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Mit Content-Recycling zu mehr Reichweite und zufriedenen Besuchern

Nichts ist älter als der Blogpost von gestern. So könnte man das Sprichwort, das sich eigentlich auf Zeitungen bezieht, für das Internet-Zeitalter aktualisieren. Aber was tun mit veraltetem Content, in den man einst viel Mühe investiert hat? Aus dem Netz nehmen? Vielleicht. Aber oft bieten sich betagte Beiträge als Basis-Material für einen lohnenden Refresh. Das Zauberwort heißt Content-Recycling.

Frischer Content – zufriedene User

Content war King, ist King und wird King bleiben. Denn die Zeit von plumpen Werbebotschaften ist vorbei. Die Zielgruppe sucht nach relevanten, informativen und aktuellen Inhalten – genau das bietet Content-Marketing. Aber: Die Planung und Produktion von hochwertigem Content ist zeitintensiv. Je nach Plattform erwarten die Nutzer regelmäßig neue Inhalte – und diese sollten möglichst aktuell sein.

Für die Produktion aktuellen Contents werden interne Ressourcen oder ein Budget für die Produktion benötigt. Aber das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Wie wäre es mit Content-Recycling? In diesem Blogbeitrag geht es um Content-Refresh – den Jungbrunnen für deine digitalen Inhalte.
 

Immer aktuell: Content-Recycling freut Kunden und Google

 
Aktualität ist ein wichtiges Kriterium für Suchmaschinen. Wenn die Crawler von Google und Co. feststellen, dass sich im Vergleich zum letzten Besuch nichts geändert hat, wird die Besuchsfrequenz niedriger. Oft ist dies mit Ranking-Verlusten verbunden. Zu wenig neue Inhalte? Das heißt für die Suchmaschinen, dass dein Content weniger relevant erscheint. Wird deine Website bei den Suchergebnissen weiter hinten platziert, fallen auf Dauer die Besucher aus.
 
Neue oder überarbeitete Inhalte locken die Crawler auf deine URLs. Ein besseres Ranking sorgt für mehr Kunden. Und wenn die Kunden merken, dass Sie auf deiner Internetpräsenz immer wieder Neues finden, merken sie sich das – und kommen wieder. Es lohnt sich also, die eigene Webpräsenz zu einer Quelle für neue und relevante Beiträge zu machen. Und das funktioniert auch durch das Aufpeppen alter Inhalte: Content-Recycling.
 

Mit Content-Recycling die Inhalte up-to-date halten

 
Nimm dir regelmäßig die Zeit, deinen Content durch einen Content-Review auf den Prüfstand zu stellen. Eine solche Content-Prüfung heißt auch Content-Audit. An dem Projekt arbeiten die Kollegen aus dem Content-Marketing mit Webentwicklern und SEO-Managern zusammen.
 
Mache dir dabei über die folgenden Punkte Gedanken:
 

  • Trage Kritik zusammen, die Kunden als Feedback gegeben haben.
  • Analysiere gründlich deine Monitoringtools, um zu erkennen, welche Inhalte hohe Absprungraten provoziert haben oder generell zu wenig angeschaut wurden.
  • Überlege, ob es in den letzten Monaten eine neue strategische Neuausrichtung in deinem Unternehmen gab, die sich noch nicht in den Inhalten widerspiegelt.
  • Gab es rechtliche Entwicklungen, die es notwendig machen, Inhalte zu überarbeiten?

 

Außerdem ist dieser Content-Audit nützlich, um generelle Kriterien für Content-Qualität zu prüfen. Analysiere die Inhalte in Bezug auf folgende Punkte:
 

  • Sind deine Inhalte gut lesbar und verständlich?
  • Wiederholen sich Inhalte in verschiedenen Beiträgen, ohne dass sie dem Leser einen Mehrwert bieten?
  • Finden die Nutzer deine Inhalte oder sind diese teilweise falschen Kategorien zugeordnet?
  • Kannst du einen langen Erklärtext durch ein Video oder eine Infografik ersetzen?
  • Verwendest du die passenden Keywords für deine Texte und Beschreibungen von Fotos oder Videos?
  • Sind deine Beiträge barrierefrei?
  • Hat sich deine Zielgruppe verändert?

 
Passend zu den Antworten auf die genannten Fragen arbeitest du nach und nach deine Hausaufgaben ab.
 
Tipp: Es bietet sich an, auch die Überarbeitung von Inhalten in deinem Redaktionsplan zu vermerken. Auf diese Art behältst du den Überblick und kannst regelmäßig mit überarbeitetem Content nicht nur deine Leser, sondern auch die Suchmaschinen erfreuen.
 

Neuer Content für neue Zielgruppen

 
Die Art des Contents hängt immer von der Zielgruppe ab. Aber diese Zielgruppe kann sich ändern. Ein Beispiel: Du stellst fest, dass deine Zielgruppe älter geworden ist. Dann solltest du darauf achten, weniger Anglizismen zu verwenden und Fremdwörter vermeiden, die bei der älteren Generation weniger gut ankommen. Suche im Rahmen eines Content-Refreshs gezielt nach solchen Begriffen und ersetze sie.
 
