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Fallstudien – „Case Studies“ im Englischen – werden seit fast 150 Jahren zur Problemlösung in Forschung, Sozialwissenschaften und Persönlichkeitsbewertungen genutzt. In Zeiten des Online-Marketings erhalten sie jedoch eine ganz neue Bedeutung. Denn du kannst Case Studies einsetzen, um deine Glaubwürdigkeit zu steigern, den Wert und Nutzen deiner Produkte oder Dienstleistungen unter Beweis zu stellen und Kunden an dein Unternehmen zu binden. Fallstudien können tatsächlich als eine besondere Form des Storytellings gesehen werden und somit deine Content-Strategien um ein wertvolles Instrument bereichern. Doch mehr als praktisch alle anderen Werkzeuge des Content-Marketings erfordern Fallstudien eine besonders umsichtige Vorgehensweise und gewisse Kenntnisse, um sie korrekt anzuwenden.

Eine Fallstudie stellt die Beschreibung eines typischen, aus der Realität gegriffenen Einzelfalls dar, sodass sich anhand der Auseinandersetzung mit diesem repräsentativen Beispiel allgemeingültige Erkenntnisse ableiten lassen.

Angeblich wurden Fallstudien erstmals 1870 durch einen namentlich nicht bekannten, jungen Dozenten an der Harvard Law School in den USA eingeführt. In der Überzeugung, in den Rechtswissenschaften Gesetzmäßigkeiten erkannt zu haben, welche durch praktische, an konkreten Beispielen orientierte Gerichtssituationen vermittelt werden könnten, führte er die Case-Study-Methode ein. Diese sollte die bis dahin praktizierte, frontale Vortragsmethode durch eine exemplarische Methode des Unterrichts ersetzen. Um die Effizienz seiner neuen Methode abzusichern, griff der unbekannte Erfinder der Fallstudien auf die Sokratische Methode zurück. Schon 1920 adaptierte die Harvard Business School das neuartige Vorgehen und führte erste Fallstudien durch. Somit war die Case Study erstmals im wirtschaftlichen Anwendungsbereich angekommen, wo sie ihre Wirksamkeit bis in die heutige Zeit unter Beweis stellt.

Heutzutage werden Fallstudien im Marketing in erster Linie genutzt, um Erfolgsgeschichten zu erzählen und die Glaubwürdigkeit eines Produktes, eines Unternehmens oder auch einzelner Personen unter Beweis zu stellen. In Zeiten des Online-Marketings mit seinen zahllosen Verlockungen, Angeboten und Kanälen verlieren klassische Werbemethoden an Bedeutung. Kunden lassen sich nicht länger von blumigen Versprechen einlullen, sondern machen sich selbst auf die Suche nach handfesten Fakten, die für ein Engagement oder eine Kaufentscheidung sprechen. Die User im Internet treten individuelle Kundenreisen an, welche sie in eigenem Tempo und nur aufgrund selbstbestimmter Entscheidungen ans Ziel der Wünsche führen.

Nachvollziehbare Fallstudien sind ein hervorragendes Instrument, um potenzielle Kunden davon zu überzeugen, dass dein Angebot genau das richtige ist, um ihre Probleme zu lösen. Einzelfallstudien oder multiple Case Studies werden heutzutage von einem Großteil aller erfolgreichen Online-Unternehmen durchgeführt. Richtig eingesetzt, können sie das Kundenvertrauen, die Reichweite des Contents und letztendlich auch die Conversions und Umsätze eines Unternehmens nachhaltig steigern. Zeig deinen Kunden, dass du weißt, wie ihre Probleme zu lösen sind.

 

Was du auf dieser Seite erfährst:


  • Definitionen zu Art und Einsatzmöglichkeiten verschiedener Fallstudien

  • Anwendung von Fallstudien im Referenzmarketing

  • Wie du mit Fallstudien Qualität und Kompetenz nachweist

  • Wie du Fallstudien durchführst

  • Wie Fallstudien geschrieben werden

  • Wo und wie Fallstudien veröffentlicht werden

  • Welche Hilfe du mein Schreiben und Gestalten bekommen/in Anspruch nehmen kannst


Die Fallstudie: einige Definitionen


Fallstudien sind je nach Einsatzbereich Unterrichtsmethoden, Forschungsmethoden oder Werkzeuge des Referenzmarketings. Ferner werden sie auch in Personalauswahlverfahren eingesetzt. Die Definition der Fallstudie unterscheidet sich abhängig von ihrem Einsatzbereich in einigen Punkten.

