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Inhalte & Marketing für lokale Unternehmen

Was ist dran am Content-Marketing? Wie können lokale KMU erfolgreich “gute Inhalte” für Ihre Website erzeugen? Was sind überhaupt „gute Inhalte“ angesichts des Informationsbedürfnisses der Nutzer im Rahmen von lokalen Suchanfragen? Wo ist die Schnittmenge zwischen guten Inhalten, SEO und „Content-Marketing“?

Das Buzzword „Content-Marketing“ geistert seit einigen Monaten durch die SEO-Szene. Sehen einige Branchenvertreter nun darin das Allheilmittel zur Erreichung der Ziele ihrer SEO-Strategie, so schütteln etliche andere Experten nur mitleidig mit dem Kopf, da es schließlich zu allen Zeiten schon so war, dass relevante, nützliche und hilfreiche Inhalte, die die Menschen begeistern, in der Konsequenz auch von Suchmaschinen gut gerankt wurden.

Was ist also dran am Content-Marketing? Wie können lokale KMU erfolgreich “gute Inhalte” für Ihre Website erzeugen? Was sind überhaupt „gute Inhalte“ angesichts des Informationsbedürfnisses der Nutzer im Rahmen von lokalen Suchanfragen? Wo ist die Schnittmenge zwischen guten Inhalten, SEO und „Content-Marketing“?

Guter Inhalt ist relevanter Inhalt

Um zunächst einmal festzustellen, was „gute Inhalte“ überhaupt sind, bedarf es im Vorfeld einer kleinen Erläuterung. Wenn man aus der Perspektive der Nutzer von Suchmaschinen dieser Frage nachgeht, dann lautet die Antwort in den allermeisten Fällen:w

Content ist dann gut, wenn der Inhalt einer Website meine an die Suchmaschine gestellte Frage beantwortet, mein Problem löst oder mir strukturierte Optionen anbietet mich tiefer mit der Materie zu befassen.

Bei der Erstellung von „gutem Inhalt“ muss man sich stets in die Perspektive(n) der Nutzer versetzen. Um dabei mit dem Text-Inhalt möglichst viele unterschiedliche Interessen bedienen und verschiedene Fragen beantworten zu können, gilt es sich folgender Überlegung zu stellen:

Welche Fragen stellen sich Nutzer bei der lokalen Suche?

Diesbezüglich hat sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert, egal ob man sich auf Verbraucherumfragen oder Webcontrolling-Statistiken stützt. An allererster Stelle stehen folgende drei Fragen:

  • Telefonnummer?
  • Adresse?
  • Öffnungszeiten?

Mehr als 2/3 aller Verbraucher interessieren sich im Rahmen von Branchensuchen hauptsächlich für die telefonische Rufnummer, für den Standort und die Geschäftszeiten eines Unternehmens (Quelle: Local Search Usage 2012 ). Deshalb sollte klar sein, dass der Nutzer diese Inhalte prominent, auffällig und auf einen Blick sichtbar auf der Firmenwebsite lokaler Unternehmen findet.

Dabei ist es wichtig, dass diese Informationen aus Sicht der Verbraucher nicht nur auf der Firmen-Website abgebildet sind. Schließlich existieren mit Branchen- und Bewertungsportalen wie KennstDuEinen.de sowie mit Social-Media-Accounts auf Twitter, Facebook und Google+ ebenfalls mögliche Suchtreffer, die in einer Suchmaschine bei Branchensuchanfragen auftauchen können.

Darüber hinaus sollten derartige Kerninformationen über ein lokales Unternehmen quer durch das gesamte Internet stets auf einem aktuellen Stand sein. Derartige „Local Citations“ stellen – auch ohne einen Link – seitens der lokalen Suchmaschinenoptimierung einen wichtigen Faktor zur Konsolidierung guter Google-Rankings in der lokalen Suche dar. In der Konsequenz können potenzielle Kunden einen Anbieter weder kontaktieren noch direkt aufsuchen, wenn die Kontakt- und Adressdaten nicht korrekt angegeben werden! So verliert man schnell und unnötig Interessenten.

Wofür interessieren sich Nutzer bei lokalen Suchanfragen noch?

