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Noch nie war es so leicht, den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. Und mit E-Books steht dir heutzutage ein Medium zur Verfügung, welches dir bei minimalen Eigenkosten ermöglicht, ein riesiges Publikum zu erreichen. Alteingesessene Verlage sind nicht mehr das Maß aller Dinge. Neue Plattformen zum Self-Publishing bieten enorme Chancen für Autoren, ihre Romane, Sachbücher, Ratgeber oder Denkschriften unters Volk zu bringen. Auch steht Unternehmen eine bunte Palette an Möglichkeiten zur Verfügung, wenn es darum geht, sich mit einem E-Book zu vermarkten.

Doch um ein E-Book mit Erfolg zu veröffentlichen, solltest du dich sowohl mit der nötigen Technologie als auch mit dem aktuellen Marktgeschehen vertraut machen. Wir haben diesen Leitfaden zusammengestellt, um einen Einblick in die noch junge Welt des elektronischen Lesens zu geben und dir zu helfen, dein eigenes E-Book zu schreiben.

 

Was du auf dieser Seite erfährst:


  • Was wir unter E-Books verstehen und wie diese funktionieren

  • Unterschiede zwischen gedrucktem Buch und elektronischem Format

  • Aktueller Überblick über den deutschsprachigen E-Book-Markt und seine Trends

  • Schritt für Schritt zum eigenen E-Book: Tipps zum Schreiben und Gestalten sowie Informationen zu geeigneter Software

  • E-Books als erfolgversprechendes Marketingtool


E-Book – wie geht das? Ein kurzer Exkurs


Einer der großen Vorteile von E-Books ist ihre gestochen scharfe und kontrastreiche Anzeige auf E-Book-Readern. Im Gegensatz zu normalen Tablet-Displays lassen diese sich selbst bei starkem Lichteinfall problemlos wie gedruckte Bücher lesen. Doch wie funktioniert diese besondere „elektronische Tinte“ eigentlich?

Der Gedanke, elektronische Bücher zu erschaffen, ist nicht ganz neu. Nur fehlten lange Zeit die nötigen technischen Voraussetzungen für die Markteinführung bei einem realistischen Verhältnis von Kosten und Nutzen. Ein erster Versuch, elektronisches Papier zu entwickeln, wurde von Xerox in den 1970er-Jahren unternommen. Das sogenannte Gyricon setzte sich aus zahllosen kleinen Kügelchen mit statischer Ladung zusammen. Eine Seite der Kugeln war schwarz, die andere weiß. Durch ein elektrisches Feld ließen sich die Kugeln beliebig drehen, um Schrift oder Bilder anzuzeigen. Zu hohe Produktionskosten ließen das Projekt scheitern.

In den 1990ern griff ein Forschungsteam am renommierten MIT in Massachusetts die Idee erneut auf. Unter der Leitung von Joseph Jackson wurden mit weißen elektrischen Teilchen in schwarzem Öl geladene Mikrokapseln getestet. Auch hier kam wieder ein elektrisches Feld zum Einsatz, welches die Teilchen an die Oberfläche der Kapseln zog, wodurch diese ihre Farbe wechselte. Dieses auf Elektrophorese basierende Prinzip war Grundlage der heutigen E-Book-Technologie. Jackson und einige andere Mitstreiter gründeten später die Firma E. Ink Corporation, auf deren Name „E-Ink“, also die umgangssprachliche Bezeichnung für E-Paper zurückgeht.

Der Großteil moderner E-Book-Reader arbeitet mit Displays, die Inhalte in verschiedenen Grautönen darstellen. Varianten mit farbigen Displays wurden in der Vergangenheit mehrfach erprobt. Doch aufgrund zu grobkörniger Auflösung und zu schwacher Kontraste konnten sich diese bisher nicht durchsetzen. Verbesserte Technologie und damit einhergehende Ersparnisse bei der Produktion könnten diesen Zustand eines Tages ändern. Momentan jedoch wird in der Branche nicht allzu viel Gewicht auf die weitere Erforschung farbigen E-Papers gelegt.

Übrigens lassen sich PDF-Dateien auf E-Ink-Displays nur suboptimal anzeigen. Derartige Dokumente lesen sich nach wie vor angenehmer auf Smartphones, Tablets oder am Desktop-PC.

Gedrucktes Buch vs. E-Book: Was ist anders?