Im Bildungsbereich kommen Fallstudien als didaktisches Instrument zum Einsatz. So sollen beispielsweise Schüler oder Studenten anhand vorgegebener Szenarien Lösungsansätze für bestimmte Probleme erarbeiten. Hierbei kann es darum gehen, eine bestimmte Lösung im Rahmen der Fallstudie zu finden oder aber Methoden zur Problemlösung zu erarbeiten, ohne dass ein bestimmtes Ergebnis vorausgesetzt wäre. Auf diese Weise lassen sich praktische Erfahrungen sammeln. Außerdem können erarbeitete Lösungen sowie die Lösungswege im Nachhinein von Lehrern, Ausbildern, Auszubildenden und Schülern miteinander diskutiert werden. Bei Bewerbungsgesprächen werden Fallstudien in ähnlicher Form häufig eingesetzt, um die Fähigkeiten eines Bewerbers zur Problemlösung anhand konkreter Beispiele innerhalb festgelegter Zeiträume zu prüfen. Auch die Resilienz, also die Fähigkeit, Stress auszuhalten und unter Druck starke Ergebnisse abzuliefern, wird so getestet.

Fallstudien in der Didaktik


Folgende Arten der Fallstudien kennen wir aus der Didaktik:


  • Den Problemfindungsfall:
    Die Teilnehmer erarbeiten die Lösung für ein Problem. Dabei werden manchmal verschiedene Rollen verteilt, sodass sich Teilnehmer wie Schauspieler entsprechend vorgegebener Fähigkeiten und Kenntnisse verhalten müssen.

  • Den Entscheidungsfall:
    Hier steht die Wahl der richtigen oder angemessenen Entscheidung im Vordergrund.

  • Den Beurteilungsfall:
    Es wird gelernt, wie sich beispielsweise die Vor- und Nachteile der Lösungsansätze eines Problems beurteilen lassen. Auch die Suche nach Alternativen kann dazugehören.

  • Den Informationsfall:
    Wie lässt sich eine Fallstudie anhand vorhandener – nicht immer vollständiger – Informationen erstellen? Auch das Problem selbst ist nicht zwingend bekannt.

  • Den Untersuchungsfall:
    Hier wird das Problem grundsätzlich im Vorfeld klar benannt.

Fallstudien in der Didaktik

Fallstudien in der Forschung

In der Forschung werden Case Studies als methodisches Instrument benutzt. Dabei geht es vor allem um empirische Forschungen in Medizin und Sozialwissenschaften. Hier werden vier verschiedene Ansätze definiert:

 

Schritt 1

Für eine Fallstudie soll keine Theorie vorausgesetzt werden, damit sie sich unbelastet und unbeeinflusst von jeglichem Vorwissen durchführen lässt.

 

Schritt 2

Lücken in vorhandenen Theorien sollen durch die Anwendung von Case Studies gefüllt werden.

 

Schritt 3

Fallstudien können eine soziale Konstruktion der Wirklichkeit sein.

 

Schritt 4

Fallstudien können als Methode zur Identifikation von Anomalien dienen.

Fallstudien im Referenzmarketing


Zum Glück müssen wir uns nicht tief ins Reich der Theorien und wissenschaftlichen Fachsprache begeben, sondern können uns mit fest in der begreifbaren Wirklichkeit verankerten Fallstudien beschäftigen. Das müssen wir sogar. Denn die Case-Study-Definition, welche wir im Rahmen dieses Artikels für dich bevorzugen, beinhaltet alle Aspekte von einfach nachvollziehbaren Fallstudien, die du für Content-Marketing-Strategien nutzen kannst. Uns interessiert also das Referenzmarketing mit Hilfe von Case Studies. Hier kommt meist der sogenannte Referenzkunde zu Wort. Entweder wird ein Projekt des Kunden mitsamt Ausgangssituation, Lösungsansätzen und Lösungsweg geschildert oder der Kunde beschreibt, wie er selbst mit Hilfe von Produkten oder Leistungen eines Anbieters sein Problem lösen konnte. Je nach Umfang der Studie können auch mehrere Referenzkunden ihr Urteil abgeben.