Umgekehrt gilt: Wenn deine Zielgruppe verstärkt aus jungen Leuten besteht, sind Videos, kurze Storys und Infografiken gefragt. Setze vor allem auf kurze und leicht verständliche Sätze. Straffe deine Inhalte – oft ist weniger mehr.
 
Ein anderes Beispiel: Du verkaufst Rasenmähroboter und hast bislang eher Männer angesprochen. Dann stellst du fest, dass sich vermehrt Frauen für deine Produkte interessieren. Auch in diesem Fall besteht Handlungsbedarf. Hast du bislang zum Beispiel Zitate von Männern verwendet, solltest du verstärkt nach Zitaten von Frauen suchen. So fühlt sich deine Zielgruppe auch emotional besser angesprochen.
 
Zusammengefasst solltest du nach dem Content-Refresh folgende Fragen mit „Ja“ beantworten:

  • Finden meine User die für sie relevanten Inhalte?
  • Sind alle Inhalte noch aktuell?
  • Ist der Content nutzerfreundlich? Bietet er für die Bedürfnisse meiner Zielgruppe einen echten Mehrwert?
  • Sind die wichtigsten Meta-Tags, insbesondere der Titel-Tag und die Meta-Description, auf dem aktuellen Stand?

 
Recycling von Content
 

Das SEO-Potenzial von Content-Recycling

 

Insbesondere unter dem Aspekt der Suchmaschinenoptimierung ist das Auffrischen alter Seiten interessant. Peer Wandiger präsentiert in seinem Beitrag über Neuveröffentlichungen im Netz eindrucksvolle Zahlen: Die Vorher-nachher-Vergleiche zeigen Page-View-Steigerungen bis zu 1.900 Prozent. Ein Content-Refresh birgt also erhebliches SEO-Potenzial.
 
Besonders geeignet sind hierfür:

  • zeitlose Artikel, also Content, der zu jeder Zeit aktuell ist,
  • Artikel, die ein hohes Ranking-Potenzial haben, zum Beispiel knapp auf Seite 2 bei Google stehen,
  • Beiträge, die in anderen Formaten ins Netz gestellt werden können (Beispiel: Aus einem Text wird ein Video),
  • Seiten, die optisch aufgefrischt werden können – beispielsweise mit Fotos, Infografiken oder einem neuen Design.

 
Einen bestehenden Artikel auffrischen oder ganz neu schreiben? Content-Recycling hat hier einen entscheidenden SEO-Vorteil: die Vermeidung von Duplicate Content. Denn es besteht bei einem neuen Artikel zum selben Thema die Gefahr, dass Google diesen neuen Artikel als Duplikat einstuft.
 

Was bleibt? Und was muss weg?

 
Die Ausgangsfrage beim Content-Recycling ist klar: Was bleibt und was muss weg? Doch so einfach ist es nicht. Wenn die gesamte Website auf dem Prüfstand steht, geht man folgendermaßen vor:

  • Alle Inhalte heraussortieren, bei denen Handlungsbedarf besteht.
  • Die unzweifelhaft veralteten Beiträge löschen.
  • Den restlichen Content prüfen, ob er aktualisiert oder eventuell zusammengefasst werden kann.

 
Gerade der dritte Punkt ist interessant. Oft ergeben zwei veraltete Beiträge neuen Content, wenn sie sinnvoll zusammengesetzt und überarbeitet werden – zum Beispiel durch neue Formulierungen, Formatierungen und Schwerpunkte.
 

Praktische Tools für die Entscheidungshilfe

 
Oft ist es gar nicht so leicht zu beurteilen, für welche Inhalte sich ein Refresh lohnt. Praktische Tools für eine Content-Marketing-Analyse Content-Marketing-Analyse geben schnelle Entscheidungshilfen. Das bekannteste – und dazu kostenfreie – Tool ist Google Analytics. Es gibt dir Aufschluss über die wesentlichen Fragen wie
 

  • Wie viele Besucher haben sich den betreffenden Content bereits angesehen?
  • Wie lange halten sie sich auf der Seite auf?
  • Woher kommen sie?
  • Erreicht die Seite ihr Ziel? Manchmal reicht es schon aus, den Call-to-Action neu zu gestalten, um die Conversion-Rate zu steigern.

 
Manchmal stellt sich auch heraus, dass ein vermeintlich überalterter Artikel nach wie vor hohe Besucherzahlen aufweist. Gerade dann ist Content-Recycling sehr lohnenswert.
 
Aber es gibt nicht nur Google Analytics. Andere, ebenfalls praktische Tools mit unterschiedlichen Schwerpunkten sind zum Beispiel:

 
Und wenn es um Formulierungen sowie prägnante und einfache Sätze geht, die beim Leser ankommen, ist das Wortliga-Tool eine große Hilfe.
 

Wer den Fokus seiner Website auf wirtschaftlichen Erfolg setzt, interessiert sich natürlich in erster Linie für Key Performance-Indikatoren Key Performance-Indikatoren – Kennzahlen, die eine objektive Auskunft über die Leistungsfähigkeit von Content geben. Hier liefern Metriken wie Online-Verkäufe, Registrierungen, Downloads und andere Leads eine wesentliche Entscheidungshilfe für die Frage: Wo lohnt sich Content-Recycling?
 