E-Books sind keine wirklich eigenständigen Medien – es handelt sich hierbei vielmehr um die Adaption von Printmedien in digitaler Form. Allerdings weisen sie einige gravierende Unterschiede zum klassischen gedruckten Buch auf. Der wohl größte Unterschied besteht in der Handhabung. Druckbücher bieten eine haptische Erfahrung. Du kannst darin blättern, sie in der Hand halten, den Geruch frischer Drucktinte oder das trockene Aroma alter Bibliotheksschätze erschnuppern. Notizen können darin von Hand gemacht oder wichtige Passagen mit dem Textmarker angestrichen werden.

Ein E-Book dagegen wird nicht in die Hand genommen und aufgeblättert – der E-Book-Reader wird eingeschaltet und das gewünschte Buch an der zuletzt gelesenen Stelle geladen. Willst du etwas anderes lesen, musst du dafür nicht zum Buchregal oder Zeitschriftenständer gehen. Du kannst gemütlich im Sessel sitzenbleiben und durchsuchst den Speicher deines Lesegeräts. Selbst der Kauf neuer Lektüre geschieht im Handumdrehen. Der Gang zum Geschäft oder das Warten auf die Post wird durch einen simplen Download ersetzt. Regale voller Bücher und Zeitschriftenstapel bis unter die Decke gehören der Vergangenheit an.

Hier liegt auch einer der bedeutendsten Vorteile von E-Books – zumindest, wenn du kein überzeugter Sammler traditioneller Bücher bist. Elektronische Bücher sparen Platz und es ist kein Papier für ihre Herstellung notwendig. Dein Freund, der Baum bleibt am Leben. Mit E-Books können hunderte, ja tausende von Büchern in einem Gerät gespeichert werden, welches nicht größer als ein einzelnes Schulheft ist.

Wie bereits angedeutet, beschränken sich elektronische Bücher nach wie vor auf das reine Leseerlebnis. Der Versuch, E-Books als Multimedia-Spektakel neu zu erfinden, ist bislang stets misslungen. 2010 scheiterte der Rowohlt-Verlag mit einem E-Book-Format, das Videos, Tonspuren und interaktive Elemente miteinander verbinden sollte. Neben Sachbüchern wurden auch digitalisierte Romane mit verschiedenen Medien angereichert. Beim Publikum fiel das teure Format jedoch durch. Bastei Lübbe versuchte es 2017 mit seiner Streaming-App „Oolipo“, welche bereits nach einem guten halben Jahr aufgrund hoher Kosten und niedrigem Nutzerinteresse eingestampft wurde.

 
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Momentaufnahme des E-Book-Marktes


E-Books sind noch weit davon entfernt, das klassische, gedruckte Buch von seinem Thron zu stoßen. Die Verkäufe der digitalen Schriftstücke gingen gegenüber dem traditionellen Buchhandel sogar wieder zurück. Genauer betrachtet, sind davon vor allem Kinderbücher, Malbücher oder ähnliche Werke betroffen, bei denen Farben sowie die haptische Erfahrung eine besondere Rolle spielen. So haben Malbücher für Erwachsene bereits eine ganz neue Nische gefüllt. Auch Kochbücher verkaufen sich gedruckt besser. Die Verlage fokussieren sich verstärkt darauf, diese Produkte anzubieten.

Die Preise von E-Books sind ein weiterer Grund für die zuletzt nachteilige Marktentwicklung. Zwar sind diese meist etwas günstiger als die entsprechenden Druckbücher, doch geben Käufer lieber ein paar Euro mehr aus, da sie glauben, mit einem „echten“ Buch mehr in der Hand zu haben. Das Material – also Seiten und Einband wird höher bewertet als die Arbeitsleistung des Autoren, welche natürlich bei Print- und E-Book gleich ist.

Aktuelle Trends: E-Book-Flatrates


Streaming-Angebote sind ein Weg, um dem Preisproblem am E-Book-Markt entgegenzutreten. Internationale Plattformen wie Amazon sind dabei aufgrund ihrer Reichweite lokalen Verlagen und Redaktionen weit voraus. Bei einer E-Book-Flatrate dürfen User zum Beispiel gegen eine monatliche Gebühr auf eine gewisse Auswahl von Titeln oder gar auf das gesamte Sortiment an E-Book-Titeln zugreifen. Für Autoren kann dieses Modell zu finanziellen Einbußen führen, wie sich am Beispiel von Flatrates im Musikgeschäft zeigt. Bezahlt würden sie in diesem Fall nicht pro Buchverkauf, sondern anteilig pro gelesener Seite.