Die „Referenz“ der Fallstudie ist also eine Person, die mit der betreffenden Marke in Verbindung steht. Meistens handelt es sich dabei um einen (Referenz-)Kunden, ferner können auch Partner oder Dienstleister eines Unternehmens Referenz ablegen oder als Referenz genannt werden. Untersucht, bewertet oder anderweitig geschildert wird ein Unternehmen oder auch ein bestimmtes Produkt oder eine einzelne Leistung des betreffenden Unternehmens aus der Sicht des Referenzkunden.

 

Fallstudien im Referenzmarketing

 

Folgende Ansätze sind im Referenzmarketing mit Hilfe von Fallstudien üblich oder können zur Erstellung von Case Studies herangezogen werden:

 

Schritt 1

Die einfache Nennung und Auflistung von Referenzen:

Viele Agenturen und Dienstleister ergänzen ihren Internetauftritt durch Referenzseiten, auf denen die Namen und Logos ihrer Kunden aufgelistet werden. Natürlich ist der Informationsgehalt hier eher gering, weil meist nicht nachvollziehbar ist, welche Arbeit in welchem Umfang geleistet wurde. Zwar können einige bekannte Marken als Kunden schon eine gewisse Strahlwirkung haben, idealerweise sollten die Referenzen jedoch zusätzlich durch Verlinkungen auf konkrete Fälle belegt werden. Eine Web-Agentur könnte hier beispielsweise Webseiten verlinken, die sie für den jeweiligen Kunden erstellt hat.

 

Schritt 2

Testimonials der Referenzkunden:

Lobende Zitate von Kunden, in denen Zufriedenheit über erbrachte Leistungen ausgedrückt wird, können Referenzen zusätzlich aufwerten und lassen ein konkreteres Bild von der erbrachten Leistung entstehen. Je bekannter der Referenzkunde beziehungsweise dessen Marke, desto größer ist der psychologische Effekt auf mögliche Neukunden. Natürlich helfen auch positive Bewertungen „unbekannter“ Endverbraucher – hier gilt: je mehr, desto besser.

 

Schritt 3

Klassische Fallstudie mit dem Referenzkunden:

Die Fallstudie wird als Darstellung einer erbrachten Leistung oder eines gemeinsamen Projektes mit dem Referenzkunden für Printmedien oder die Webansicht ausgearbeitet. Dabei wird ausschließlich aus Sicht des Referenzkunden, also in dessen Worten berichtet. Der Stil ist sachlich und analytisch.

 

Schritt 4

Werbende Fallstudie (Erfolgsgeschichte):

Diese ist im Grunde wie die klassische Fallstudie, nur in einem deutlich stärker auf Werbung ausgerichteten Sprachgebrauch. Es stehen weniger die fachliche Durchführung und technischen Aspekte im Vordergrund. Stattdessen werden vor allem die Kundenerfahrung und der erbrachte Mehrwert in lebendiger Sprache aus Kundensicht geschildert.

 

Schritt 5

Tatsachenberichte:

Fallstudien, in denen der Referenzkunde einen konkreten Anwendungsfall eines Produktes schildert. Eine solche Studie kann den Charakter eines Ratgebers erhalten. Sie ist zur Veröffentlichung im Rahmen eines Blogs oder Videos geeignet.

 

Schritt 6

Öffentliche Auftritte von Referenzkunden:

Es ist natürlich sehr effektiv, wenn Referenzkunden öffentlich auftreten und Zeugnis von ihrer Zufriedenheit ablegen. Dies kann zum Beispiel im Rahmen von Vorträgen oder Demonstrationen auf Messen, Podien, Happenings oder im Rahmen sonstiger öffentlicher Werbeveranstaltungen geschehen.

