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Die 5 größten SEO-Fehler im E-Commerce

Im E-Commerce müssen viele Prozesse reibungslos ineinander fließen, um ein Produkt nach der Bestellung zügig an den Kunden auszuliefern. Um den Onlineshop als Vertriebskanal optimal zu positionieren, lohnt es sich, in die Suchmaschinenoptimierung zu investieren. Birthe Stuijts von ranketing zeigt Ihnen in unserem Gastbeitrag, welche 5 Fehler Sie dabei nicht begehen sollten.

Im E-Commerce steht der Vertrieb des Produktes im Vordergrund. Viele Prozesse müssen reibungslos ineinander fließen, um ein Produkt nach der Bestellung zügig an den Kunden auszuliefern. Um den Onlineshop als Vertriebskanal optimal zu positionieren, lohnt es sich, in die Suchmaschinenoptimierung zu investieren. Doch nicht nur technische Onpage-Maßnahmen sind für eine gute Platzierung in den Suchergebnisseiten notwendig, auch sollten Produkte und Kategorien gut strukturiert und perfekt betextet sein.

Um in einem komplexen Gebiet wie der Suchmaschinenoptimierung erfolgreich zu sein, sollten Sie viele Faktoren beachten. Im Folgenden zeigen wir Ihnen fünf der größten SEO-Fehler, die eine gute Platzierung Ihrer Produkte verhindern – und die passenden Lösungsansätze, mit denen Sie diese Fehler vermeiden können.

1. Umgang mit nichtverfügbaren Produkten

„Produkt X ist nicht mehr auf Lager, die Nachlieferung dauert zwei Wochen, am besten stelle ich dieses Produkt solange offline.“

Google hat einen hohen Anspruch an die Qualität seiner Suchergebnisse: Der Algorithmus der Suchmaschine belohnt es, wenn eine optimierte Seite online bleibt. Denn: Ist eine Produktseite offline geschaltet,  existiert eine Seite in den Suchergebnissen, die nicht gefunden wird. Der Nutzer bekommt anstelle eines guten Suchergebnisses eine Fehlermeldung angezeigt, erfährt kein positives Nutzererlebnis und ist in der Regel schnell wieder weg. Eine solche Seite wird die Suchmaschine rasch aus dem Index werfen.

Auch das Wiederveröffentlichen des Artikels kann zu Problemen führen: Nach zwei Wochen ist das Produkt wieder auf Lager und Sie stellen die Seite wieder online. Wurde das Produkt früher mit dem Suchbegriff X gefunden, ist das jetzt nicht mehr automatisch der Fall. Die Suchmaschinen müssen Ihre Produktseite neu einlesen. Sie brauchen Rechnerkapazität, um Ihre Seitenstruktur zu verstehen und müssen bewerten, auf welchem Platz die Seite mit dem Suchbegriff X wieder auftauchen soll.

Dabei existiert eine einfache Lösung und Sie können diese Situation sogar im Rahmen Ihrer Kundenkommunikation zu Ihrem Vorteil nutzen. Neben einem Hinweis über die derzeitige Lieferzeit, können Sie zum Beispiel das Produkt vormerken lassen. Informieren Sie den Kunden per E-Mail, wenn sein gewünschtes Produkt wieder erhältlich ist. Das zeugt von gutem Service und steigert die Kundenbindung: Der Kunde fühlt sich gut umsorgt und kauft eher bei Ihnen, wenn er nicht von sich aus erneut nach dem Produkt suchen muss.

Ein Tipp an dieser Stelle: Denken Sie daran, Ihre Adwords-Kampagne zu pausieren, wenn das Produkt nicht mehr vorrätig ist. Andernfalls geht an dieser Stelle die Performance der Kampagne deutlich zurück.

2. Ein Produkt in mehreren Kategorien

„Ich habe ein Produkt, das passt in mehrere Kategorien. Am besten zeige ich dieses Produkt auch in all diesen Kategorien an.“

Eine sinnvolle Kategorienstruktur ist das A und O eines jeden Shops: Der Shop-Besucher muss sich schnell zurechtfinden und Sie müssen Ihre gewünschten Suchbegriffe sinnvoll unterbringen. Es kann sehr verlockend sein, für jeden Suchbegriff und jedes Synonym eine Kategorie anzulegen und die Produkte in mehreren Kategorien einzuordnen. Aber seien Sie vorsichtig: Findet der Nutzer zu häufig in mehreren Kategorien die gleichen Produkte, kann das sein Nutzererlebnis negativ beeinflussen. Achten Sie auch darauf, dass Sie den Besucher nicht mit zu vielen Kategorien erschlagen. Schließlich soll er sich in Ihrem Shop wohlfühlen.

Manchmal kann eine mehrfache Kategorienzuordnung jedoch durchaus Sinn machen. Beachten Sie dabei aber den Aufbau Ihrer URL-Struktur:

  • Wenn die URL den Kategorienamen enthält, ist es wichtig, dass Sie dem Produkt eine Hauptkategorie zuweisen. Diese Hauptkategorie wird in der URL abgebildet, sodass das Produkt unter einer expliziten URL zu finden ist. Andernfalls entsteht nicht nur „Duplicate Content“, die Suchmaschinen können dann auch nicht zuordnen, welche der beiden Varianten die wichtigere URL für die Platzierung ist.

Eine Lösung ist, das Produkt zu duplizieren und den Text des Duplikates anzupassen und zu individualisieren. So vermeiden Sie, dass die Suchmaschinen das Produkt als doppelt erkennt.

  • Enthält die URL keinen Kategorienamen, sondern lediglich den Produktnamen, lassen sich Duplikate vermeiden. Allerdings sollten Sie hier auf die Usability und eine sinnvolle Navigation (etwa Breadcrumbs) achten, um dem Besucher ausreichend Orientierung zu bieten.