Noch hält sich das Angebot von E-Book-Flatrates in Grenzen. Jedoch ist der Markt zuletzt stark gewachsen und hat mit Amazons Kindle Unlimited und der deutschen Verlagsallianz Skoobe zumindest zwei große Flatrates hervorgebracht. Doch diese Anbieter sind nicht ganz allein.

Kindle Unlimited hat mit mehr als 1,5 Millionen Büchern definitiv die größte Auswahl zu bieten. Allerdings gehören dazu auch sehr viele Werke unabhängiger Autoren, deren Qualität stark schwanken dürfte. Darüber hinaus wären viele dieser E-Books bereits im Kauf für eine geringe Summe zu haben. Aktuell stehen „nur“ etwa 90.000 deutschsprachige Titel zur Auswahl. Für 9,99 Euro im Monat darf exklusiv auf Kindle-Geräten und Apps gelesen werden, was das Zeug hält.

Skoobe ist eine E-Book-Flatrate, die in einer Kooperation der Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bertelsmann für 11,99 bis 199,99 Euro monatlicher Gebühr angeboten wird. Das Sortiment umfasst über 175.000 Titel mit einer hohen Qualitätsdichte. Neben den Publikationen der eigenen Verlage gehören dazu auch Bücher vieler anderer Verlagshäuser. Auf dedizierten Lesegeräten wie dem Kindle kann Skoobe derzeit nicht genutzt werden. Die Flatrate ist für Lese-Apps auf iOS, Android und dem Amazon-Fire-Tablet vorgesehen. In den ersten 30 Tagen ist Skoobe komplett kostenlos.

Readfy ist eine kostenlose Flatrate mit einem Sortiment von gut 70.000 E-Books. Bestseller-Titel befinden sich allerdings nicht darunter. Auch müssen die Leser während der Lektüre Werbeanzeigen hinnehmen, über die sich das Düsseldorfer Start-up finanziert.

Onleihe fasst als Online-Bücherei die Leihangebote der öffentlichen Stadtbibliotheken zusammen. Neben dem Verleih von Büchern, CDs und Filmen umfassen diese Angebote inzwischen auch E-Books. Um teilzunehmen, ist eine Bibliotheksmitgliedschaft nötig. Die Kosten dafür liegen bei 10 bis 30 Euro pro Jahr. Ausgeliehene Bücher geben sich dabei nach zwei Wochen selbst zurück. Allerdings kannst du immer noch in die nostalgische Verlegenheit kommen, dass ein Titel bereits verliehen ist. Schuld ist das Lizenzmodell mit einer begrenzten Zahl gleichzeitig nutzbarer Lizenzen pro E-Book.

Aktuelle Trends: die technische Entwicklung


Blaulichtfilter – bereits Standard in vielen Konkurrenzmodellen – dürften nun auch vom Branchenriesen Kindle eingeführt werden. Diese Filter sollen die Nutzung von Displays an Computern, Handys und Tablets bei geringem Umgebungslicht augenschonender gestalten. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass das Lesen am Display in einem dunklen Raum oder bei Dämmerlicht negative Folgen für den Schlafrhythmus haben kann. Der Blaulichtfilter sorgt dafür, dass sich die Lichtfarbe der Anzeige bei abnehmendem Umgebungslicht ins Rötliche verfärbt.

Audio-Funktionen gehören zu den Bereichen, wo die Konkurrenz noch zu Kindle aufholen muss. So dürften Tolino und andere Hersteller sich bald die Beliebtheit von Hörbüchern zu Nutze machen und ihre Lesegeräte mit Abspielfunktionen ausstatten.

Extra große E-Book-Reader sind der letzte Schrei. Nach langen Jahren der 6-Zoll-Displays kommen wieder verstärkt Lesegeräte mit sieben bis acht Zoll Bilddiagonale auf den Markt. Besonders bemerkenswert ist das norwegische Paper Tablet „Remarkable“. Das hauchdünne Tablet mit einer Bilddiagonale von 10,3 Zoll nutzt E-Ink und fühlt sich fast wie echtes Papier an. Wie auf einem Papierblock kann darauf sogar geschrieben werden. So können Dokumente nicht nur gelesen, sondern auch bearbeitet und kommentiert werden. Remarkable hat durchaus das Zeug dazu, den gesamten Markt zu revolutionieren.

