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Google Mobile: Heike Scholz über Update, Strategie und Zukunft im Mobile Web

Google hat am 21. April mit seinem Mobile Update einmal mehr die Rankings der Google-Suche durcheinander gewirbelt. Das sogenannte Mobilegeddon zielte dabei vor allem auf die Suchergebnisse von mobil-optimierten Websites ab. Viele Unternehmen waren dadurch plötzlich gezwungen, sich mit dem mobilen Web und einer Website für Smartphones und Tablets auseinanderzusetzen. Dabei sollte eine gute Mobilstrategie längst auf dem Strategie-Plan jedes Unternehmens stehen, weiß Mobile-Expertin Heike Scholz.

Google hat am 21. April mit seinem Mobile Update einmal mehr die Rankings der Google-Suche durcheinander gewirbelt. Das sogenannte Mobilegeddon zielte dabei vor allem auf die Suchergebnisse von mobil-optimierten Websites ab. Viele Unternehmen waren dadurch plötzlich gezwungen, sich mit dem mobilen Web und einer Website für Smartphones und Tablets auseinanderzusetzen. Dabei sollte eine gute Mobilstrategie längst auf dem Strategie-Plan jedes Unternehmens stehen.

Wir haben zwei Experten befragt, was das Mobile Update gebracht hat, was Unternehmen jetzt tun sollten und was die mobile Zukunft bringen könnte.

Als Mobile-Expertin betreibt Heike Scholz mit mobile zeitgeist das führende Online-Magazin zum Mobile-Business im deutschsprachigen Raum. Sie kann aus Erfahrung sagen, wie wichtig eine gute Mobilstrategie ist und was die Branche in Zukunft erwarten könnte.

Das Google Mobile-Update soll seit dem 21. April die Google-Suchergebnisse neu sortieren. Haben Sie schon Veränderungen irgendeiner Art bemerkt?

Ich konnte bei meinen eigenen Webseiten keine Veränderung feststellen. Allerdings habe ich dies auch noch nicht detailliert analysiert, denn meine Webseiten waren schon vorher mobil-optimiert und so hatte ich nicht wirklich viel zu befürchten.

Viele andere waren nicht so gut vorbereitet: Google spricht davon, dass 5 Prozent aller Websites in den letzten Wochen mobil-optimiert wurden. Wird dabei sauber gearbeitet oder sind in der Hektik jetzt eher Notlösungen geschaffen worden?

Ich kann ehrlich gesagt nicht beurteilen, was in den Unternehmen, hinter den Kulissen, passiert ist. Doch wer im Jahr 2015 bei dem Thema mobil-optimierte Webseiten noch in Hektik gerät, hat schon weit vorher etwas verschlafen.

Mit dem Mobile-Update möchte Google nun auch die „fauleren“ Webseitenbetreiber davon überzeugen, ihre Seiten mobil zu optimieren. Viele wissen allerdings gar nicht, wie das geht. Wie sollte eine gute mobile Seite aussehen?

Google selbst gibt hier Hilfestellung:

  • Keine Software verwenden, die auf mobilen Geräten nicht dargestellt werden kann. Das wohl bekannteste Beispiel ist hier Adobe Flash.
  • Horizontales Scrollen vermeiden, d.h. Inhalte müssen so angezeigt werden, dass der Nutzer nicht justieren muss.
  • Ausreichend große Schrift wählen, sodass der Text ohne Zoom oder Pinch gut lesbar ist.
  • Links mit genügend Abstand zur jeweiligen Umgebung verwenden, damit sie bequem geklickt werden können.

Muss ich auch bei meinem Content etwas beachten, damit er auf mobilen Seiten gelesen wird? Wie sieht guter mobiler Content aus?

Mobile Nutzer sind oftmals unterwegs, abgelenkt oder auf der Suche nach kurzen Informationen. Dieser Nutzungskontext hat natürlich Auswirkungen auf die Ausgestaltung der Inhalte für mobile Geräte. Zunächst müssen die Inhalte für den Nutzer in seinem Kontext relevant sein. Das hört sich zunächst selbstverständlich an, doch werden genau an dieser Stelle die meisten Fehler gemacht.

