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Serie „Wie schreibe ich ein Buch?“ Teil 3: Die besten Tipps für ein Reisebuch

In unserer Reihe „Wie schreibe ich ein Buch?” befragen wir Autoren, die es neben ihrer Textertätigkeit geschafft haben, den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. In Teil 3 verrät unsere Autorin Yellowpres die besten Tipps für ein Reisebuch.

In unserer Reihe „Wie schreibe ich ein Buch?” befragen wir Autoren, die es neben ihrer Textertätigkeit geschafft haben, den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. In Teil 3 verrät Autorin Yellowpres die besten Tipps für ein Reisebuch.

Unsere Autorin Yellowpres arbeitet als freie Journalistin und lebt abwechselnd in Dänemark und in der Elbtalaue südlich von Hamburg. Sie reist sehr gerne und hat viele Jahre im Ausland gelebt. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen gibt sie in ihren Büchern und Texten weiter. Sie veröffentlicht Reisebücher und Auswanderungsratgeber.

Du hast bereits mehrere Bücher für Auswanderer und Reisende geschrieben. Wie wird man Reisebuchautorin?

Ich reise sehr gerne und habe auch schon im Ausland gelebt und gearbeitet. Irgendwann habe ich angefangen, diese Erfahrungen aufzuschreiben. Ich habe früher als Zeitungsredakteurin gearbeitet. Meine ersten Reisetexte habe ich im Internet und in den Wochenendbeilagen der Zeitung veröffentlicht. Vor einigen Jahren nahm dann der erste Verlag Kontakt zu mir auf und bat mich ein Auswanderungsbuch zu schreiben. So nahm die Sache ihren Lauf.

Nehmen wir an, ich möchte ein Buch schreiben. Wie starte ich am besten?

Wenn das Thema feststeht, sollte man zunächst Stichworte aufschreiben und überlegen, welche Themen für den Leser interessant sind. Wie stark diese oder jene Themen dann letztendlich im Buch vertreten sind, ergibt sich bei der Recherche. Ich gliedere die Themen am Anfang ganz grob und ergänze und bearbeite sie dann im Laufe der Fertigstellung. So ergibt sich dann eine Gliederung, an der ich später das Inhaltsverzeichnis anlehne. Wichtig und interessant sind immer eigene Erfahrungen. Die fesseln den Leser und erzählen ungeschminkt, wie die Realität im Ausland aussieht.

Gibt es aus deiner Sicht bestimmte Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, wenn man selbst ein Buch schreiben will?

Ich weiß nicht, ob man bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss. In erste Linie ist es wichtig, dass man den Leser begeistern kann. Dass man das Geschriebene selber erlebt hat oder auch Erfahrungen sammeln konnte, die recherchierte Dinge widerlegen oder untermauern. Auch das Thema ist wichtig. Wer es schafft, einen roten Faden durch das Buch zu ziehen und den Leser bis zur letzten Seite unterhält, begeistert und informiert, der kann ein Buch schreiben.

Wie schreibe ich ein Reisebuch? Gib unseren Autoren doch eine kurze Anleitung zum Buchschreiben.

Um überhaupt ein Reisebuch schreiben zu können, muss man das Land mehrmals besucht haben. Man muss versteckte Ecken wie seine Westentasche kennen. Die Themenfindung und Struktur ist bei Reisebüchern immer ähnlich aufgebaut. Der Leser erfährt etwas über die Anreise, über gute Hotels und Restaurants, über Sehenswürdigkeiten und über die Geschichte des Landes. Wie das einzeln ergänzt werden kann, hängt natürlich vom Leser und vom Zielort ab. Wer zum Beispiel über eine Wüstensafari schreibt, der muss den Leser auch über Verhaltensregeln informieren. Wer einen Führer über das nächtliche Berlin schreibt, der sollte sich in der Clubszene der Stadt auskennen. Es kommt immer ganz individuell auf das Thema an. Eine gute Recherche und eigene Erfahrungen bieten hier die beste Grundlage.