Dein E-Book schreiben – so wird es gemacht


Du kannst dein Manuskript in einem Textverarbeitungsprogramm deiner Wahl erstellen oder eine dedizierte Software nutzen (mehr dazu weiter unten). Das Programm muss in Formate wie doc, rtf oder HTML ausgeben sowie Formatvorlagen akzeptieren können. Ein direktes Speichern im EPUB-Format ist jetzt noch nicht zwingend nötig. Dafür lassen sich später eigene Programme oder spezielle Plug-ins nutzen.

Formatvorlagen erleichtern die Arbeit mit umfangreichen Publikationen enorm. Du kannst darin die Formatierung von Zeilenabständen, Zeichen- oder Absatzformaten für das gesamte Dokument einstellen. Verändert du eine Definition, wird deine Korrektur sofort im gesamten Manuskript angewendet.

Das Zeichenformat legt die Formatierung einzelner Zeichen fest und kann beispielsweise zum farbigen oder fetten Markieren von Wörtern und Zeilen genutzt werden. Mit dem Absatzformat können Absätze eingerückt oder überflüssige Leerzeilen vermieden werden.

Deine Leser können die Schriftgröße später an ihrem Lesegerät selbst bestimmen. Das EPUB-Format bietet beispielsweise dynamische Anpassung an verschiedene Geräte und Bildschirmgrößen. Je nachdem, ob du eine Formatierung in Block- oder Flattersatz gewählt hast, kann es dabei zu Verschiebungen und Lücken im Textfluss kommen. Der Flattersatz ist vermutlich die bessere Alternative, da der Blocksatz besonders große Löcher reißen kann, wenn am Lesegerät die Silbentrennung deaktiviert ist.

E-Books erhalten eine Titelei. Diese besteht aus Titelseite, Impressumsseite und dem Inhaltsverzeichnis. Ein Impressum gehört in jedes E-Book. Es enthält Namen, E-Mail-Adresse sowie Ort und Datum der Erscheinung deines Werkes.

Bilder, Grafiken und Illustrationen erwecken ein Buch zum Leben – egal ob gedruckt oder elektronisch. Eine hervorragende Bilderquelle für das kleine Budget sind Online-Portale für kostenlose, kommerziell nutzbare Fotos und Grafiken – teilweise sogar ohne verpflichtende Nennung des Urhebers. Pixabay ist nur ein Beispiel einer solchen Seite, die eine umfangreiche Auswahl von mehr oder weniger professionellen Bildern zu zahlreichen Themen anbietet.

Vor der Konvertierung in das EPUB-Format (oder sonstige Formate) solltest du das ganze Dokument noch einmal aufräumen und testen. Sind alle Formatvorlagen korrekt eingestellt? Ist das Inhaltsverzeichnis vollständig aufgebaut? Eine ausgiebige Rechtschreibkorrektur versteht sich von selbst, bevor du dein E-Book veröffentlichen kannst.

Software zur Erstellung von E-Books


Natürlich kannst du dein E-Book im Wesentlichen in einem der gängigen Textverarbeitungsprogramme wie Word, Open Office oder Libre Office schreiben und gestalten. Dedizierte E-Book-Software bietet einfach einige zusätzliche Funktionen und Bedienoberflächen, die auf die Erstellung von Text und Layout für E-Books ausgelegt sind. Probier am besten aus, mit welcher Software dir die Arbeit am leichtesten von der Hand geht. Du kannst dabei auf kostenlose oder kostenpflichtige Varianten zurückgreifen. Schauen wir uns zunächst einige Programme an, für die du nichts bezahlen musst.

 
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Kostenlose E-Book-Software


Calibre ist eine Software zum Lesen und Konvertieren von E-Books. Das Programm kann eine Vielzahl von Formaten importieren – neben gängigen Textformaten und dem EPUB-Format zum Beispiel auch das neuere KF8-Format von Kindle. Konvertierte Dateien können direkt für die passenden Lesegeräte exportiert werden.

