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Bounce Rate/Absprungrate

  • Kurzerklärung
  • Ausführliche Erklärung
  • Die Messung der Absprungrate
  • Relevanz der Bounce Rate
  • Gründe für eine hohe Absprungrate
    • Schlechtes Design/Layout
    • Zu viel Werbung/Unseriöse Website
    • Falscher Content
    • Irreführende Seitentitel/Falsche Keywords
    • Zu lange Ladezeiten
  • Bounce Rate verbessern
    • Design
    • Content
    • Technik und SEO
  • Die Bedeutung der Bounce Rate in der Suchmaschinenoptimierung
  • Fazit

 

Bounce Rate: Kurzerklärung

Die Absprungrate (englisch: Bounce Rate) ist ein Wert, der beschreibt, wie viele Nutzer eine Website betreten und diese Domain, ohne eine weitere (festgelegte) Aktion auszuführen, wieder verlassen.

Ausführliche Erklärung:

Mit der Bounce Rate, auch Absprungrate, wird die Anzahl der Nutzer beschrieben, die eine Website aufrufen und diese verlassen, ohne eine weitere Aktion ausgeführt zu haben. Zu diesen Aktionen können unter anderem zählen: das Aufrufen einer weiteren Seite dieser Domain durch einen Link auf der Einstiegsseite, der Download eines Inhalts auf der Einstiegsseite, aber auch das Verweilen auf dieser Seite über eine bestimmte Zeitspanne hinaus. Schafft es eine Website nicht, einen Nutzer zu einer dieser Aktionen zu bringen, dann verlässt dieser die Seite wieder, springt also von ihr ab. Daher der Begriff „Absprungrate“.

Die niedrige Absprungrate einer Website kann einen Hinweis darauf geben, dass eine Seite bei den Nutzern beliebt ist. Auch Suchmaschinen wie Google ziehen die Bounce Rate daher zur Analyse einer Website mit heran. Ob die Absprungrate jedoch als direkter Rankingfaktor gilt, ist nicht bekannt.

Die Messung der Absprungrate

Die Bounce Rate wird für gewöhnlich in einem prozentualen Wert angegeben. Sie lässt sich in Analyse-Programmen wie Google Analytics einsehen. Hier wird etwa der Wert einer jeden einzelnen Unterseite einer Domain angegeben, aber auch der Durchschnitt der gesamten Domain angezeigt. Je niedriger der Wert, desto weniger Besucher verlassen die Seite wieder – desto besser ist also die Absprungrate.

Google Analytics-Werte zur Bounce Rate

Beispiel für die Anzeige der Absprungrate in Google Analytics.

Nicht verwechselt werden sollte die Absprungrate mit der Ausstiegsrate, auch Exit Rate. Diese beschreibt, wie häufig eine bestimmte Webseite die letzte Seite einer Domain ist, die ein Nutzer besucht hat.

Relevanz der Bounce Rate

Die Bounce Rate muss stets im richtigen Verhältnis betrachtet werden. Eine Seite mit einer hohen Absprungrate muss nicht unbedingt als schlecht gewertet werden. Vielmehr sollten Websitebetreiber Ziel und Zweck der Website ins richtige Verhältnis zum Ausstieg der Besucher setzen. So ist die Absprungrate einer Blogseite tendenziell höher als die Rate der Homepage eines Unternehmens, da Besucher häufig über externe Quellen – wie Social Media, Native Ads oder Newsletter – auf den Blog zugreifen und die Seite direkt nach dem Lesen eines Artikels wieder verlassen. Niedrige Bounce Rates sind für Websitebetreiber somit insbesondere auf Websites wichtig, die Teil einer Customer Journey sind oder den Nutzer in irgendeiner anderen Art zu einer Conversion bringen sollen.

Wichtig ist für Websitebetreiber jedoch in jedem Fall, die Absprungraten der verschiedenen Websites mit Programmen wie Google Analytics zu beobachten. Dies ist ein entscheidender Teil einer Strategie, um die Performance einer Seite überprüfen und eine Website optimieren zu können.

Gründe für eine hohe Absprungrate

Warum Besucher eine Seite sofort wieder verlassen, kann viele Gründe haben. Häufig findet der Nutzer die gesuchte Information, erreicht somit sein Ziel und kann die Seite wieder verlassen. Auch können technische Gründe, wie ein falsch eingebundener Code und somit ein fehlerhaftes Tracking, die Ursache für eine hohe Bounce Rate sein. Oftmals sind es jedoch Faktoren, die ein negatives Nutzererlebnis auslösen und so einen Besucher dazu veranlassen, einem Onlineauftritt den Rücken kehrt. Dazu zählen etwa:

Schlechtes Design/Layout:

Das Design und das Layout – und damit auch ein wichtiger Teil der Usability – sind das Erste, was der Nutzer von einer Website wahrnimmt. Innerhalb von Sekunden kann dieser erste Eindruck darüber entscheiden, ob einem Besucher eine Seite gefällt, ob er sie für seriös, relevant und interessant hält oder nicht. Farben, Fonts, die Anordnung der Navigation, das Layout von Bildern und Texten, all das kann maßgeblich dazu beitragen, einen (neuen) Besucher auf einer Website zu halten. Findet er sich nicht innerhalb kurzer Zeit auf der Seite zurecht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er abspringt.

