein Grund, einer Ablehnung stattzugeben.

Unser Kunden-Service steht für Fragen, Tipps oder Problemlösungen immer gerne zur Verfügung. Bei konkreten Fragen wie dieser, können die Kollegen vom Support Ihnen am besten und schnellsten weiterhelfen. Sie erreichen sie telefonisch unter 06131/ 32720 40 oder per E-Mail unter [email protected].

Viele Grüße
Ihr Textbroker-Team

Antworten

Christian Faßbender 28. Februar 2019 - 20:08

Sehr hilfreich die ausführliche Darstellung des Themas Briefing (Konzept). Es ist echt unglaublich viel zu beachten, dass hätte ich nicht gedacht. Es macht auch deutlich wie wichtig ein detailliertes Konzept und der enge Kontakt zum Transfer ist.
Beste Grüße

CF

Antworten

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