Auf Branchen- und Bewertungsportalen sucht knapp die Hälfte aller Nutzer nach einem Link zur Firmen-Website. Vergleichbar viele Verbraucher interessieren sich für Karteninformationen, die man mit einer eingebetteten Google Map auch auf der Firmen-Website wunderbar präsentieren kann. Für Anfahrtsbeschreibungen und Kilometerangaben zu umliegenden größeren Städten oder anderen prominenten Orientierungspunkten interessiert sich immerhin ein gutes Drittel der Nutzer bei lokalen Suchanfragen.

Gleichauf ist das Interesse der Verbraucher an aktuellen Kundenbewertungen sowie an Online-Discounts oder anderen Sonderangeboten, die exklusiv für Besucher der Firmenwebsite angeboten werden. Ähnlich bedeutsam für Suchende sind die verschiedenen Bezahlmethoden, die der jeweilige Anbieter akzeptiert.

Neben den 3 o.g. wichtigsten Punkten haben auf der Firmen-Website eines lokalen Unternehmens also folgende Informationen eine hohe Priorität:

  • Karteninformationen
  • Wegbeschreibung
  • Kundenbewertungen (Auszug) mit Link zu Bewertungsportalen
  • Online-Sonderangebote
  • Akzeptierte Zahlungsmittel

Damit haben wir nun die grundsätzliche Frage beantwortet, welche Kerninformationen relevant für die Firmen-Website eines lokalen Anbieters sind. Diese sollten immer und unbedingt – sozusagen als erste Local SEO-Maßnahme – im Inhalt der Firmen-Website angegeben werden.

Eine weitere Studie zum Verbraucherinteresse zeigt, dass es noch viele Informationen gibt, die der Nutzer bei der lokalen Suche attraktiv findet.

Neben den oben aufgeführten Kerninformationen wird es hier konkreter:

  • Preisangaben
  • Auflistung der angebotenen Dienstleistungen
  • Einfach auffindbare Kontaktinformationen (siehe oben!)
  • Adressdaten

Weniger als ein Drittel halten außerdem noch für wissenswert:

  • Wegbeschreibung
  • Kundenzitate
  • Attraktive Fotografien des Unternehmens
  • Begrüßungsnachricht des Inhabers/Ladenmanagers
  • Links zu Social-Media-Profilen des Anbieters

Für diese unterschiedlichen Aspekte entwickelt man eine sinnvoll gegliederte Navigation für die Website, die genau diese Inhalte strukturiert abbildet. Außerdem können durch hochwertige Abbildungen aufgewertete „Teaser-Boxen“ auf der Startseite direkt zu den wichtigsten Inhalten führen.

Auf den einzelnen Unterseiten platzieren wir schließlich die spezialisierten Inhalte. Die zentralen Kerninformationen (s.o.) sollten auf jeder Unterseite zu finden sind. Denn jede URL kann als Landingpage für Suchmaschinenbenutzer dienen. Wenn diese nicht möglichst rasch die wichtigsten Infos finden, dann sind die potenziellen Kunden schnell wieder weg. Mit Pech sogar auf der Suche nach einem Wettbewerber, der sich mehr Gedanken über die sinnvolle Präsentation seiner Inhalte gemacht hat!

Gute Inhalte müssen also gut präsentiert werden. Lokale KMU sollten also bei der Gestaltung der Firmen-Website ebenfalls berücksichtigen:

Nur wenn diese Aspekte gründlich durchdacht wurden, kann ich das Maximum aus der Firmen-Website herausholen. Dabei geht es gar nicht mal um spannende, interaktive Features, die von Webdesign-Agenturen gerne teuer in Rechnung gestellt werden, sondern um ganz grundsätzliche Überlegungen, wie man sie aus der Gestaltung von klassischen Print-Werbemitteln bereits seit jeher kennt.

Die Infografik soll vermitteln, welche Inhalte auf den Landingpages zahlreicher lokaler Unternehmen, die in der lokalen Google Suche auf Position A ranken, derzeit präsentiert werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang die visuelle Priorisierung des Contents für den Nutzer. Im Zentrum der Aufmerksamkeit, im oberen Bereich der Website, finden sich die 3 wichtigsten Informationen Adresse, Kontaktdaten und Öffnungszeiten wieder. Die restlichen Inhalte werden absteigend nach ihrer Wichtigkeit positioniert.

