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Verweildauer

Verweildauer: Kurzerklärung

Im Online-Marketing beschreibt die Verweildauer die Zeit, die ein Nutzer auf einer bestimmten Website verbringt. Diese Information sowie die Entwicklung der Verweildauer über einen längeren Zeitraum sind zwei wichtige Faktoren bei der Bewertung einer Website. Anhand dieser Werte lässt sich nämlich abschätzen, ob die Seite den Nutzern die gewünschten Informationen bietet oder nicht.

Ausführliche Erklärung

Jeder kennt wohl diese Situation: Man sucht etwas bei Google, klickt auf das erste Suchergebnis – und wird enttäuscht, weil die Website nicht das bietet, was man sich eigentlich erwartet hatte. Also verlässt man die Seite wieder und versucht erneut bei Google sein Glück.

Dieses einfache und absolut nachvollziehbare Verhalten ist aus Marketing-Sicht äußerst interessant, denn es gibt Aufschluss darüber, ob die Website die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt – und zwar sowohl die Erwartungen des Lesers als auch die des Seitenbetreibers. Anhand einer kurzen oder mit der Zeit sinkenden Verweildauer lässt sich nämlich erkennen, dass die Website nicht das bietet, was die meisten Nutzer suchen. Zwar gibt die Verweildauer keinen Hinweis darauf, wo genau das Problem liegt, aber immerhin kann man so recht zuverlässig erkennen, dass es überhaupt ein Problem gibt.

Ermittlung der Verweildauer

Die Bestimmung der Verweildauer erfolgt meist über Analyse-Tools wie zum Beispiel Google Analytics. Im Gegensatz zu anderen Merkmalen einer Seite, die mit Hilfe solcher Tools überwacht werden, ist die Ermittlung der Verweildauer allerdings alles andere als trivial. In der Regel kommt dabei eine von zwei Methoden zum Einsatz, die allerdings beide nicht perfekt sind und ihre ganz eigenen Probleme und Schwierigkeiten mit sich bringen.

Bei der einfacheren und wohl auch verbreiteteren Methode wird die Verweildauer ab dem Zeitpunkt gemessen, an dem der Nutzer die Seite aufruft. Beendet wird die Messung, sobald durch den Nutzer eine neue Seite vom Server abgerufen wird. Diese Methode funktioniert aber nur dann zuverlässig, wenn auch tatsächlich eine neue Seite vom Server angefordert wird. Verlässt der Nutzer die Seite oder schließt einfach seinen Browser, kann die Messung nicht korrekt durchgeführt werden. Zudem geht man bei dieser Methode davon aus, dass der Nutzer sich nach dem Aufruf der Seite auch ausschließlich mit dieser beschäftigt – Ablenkungen wie E-Mails, Instant-Messenger-Nachrichten, Telefonate oder Gespräche mit den Kollegen fallen einfach unter den Tisch.

Bei der anderen Methode wird mit Hilfe eines Skripts gearbeitet, das im Browser des Nutzers ausgeführt werden muss. Das Skript überträgt dann die Verweildauer in regelmäßigen Abständen an den Server, sodass auch dann noch ein (relativ) genaues Ergebnis ermittelt werden kann, wenn der Nutzer den Browser oder die Seite einfach schließt. Nachteile bei dieser Methode sind zum einen, dass das Skript sowohl auf dem Server als auch auf dem Gerät des Nutzers laufend Ressourcen verbraucht, und zum anderen die Tatsache, dass auch hier nicht erfasst werden kann, wenn sich der Nutzer mit anderen Dingen beschäftigt, während er die Seite geöffnet hat. Darüber hinaus kann ein Skript, das zum Beispiel in JavaScript geschrieben wurde, nicht immer in allen Browsern ausgeführt werden.

