Skip to main content

Social-Media-Kalender: 7 Schritte für Durchblick bei der Content-Planung

Social-Media-Kalender – oft auch als Social-Media-Redaktionspläne bezeichnet – leisten wertvolle Hilfestellungen bei der Planung und Organisation von Content-Marketing-Strategien in sozialen Netzwerken.

Social-Media-Kalender – oft auch als Social-Media-Redaktionspläne bezeichnet – leisten wertvolle Hilfestellungen bei der Planung und Organisation von Content-Marketing-Strategien in sozialen Netzwerken. Schon Einzelkämpfer in Sachen Online-Marketing haben es leichter, mit einer festen Struktur zu arbeiten. Für größere Teams oder gar umfangreiche Redaktionen ist die strukturierte Planung, Koordination und Abwicklung der Content-Produktion unverzichtbar. Zu schnell kommt man durcheinander oder fällt im Zeitplan zurück, wenn jeder einzelne Beitrag erst unter Zeitdruck am Tag der Veröffentlichung erstellt wird.

Je größer das eigene Unternehmen oder Angebot, desto mehr Inhalte können produziert werden. Als Faustregel gilt: Ein Minimum von zwei Posts pro Woche sollte für eine erfolgreiche Content-Strategie eingehalten werden. Im Social-Media-Kalender wird unter anderem eingetragen, wann was von wem in welchen sozialen Netzwerken veröffentlicht wird. In größeren Redaktionen kann so etwa für jedes Teammitglied ersichtlich festgehalten werden, welcher Mitarbeiter Änderungen vorgenommen hat oder ob ein Beitrag zur Veröffentlichung freigegeben wurde. Im Folgenden geben wir einen Überblick darüber, wie ein Social-Media-Kalender erstellt wird und welche Tools diese Aufgabe erleichtern.

Wie wird ein Social-Media-Kalender erstellt?

Ein Social-Media-Kalender dient dazu, das eigene Content-Marketing durchzustrukturieren. Das funktioniert am besten, wenn bereits die Erstellung des Redaktionsplans nach einem fest definierten Ablauf erfolgt. Wer bereits Erfahrung mit Social-Media-Redaktionsplänen hat, wird die folgenden Maßnahmen individuell für das eigene Unternehmen anpassen können. Allen Einsteigern in die Materie empfehlen wir jedoch, sich zunächst an folgende sieben Schritte zu halten:

  1. Den Zeitraum definieren
  2. Ziele setzen
  3. Frequenz & Timing bestimmen
  4. Themenfindung betreiben
  5. Formate wählen
  6. Kanäle aussuchen
  7. Verantwortlichkeit klären (für Teams)

Die Erstellung des Social-Media-Redaktionsplans im Detail

1. Den Zeitraum definieren

Zunächst wird der Zeitraum definiert, also wie weit im Voraus Inhalte für die sozialen Netzwerke vorbereitet werden. Als Richtlinie sollte mindestens drei Monate und maximal ein Jahr im Voraus geplant werden. Der gewählte Zeitraum sollte im Einklang mit den verfügbaren Kapazitäten stehen. Es ist sinnvoll, den Zeitraum immer so auszusuchen, dass genug Zeit für Recherchen bleibt und auch eventuelle Ausfälle durch Krankheiten o. ä. kompensiert werden können. Größere Teams haben es leichter, viele Wochen oder Monate im Voraus Beiträge zu erstellen. Dabei wird die Grenze in der Praxis laufend verschoben – es wird also nicht etwa sechs Monate lang gearbeitet, um dann unter Zeitdruck einen völlig neuen Redaktionsplan für das nächste Halbjahr aus dem Boden zu stampfen.

2. Ziele setzen

Die Definition der zu erreichenden Ziele kann zeitgleich mit Schritt Nr. 1 erfolgen. Was ist am wichtigsten, um das eigene Geschäftsmodell voranzutreiben? Newsseiten, Blogger oder Vlogger brauchen hohe Besucherzahlen. Dienstleister und Händler profitieren von starker Kundenbindung und wollen potentielle Käufer anlocken und ein starkes Suchmaschinen-Ranking hat noch keinem Unternehmen geschadet. Es ist nicht nötig, sich auf ein Ziel zu beschränken. Wer um die Aufmerksamkeit von Neukunden buhlt, sollte im Social-Media-Kalender gleichzeitig Inhalte planen, um deren Interesse zu belohnen und zu bewahren.