Man kann eine Firmen-Website auch hochgradig unattraktiv für den Nutzer gestalten: Wer bezüglich der Website-Gestaltung ganz sichergehen möchte, dass er jeden dieser Schritte elegant umschifft, findet hier „10 Wege wie Sie ihre Website-Besucher in den Wahnsinn treiben“ Rat.

Was ist mit „Content-Marketing“?

Das war bereits eine erste grundsätzliche Einheit in Content-Marketing: Gute Inhalte präsentieren, interessierte Nutzer per Suchanfrage darauf stoßen und die abgebildeten Informationen rezipieren lassen.

Die meisten lokalen Unternehmen haben vieles davon auf ihrer Firmen-Website leider noch nicht umgesetzt. Dabei handelt es sich noch nicht anspruchsvollste SEO-Maßnahmen oder aufwändige Recherchen, die zur Erstellung derartiger Inhalte notwendig sind. Es geht vielmehr um die Abbildung relevanter, weil nützlicher Informationen auf der Website, die dazu beitragen, dass der Nutzer einen Anbieter kontaktieren oder direkt aufsuchen kann.

Bevor man jedoch mit gezieltem Content-Marketing loslegen kann, ist es zwingend notwendig, sich mit der Keyword-Recherche auseinanderzusetzen.

Website-Content für SEO optimieren: Suchbegriffe recherchieren

Um nun gezielt dafür zu sorgen, dass relevante Nutzer mit passenden Suchanfragen auf die Firmen-Website gelangen, ist es notwendig, den Inhalt jeder einzelnen Unterseite auf das tatsächliche Suchverhalten der Nutzer abzustimmen. Hilfreiche Werkzeuge für eine gezielte Keyword-Recherche für die Firmen-Website:

  • Google AdWords Keyword-Tool
  • Google Suggest
  • Google Trends
  • Google „Verwandte Suchanfragen“
  • 1 bis 2 Monate laufende Google AdWords Kampagne
  • Suchanfragen im Webcontrolling-Tool

Mit Hilfe dieser Tools kann man das Set an Suchbegriffen, das man sich eigenständig überlegt hat, ausweiten. Ziel ist, pro Suchbegriff bzw. pro Suchbegriffskombination (z.B. „Damen Langhaarschnitt Dortmund“) eine gesonderte Unterseite zu erstellen, die sich inhaltlich um genau diesen Suchbegriff dreht. Selbstverständlich sollten diese Suchbegriffe möglichst passgenau das Geschäftsmodell abbilden. Aber es können auch Suchbegriffe dabei herauskommen, an die man niemals gedacht hätte, die Nutzer aber häufig bei Google eingeben.

Dabei gilt es, pro Suchbegriff möglichst umfassende und nützliche Informationen bereitzustellen, die den Nutzer interessieren könnten und das Thema von allen erdenklichen Seiten behandeln. Hochwertige Abbildungen runden die Präsentation des Inhalts ab, wie auch ein sinnvoll in einzelne Abschnitte mit Zwischenüberschriften gegliederter Inhalt.

Im Rahmen einer ganzheitlichen Keyword-Optimierung wird der relevante Suchbegriff für die jeweiligen Unterseiten schließlich an folgenden Stellen verwendet:

  • Seiten-Titel <title>
  • Hauptüberschrift <h1>
  • Zwischenüberschriften im Contentbereich <h2> bis <h3>
  • Unterüberschriften in der Sidebar/ Footer <h4> bis <h6>
  • Alt-Tag bei Abbildungen und Fotos
  • Title-Tag bei sämtlichen Links
  • … und selbstverständlich auch einige Male pro Absatz im Fließtext

Folgende Suchbegriffe können sich im Rahmen einer gezielten Keyword-Recherche beispielsweise bei einem Friseur-Salon herauskristallisieren:

  • Damen Frisur
    • Lockenfrisur
    • Dauerwelle
    • Glatthaar
  • Herren Frisur
  • Trendfrisuren
  • Kurzhaarfrisuren
  • Mittellange Frisuren
  • Langhaarfrisuren
  • etc. …

Nach der Keyword-Recherche sollte man nun die Hauptnavigation anhand dieser Suchbegriffe ausrichten und die Startseite mit attraktiven Teaser-Boxen versehen, die ebenfalls zu diesen Unterseiten verlinken. Eine Unterseite kann man stets nur für ein Keyword, bzw. für eine Keyword-Kombination optimieren!