Ein weiteres Problem bei der Ermittlung der Verweildauer ist, dass in der Regel nur ein Durchschnittswert berechnet wird. Bei Seiten mit tausenden von Besuchern pro Tag ist das natürlich kein Problem – bei einer Website mit einem geringeren Besuchervolumen können einige Ausreißer die Berechnung aber schon verfälschen

Bedeutung der Verweildauer für die Suchmaschinenoptimierung

Trotz dieser Probleme gilt die Verweildauer als wichtiges Kriterium bei der Bewertung einer Website – insbesondere in Sachen SEO. Zum einen gehen die meisten Experten nämlich davon aus, dass die Verweildauer eines der Merkmale ist, anhand derer Google Seiten bewertet. Zum anderen lässt sich mit der Betrachtung der Verweildauer über einen längeren Zeitraum feststellen, ob SEO-Maßnahmen die gewünschte Wirkung haben oder nicht. Optimiert man zum Beispiel die eigene Website auf einen bestimmten Begriff und die Verweildauer sinkt in der Folge, passen der Suchbegriff und die auf der Seite gebotenen Inhalte offenbar nicht allzu gut zusammen. Steigt die Verweildauer dagegen nach der Veröffentlichung eines längeren Beitrags, hat man damit offenbar das Interesse der Nutzer wecken können.

Im Zusammenspiel mit der Bounce Rate lässt sich mit der Verweildauer also relativ zuverlässig ermitteln, ob eine Website die Erwartungen der Nutzer erfüllen kann. Die Bewertung der Verweildauer sollte allerdings immer im Kontext der Ziele erfolgen, die man für die Website festgelegt hat – eine hohe Verweildauer ist nämlich nicht zwingend wünschenswert. Bei Kundendienst- oder Shopseiten soll der Nutzer zum Beispiel möglichst schnell zur gewünschten Aktion bewegt werden.

Wie lässt sich die Verweildauer beeinflussen?

Möchte man die Verweildauer erhöhen (oder auch senken), ist eine umfassende Betrachtung der Ziele, der Inhalte und der Struktur der betreffenden Seite nötig. Dabei müssen aber nicht immer alles Kriterien gleichermaßen von Bedeutung sein. Ein Video-Portal wird beispielsweise kaum in der Lage sein, über die Struktur der Seite die Verweildauer zu beeinflussen – dafür umso mehr mit Hilfe der Inhalte.

Bei den Inhalten ist zunächst einmal die Frage wichtig, woher die meisten Nutzer auf die kommen. Landet ein Großteil von ihnen über Google auf der Seite, sollten die Inhalte und die Suchmaschinenoptimierung besonders gut aufeinander abgestimmt werden. Finden die Nutzer nämlich hinter dem Link bei Google nicht das, was sie erwarten, sind sie auch ganz schnell wieder weg. Bei etablierten Seiten sollten die Inhalte dagegen stärker an den Besuchern ausgerichtet werden, die regelmäßig auf die Seite kommen.

In Sachen Struktur gibt es eigentlich nur eine goldene Regel: einfach und klar muss sie sein. Schlecht strukturierte Inhalte stören den Lesefluss und schrecken den Leser ab – und im Internet ist dieser Effekt besonders ausgeprägt. Oft wird der Content nur überflogen und der Leser schaut sich lediglich die inhaltlich interessanten Passagen genauer an. Dementsprechend sind Maßnahmen zur Gliederung wie aussagekräftige Überschriften, Inhaltsverzeichnisse, Hervorhebung von Schlagwörtern und Ähnliches unbedingt empfehlenswert, wenn man die Verweildauer positiv beeinflussen möchte.

Bei der Betrachtung der Ziele der Website gibt es, anders als bei den anderen beiden Kriterien, keine festen Regeln oder Maßnahmen. Vielmehr sollten Inhalt und Struktur anhand der gesetzten Ziele ausgerichtet werden – eine Kundendienst-Seite sollte etwa besonders einfach strukturiert sein und eher wenige Inhalte bieten, um den Leser möglichst schnell zum Ziel zu führen, während ein Fachlexikon zu Finanzthemen gut recherchierte und strukturierte Artikel zu den einzelnen Themenbereichen benötigt.

Fazit:

Die Verweildauer kann ein wertvolles Indiz für die Qualität der Inhalte einer Seite sein. Da die Ermittlung der Verweildauer allerdings nicht ganz unproblematisch ist, sollte man die Ergebnisse mit Vorsicht genießen und sie möglichst zusammen mit anderen Bewertungskriterien wie etwa der Bounce Rate betrachten. Zudem ist es nötig, die Ziele einzubeziehen, die man mit der Website verfolgt, da eine höhere Verweildauer nicht immer unbedingt positiv ist – gerade Shop- und Kundendienst-Seiten zeichnen sich beispielsweise eher durch eine geringe Verweildauer aus.

 

 

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