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Yahoo

Kurzerklärung: Yahoo

Yahoo ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das zu den Internet-Pionieren gezählt wird. Zwei Studenten der Universität Stanford gründeten die Firma 1994, 2016 zählte Yahoo noch immer zu den Top Ten der meistbesuchten Seiten im Internet. Ursprünglich war die Seite als Suchmaschine konzipiert und stand damit in direkter Konkurrenz zum heutigen Branchenriesen Google, Yahoo setzte aber deutlich früher als andere Suchmaschinenanbieter auf zusätzliche Angebote und Inhalte, um Nutzer an die Seite zu binden.

Ausführliche Erklärung

Die Idee zu Yahoo kam den beiden Gründern, David Filo und Jerry Yang, durch die immer weiter wachsende Zahl an Internet-Seiten. Sie erstellten zunächst die Seite „Jerry and David’s Guide to the World Wide Web“, die schon nach kurzer Zeit sechsstellige Benutzerzahlen verbuchen konnte. Um  ihr Angebot professioneller gestalten zu können, gründeten Filo und Yang 1995 Yahoo und brachten das Unternehmen 1996 an die Börse. In den folgenden Jahren gründete Yahoo Portale für verschiedene Länder, darunter Deutschland, Japan und Argentinien.

Eine große Besonderheit von Yahoo war es, dass das Portal für die jeweiligen Länder nicht nur eine Suchmaschine bot, sondern noch zahlreiche weitere Dienste. Dazu gehörte – und gehört – ein Freemail-Dienst, über den Nutzer nicht nur kostenlos E-Mails verschicken können. Yahoo Mail bietet zusätzlich noch unbegrenzten Speicherplatz für Nachrichten und Anhänge. Hinzu kommt die Startseite des Yahoo-Portals, auf der Informationen und Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen zu finden sind.

Dank dieses umfassenden Angebots zählt Yahoo Mail mit rund 300 Millionen Nutzern weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich Freemail. Zudem bot Yahoo schon frühzeitig einen Terminplaner, einen Messenger-Dienst und mit Yahoo Nachrichten eine Informationsseite.

Ziel dieses Paketangebots war es, die Nutzer eng an Yahoo zu binden und möglichst viele Menschen für einen Teil des Angebots zu gewinnen. Auf diese Weise erhielt das Unternehmen Kundendaten, die sich über Werbung direkt in Einnahmen umwandeln ließen.

1997 wurde das Portfolio um ein wichtiges Element erweitert: Yahoo Sports. Auf dieser Seite konnten sich Fans über Sport und Ereignisse in der Welt des Sports informieren. Darüber hinaus gab es ein sogenanntes „Fantasy Sport“-Angebot, bei dem sich die Nutzer für ihre Lieblingsportart virtuelle Teams zusammenstellen und gegeneinander antreten lassen konnten. Dieser scheinbar harm- und belanglose Zeitvertreib zog vor allem in den USA zahlreiche Nutzer an und steigerte die Beliebtheit von Yahoo spürbar. 1998 war die Seite die beliebteste Startseite im Internet und auch bei den Suchmaschinen belegte Yahoo Platz eins.

2000 und 2001 hatte Yahoo dann allerdings – wie die meisten Online-Unternehmen – mit der sogenannten Dot-Com-Blase und deren Folgen zu kämpfen. Die Firma musste sich umstrukturieren und verlor in diesem Zuge ihre Spitzenposition. Google konnte sich bei den Suchmaschinen mehr und mehr von der Konkurrenz absetzen, und im Jahr 2000 begann Yahoo sogar damit, Suchanfragen über den Konkurrenten abzuwickeln. Zuvor waren die Anfragen über Yahoo Directory bearbeitet worden.

Trotz der Probleme  – und einiger Entlassungen – versuchte Yahoo durch Kooperationen und die Übernahme anderer Firmen das eigene Angebot zu erweitern. Bedeutsam war unter anderem die Übernahme von Flickr 2005. Das Video- und Bilderportal ermöglicht es Nutzern, eigene Inhalte hochzuladen und zu teilen, und bietet darüber hinaus verschiedene Community- und Social-Media-Funktionen. Im selben Jahr kaufte Yahoo 40 % der Anteile des chinesischen Online-Portals Alibaba. Alibaba dient in China vor allem im B2B-Bereich als wichtige Plattform und ist eine der beliebtesten Seite in der Volksrepublik, um geschäftliche An- und Verkäufe abzuwickeln.