Männliche Nutzer finden so direkt den Bereich „Herren Frisur”, der für sie relevant ist. Leute mit langen Mähnen werden sich mit dem Punkt „Langhaarfrisuren” identifizieren können und wer eine Typveränderung mit einem neuen Kurzhaarschnitt plant, der klickt ohne Umwege auf den Menüpunkt „Kurzhaarfrisuren”.

Je mehr sich die Nutzer auf einer Website mit den angebotenen Text- und Navigationslinks identifizieren können, desto qualifizierter wird der Nutzer mit jedem Klick, der “tiefer” in die Website führt. Qualifizierte Nutzer hingegen weisen eine höhere Absicht zu konvertieren auf – also Kontakt mit dem Anbieter aufzunehmen – als solche, die sich noch in einem Entscheidungskonflikt befinden.

Der Ausbau der Firmen-Website mit relevanten Suchbegriffen und dazu passenden Unterseiten sollte kontinuierlich vorangetrieben werden. Jeden Monat ändern sich die Google-Suchanfragen. Ungefähr 50 Prozent der Suchbegriffe sind neu und kamen in dieser Kombination im Vormonat noch nicht vor. Es lohnt sich daher, für aufkommende Keyword-Trends und saisonale Suchbegriffe neue URLs anzulegen und für diese nützlichen Content zu erstellen.

Was muss ich bei der Erstellung von Inhalten vermeiden?

Folgendes bewertet eine Suchmaschine sehr negativ und sollte im Inhalt unbedingt vermieden werden:

  • Identischen Inhalt auf mehreren URLs der eigenen Firmen-Domain oder auf weiteren externen Domains online stellen (z.B. Produktbeschreibungen in Onlineshops)
  • Zu häufige Verwendung ein- und desselben Suchbegriffs auf einem Dokument/einer URL (Keyword-Stuffing)
  • Ausschweifendes „blahblah“ mit dem Ziel, möglichst häufig ein Keyword im Fließtext zu verwenden (vgl. Artikelverzeichnisse)
  • „Umständlich am Thema vorbeischreiben“, denn Web-Nutzer sind ungeduldig

Weitere Einsteiger-Tipps zur Erstellung von „formal“ guten Texten im Web kann man auch dem Artikel „10 Regeln für den optimalen Web-Text“ entnehmen.

Keyword-Optimierung und Suchmaschinenoptimierung

Eine gezielte Keyword-Recherche stellt sicher, dass Webseiten-Dokumente für Suchbegriffe ranken, die Nutzer tatsächlich eingeben – nur Content, der A) gefunden und B) gelesen wird ist „guter Content“. Mit C) besteht die Kür schließlich darin, dass guter Content auch gerne im Web von Nutzern weiterverbreitet wird, weshalb wir uns nun abschließend mit „Content-Marketing“ als SEO-Strategie befassen können.

Content-Marketing ist mehr als Keyword-Recherche!

Kernmerkmal gezielten Content-Marketings ist die Bereitstellung von Inhalten, die Nutzer gerne weiterverbreiten. Dies sorgt für sogenannte „Social Signals“, wie „Likes“ und „Shares“ auf Facebook, +1 und „Shares“ auf Google Plus sowie für ReTweets auf Twitter.

Inhalte werden so bei den Nutzern bekannt, werden in der Regel sofort von Google indexiert und erhalten kurzfristig einen kurzen Schub nach vorne in den Google Suchergebnissen. Stellen diese Inhalte die Nutzer von Google schließlich zufrieden, dann besteht die Chance, dass die guten Rankings in der Folgezeit nur wenig sinken. Das wird auch dadurch begünstigt, dass andere Websiten Links zu den entsprechenden Inhalten setzen. Das Ranking stabilisiert sich.