3. Frequenz & Timing bestimmen

Die Frequenz der Content-Erstellung sowie das richtige Timing, um Inhalte zu veröffentlichen, sind extrem wichtige Faktoren. Wer einfach nur Content vorausplant, ohne Kalender und Uhrzeiten zu berücksichtigen, arbeitet womöglich an der Zielgruppe vorbei. Nicht alle Menschen sind gleichzeitig online. Berufstätige nutzen z. B. vor allem die Mittagszeit oder den Feierabend zum Surfen. Nach Angaben des Statistik-Portals statista.com gingen die meisten Deutschen im Jahr 2016 zwischen 17 und 20 Uhr mit dem Smartphone online, während auf Tablets sogar noch bis 23 Uhr ausgiebig gesurft wurde.

Wichtige Phasen eines Jahres, z. B. die Jahreszeiten, Schulferien oder bedeutsame Ereignisse, liefern viele Ideen und Ansatzpunkte für entsprechend angepassten Content. Anstehende Feiertage oder Veranstaltungen wie Messen, Konzerte oder Vorträge sollten vorausschauend in den Social-Media-Kalender eingetragen werden, um pünktlich passende Beiträge veröffentlichen zu können.

Die Frequenz, mit der Beiträge erscheinen sollten, hängt von der Größe des Angebots, dem Verhalten der Zielgruppe sowie dem gewählten Kanal ab. Auch die verfügbaren Ressourcen für Recherchen und Content-Erstellung müssen sorgsam abgewogen werden, um Engpässe zu vermeiden. Anfänger können behutsam beginnen und die Zahl ihrer Beiträge nach und nach organisch wachsen lassen. Sofern sich die Nutzer für die dargebotenen Inhalte begeistern, wird sich schon bald eine Community aufbauen, die mit einem regelmäßigen Fluss an Content bei Laune gehalten werden muss. Hier eine Übersicht, welche grobe Frequenz an Veröffentlichungen bei einigen der wichtigsten Social-Media-Kanäle empfohlen wird:

  • Facebook oder Google+: 3 – 10 mal pro Woche
  • Twitter: 5 mal oder mehr pro Tag
  • Xing oder LinkedIn: 2 – 5 mal pro Woche
  • YouTube: 1 – 3 mal pro Woche (abhängig vom Geschäftsmodell auch häufiger)
  • Instagram oder Pinterest: 5 – 10 mal oder mehr pro Tag

4. Themenfindung betreiben

Eine Grundregel der Content-Erstellung lautet: niemals den Bezug zum eigenen Geschäft und zur Zielgruppe vergessen. Jeder Beitrag sollte zumindest im weiteren Rahmen mit der Branche und dem Leistungsangebot des Unternehmens zusammenhängen. Internetnutzer konsumieren am liebsten Inhalte, welche für sie lehrreich, nützlich oder unterhaltsam sind.

Zur Inspiration bietet es sich an, passende Keywords etwa mit der Google Suche oder Tools wie Google Trends oder Buzzsumo zu recherchieren. Über die Trendsuche lässt sich herausfinden, welche Themen die Nutzer in Social Media aktuell am meisten interessieren. Ansonsten kann auch jedes Kundengespräch, jede Beantwortung einer Beschwerde oder Anfrage genutzt werden, um daraus relevante Beiträge für die Zielgruppe zu erstellen.

5. Formate wählen

Um jeden Beitrag angemessen zu präsentieren, gilt es, das passende Format für das jeweilige Thema zu finden. Dabei kann es sich beispielsweise um textbasierten Content, Bilderstrecken auf Instagram oder Videos auf YouTube handeln. Entscheidend ist, welche Kanäle von der angepeilten Kundschaft am häufigsten frequentiert werden. Informative Grafiken oder Best-of-Listen werden auf Facebook gern mit Likes versehen, während Tutorials und Anleitungen aller Art in Videoform besonders hohe Resonanz erfahren. Es ist nicht nötig, sich auf ein Format festzulegen – meist erzielt ein Mix aus Artikeln, Bildern, Videos, Umfragen, etc. die besten Ergebnisse. Im Social-Media-Kalender kann vermerkt werden, welche Formate am besten laufen, um die Strategie kontinuierlich anzupassen.

6. Kanäle aussuchen

Erstellte Beiträge sollten auf den Kanälen veröffentlicht werden, auf denen die entsprechende Zielgruppe am effektivsten erreicht werden kann. Dabei kann es sich lohnen, den gleichen Content auf verschiedenen Kanälen zu testen und die Reaktionen der User zu vergleichen. Dieses Split-Testing kann völlig neue Communitys erschließen, da keine Statistik der Welt das tatsächliche Nutzerverhalten voraussagen kann. So könnte etwa ein Anlagetipp für Aktien als Text auf Facebook und als Videobotschaft auf YouTube veröffentlicht werden. Falls die eine oder die andere Variante besser ankommt, kann der Social-Media-Kalender entsprechend angepasst werden.