Oft verwenden Websites veraltete Designs oder Layouts. Auch wirken Seiten chaotisch, die zu viele Schriftarten und/oder -größen verwenden oder im Layout konfus gestaltet sind. Der Leser kann solche Seiten als unprofessionell und nicht vertrauenswürdig empfinden.

Zu viel Werbung/Unseriöse Website:

Viele Webseiten schrecken den Nutzer ab, weil sie unseriös wirken. Dazu können sowohl das Design der Seite wie auch die gebotenen Inhalte beitragen. Insbesondere zu viel und die falsche Werbung können einen negativen Eindruck beim Besucher erwecken. Ungünstig eingesetzte Werbebanner und Popups tragen zu einer schlechten Nutzererfahrung bei und erhöhen so die Absprungrate.

Falscher Content:

Eine der häufigsten Ursachen für eine hohe Bounce Rate ist inhaltlich und gestalterisch unzureichender Content. Um den Besucher nicht sofort wieder zu verlieren, muss der Produzent eines Textes, eines Videos oder einer Grafik diverse Faktoren beim Erstellen guten Contents beachten. So sollten sich Autoren, Grafiker und Videoproduzenten beispielsweise folgende Fragen stellen:

  • Beantwortet der angebotene Inhalt die Fragen des Lesers?
  • Ist mein Inhalt interessant und zur Zielgruppe passend gestaltet?
  • Ist die Seite und der Inhalt so gemacht, dass es den Leser nicht zu viel Zeit kostet, sich zurechtzufinden?
  • Ist der Content übersichtlich, fehlerfrei und ansprechend gestaltet?

Irreführende Seitentitel/Falsche Keywords:

Besucher, die über die Ergebnisseiten aus Suchmaschinen eine Website betreten, kommen aufgrund gezielt gesuchter Begrifflichkeiten. Wer als Websitebetreiber seine Seite so gestaltet, dass sie zu unpassenden Suchanfragen ausgespielt wird, verliert mit hoher Wahrscheinlichkeit einen großen Teil der Nutzer, die auf die Seite kommen, gleich wieder. Nur wenn Title, Meta Description und die darin enthaltenen Keywords auch zur Website passen, kann die Bounce Rate niedrig gehalten werden. Denn nur so erhält der Besucher, was ihm zuvor im SERP-Snippet versprochen wird.

SERP-Snippet zu Texte kaufen

Ein Snippet, das für die Suchmaschine optimiert wurde.

Zu lange Ladezeiten:

Schließlich ist eine geringe Ladezeit ein schwerwiegender Grund für hohe Absprungraten und (vermutlich) auch ein wichtiger Rankingfaktor. Gerade in Zeiten von einem hohen mobilen Trafficaufkommen gilt: Nur wer seine Datenmenge gering hält und eine schnelle Website bietet, kann verhindern, dass der Nutzer frühzeitig abspringt.

Bounce Rate verbessern

Die verschiedenen Faktoren, die eine hohe Absprungrate verursachen können, lassen sich beeinflussen. Mithilfe einer sinnvollen Optimierung des Designs, des Layouts, des Contents und der Website-Technik kann die Bounce Rate gesenkt werden:

Design/Layout:

Einer der wichtigsten Ansatzpunkte, um die Bounce Rate zu senken, sind Design und Layout einer Seite. Von der Wahl der richtigen Farbkombinationen, über die Anordnung von Navigation, Hauptcontent und Seitenelementen, bis hin zur Schriftart – all das kann große Auswirkungen auf die Absprungrate haben.

Eine gute Planung mit Webdesignexperten ist beim Launch einer Website wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Seite. Auch anschließende Tests zu Design und Layout sind wichtig und können zur Optimierung der Seite und Senkung der Absprungrate maßgeblich beitragen. Welche Anordnung und Gestaltung der Seite am besten wirken, welche Farben, Grafiken und Fonts wie eingebunden werden müssen, dafür gibt es keine allgemeingültige Formel. Design und Layout sind stets abhängig von Branche, Zielgruppe, Zweck der Website und vielen anderen Faktoren.

Eine gute Seite ist übersichtlich gestaltet und geht auf die Nutzergewohnheiten ein. So sollte in der Regel das Hauptmenü am linken und/oder oberen Bildrand zu finden sein. Auch das Layout und die Formatierung der Inhalte folgen bestimmten Regeln. Ist etwa eine Seite mit einem langen Text im Blocksatz, ohne Absätze, Überschriften und Bilder formatiert, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Absprungs. Stattdessen sucht sich der Besucher dann eine Website, die ihm die Problemlösung effizienter, eingängiger und schneller präsentiert.