3. Einsatz von Standard-META-Daten

„Meta-Daten? Da weiß man doch gar nicht mehr, wie man es richtig machen soll. Alles ändert sich so schnell. Wie gut, dass meine Shop-Software alles vorgibt, was man da eintragen soll.“

Fragen Sie zehn SEO-Experten nach der Wichtigkeit von META-Daten bei der Suchmaschinenoptimierung und Sie bekommen zehn verschiedene Antworten. Das verwirrt und die meisten Shopbetreiber halten sich an das, was das Shop-System vorgibt. Das sind in aller Regel pro Artikel und Kategorie die META-Daten Title, Description (Beschreibung) und Keywords – meistens hat man außerdem noch eine Möglichkeit, Standard-META-Daten vorzugeben.

Verwenden Sie Standard-META-Daten, generiert Ihr System Duplikate bei Title, Description und Keywords. Da eine Suchmaschine auch anhand dieser Elemente Artikel oder Kategorien unterscheidet, fehlt bei automatisch generierten Daten eine Möglichkeit zur Unterscheidung. Im schlimmsten Fall werden diese Seiten nicht nur schlechter platziert, sondern als Duplikat eingestuft.

Ein weiteres Problem bringen Shopsysteme mit sich, bei denen die Überschrift der Seite (also Kategorien- oder Artikelname) den Title vorgibt. Wenn Title oder Überschrift geändert werden müssen, schränkt eine solche Funktion die Möglichkeiten für das Finetuning der Website ein.

Die META-Daten sind Ihre Werbeplattform in den Suchmaschinen. Der Title und die Description sind die Elemente, die auf den Suchergebnisseiten angezeigt werden. Hierin sollten Sie sich nicht nur von der Konkurrenz abheben, sondern die Suchenden direkt ansprechen und in Ihren Shop einladen. Investieren Sie in die Generierung von einzigartigen und passenden META-Daten. Es rentiert sich.

4. Produkte über Affiliates oder Partnershops vertreiben

„Wir haben jetzt auch ein Partnerprogramm initiiert. Das ist eine gute Gelegenheit, ohne viel Aufwand unseren Absatz und Umsatz zu erhöhen.“

Die eigenen Produkte in mehreren Partner-Shops zu verkaufen, steigert den Umsatz und den Bekanntheitsgrad. Hierfür gehen Shopbetreiber gerne Affiliate-Partnerschaften ein. Die Produktinformationen werden den Affiliates zum Beispiel als XML-Dateien zur Verfügung gestellt.

Auch hier spielt das Thema Duplikate eine wichtige Rolle: Nehmen Sie die Produktinformationen direkt aus dem Shop, sind sie identisch und die Suchmaschine zeigt nur eine der beiden Seiten an. Ideal wäre es hier, wenn alle Affiliates individuelle Produkttexte für die Vermarktung von Ihnen bekämen.

Meine Empfehlung: Ganz ohne Aufwand geht es nicht. Bieten Sie für alle Produkte mindestens einen Text an, der sich von dem in Ihrem Shop unterscheidet. So vermeiden Sie Duplikate mit Seiten in Ihrem Shop und sichern sich Ihr Ranking.

5. Abhängigkeit des Dateinamens von Artikelname und Kategoriename

„Als wir angefangen haben mit unserem Shop, haben wir uns über Bezeichnungen keine großen Gedanken gemacht. Heute gefallen mir viele Namen nicht mehr und ich möchte sie ändern.“

Es kommt im laufenden Betrieb nicht selten vor, dass Sie einen Artikelnamen umbenennen oder einen Schreibfehler korrigieren möchten. Es gibt jedoch Shopsysteme, die in dem Fall gleichzeitig den Dateinamen des Produktes ändern. Die Folge: Je nach Konfiguration des Shop-Systems lässt sich das alte Produkt, das im Idealfall bereits gut platziert war, nicht mehr mit dem alten Dateinamen aufrufen. Die Besucher landen, ebenso wie die Suchmaschinen, auf einer Fehlerseite. Noch schlimmer wird es bei der Umbenennung von Kategorien, da sich hier die URLs vieler Produkte gleichzeitig ändern können.

Bevor Sie also Artikelnamen oder Kategoriebezeichnungen ändern, klären Sie die Folgen mit Ihrem Techniker ab. Sollte sich die URL ändern, dann richten Sie für alte URLs auf jeden Fall eine Weiterleitung ein. Grundsätzlich gilt es aber, neue URLs zu vermeiden. Ändern Sie Artikel- oder Kategorienamen immer mit Bedacht, nicht zu häufig und niemals nur aus persönlichem Schönheitsempfinden, sondern nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Fazit

Individuelle Texte und große Sorgfalt bei der Produktpflege sind das A und O der Suchmaschinenoptimierung für einen erfolgreichen Shop im Internet. Prüfen Sie Ihre Arbeitsweise und behalten Sie dabei die fünf oben genannten Punkte im Kopf. Investieren Sie nach und nach pro Produkt ein wenig Zeit in die Optimierung. Es lohnt sich!

 

Über Birthe E. Stuijts

Birthe E. Stuijts ist Inhaberin der ranketing GmbH und beschäftigt sich seit 1996 mit den Entwicklungen von Suchmaschinen und Online-Marketing. Mit Ihrem Team aus 10 Mitarbeitern betreut sie eine Reihe von KMUs und Global Playern in Bezug auf SEO und SEM.

Birthe E. Stuijts kennt die Schnelllebigkeit der Branche und weiß, dass im Bereich der Suchmaschinen niemals etwas bleibt, wie es war. Ihr Wissen gibt sie in Konzepten und Schulungen sowie auch bei Vorträgen und Workshops weiter.


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