Skip to main content

Werbeblocker

Werbeblocker: Kurzerklärung

Werbeblocker blockieren Werbung. Sie entfernen störende Anzeigen, indem diese vom Browser nicht dargestellt werden. Zum Teil unterbinden diese Blocker auch das Tracking – also das Verfolgen des Nutzerverhaltens für Werbezwecke.

Ausführliche Erklärung

Bevor das Internet seinen Siegeszug antrat, gab es bereits Werbeblocker für das Fernsehen. Der erste Werbeblocker für Windows wurde 1999 vorgestellt: der sogenannte Webwasher.

Werbeblocker von heute, die als Add-on für Firefox, Google Chrome, Opera und andere Browser erhältlich sind, verhindern Video-Werbung auf YouTube, Facebook und anderen Webseiten. Sie arbeiten auf technischer Ebene mit regulären Ausdrücken sowie Positiv- und Negativlisten (Blacklists und Whitelists). Enthält ein vom Browser empfangener Quelltext beispielsweise Bestandteile wie „/ads/” oder „/adserve/”, wird das Laden der entsprechenden Seite (die zusätzlich mit der bewusst aufgerufenen Seite abgefragt wird) verhindert. Werbeblocker unterbinden nicht nur die Darstellung von Werbe-Videos und anderen Anzeigen, sondern tragen auch zum Datenschutz und zur Online-Sicherheit bei. Indem Werbeinhalte schon vor dem Laden unterbrochen werden, können auch keine Nutzer-Daten übertragen werden. Diese Daten spielen vor allem beim Targeting oder Tracking eine große Rolle.

Da Werbetreibende ständig Methoden entwickeln, um die Algorithmen der Adblock-Programme zu umgehen, wird die Werbeblocker-Software laufend aktualisiert. Ein beliebtes Mittel, um Werbung trotz des Einsatzes von Werbeblockern anzuzeigen, ist der dynamische URL-Wechsel. Eine dynamische URL wird erst im Moment des Aufrufs einer Seite erzeugt. Der Aufbau einer solchen URL ist prinzipiell schwer vorhersagbar, die URL ist deshalb nur eingeschränkt von Werbeblocker-Software zu erkennen.

Die Vorteile von Werbeblockern

Werbeblocker stoßen bei vielen Internet-Nutzern auf großes Interesse. Schließlich gibt es viele Websites, die mit Werbung geradezu überladen sind. Werbeanzeigen nehmen oft viel Platz ein. Sie erstrecken sich teilweise über den gesamten Bildschirm oder erscheinen unaufgefordert, während man einen Textbeitrag liest oder die Maus in Richtung Zurück-Button zieht. Diese Art von Werbung irritiert die Nutzer von Firefox, Google Chrome und Co. ganz besonders. Um sicher vor störenden Werbemaßnahmen zu sein, installieren viele Nutzer Werbeblocker. Allerdings birgt diese Software auch Risiken.

Zwar finanzieren sich viele Internet-Anbieter zum größten Teil durch Werbung, andererseits steht fest, dass Online-Werbung in vielen Fällen die Nutzer schlicht überfordert. Wer sich erst durch einen Wald von Popups, unaufgefordert abgespielten Videos auf YouTube oder Flash-Animationen auf Facebook klicken muss, um redaktionelle Beiträge lesen zu können, ist schnell frustriert und verlässt die Seite. Werbung kann nicht nur stören, sie ist auch potenziell gefährlich. Manchmal genügt ein falscher Klick oder das Tippen mit dem Finger auf das mobile Gerät, um auf unseriöse Seiten weitergeleitet zu werden. Auf einer solchen Seite wird zum Beispiel ein unerwünschter Download in Gang gesetzt.

Werbeblocker als mobile Erweiterung, die man sich meist kostenlos herunterladen kann, haben dazu noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Sie reduzieren den Datenverbrauch. Denn vor allem Werbung, die Videos, Flash oder Bilder einsetzt, erfordert ein großes Datenvolumen.

Negative Folgen des Einsatzes von Werbeblockern

Neben dem offensichtlichen Vorteil, ungehindert im Internet auf Facebook, Instagram oder Google zu surfen, ist der Einsatz von Werbeblockern jedoch auch mit Nachteilen verbunden. So kann zum Beispiel die Darstellung von Internetseiten, die Werbung als Gestaltungsmittel nutzen, beeinträchtigt werden. Viele Werbeblocker können zudem nicht 100-prozentig sicher werbende Elemente als solche erkennen. Sie unterdrücken häufig Online-Beiträge ohne Werbeabsichten.

Die Diskussion über Werbeblocker dreht sich vor allem um zwei Aspekte. Auf der einen Seite steht der Schutz vor aggressiver, unangemessener und oft unseriöser Werbung. Aber auch das legitime Interesse von Internet-Unternehmen, mit Werbeeinnahmen kostenlose Angebote zu finanzieren, spielt eine große Rolle. Dabei geht es zum Teil sogar um die Existenz frei zugänglicher Online-Inhalte. Ein Beispiel: Nachdem der Axel-Springer-Verlag einen Prozess gegen den Betreiber eines Adblockers verlor, wurden die Nutzer der entsprechenden Software vom Online-Dienst schlichtweg ausgeschlossen.