 

Schritt 7

Das Versenden von Fallstudien:

Auf Anfrage von Interessenten können Case Studies allein oder als Teil von Referenzmappen in PDF- beziehungsweise gedruckter Form versendet werden.

 

Schritt 8

Telefonische Auskunft:

Am Telefon werden Fallbeispiele geschildert und sonstige Auskünfte erteilt. Hier wird jedoch nicht mit den Referenzkunden, sondern mit dem Unternehmen oder Dienstleister, welcher die Referenz angegeben hat, gesprochen.

 

Schritt 9

Referenzbesuche:

Es gibt kaum eine bessere Art, neue Kunden zu überzeugen, als ihnen die Wirksamkeit eines Produktes, einer Leistung oder Beratung live vorzuführen. Interessenten werden auf ihren Wunsch sozusagen zur Inspektion eingeladen.

 
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Das Whitepaper und seine Varianten


Fallstudien sind häufig auch Teil von Whitepapers, welche zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Der Begriff hat seinen Ursprung im „Weißbuch“, das in historischem Kontext als Dokumentensammlung zur Erarbeitung politischer Vorgehensweisen zu verstehen ist. Das heutige Whitepaper kommt dagegen vor allem in der IT, jedoch auch in anderen Wirtschaftszweigen zum Einsatz. Es ist ein Instrument zur Problemlösung. Meist wird dabei ein bestimmtes Themengebiet durch Pro- und Kontra-Argumente analysiert und beschrieben. Das Whitepaper wird sachlich, ohne typische Werbesprache oder Marketing-Kniffe erstellt, wobei es dennoch meist Werbezwecken dient. Es ist auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten und dient dazu, ihr Vertrauen durch sachliche Argumentation zu gewinnen und Leads zu generieren. Deshalb kommen auch in Whitepapers gern Case Studies zum Tragen. Dem Whitepaper verwandte Publikationen sind zum Beispiel:


  • Greenpaper:
    Vorentwurf zum Whitepaper mit dem Hauptziel, Diskussionen anzuregen

  • Bluepaper:
    auf technische Spezifikationen von Produkten oder Dienstleistungen konzentrierte Variante des Whitepapers

  • Yellowpaper:
    enthält bislang unveröffentlichte Fallstudien und Forschungsarbeiten – einige, jedoch nicht alle können in Whitepapers übernommen werden

Neben der Leadgewinnung und dem Marketing werden Fallstudien in Form von Whitepapers oder ihrer Varianten auch agentur- oder firmenintern genutzt, beispielsweise zur Kategorisierung von Zielgruppen oder zu Marktforschungszwecken.

Fallstudien als Nachweis von Qualität und Kompetenz


Fallstudien sind essenzielle Bestandteile des Referenzmarketings, weil sie wie kaum ein anderes Werkzeug zum Nachweis von Qualität und Kompetenz dienen.

Unternehmen können diese Studien nutzen, um den konkreten Erfolg nachzuweisen, den sie mit oder für einen bestimmten Kunden erzielt haben. Dabei lassen sich nicht nur die Ergebnisse selbst, sondern auch die Arbeitsweisen, Prozesse und Planungen nachweisen, die zum Erfolg geführt haben. Als weiterer Nebeneffekt kann auch die Kooperation mit namhaften Kunden unterstrichen werden.

Fallstudien sind Teil des Storytellings, welches deine Leistungen und Produkte mit Leben erfüllt. Wie jede gute Geschichte hat eine Case Study einen Anfang, einen Mittelteil und ein Finale. Es gibt Konflikte, Wendungen und schließlich die Lösung für das behandelte Problem. So bieten Fallstudien hervorragende Chancen, um selbst komplexe Produkte und Sachverhalte nachvollziehbar zu gestalten. Sie sorgen dafür, dass deine Kunden besser verstehen, was du für sie leistest. Sie beweisen sogar, dass du bereits für andere Auftraggeber oder Käufer erfolgreich Problemlösung betrieben hast.