Content:

Die Inhalte einer Website sind entscheidend, um Besucher – auch längerfristig – an eine Seite zu binden. Der Content ist normalerweise der Grund, warum ein Nutzer eine Website besucht. Er muss daher exakt so produziert und strukturiert sein, dass er dem User möglichst schnell und unkompliziert eine Antwort auf seine Fragen gibt, ihn unterhält und/oder ein Aha-Effekt beim ihm auslöst.

Nicht nur fehlerfreien und stilistisch ansprechend sollte ein guter Text sein, vor allem muss er auch die Zielgruppe der Website richtig ansprechen. Informative Beiträge, die die Bedürfnisse der Besucher erfüllen, anregend verfasst sowie gut strukturiert sind, können verhindern, dass ein Nutzer eine Seite wieder verlässt.

Doch nicht nur der eigentliche Content, auch andere Textelemente einer Website sind wichtig, um die Absprungrate niedrig zu halten. Denn nur, wenn der Besucher mit klaren Botschaften durch eine Seite geleitet wird, kann er sich dort zurechtfinden. Die Texte in Navigation und Menü etwa sollten aussagekräftig und präzise sein, Auch Meta-Description und Title einer Website sollte für den Nutzer deutlich machen, was ihn erwartet, wenn er klickt.

Technik und SEO:

Um eine Website für Besucher attraktiv zu gestalten, sollten die Technik der Website und die Suchmaschinenoptimierung gut funktionieren und effektiv eingesetzt werden. Eine passende Onpage-Optimierung, die Senkung der Seitenladezeiten und die richtigen Keywords: All das trägt dazu bei, die Bounce Rate zu senken. Dazu gehört es, die Seite mit den richtigen Titles, Meta-Descriptions und passenden Keywords auszustatten, um Suchmaschinennutzer gezielt ansprechen zu können. Aber auch die interne Verlinkung muss so gestaltet sein, dass Nutzer sich möglichst einfach durch die Website klicken können.

Basis dieser Optimierung ist in jedem Fall eine gute technische Ausstattung. Nur wenn die technische Infrastruktur funktioniert, lassen sich etwa lange Ladezeiten und Serverausfälle – und dadurch eine Nichterreichbarkeit der Seite – verhindern. Wichtige Faktoren, wenn es darum geht, die Absprungrate niedrig zu halten.

Die Bedeutung der Bounce Rate in der Suchmaschinenoptimierung

Die Absprungrate kann ein wichtiger Indikator für die Nutzerfreundlichkeit einer Seite sein. Ein Nutzer bleibt länger auf einer Website bzw. besucht weitere Seiten dieser Domain, wenn er dort findet, was er sucht. Auch Google und Co. wissen, dass ein Besucher in der Regel eine Seite intensiver nutzt, wenn ihm der angebotene Inhalt gefällt oder hilft. Die Bounce Rate kann ein Stück weit Auskunft über dieses Interesse geben. Wenn viele Nutzer eine Website aufrufen, die in den Suchergebnissen weit oben steht, jedoch nach kurzer Zeit wieder in die Suchergebnisseiten Googles (SERPs) zurückkehren und eine andere Seite aufrufen, dann scheint die Seite nicht zur Suchanfrage des Nutzers zu passen. Kommen wenige Besucher zurück in die SERPs, scheint die Website das zu bieten, was die Nutzer suchen. Das Verhalten der User spiegelt sich jeweils in der Bounce Rate wider.

Ob die Absprungrate als direkter Rankingfaktor bei Google gilt, ist umstritten. Häufig wird stattdessen auch die so genannte SERP-Return-Rate als entscheidendes Kriterium genannt. Diese beschreibt die Anzahl der Besucher, die aus den SERPs eine Seite aufrufen und wieder (innerhalb einer bestimmten Zeit) zu den Suchergebnissseiten zurückkehren, um eine andere Seite anzuklicken. Für Google könnte dieses Verhalten besser messbar und somit verlässlicher sein als die Bounce Rate.

Fazit

Die Bounce Rate ist ein wichtiger Faktor, um ein Gefühl für die Performance der eigenen Seite zu bekommen. Die Absprungrate gibt Websitebetreibern wichtige Hinweise darauf, ob eine Seite Besucher halten kann oder optimiert werden muss. Auch wenn sich die genauen Gründe für einen Nutzerschwund nicht direkt ableiten lassen, können Webmaster einzelne Faktoren wie Content, Technik und Suchmaschinenoptimierung überprüfen und gegebenenfalls verbessern. Auch für Google und Co. spielt das Signal der Absprungrate eine wichtige Rolle, obwohl es keine gesicherten Aussagen darüber gibt, ob die Bounce Rate als Rankingfaktor gilt.

 

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