Die Lösung liegt in den individuellen Einstellungsmöglichkeiten von Werbeblockern. Für persönliche Favoriten lässt sich die Unterdrückung von Werbung ausschalten, indem bevorzugte Webseiten auf eine Whitelist gesetzt werden.

Der Marktführer: Adblock

Adblock ist schon seit langer Zeit Marktführer auf dem Gebiet der Werbeblocker. Es gibt dieses Programm bereits für alle gängigen Browser: unter anderem für Google Chrome, Firefox, Internet Explorer (Edge) und Opera. Auch für Android ist Adblock als App verfügbar, sodass das Surfen auf mobilen Webseiten ohne störende Werbung möglich wird.

Derzeit müssen sich Werbetreibende wie Google oder Facebook verpflichten, bestimmte Kriterien zu erfüllen, um auf die Whitelist von Webseiten mit „akzeptabler Werbung” gesetzt zu werden. Als akzeptabel gelten zum Beispiel Anzeigen,

  • die als solche erkennbar sind,
  • durch ihre Platzierung den Lesefluss nicht stören,
  • eine maximale Größe einhalten und
  • auf bestimmte Techniken verzichten (zum Beispiel Hover-Effekte, automatisches Video-Abspielen, Overlays usw.).

Gleichzeitig lässt sich Eyeo (das Unternehmen, das hinter Adblock steht) diesen Service bezahlen – allerdings nur von Großunternehmen. Die Zahlung befreit nicht von der Verpflichtung, die Vorgaben für akzeptable Werbung einzuhalten. Für die meisten Webseiten ist die Adblock-Befreiung ohne Bezahlung möglich: 90 Prozent der Lizenzen werden nach Hersteller-Angaben kostenlos zur Verfügung gestellt. Die von Adblock freigeschalteten Webseiten unterliegen einer ständigen Kontrolle, unter anderem durch die Adblock-Community, die sich in Foren über die Einhaltung der Regeln austauscht.

Selbsthilfe: Werbung blockieren ohne zusätzliche Software

Eine weitere Möglichkeit, Werbung zu blockieren, ist die Abschaltung von JavaScript. Diese Option ist in den Einstellungen von Firefox, Google Chrome, Edge und anderen Browsern verfügbar. Wer diese Möglichkeit wählt, muss allerdings mit starken Einschränkungen beim Surfen im Internet rechnen. Denn viele Webseiten funktionieren ohne die Zulassung dieser für das Internet wichtigen Programmiersprache nur eingeschränkt oder sogar gar nicht.

Eine andere Lösung ist die Verwendung von speziellen Browsern wie Lynx, die von vornherein keine Grafiken oder Videos einblenden, sondern nur Text. Dadurch wird das Surfen für die meisten Nutzer jedoch zu einer unbefriedigenden Angelegenheit. Die meisten Webseiten bauen heute auf das Zusammenspiel von Text, Bildern, Grafiken, Videos und interaktiven Elementen. Wer einen Browser wie Firefox gewohnt ist, wird sich nur schwer an einen rein textbasierten Browser gewöhnen können.

Eine viel genutzte Möglichkeit für Werbung, die sofort ins Auge fällt, sind Popups. Dies sind eigene Browser-Fenster, die unaufgefordert geöffnet werden. Alle gängigen Browser bieten heute die Möglichkeit, Popup-Fenster zu blockieren. Manche Popups arbeiten allerdings mit ausgeklügelten Techniken, die dem Browser die Eigenschaft als Popup verschleiern. Die Folge: Der Browser zeigt das kleine Fenster trotz eingebautem Blocker an.

Fazit

Werbeblocker erfüllen für die Mehrheit der Nutzer einen positiven Zweck, denn diese Programme ermöglichen ein ungestörtes Surfen im Internet. Es ist zu erwarten, dass die führenden Browser wie Firefox und Chrome bereits ab Werk immer leistungsfähigere Werbeblocker enthalten werden. Dann müssen sich die Werbetreibenden wahrscheinlich auf weniger aufdringliche, dafür umso intelligentere Maßnahmen zur Kundengewinnung beschränken. So werden sich Werbeblocker in Zukunft vielleicht selbst überflüssig machen.

 

 

Treten Sie über 53.000 Kunden weltweit bei und nutzen Sie Textbroker für Ihr Content-Marketing.

Jetzt kostenlos anmelden


Managed-Service

Sie wollen komplette Textprojekte auslagern und hochwertige Qualitätstexte erhalten? Sie interessieren sich für weitere Content-Services wie etwa Suchmaschinenoptimierung nach WDF*IDF oder die Verwaltung Ihres Blogs? Dann lernen Sie unseren Managed-Service kennen und profitieren Sie von unserem Rundum-Sorglos-Paket.

Unverbindliches Angebot anfordern!

Self-Service

Sie benötigen aktuellen Text-Content? Im Self-Service können Sie Ihren Wunschtext schnell und einfach selbst beauftragen – und das zu Top-Konditionen.

Jetzt kostenlos registrieren!

Autoren

Tausende Autoren weltweit verdienen beim Pionier unter den Textbörsen Geld mit ihren Texten. Sie entscheiden selbst, wann und wie viel sie schreiben und können sich ein flexibles Einkommen sichern. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Texte zu Geld machen.

Jetzt kostenlos registrieren!