Fallstudien ermöglichen dir einen unmittelbaren Einfluss. Denn in diesen Studien kommt nicht die Firma selbst, sondern ein Kunde zu Wort. Interessenten können dein Unternehmen durch die Augen „eines der ihren“ betrachten. Zwar wird die Fallstudie von dir oder deinem Unternehmen veröffentlicht, doch dreht sich der gesamte Inhalt um die Kundenerfahrung. Zitate, Statistiken, Infografiken und die ehrliche Meinung eines zufriedenen Kunden sind Gold wert, wenn der Kundschaft von morgen dadurch der Wert deines Angebots vor Augen geführt wird.

Du stellst mit diesen Business Cases Beispiele aus dem „echten Leben“ zur Verfügung. Positive Kundenbewertungen sind im Onlinegeschäft absolut erforderlich für nachhaltigen Erfolg. Kannst du reale und nachvollziehbare Beispiele deiner Leistungen anbieten, gepaart mit glänzenden Kritiken deiner Nutzer, zieht das neue Kunden an und erhöht das Vertrauen in dein Unternehmen. Generell sind unentschlossene Menschen eher bereit, einem Anbieter ihr Vertrauen zu schenken, wenn sie sehen, dass andere vor ihnen bereits zufriedengestellt oder gar begeistert wurden. Ein ähnlicher Effekt ist zum Beispiel auf Messen zu beobachten: Oft trauen sich die Besucher nicht, als erste einen Stand anzulaufen – doch sobald bereits einige Messebesucher mit den Standbetreibern in Beratungsgespräche vertieft sind, strömen stetig weitere Besucher neugierig hinzu.

Jede Einzelfallstudie ist wertvolle Mundpropaganda. Gerade weil du das Einverständnis zur Nutzung der Daten des beteiligten Referenzkunden einholen musst, führt dessen Einbeziehung in Firmenprozesse oft dazu, dass dir ein begeisterter Fürsprecher entsteht. Nicht selten wird ein Kunde auf diesem Weg zum überzeugten Markenbotschafter.

Es ist von großer Bedeutung, dass die Berichte der Referenzkunden authentisch und unverfälscht bleiben, um als seriöse Fallstudie gelten zu können. Das heißt jedoch nicht, dass Referenzkunden den kompletten Case-Study-Aufbau selbst durchführen müssen. Du kannst in ihrem Auftrag und mit ihrem Einverständnis die Fallstudie selbst schreiben und sie von ihnen absegnen lassen. Ist die Referenz selbst eine Marke, profitiert sie ebenfalls von der Reichweite der Studie.

Führe Interviews, um möglichst ausführliche Aussagen zu erarbeiten, zu denen der Referenzkunde auch im fertigen Fallbericht noch stehen mag. Hast du die Aussagen des Referenzkunden nur in Stichpunkten vorliegen, besteht die Gefahr der Verfälschung. Die Fallstudie soll dessen Meinung und Beobachtungen jedoch so exakt wie möglich wiedergeben.

Natürlich kannst du die Fallstudie auch schreiben lassen. Damit ein externer Freelancer oder ein geeigneter Autor einer Texter-Börse dir diese Aufgabe abnehmen kann, ist es umso wichtiger, deine Referenzkunden im Vorfeld ausgiebig zu interviewen. Selbst für das Erstellen sinnvoller Interviewfragen kannst du mitunter die Hilfe erfahrener Freelancer in Anspruch nehmen.

Wie führst du eine Fallstudie durch?


Wie also lässt sich eine Fallstudie idealerweise durchführen, um die oben genannten Vorgaben einzuhalten? Du brauchst auf jeden Fall für jede Studie einen geeigneten, zuverlässigen Partner. Die Zusammenarbeit sollte sich nicht nur für dich, sondern auch für deinen Partner lohnen. Selbstverständlich musst du vor Beginn der Studie das ausdrückliche Einverständnis des beteiligten Kunden einholen.