Wie kommst du auf interessante Ideen für deine Bücher?

Die besten Ideen kommen beim Reisen. Ich reise gerne individuell und bewege mich auch abseits der Touristenrouten. So lernt man Länder von einer ganz anderen Seite kennen und findet schnell neue und interessante Themen. Manchmal ergeben sich Dinge auch einfach. Hier ein Beispiel: Ich arbeitete gerade an einem Auswanderungsratgeber, als ich am Frankfurter Flughafen Folgendes erlebte: Vor mir in der Reihe stand eine Frau, die ihren Hund in einer Box mit auf den Flug nahm. Sie benötigte besondere Papiere und musste ihr Tier zum Sondergepäckschalter bringen. Da wurde mir klar, dass Menschen auch mit Haustieren auswandern. Am Ende war die Szene am Flughafen ein Glücksfall, denn das Land, über das ich gerade schrieb, hatte erst kürzlich ganz neue Gesetze hinsichtlich der Einfuhr von Hunden beschlossen. Das ganze Kapitel umfasste dann fast 10 Seiten und war voll mit wertvollen Informationen.

Wenn du bei der Recherche für ein Buch auf Schwierigkeiten stößt: Wo findest du Hilfe beim Buchschreiben?

Wenn ich mit der Recherche nicht weiterkomme, ist zunächst mein Verlag der richtige Ansprechpartner. Das gilt insbesondere für Informationen, die man nicht einfach im Internet nachlesen kann. Es ist schon etwas anderes, wenn ein Verlag um Informationsmaterial bittet. Da bekommt man Informationen schneller und das Material ist auch in der Regel umfangreicher. Schließlich will man später im Buch keiner negativen Kritik ausgesetzt sein. Es ist auch viel einfacher, wenn man von einem Verlag einen Buchauftrag hat. Bei näherer Recherche kommt meist gleich die Frage, für welchen Verlag man schreibt. Wer keinen Verlag hat, wird oft per Mail oder Telefon abgewimmelt. Das habe ich selber schon erlebt und kenne das Problem auch von Kollegen.

Worauf achtest du sprachlich beim Schreiben eines Buchs?

Ich versuche den Leser gut zu informieren und gleichzeitig zu unterhalten. Dazu gehört, dass ich Wiederholungen vermeide oder nur anbringe, wenn sie unvermeidbar sind. Welchen Sprachstil ich verwende, hängt natürlich stark vom späteren Leser ab. Ein Beispiel: Wenn ich ein Buch über eine Low-Budget-Zugreise durch Europa schreibe, dann ist mein Leser jung und voller Abenteuerlust. Ich duze den Leser und verwende einen lockeren Stil. Schreibe ich ein Buch für Kreuzfahrer, die mit traditionellen Schiffen unterwegs sind, wähle ich einen gehobenen Sprachstil und passe mich dem Leser an. Bei Auswanderungsbüchern macht es die gesunde Mischung: Die sind sowohl für Manager in Führungsetagen als auch für Aussteiger und Träumer ohne finanzielle Rücklagen gedacht. Das ist immer ein sprachlicher Spagat – auch zwischen den einzelnen Themen. Da findet man am Ende einen gemischten Sprachstil.

Schreibst du auch bei Textbroker bevorzugt Reisetexte?

Bei Textbroker schreibe ich vorzugweise Reisetexte und mache Übersetzungen. Durch meine Auslanderfahrung spreche ich 4 Sprachen fließend und konnte meine schulischen Sprachkenntnisse permanent und intensiv ausbauen. Wenn ich gerade keine anderen Aufträge habe, nehme ich mir auch gerne eine OpenOrder zu einem anderen Thema. Allerdings nehme ich grundsätzlich nur Themen, mit denen ich vertraut bin. Theoretisch kann ich über jedes Thema schreiben, aber das Ergebnis zeigt deutlich, ob man den Leser gefesselt hat oder nicht. Das hängt dann wiederum davon ab, ob man sich in dem Genre auskennt.


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