Sigil ist ein WYSIWIG-Editor (What You See Is What You Get) für EPUB-Dokumente, mit dem unmittelbar am Quelltext eines E-Books gearbeitet werden kann. Auf diese Weise lassen sich Formfehler sehr gut beseitigen. Das Programm ist übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen. Validierungswerkzeuge sorgen dafür, dass dir kein Fehler entgeht. Sigil kann ein Inhaltsverzeichnis automatisch anhand der genutzten Überschriften erstellen. Für Tüftler gibt es sogar die Möglichkeit, eigene Formatvorlagen zu erstellen.

Kein eigenständiges Programm, sondern eine Erweiterung für Open Office oder Libre Office: der writer2epub ergänzt die Menüleiste um drei weitere Optionen zur Generierung von E-Books im EPUB-Format, für die Verwaltung von Metadaten sowie für weitere allgemeine Einstellungen. Ein Inhaltsverzeichnis kann anhand der eingestellten Überschriften automatisch generiert werden. Writer2epub ist ideal, wenn du mit deinen gewohnten Office-Programmen arbeiten willst und vorerst noch auf hochspezialisierte E-Book-Software verzichten kannst.

iBooks Author ist das Programm der Wahl, wenn du dein E-Book im iBooks-Store von Apple verkaufen willst. Es ist für die Arbeit am Mac optimiert und auch als App fürs iPad verfügbar. Dein E-Book kannst du hier per Drag & Drop ähnlich wie in einem Grafikprogramm zusammenbauen. Die Texte können aus gängigen Textverarbeitungsprogrammen importiert werden.

Die Calligra Suite ist eine Open-Source-Lösung, die maßgeblich von der Entwicklercommunity KDE vorangetrieben wird. Neben standardmäßigen Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen enthält die Suite auch Programme für digitales Malen, zum Kreieren von Vektorgrafiken und der Erstellung von Präsentationen. Auch längere Dokumente lassen sich gut mit der Calligra Suite bearbeiten und durch Grafiken und Diagramme anreichern.

Kostenpflichtige E-Book-Software


Kostenpflichtige E-Book-Software
 
Papyrus Autor wurde bereits 2008 von der Berliner Softwareschmiede R.O.M. Logicware GmbH entwickelt und richtet sich an professionelle Texter und Schriftsteller. Auch für die Erstellung wichtiger Texte wie beispielsweise Diplomarbeiten oder Geschäftspläne eignet sich das Programm mit seinem Schwerpunkt auf Stilqualität und Lesbarkeit sehr gut. Neben der integrierten Duden-Korrektur ist vor allem die Funktion der Stilanalyse interessant. Diese weist dich auf überlange und verschachtelte Sätze, Wortdopplungen oder Füllwörter hin. Gerade bei langen Dokumenten hilft Papyrus dir, den Überblick zu behalten und ein stilvolles E-Book mit hoher Lesbarkeit zu erstellen.

Papyrus Autor kann neben PDF und anderen Formaten auch selbst E-Books in den Formaten aller wichtigen Plattformen ausgeben. Übrigens kannst du wählen, ob du von Anfang an in einem bestimmten Format arbeiten oder deinen Text erst kurz vor Veröffentlichung formatieren willst.

Allerdings ist das Programm nicht ganz einsteigerfreundlich. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit erhältst du mit Papyrus Autor jedoch ein wertvolles Instrument, um dein E-Book zu erstellen und direkt auf Amazon oder bei anderen Anbietern zu veröffentlichen. Die E-Book-Software ist für Windows-Rechner und Mac erhältlich und kostet derzeit 179 Euro.

Scrivener ist ein umfangreiches Programm für Autoren und wird seit 2007 eingesetzt, um Manuskripte in verschiedenen Formaten zu bearbeiten und hochwertige Publikationen zu erstellen. Scrivener nutzt ein „Karteikarten-System“ und ermöglicht dir, verschiedene Absätze per Drag and Drop beliebig anzuordnen. So behältst du beispielsweise den Überblick über eine umfangreiche Romanhandlung und kannst die Reihenfolge der Szenen im Handumdrehen verändern. Per Splitscreen-Verfahren lassen sich mehrere Dokumente gleichzeitig bearbeiten.

Auch Scrivener ist für den Export in EPUB und andere E-Book-Formate ausgerüstet. Die Software ist für Windows und Mac OS verfügbar und kostet aktuell 45 US-Dollar. Neben der Standard-Lizenz gibt es eine Educational Licence für Studenten und Akademiker in Höhe von 38,25 Dollar.