Wähle beispielhafte Business Cases, in denen du deine Fähigkeiten zum Nutzen des Kunden einsetzen kannst. Für die Durchführung der Fallstudie hast du zwei Möglichkeiten. Entweder rollst du das Feld von hinten auf und arbeitest gemeinsam mit dem Kunden einen bereits abgeschlossenen Fall für die Studie auf. Oder du machst eine Live-Studie, indem du bereits zu Projektbeginn erklärst, dass alle Prozesse, Entscheidungen und Aktivitäten zu Studienzwecken aufgezeichnet werden. Die meisten Fallbeispiele zu Marketingzwecken werden jedoch im Nachhinein aufgearbeitet. Es ist einfacher, einen sehr erfolgreichen abgeschlossenen Fall auszusuchen, als auf die perfekte Umsetzung eines laufenden Falls zu setzen. Natürlich bieten Live-Fallstudien dem Publikum die Möglichkeit, das Geschehen geradezu dokumentarisch zu verfolgen.

Idealerweise wählst du keine neuen Kunden als Referenz für deine Case Studies aus, sondern kontaktierst Kunden, die schon seit längerem mit dir zusammenarbeiten. Auch solltest du vor der Kontaktierung des Kunden prüfen, ob der ausgesuchte Fall tatsächlich in jeder Hinsicht erfolgreich war. Es könnte äußerst peinlich werden, einen Kunden als Referenz anzufragen, der nicht restlos von deinen Leistungen überzeugt war. Ebenfalls solltest du von einer Anfrage absehen, wenn sich gerade ein neues Geschäft mit dem Kunden anbahnt. Es sei denn natürlich, du planst eine Live-Fallstudie.

Plane ausreichend Zeit ein. Ernsthafte Fallstudien lassen sich nicht im Handumdrehen erledigen, sondern erfordern wie alle wissenschaftlichen Untersuchungen Geduld und Sorgfalt. Beziehe deinen ausgewählten Referenzkunden möglichst eng mit ein. Immerhin steht dieser später mit seinem Namen oder dem Namen seines Unternehmens für deine Leistung ein. Teile deshalb auch dem Kunden im Vorfeld mit, mit welchem Zeitaufwand du für die Studie rechnest.

 
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Wie schreibst du eine Fallstudie?


Eine Fallstudie soll den Erfolg deines Unternehmens im Umgang mit seinen Kunden und der Problemlösung zu dessen Gunsten darstellen. Doch beim Schreiben einer Fallstudie geht es um mehr als das Feiern der eigenen Erfolge. Tatsächlich soll die Case Study nicht das Ego des Unternehmers streicheln, sondern deine Kunden verstehen lassen, wie du ihnen mit deinen Leistungen helfen kannst. Ja, Business Case Studies sind mit viel Arbeit verbunden. Doch der Aufwand lohnt sich.

Nicht jeder ist mit den Genen eines Marktforschers geboren, weshalb wir unseren Leitfaden zum Fallstudie-Schreiben in drei essentielle Schritte und zwei weitere optionale Schritte aufteilen, um dir den Start zu erleichtern.

 

Schritt 1

Im Vorfeld: Welcher Business Case ist am besten geeignet?

Bevor du anfängst, deine Fallstudie zu erstellen, brauchst du ein lohnendes Thema. Bei der konkreten Themenfindung sollte zunächst geprüft werden, welche deiner Business Cases sich am besten eignen, um in einer Studie verarbeitet zu werden. Die Gliederung deiner Fallstudie sollte folgende Elemente enthalten:


  • Ein echtes Problem:
    Dabei sollte es sich um eine bedeutende Herausforderung handeln. Es könnte darum gehen, knappe Zeit besser zu nutzen, niedrige Verkaufszahlen zu steigern oder gar die Umstellung eines ganzen Unternehmens auf eine neue Bürosoftware zu bewerkstelligen. Das Problem muss natürlich eines sein, welches du lösen kannst beziehungsweise schon gelöst hast.


 

Problem
 


  • Eine optimale Lösung:
    Wer später deine Fallstudie liest, soll sich sowohl mit dem Problem als auch mit dessen Lösung identifizieren und diese nachvollziehen können.