Evergreen Content
 

Aktuelle Texte versus Evergreen Content

 
Klar: Aktuelle Texte sind immer gefragt. Aber echte Nachhaltigkeit erzeugst du nur mit Evergreen Content. Damit machst du deine Texte zu zeitlosen Klassikern. Und gerade zeitlose Texte sind eigentlich immer für einen Refresh geeignet.

 

Evergreen Content? Was ist das? Evergreen Content sind zeitlose Inhalte: Texte, die immer aktuell sind. Ein wesentliches Merkmal von Evergreen Content ist, dass zum Beispiel folgende Signalwörter fehlen:
 

  • „heute“
  • „dieses Jahr“ („dieser Monat“, „diese Woche“ usw.)
  • „vor x Monaten“
  • „in den letzten Wochen“
  • „seit x Jahrenׅ“ (sofern es sich nicht um sehr lange Zeiträume handelt, wie zum Beispiel „seit 100 Jahren“)

 

Gewisse Textsorten zeichnen sich besonders durch Zeitlosigkeit aus. Das sind zum Beispiel Ratgeber, Tutorials, FAQs oder Lexikonartikel. Achte besonders bei solchen Beiträgen darauf, dass sie auch nach einem, zwei oder drei Jahren aktuell sind. Für eine schnelle Prüfung reicht es oft aus, die Texte auf die oben genannten Signalwörter hin zu scannen.
 

Manchmal genügt es schon, einen Absatz zu ergänzen, um auf aktuelle Entwicklungen einzugehen. Im Übrigen kann der Content dann beibehalten werden. So kann er immer wieder aufgerufen, nachgefragt und in sozialen Netzwerken geteilt werden.
 

Content-Pflege neu gedacht

 

Löschen oder nicht löschen? Das ist die Ausgangsfrage, wenn es um einen Content-Refresh geht. Entweder geht ein Beitrag offline – oder er wird auf den neuesten Stand gesetzt. Um immer up-to-date zu bleiben, stelle deinen Content regelmäßig auf den Prüfstand. Orientiere dich dabei an diesen Punkten:

  • Was komplett veraltet oder nicht mehr relevant ist, wird gelöscht.
  • Alles andere wird (bei Bedarf) auf den aktuellen Stand gebracht.
  • Manchmal bietet es sich auch an, ähnliche Seiten zu einer aktualisierten Seite zusammenzufassen.
  • Überprüfe Keywords, Überschriften und Verlinkungen (denn tote Links sind SEO-Gift).
  • Vermeide Duplicate Content (auch das sieht Google nicht gern).

 

Content-Pflege ist immer auch eine gute Gelegenheit, die Struktur des Webauftritts zu prüfen. Finden deine Besucher die Inhalte schnell und unkompliziert? Wenn ja, hat dein Beitrag alle Chancen, um die Leser auch nach Jahren noch zu überzeugen.

 
Wie oft sollte ein Content-Refresh erfolgen? Als Faustregel gilt, dass eine Überprüfung jedes Jahr stattfinden sollte. Wenn es grundlegende Veränderungen innerhalb deiner Zielgruppe gibt, solltest du natürlich in geringeren zeitlichen Abständen deinen Content auf den Prüfstand stellen. Das ist zwar mit etwas Mehrarbeit verbunden, aber es lohnt sich auf jeden Fall!
 
 

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Kommentare

Laufblogger 25. September 2018 - 12:20

In diesem Zusammenhang kann es übrigens auch Sinn machen, das originale Veröffentlichungsdatum anzupassen und ein neues, aktuelles Datum für den Beitrag zu wählen. Denn dieses wird auf Suchergebnissseiten dargestellt und potentielle Leser klicken natürlich lieber auf einen "neueren" Beitrag als auf einen, der schon 3 Jahr alt ist.

Antworten

Robert Kropp 27. September 2018 - 21:55

Guten Tag.

Euer Beitrag zu Content Refresh spricht mir aus der Seele.

Ich predige es schon seit Jahren bei unseren Kunden. Da heißt es oftmals nur: "Was sollen wir in unserer Branche denn berichten oder aktualisieren?"

Als Dienstleister springt man dann für den Kunden ein, obwohl hier das Hintergrundwissen zu den Themen fehlt. Denn man kann ja nicht in allen Fachgebieten gleich gut unterwegs sein. Dennoch zapft man diverse Quellen an und liest sich in ein neues Thema ein, um dann einen halbwegs tauglichen Inhalt auf der Feder zu quetschen.

Wie gut, das da dann so scheußliche Dinge wie die DSGVO oder auch andere rechtliche Neuerungen (Fernabgabeverordnung) in die Hände spielen. Da hat man das ein oder andere Mal dann mal einen Gedankenanschub 😉

Antworten

Marie 24. Oktober 2018 - 12:48

habe den Beitrag mit vollem Interesse gelesen! Sehr hilfreich!

Antworten

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