Mit Jutoh können auch Einsteiger nach kurzer Eingewöhnung E-Books in EPUB- oder Kindle-Formaten erstellen. Eine Quick-Convert-Funktion ermöglicht das Importieren verschiedener Textdokumente. Du kannst dein E-Book auch komplett in Jutoh schreiben. In der Grundversion ist das Programm für 30 Euro zu haben. Wenn du in Jutoh scripten und mit HTML-Templates arbeiten willst, bietet sich Jutoh Plus für 60 Euro an. Neben Windows und Mac OS läuft Jutoh auch unter Linux. So werden beispielsweise Versionen für Ubuntu oder Raspberry zum Download angeboten.

E-Books zur Leadgenerierung nutzen


Wie das Whitepaper ist auch das E-Book ein beliebtes Marketinginstrument. Denn mithilfe von Ratgeberliteratur kannst du dich am Markt und bei deinen (potenziellen) Kunden als echter Experte etablieren und deinen Ruf festigen. Unternehmen – darunter auch eine Vielzahl von Start-ups, die meistens im besonderen Maße auf Low Budget angewiesen sind – haben die Bedeutung und den Effekt von Inbound-Marketing erkannt. Dies ist für sie eine ebenso effektive wie kostengünstige Möglichkeit, Interessenten für sich zu gewinnen und Leads zu generieren. Mit Leads sind Kontaktinformationen von potenziellen Kunden gemeint. Beim Thema Neukundengewinnung ist das Lead-Marketing, also die Interaktion mit qualifizierten Interessenten (Leads), ein wichtiger Wegbereiter. Formulare und jegliche Schriftstücke, mit denen Nutzer sich registrieren und ihre Daten hinterlassen können, sind hierbei zentral.

In diesem Zusammenhang setzen die Unternehmen auch auf E-Books, die sie ihren Kunden kostenlos über Ihre Website zur Verfügung stellen. Denn auch diese können ihren Teil dazu beitragen, aus Besuchern Kunden zu machen. Was dafür spricht: Du kannst sie perfekt auf deine Zielgruppe zuschneiden. Und wenn es um die Erstellung von hochwertigem Content geht, kannst du dich an den oben angeführten Schreibtipps orientieren. Wichtig ist, dass du hierbei immer eindeutige Ziele beziehungsweise mögliche Zwecke im Hinterkopf behältst. Das könnten folgende sein:
 


  • Wie kann ich mich mit meinem E-Book am Markt positionieren?

  • Inwiefern kann es mir dabei behilflich sein, meine Marke zu stärken?

  • Wie stelle ich im Rahmen eines E-Books meine USP heraus?

  • Wie kann ich damit Leads generieren und Kunden an mein Unternehmen binden?


 
Ein E-Book – natürlich ansprechend konzipiert und gestaltet – kann folgende Themen in den Fokus nehmen:
 

  • Produktvorstellungen

  • Aktuelle Trends oder Probleme und deren Lösung

  • Studien und Analysen

  • Events und Workshops

  • Soziales Engagement deines Unternehmens


 
Stellen Unternehmen E-Books zum Download bereit, sollten diese professionell und aktuell sein – und gekonnt über die Social-Media-Kanäle vermarktet werden. Indem du mit einem E-Book potenziellen Kunden relevante Inhalte zur Verfügung stellst, kannst du sie also ganz ohne werblichen Charakter dazu bewegen, einen ersten Kontakt aufzunehmen – und sie so idealerweise auch überzeugen. Guter Content gibt hier selbstverständlich den entscheidenden Ausschlag.

Und wie bringe ich nun mein E-Book an die Frau beziehungsweise an den Mann? Hierfür stehen dir eine Reihe an Download-Portalen zur Verfügung. Da diese mit einer Software arbeiten, die das Dokument in die jeweils passenden Formate umwandelt, können deine User das E-Book unkompliziert lesen – sei es am PC, auf einem Tablet, einem E-Book-Reader oder am Smartphone. So kannst du zum Beispiel mithilfe von Calibre dein E-Book entsprechend konvertieren und auch neue E-Books generieren.

Du möchtest deine Blogartikel in ein E-Book verwandeln? Dann ist das Webtool Beacon vielleicht die richtige Lösung. Das kostenlose Tool ist unter anderem auch als Plugin für WordPress verfügbar. Mit Beacon kannst du aus bereits erstellten Inhalten in wenigen Schritten ein E-Book erstellen. Ebenfalls praktisch: Das Tool liefert gleich Designvorschläge mit.