 

Lösung
 


  • Verschiedene Vorteile:
    Je mehr Vorteile und Erkenntnisse deine Studie den Lesern bietet, desto besser. Idealerweise können diese durch Statistiken belegt werden. Zum Beispiel wäre es ideal, zeigen zu können, um wie viel Prozent du die Gewinne deines Referenzkunden steigern konntest oder welche Märkte neu erschlossen wurden.

KPIs für Fallstudien

 

Schritt 2

Das eigentliche Schreiben der Fallstudie

Wenn du geklärt hast, welcher „Fall“ zum Thema deiner Studie werden soll, beginnt das Schreiben. Zu Beginn musst du klären, in welcher Form du schreiben willst – in der ersten Person, also direkt aus Kundensicht, oder in der neutraleren dritten Person. Im Wesentlichen sollte die Form im gesamten Bericht beibehalten werden. Es ist jedoch möglich und häufig auch sinnvoll, in eine Case Study in der dritten Person Kundenzitate einzustreuen, welche in der ersten Person verfasst sind. Kennzeichne Zitate deutlich durch Anführungszeichen und gegebenenfalls kursive Schrift.

Gib deiner Fallstudie einen interessanten und aufschlussreichen Titel, welcher die Aufmerksamkeit der Leser erregt. Erfolgszahlen und Prozentwerte sind gut geeignet, um sofort klarzumachen, dass es hier um eine Erfolgsgeschichte geht. Hier ein paar schematische Beispiele:

 

Wie Firma X ihren Umsatz in nur 6 Monaten um 80 % steigerte

 

Max Mustermann: So verkaufte ich 3 x mehr eBooks pro Monat

 

Das Geheimnis um 500 % höherer Konversionsraten im E-Commerce

 

„Echte“ Zahlen sind enorm wichtig für eine Fallstudie. Was wir damit meinen: Schreibe wichtige Kennzahlen nicht als Wort, sondern als Zahl. Also tatsächlich lieber „100 % mehr Umsatz“ als „Umsatz verdoppelt“. Im Zusammenhang mit Case Studies ist diese Verwendung der Zahlen einfach effektiver.

Schreibe in einer einfachen und allgemein verständlichen Sprache. Komplizierte Fachbegriffe sollten so wenig wie möglich auftauchen. Immerhin richtest du dich nicht an Branchen-Insider, sondern an potenzielle neue Kunden. Je leichter deine Ausführungen zu verstehen sind, desto einfacher können sich auch bislang unbedarfte Leser in die Materie einfühlen und den beschriebenen Fall nachempfinden.

Wir erwähnten bereits, dass Fallstudien eine Form des Storytellings sind. Schreibe also möglichst chronologisch vom Anfang bis zum Ende der Studie. So können Leser noch besser nachvollziehen, wann und warum Probleme aufgetreten sind und wie diese überwunden wurden. Krisen und Schwächephasen sind Teil jedes Projekts und sollten nicht ausgespart werden. Sieh sie vielmehr als Chance, zu zeigen, wie wichtig deine Hilfe für den Referenzkunden war.

 

Schritt 3

Beende die Fallstudie mit allen relevanten Infos

Eine solche Fallstudie soll nach ihrer Veröffentlichung einer breiten Masse an Konsumenten zur Verfügung stehen. Es ist daher wichtig, all deine Kontaktdaten und weitere relevante Firmeninformationen am Ende des Berichts unterzubringen. So erleichterst du es anderen Firmen, Kunden und sonstigen Interessenten, dich bezüglich der Fallstudie zu kontaktieren und sie/diese weiteren Lesern zugängig zu machen. Neben Standarddaten wie Telefon, E-Mail und deiner Internetadresse passen auch Verweise auf deine Social-Media-Profile an diese Stelle.

 

Schritt 4

Lass erfahrene Texter die Business Case Studies abrunden

Auch wenn du mit großer Sorgfalt deine Fallstudie erstellt hast, kann es sein, dass deinem Auge Details, Fehler oder unglückliche Formulierungen entgehen. Saubere Formulierungen und korrekte Rechtschreibung sind für eine ernstzunehmende Business Case Study auf jeden Fall erforderlich.