7. Verantwortlichkeit klären (für Teams)

Wird der Social-Media-Kalender von einer Redaktion erstellt, die mehrere Mitarbeiter umfasst, sollten die Zuständigkeiten klar definiert sein. Es ist ratsam, Kooperation und Ideenaustausch direkt im Social-Media-Redaktionsplan festzuhalten. Im Idealfall vermerken Teammitglieder etwa vorgenommene Änderungen an einzelnen Beiträgen, während der zuständige Redaktionsleiter Anweisungen und Freigaben eintragen kann. So ist der Status jedes einzelnen Inhalts für alle Redaktionsmitglieder auf einen Blick sichtbar und eventuelle Probleme können gemeinsam gelöst werden.

Hilfreiche Software zum Aufbau eines Social-Media-Kalenders

Für die technische Umsetzung des Social-Media-Kalenders stehen verschiedene Software-Lösungen zur Verfügung. Soll die Arbeit auch offline verrichtet werden, bieten sich Desktop-Anwendungen wie Excel an. Es kann jedoch auch direkt im Browser gearbeitet werden, indem z. B. Google Calenders und Google Drive für die Erstellung des Redaktionsplans genutzt werden. Redaktionsteams können auf diese Weise standortunabhängig zusammenarbeiten. Andere Web-basierte Programme wie Trello oder Feedly sind weitere innovative Tools, um Inhalte zusammenzutragen und zu organisieren.

Für die Erstellung von Social-Media-Kalendern stehen viele kostenlose Vorlagen für Tabellensoftware oder Plug-ins für CMS-Programme zum Download zur Verfügung. Einige haben wir bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt.

Eine besondere Erwähnung verdienen umfassende Organisationsprogramme wie z. B. Hootsuite oder Buffer. Denn sie bieten nicht nur umfangreiche Kalenderfunktionen, sondern ermöglichen zugleich die langfristige Planung und Veröffentlichung von Inhalten auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. So ist es nicht mehr nötig, sich einzeln bei Twitter, Facebook oder Google+ anzumelden – alle Zugänge können mit der Organisationsplattform verknüpft werden. Auch die Beantwortung von Kundenanfragen und das Sammeln von Newsfeeds verschiedenster Quellen lassen sich gleichzeitig abhandeln.

Fazit

Social-Media-Kalender erleichtern die strukturierte Planung und Veröffentlichung von Content über einen längeren Zeitraum. Sie sind praktisch unverzichtbar für alle, die ein wichtiges Wort im Online-Wettbewerb mitreden wollen. Social-Media-Redaktionspläne sind wertvolle Hilfsmittel für Einzelkämpfer und große Redaktionen gleichermaßen. Doch es sind am Ende immer noch Menschen, welche die leeren Kalenderspalten mit Inhalten füllen.

Nutzen Sie die Zeit, die Sie durch die Kalenderorganisation gewinnen, um sich vom Verhalten Ihrer Nutzer inspirieren zu lassen. Reagieren Sie flexibel darauf, was ankommt und was nicht und behalten Sie stets den gewählten Rhythmus bei. Erfassen Sie alle wichtigen Termine, mögliche Probleme und finalen Entscheidungen in Ihrem Social-Media-Kalender. Das führt letztendlich nicht nur zu einem erfolgreichen Online-Business, sondern auch zu einer besseren Work-Life-Balance.

 

Treten Sie über 53.000 Kunden weltweit bei und nutzen Sie Textbroker für Ihr Content-Marketing.

Jetzt kostenlos anmelden


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Managed-Service

Sie wollen komplette Textprojekte auslagern und hochwertige Qualitätstexte erhalten? Sie interessieren sich für weitere Content-Services wie etwa Suchmaschinenoptimierung nach WDF*IDF oder die Verwaltung Ihres Blogs? Dann lernen Sie unseren Managed-Service kennen und profitieren Sie von unserem Rundum-Sorglos-Paket.

Unverbindliches Angebot anfordern!

Self-Service

Sie benötigen aktuellen Text-Content? Im Self-Service können Sie Ihren Wunschtext schnell und einfach selbst beauftragen – und das zu Top-Konditionen.

Jetzt kostenlos registrieren!

Autoren

Tausende Autoren weltweit verdienen beim Pionier unter den Textbörsen Geld mit ihren Texten. Sie entscheiden selbst, wann und wie viel sie schreiben und können sich ein flexibles Einkommen sichern. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Texte zu Geld machen.

Jetzt kostenlos registrieren!