Sorgt man nun regelmäßig für die Verbreitung hochwertiger Inhalte, fallen regelmäßig Verlinkungen ab, die das Ranking der Firmen-Website kontinuierlich verbessern. Denn die Domain-Popularität (Anzahl der verlinkenden Domains) ist eines der wichtigsten OffSite-Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung.

Voraussetzungen für erfolgreiches Content-Marketing

Inhalte kann man im Social Web gezielt verbreiten, indem man auf der Firmen-Website eine „entkommerzialisierte Zone“ einrichtet. Das kann ein Blog, ein News-Bereich oder ein Fach-Glossar sein, in dem wichtige Fachbegriffe umfassend erklärt werden.

Bei der Recherche nach relevanten Inhalten und dazu passenden Suchbegriffen ist wichtig, dass diese inhaltlich zum Unternehmen passen. Ein Friseur könnte beispielsweise regelmäßig über neue Frisuren-Trends berichten und sich dazu Fotos von Promis schnappen, diese durch die neue iPhone App iMadeFace oder ein anderes „Bildverfremdungs“-Tool jagen und mit den generierten Comic-Bildern die heißesten Haartrends aus Hollywood vorstellen.

Ein Finanzberater hingegen sollte sich nicht unbedingt mit „lustigen“ Inhalten umgeben, sondern eher einen ernsthaften Ansatz beim Content-Marketing pflegen. Eine umfassende Sammlung der häufigsten Fragen rund um das Thema „Geldanlage“ inklusive weiterführender Links zu nützlichen Rechnern oder Einspar-Tools bietet für interessierte Nutzer hingegen eine relevante Anlaufstelle, über die sie den Weg zur Firmen-Website des Finanzberaters finden können. Darüber hinaus signalisieren derartige Inhalte auch Expertise und schaffen Vertrauen.

Ein Catering-Service für Imbiss, Grillwurst und Pommes hingegen muss gar nicht mal aufwändige Recherchen durchführen. Hier können regelmäßig hochwertige Fotografien von den Veranstaltungen, für die man gebucht wurde, auf der Firmen-Website veröffentlicht werden; ergänzend kann man auch noch in einzelnen Blogbeiträgen über den Einsatz bei einem Festival, Konzert, Jahrmarkt oder einer Sportveranstaltung berichten.

Doch auch eine schick gestaltete Infografik, die aufzeigt, wie viele Kekse, Currywürste oder Äpfel man essen muss, um 200 Kalorien zu verputzen, kann gerade in sozialen Netzwerken für Aufmerksamkeit sorgen (Beispiel: http://event-catering-muenster.de).

Eine beliebte Frage, die mir erst kürzlich wieder in der von mir moderierten Local SEO-Community auf Google+ gestellt wurde, möchte ich auch beantworten:

Wie geht man damit im Blog/auf der Firmen-Website um, wenn man beispielsweise als Turnschuhladen auch mal ein weniger nah am Unternehmen angesiedeltes Thema als „Die 10 beliebtesten Sneakers aller Zeiten“ präsentieren möchte? Und wie kann man dennoch gewährleisten, dass dies den unternehmerischen Zielen zuträglich ist und nicht „albern wirkt“?

Ganz einfach: Man kann es bei den ersten Malen oftmals schlichtweg nicht wissen!

Man muss ausprobieren, was der bisherigen Leserschaft und den Followern der sozialen Netzwerke gefällt und was sie weiterverbreiten. Selbstverständlich sollte man sich in kleinen Schritten vorwagen und erst mal keine zu ausgefallenen Aktionen planen. „Der große Wurf“ im Social Media Bereich muss nicht immer gelingen. So kann man seine Kontakte langsam daran „gewöhnen“, dass es öfter mal etwas Lustiges zu sehen gibt und der eine oder andere Beitrag im Blog vielleicht etwas weiter vom Thema des Unternehmens entfernt ist.