 

Schritt 5

Lass professionelle Layouter die Studie gestalten

Zu einer hervorragenden Fallstudie gehört auch ein professionelles Layout. Sofern du nicht selbst ein professioneller Layouter bist, solltest du erwägen, einen solchen mit der Gestaltung deiner Studie zu beauftragen. Neben dem reinen Textlayout sind auch weitere Elemente wie Bilder, Infografiken oder Tabellen zu berücksichtigen. All diese Elemente sollten in einem durchgehenden Stil sauber verpackt sein, am besten noch mit einem schönen, zum Thema passenden Titelbild oder Umschlag. Layout ist für Fallstudien, die als gedrucktes Werk erscheinen, ebenso wichtig wie für PDF- oder E-Book-Dateien, die am Computer oder auf Tablets und E-Book-Readern gelesen werden. Deine Fallstudie mag noch so herausragend geschrieben sein – sie leidet, wenn das Design nicht zur Qualität passt.

 

Schritt 6

Die Fallstudie veröffentlichen

Herzlichen Glückwunsch, du hast eine Fallstudie erstellt! Jetzt muss diese nur noch veröffentlicht werden. Dafür solltest du die Kanäle und Medien auswählen, die von deiner Zielgruppe am meisten genutzt werden. Neben der Veröffentlichung im Druck wäre auch dein eigener Blog ein guter Ort dafür. Idealerweise nutzt du zusätzlich Soziale Netzwerke und E-Mail-Marketing, um deine Reichweite zu erhöhen und einen großen Kreis von Lesern auf deine Fallstudie aufmerksam zu machen. Auch das Einrichten einer eigenen Landingpage für die Studie ist sinnvoll.

Dabei kann es auch sinnvoll sein, deine Fallstudie für andere Medien neu aufzubereiten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem umfangreichen Info-Video oder einer Reihe von Clips auf YouTube? Die Essenz der Studie in einer einzelnen, umfangreichen Infografik aufzuarbeiten, kann sie ebenfalls für visuell orientierte Konsumenten interessanter machen. Übrigens werden Infografiken von vielen Usern gern geteilt und könnten die Chance steigern, dass deine Fallstudie viral geht.

Definitiv sollte die Fallstudie relativ schnell veröffentlicht werden, um so aktuell wie möglich zu sein. Auch dein Referenzkunde, der ja ebenfalls Zeit und Aufwand dafür investiert hat, wird daran interessiert sein, das Resultat zeitnah zu sehen. In vielen Fällen wird auch deine Kundschaft vom Werbeeffekt der Fallstudie profitieren. Stell jedoch zunächst sicher, dass der Kunde mit allen Darstellungen und Formulierungen deiner Fallstudie einverstanden ist.

Deine eigene Case Study ins Rollen bringen


Ob du Fallstudien-Marketing für dein eigenes Unternehmen oder im Auftrag deiner Kunden oder Vorgesetzten zur Kundenbindung und Neukundengewinnung einsetzen willst: Du hast es mit einem mächtigen Instrument zu tun – schon alleine wegen des Umfangs und der wissenschaftlichen Komponente. Die Case Study ist arbeitsintensiver Content. Doch wenn du deine Sache gut machst, zahlt es sich nachhaltig aus. Sorge für das Einverständnis der Beteiligten und lasse deine Referenzkunden an der Entstehung der Fallstudie teilhaben. So gewinnst du neben zufriedenen Markenbotschaftern großartige Referenzen, welche deine Reichweite in allen Kanälen erhöhen und dein Unternehmen im besten Licht erscheinen lassen.

Gerade in der Medienwelt finden gelungene Fallstudien hohen Anklang. Womöglich interessieren sich auch Massenmedien oder Influencer für deine Ergebnisse. Hast du erst eine oder mehrere Case Studies erfolgreich eingesetzt, dürfte auch das Interesse weiterer Kunden steigen, an zukünftigen Studien mitzuarbeiten.

 
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