Aufgrund des Kontextes muss der Inhalt auch kürzer sein als auf Desktop-Webseiten. Der Nutzer will schnell und direkt die für ihn relevanten Informationen erhalten. Und auf Mobilgeräten kommt den Ladezeiten eine ebenso große Bedeutung zu, wie auf dem Desktop. Bilder und Grafiken müssen so klein und leicht sein, dass sie die Ladezeiten nicht negativ beeinflussen.

Last but not least muss bedacht werden, dass die Nutzung sozialer Netzwerke sehr stark auf mobilen Geräten stattfindet. Mobile Inhalte sollten daher auch immer gut für das Liken und Teilen geeignet sein.

Bevor er meinen Content überhaupt lesen kann, muss der Nutzer aber erst einmal erreicht werden. Was ist in der Mobile-Strategie eines Unternehmens wichtiger: Eine mobil-optimierte Seite oder eine App?

Zunächst ist eine umfassende Kommunikationsstrategie notwendig, die alle Touchpoints zum potenziellen Kunden umfasst. Eine solche Omnichannel-Strategie beinhaltet dann auch die Touchpoints, die am besten mittels mobiler Geräte bedient werden.

Hat man hier Klarheit, muss die jeweilige Zielsetzung festgelegt werden, die man in den jeweiligen Zielgruppen verfolgt. Erst dann entscheidet sich, mit welchem Instrumentarium man diese Ziele bestmöglich erreichen kann.

Es hat sich gezeigt, dass auf jeden Fall mobile Webseiten notwendig sind, sofern man über die mobile Suche gefunden werden will. Auch setzen viele Unternehmen mit ihren Shops und ortsabhängigen Services auf mobile Webseiten. Andere nutzen hier lieber Applikationen, die sowohl Vor- (Nutzung aller Geräte-Features) als auch Nachteile (höhere Kosten) gegenüber den mobilen Webseiten haben.

Letztlich entscheiden die Art der angebotenen Leistung, die Zielgruppe und eben auch die Ressourcen des Unternehmens über die technische Ausprägung.

Zu den mobilen Webseiten: Was ist aus Google-Sicht besser? Eine responsive Seite oder eine mobile Version der Website?

Google empfiehlt auf Google Developer zwar responsive Seiten, macht dies aber nicht zu einer verbindlichen Vorgabe. Sowohl die dynamische Bereitstellung als auch gesonderte mobile Webseiten mit unterschiedlichen URLs werden von Google als mobile-friendly akzeptiert. Wer seine Seiten überprüfen möchte, kann dies mit dem Mobile-Friendly-Test von Google tun.

Wie geht es in Zukunft weiter? Wo geht die mobile Entwicklung hin? Was sind derzeit die größten Trends im Bereich Mobile?

Wir sehen zurzeit an verschiedenen Stellen massive Entwicklungen im Bereich Mobile. Der Medizin- und Gesundheitsbereich investiert stark in mobile Lösungen. Ebenso sehen wir rund um das, was wir Deutsche als Industrie 4.0 bezeichnen, sehr spannende Lösungen, die zum Beispiel in Service und Produktion vermehrt auf Augmented Reality und Datenbrillen setzen.

Im Konsumenten-Bereich verstärken sich die Trends zu bildlastigen Services und sehr stark im Kommen sind außerdem mobile Video-Dienste wie zum Beispiel Periscope und Meerkat. Wie nachhaltig diese Trends sein werden, muss sich noch zeigen.

Über alle Sektoren haben wir natürlich die Weiterentwicklungen bei der Hard- und Software wie Wearables, Smart Home, Car Automation und noch vielen mehr.

Über Heike Scholz:
Heike Scholz ist Mobilista der ersten Stunde und gründete bereits 2006 das Weblog mobile zeitgeist. Hier schreibt die Diplom-Kauffrau über die Entwicklungen im Mobile-Business mit Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus ist sie eine anerkannte Speakerin und hilft Unternehmen und Start-ups, sich für die mobile Welt fit zu machen.


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