Besonders wenn Menschen kommunizieren, braucht man Geduld und Nachhaltigkeit. Man muss sich selbst fragen, wann man das letzte Mal einen Inhalt auf einem sozialen Netzwerk weiterverbreitet hat. Kann man dies nicht mit großer Sicherheit beantworten, dann sollte man vielleicht erst auf Social-Media-Plattformen als „ganz normaler“ Nutzer aktiv werden und das Umfeld begreifen, bevor man „viralen Content“ vermarkten kann. Langfristig ist häufiges Posten von fachfremden Inhalten eher zu vermeiden, denn ansonsten wird man zu beliebig und verliert den Wiedererkennungswert, den man sich auch als Kleinunternehmen langfristig und nachhaltig aufbaut.

Soträgt eine satirische Infografik mit den „15 beliebtesten Orten, wo man Schrauben wiederfindet“, die von einem Schraubenhersteller erstellt und veröffentlicht wird, viel mehr zur Reputation des Unternehmens bei, als eine Infografik über die „Verbreitung von Wildlachsen in Schottland“.

Content-Marketing für Leser? Für „Linkerati“? Für beide?

Optimal ist es, Inhalte innerhalb einer Nutzergruppe im Web zu verbreiten, die eigenständig Links setzen kann. Da aber nicht alle Nutzer einen Blog oder eine Website beitreiben, stellt die Verbreitung über Social Media zumindest eine hohe Reichweite und langfristig einen höheren Bekanntheitsgrad sicher.

Damit werden hochwertige Inhalte, die von anderen geteilt werden, zu einem Werbeträger auf Social-Media-Portalen und zeichnen ein Unternehmen in der Außenwahrnehmung als die Experten auf ihrem Gebiet aus. Expertise, Qualität, Relevanz und Leidenschaft sind die Hauptcharakteristika derartigen Contents, der gezielt im Web zu Marketing-Zwecken eingesetzt wird.

Wie bekommt Content-Marketing die wichtigen Links?

Eine zweigleisige Strategie ist perfekt. Einerseits werden Inhalte für die eigene Zielgruppe veröffentlicht, damit diese A) zur Firmen-Website finden und B) bei Gefallen diese Inhalte per Social Media weiterverbreiten. Andererseits werden auch Inhalte veröffentlicht, die sich vorrangig an die sogenannten „Linkerati“ richten, also Inhaber von Blogs und anderen Websites, die News und aktuelle Inhalte online stellen.

Inhalte für diese Zielgruppe müssen sich nicht ganz so nah an den Fragestellungen der potenziellen Kundschaft orientieren. Vielmehr wählen wir einen breiteren „laienhaften“ Ansatz erläutern einen bestimmten Sachverhalt, „den alle schon immer mal wissen wollten“, pointiert und kombiniert mit witzigen Abbildungen.

Das können Beiträge mit „10 Mythen über Damenhandtaschen“ sein oder Artikel à la „12 Fragen, die Sie sich zu … schon immer gestellt haben“. Auch eine witzige Infografik mit der Headline „8 typisch deutsche Verhaltensweisen beim Zähneputzen“ provoziert unter Umständen ein wenig und kann für größeres Aufsehen bei einer breiteren Zielgruppe im Web sorgen. Mehr als Inhalte, die lediglich an diejenigen gerichtet sind, die aktuell einen Zahnarzt in ihrer Nähe suchen.

Ein Anbieter für PC-Hardware könnte beispielweise etwas provokativ eine gigantische Zielgruppe ansprechen, indem er einen Beitrag inklusive Infografik veröffentlicht, der die „15 häufigsten Gesundheitsprobleme von faulen Gamern“ in Umlauf bringt. Ganz sicher werden zahlreiche Computerspieler etliche Links freiwillig in Gamer-Foren setzen, um ihre Freunde auf eine solche „Aufreger-Grafik“ aufmerksam zu machen… und so funktioniert Content-Marketing:

Tolle, witzige, relevante, hilfreiche, provokative, nützliche oder überraschende Inhalte im Web in Umlauf bringen, dafür Links erhalten, den Bekanntheitsgrad in sozialen Netzwerken steigern und die Maßnahmen nach ein wenig Zeit einfach mit neuen Inhalten wiederholen!

Idealerweise laufen die Inhalte nicht der Unternehmensphilosophie zuwider, tragen außerdem positiv zur Reputation eines Unternehmens bei und lassen sich einfach verbreiten: Eine Flash-Animation eignet sich daher eher weniger zur Verbreitung, weil diese nur auf der Domain funktioniert, für die diese entwickelt wurde. Eine Grafik, ein Video oder ein Text lassen sich hingegen viel besser verbreiten.