2008 hatte sich Yahoo weitgehend von den Folgen des Crashs im Jahr 2000 erholt und konnte daher auch ein Übernahmeangebot durch Microsoft ablehnen. In der Folge entwickelte sich aber eine Kooperation mit dem Redmonder Softwareriesen und 2009 wickelte Yahoo schließlich Suchanfragen nicht mehr mit Hilfe der eigenen Suchalgorithmen ab, sondern über die Dienste von Microsoft.

Mit der Übernahme von Tumblr etablierte sich Yahoo 2013 erfolgreich im Blog-Bereich und ermöglichte es seinen Nutzern ab diesem Zeitpunkt, mit wenig Aufwand Audio-, Video- und Bilddateien, Texte, Zitate und Links in Blogs einzubinden.

2016 erfolgte schließlich die Übernahme von Yahoo durch den Telekommunikationskonzern Verizon. Durch den 4,8-Milliarden-Euro-Deal wollte sich Verizon neben AOL ein zweites Standbein im Internet-Geschäft sichern, um mit den Angeboten von Google und Facebook konkurrieren zu können. Ob dieser Plan aufgeht und wie sich Yahoo weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der rund 700 Millionen Besucher pro Monat wird Yahoo sicher nicht einfach so verschwinden – eine Veränderung durch die Übernahme gab es aber bereits: Verizon legte im Juni 2017 Yahoo und AOL zur Dachmarke Oath zusammen.

Die Dienste von Yahoo im Überblick

Im Laufe der Jahre hat sich das Angebot an Diensten bei Yahoo stark verändert. Durch den Kauf und Verkauf von Firmen und Tochterunternehmen kamen neue Seite hinzu und alte Seiten verschwanden. Inzwischen umfasst das Portfolio von Yahoo Folgendes:

Yahoo und SEO

Obwohl Yahoo heutzutage in erster Linie ein Online-Portal ist, das seinen Nutzern einen umfassenden Service einschließlich zahlreicher Funktionen bieten will, ist mit Yahoo! Search auch noch immer eine Suchmaschine Teil des Portfolios. Somit steht Yahoo weiterhin in direkter Konkurrenz zu Google – und ist daher auch für SEO-Experten und Online-Marketing-Strategen von Interesse.

Zwar ist Google bei den Suchmaschinen die unangefochtene Nummer eins, aus SEO-Sicht wäre es aber nicht klug, nur „auf ein Pferd zu setzen“ und die 700 Millionen Nutzer zu vergessen, die jeden Monat die Seiten von Yahoo besuchen. Die Performance einer optimierten Seite sollte daher auch bei Yahoo überwacht werden, denn ein gutes Ranking bei mehreren Suchmaschinen ist in jedem Fall positiv.

Ein zusätzlicher Vorteil einer Optimierung auf Yahoo ist, dass man so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Seit 2012 werden Suchanfragen nämlich über den von Microsoft betriebenen Suchdienst Bing abgewickelt. Erreichte eine Seite also auf Yahoo ein gutes Ranking, wird sie bei Bing ebenfalls in den oberen Suchergebnissen erscheinen.

Fazit

Yahoo hat sich über die Jahre als Online-Portal etabliert, das eine Vielzahl an Funktionen und Diensten bietet. Dank einer großen Zahl an Nutzern ist das Portal aus Online-Marketing-Sicht sehr interessant, da durch gezielt geschaltete Werbung viele Personen aus der jeweils relevanten Zielgruppe erreicht werden können. Zusätzlich bietet Yahoo noch eine Suchmaschine, deren Suchvolumen zwar nicht an das von Google heranreicht, die aber aufgrund der Verbindung zu Bing für SEO-Maßnahmen dennoch interessant ist. Setzt man direkte Werbung und Suchmaschinenoptimierung zusammen ein, lässt sich sogar ein Synergieeffekt erzielen.
 

 

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