Wie beeinflusst die DSGVO das Entwickeln von Leads?


Der Prozess der Lead- und Neukundengewinnung ohne die Verwendung von personenbezogenen Daten stellt Marketer vor eine Herausforderung. Denn Leads sind schließlich qualifizierte Interessenten. Und es gestaltet sich nun schwieriger, Daten zu Werbezwecken beziehungsweise einer individuellen Ansprache zu nutzen. Cookies stellen in diesem Zusammenhang oft eine willkommene Möglichkeit dar, um an nützliche Informationen zu gelangen. Auch wenn es vorteilhaft ist, so relevante Themen zu finden und die eigenen Angebote immer besser auf die User abzustimmen, ist beim Umgang mit personenbezogenen Daten äußerste Vorsicht geboten. Hier darf dir kein datenschutzrechtlicher Fehler unterlaufen – andernfalls musst du mit hohen Strafzahlungen rechnen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass dein Unternehmen transparent mit dem Datenschutz umgeht und dies auch in der Kommunikation thematisiert.

Das sollte auch bei der Nutzung verschiedener Content-Formate wie E-Books als Incentive berücksichtigt werden. Denn hier kommt das sogenannte Kopplungsverbot ins Spiel, welches es nicht mehr ohne weiteres zulässt, ein Produkt im Austausch gegen eine E-Mail-Adresse anzubieten. Gleiches gilt auch, wenn du ein Gratis-E-Book an ein Newsletter-Abonnement koppeln möchtest. Dennoch kannst du einen Anreiz für eine Art von Tausch bei einem Download oder bei der Newsletter-Anmeldung schaffen, wenn du dies offen kommunizierst. Du siehst: Offenheit ist in diesem Kontext ohnehin das A und O. Die Basis bildet natürlich ein rechtssicherer Newsletter – ebenso wie ein rechtssicheres und nicht werbliches Anmeldeformular. Zentral ist hierbei eine explizite Zustimmung seitens des Users, die sich mit dem Double-Opt-In-Verfahren realisieren lässt. Das Ganze funktioniert dann mit einer E-Mail nach der Anmeldung in Kombination mit einem Verifizierungslink. So bist du auf der sicheren Seite und dein E-Book kann auch bei der aktuellen Rechtslage zum echten Lead-Magneten werden.

E-Books bieten große Chancen


Wir lieben Bücher – ob gedruckt oder digital. Und auch wenn die aktuellen Verkaufszahlen noch keinen Durchbruch vermuten lassen, glauben wir, dass dem E-Book die Zukunft gehört. Gedruckte Bücher besetzen einen Markt, der immer erhalten bleiben wird, doch die fortschreitende Digitalisierung wird zusehends dazu beitragen, dass elektronisches Lesen neue, erfolgreichere Formate hervorbringt. Lass dich also nicht entmutigen und spring mit auf den Zug.

E-Books bieten hervorragende Chancen, dein Wissen oder deine Storys auch ohne Hilfe eines Verlags mit der ganzen Welt zu teilen. Vor allem im Unterhaltungsbereich greifen Leser gern zum elektronischen Buch, um sozusagen per Knopfdruck dem Alltag für eine Weile zu entfliehen. Doch auch Ratgeber, Sachbücher oder wissenschaftliche Publikationen lassen sich schnell als E-Book realisieren.

Da E-Books einen innovativen wie seriösen Charakter haben und deinen Usern Antworten auf mögliche Fragen geben können, steckt in ihnen viel Potenzial als Marketinginstrument. Im Marketingumfeld kannst du diese übrigens auch unterstützend einsetzen – zum Beispiel als Giveaway für die Newsletteranmeldung oder als Preis bei einem Gewinnspiel.

Das Medium E-Book bietet sich daher auch an, um beispielsweise einen Testballon zu starten und mit kürzeren Publikationen zu prüfen, was deinen Lesern am besten gefällt. Und sollte dir das Schreiben schwerfallen oder du benötigst jemanden, der deine Texte fachkundig lektoriert, findest du im Internet zahlreiche fähige Freelancer für Text und Layout. Auch auf Online-Portalen wie Textbroker sind Autoren mit Kenntnissen in vielerlei Fachbereichen aktiv.

 
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