Um den maximalen Erfolg einer Kampagne zu gewährleisten, ist es sinnvoll, im Vorfeld Kontakte auf Social-Media-Plattformen zu knüpfen, die einem dabei helfen, den Content möglichst weit zu verbreiten. Man helfe vor allem erst anderen Nutzern und teile deren Inhalte. Wenn man sich so Vertrauen aufgebaut hat, kann man im Vorfeld einer Content-Kampagne auf die User zugehen und um Unterstützung bitten!

Guter Inhalt, SEO & Content-Marketing – ein Fazit:

Halten wir also fest: Guter Inhalt ist Content, den Nutzer häufig suchen. Die Suchmaschinenoptimierung sorgt schließlich im Rahmen der Keyword-Recherche dafür, dass Nutzer den Content über die Suchmaschine finden. Gezieltes Content-Marketing hingegen sorgt entweder dafür, dass man A) seinen Bekanntheitsgrad im Social Web und demzufolge auch seine Verlinkungs-Popularität steigert oder B) dass die Nutzer sich auf der Firmen-Website ganz einfach wohl fühlen und gute Informationen vorfinden.

Das kann bei einem Jagdsport-Geschäft eine Galerie mit hochwertigen Fotos von Jägern in voller Montur im Wald sein, auf denen man die Kleidung oder die Jagdwaffen in ihrem späteren Einsatzgebiet sieht. Oder pfiffig gemachte Videos auf der Website eines Waschmaschinen-Installateurs, die Nutzern helfen, kleinere Reparaturen an der Waschmaschine eigenständig durchzuführen.

In beiden Fällen merkt der Nutzer unterbewusst, dass hier ein Unternehmen bezüglich der Zusammensetzung und der Präsentation des Contents deutlich mehr Einsatz als der Wettbewerb an den Tag legt. Der Nutzer konsumiert darüber hinaus bewusst die hochwertigen Informationen und Abbildungen, die man anderswo in dieser Form nicht findet. Das ist Content-Marketing ohne einen gezielten Kampagnen-Ansatz und ganz schlicht und einfach die Präsentation hochwertiger Inhalte in einem adäquaten Rahmen.

Wer daher heute noch glaubt, einen Onlineshop erfolgreich betreiben zu können, ohne dabei hochwertige Abbildungen zu zeigen oder hilfreiche Videos zur Verwendung der präsentierten Produkte anzubieten, der wird Probleme haben, seine Besucher zum Einkauf zu bewegen. Es wird ihm gehen wie einem Handwerker, Finanzberater oder Friseur, der auf der Firmen-Website die Besucher noch immer mit einem „Herrzlich willkommen!“ und ein paar nichts-sagenden Stock-Fotos empfängt und dabei vergisst, die Rufnummer und die Adresse in riesengroßer Schrift im sichtbaren Bereich der Website anzuzeigen.

Ohne vielschichtige und umfassende Inhalte, die strukturiert und klar voneinander getrennt auf einzelnen Unterseiten auf der Website abgebildet werden, kann man angesichts der Vielzahl an Websites, die um die besten Positionen konkurrieren, leider kaum noch einen Blumentopf gewinnen.

Wer sich allerdings um den kontinuierlichen Ausbau der Inhalte kümmert, dabei auf hochwertige Abbildungen setzt und dazu noch hin und wieder überraschende, einzigartige oder nützliche Inhalte via Social Media in Umlauf bringt, der wirtschaftet nicht nur nachhaltig im Sinne der Suchmaschinenoptimierung, sondern stellt auch sicher, dass die Nutzer sich wohl fühlen, eventuell wiederkommen oder einen weiterempfehlen.

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Sebastian Socha ist SEO und Produkt Entwickler. Er arbeitet als Head of Product & Social Media bei der WinLocal GmbH in Frankfurt am Main. Als Experte für lokale Suchmaschinenoptimierung schreibt er in seinem Blog vor allem über Local SEO für Google Places und Google Maps, aber auch über Review-Management und Social Media.

 

 


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