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OMX & SEOKomm 2016: Das Beste kommt zum Schluss?

In Salzburg stand in der vergangenen Woche das letzte Jahreshighlight für Online-Marketer und SEOs auf dem Programm. Auf der OMX und der SEOKomm drehte sich an vier Tagen alles rund um Influencer-Marketing, Storytelling und Suchmaschinenoptimierung.

In Salzburg stand in der vergangenen Woche das letzte Jahreshighlight für Online-Marketer und SEOs auf dem Programm. Auf der OMX und der SEOKomm drehte sich an vier Tagen alles rund um Influencer-Marketing, Storytelling und Suchmaschinenoptimierung. Neben den Tagesseminaren am Dienstag und Mittwoch traf sich die Branche zu den großen Konferenzen am Donnerstag (OMX) und Freitag (SEOKomm) in der Brandboxx in Bergheim bei Salzburg.

Um über die aktuellsten Trends und Entwicklungen zu berichten, und um sich anzuschauen, ob auch im Jahr 2016 das Beste zum Schluss kommt, ist das Textbroker-Team nach Österreich gefahren und präsentiert die Highlights von OMX und SEOKomm.

OMX: Von Influencern und bewegenden Bildern

Die OMX hat sich als wichtige Lead-Konferenz in Sachen Online-Marketing und Digital im deutschsprachigen Raum etabliert. Auch 2016 füllten rund 600 interessierte Online-Marketer die Brandboxx und lauschten den Vorträgen zu gutem Marketing im Netz. Zu den Topthemen zählte in diesem Jahr vor allem das Marketing mit bewegten und statischen Bildern: Von der Keynote zum Thema Live-Content bis zu Vorträgen zu Instagram oder Snapchat – 2016 gab das Bild den Ton an.

Darüber hinaus waren auch in Salzburg die großen Themen des Marketing-Jahres 2016 vertreten: Influencer-Marketing, starke Markenerlebnisse und guter Content.

Veranstaltungsort Brandboxx Außenaufnahme

Live-Content als Megatrend

Einen fundamentalen Wandel riefen Robert Seeger Junior und sein Vater, der ehemalige Sportreporter Robert Seeger Senior, mit ihrer Keynote gleich zu Beginn aus. Sie erklärten die Möglichkeit, User gezielt mit Live-Content per Facebook Live, YouTube oder Periscope ansprechen zu können, zum Megatrend.

Als Möglichkeiten für Live-Content nannten die Speaker unter anderem Live-FAQs und Sprechstunden, aber auch Tutorials und Produktanleitungen sowie Pressekonferenzen und Produktpräsentationen. Das Ziel von Live-Content sei es dabei nicht unbedingt, die Reichweite zu erhöhen, sondern vielmehr, die passenden Nutzer zu erreichen und zur Interaktion zu bewegen. Grundvoraussetzung dafür sei richtig guter Content zur richtigen Zeit.

Wer sich einen Teil der Keynote noch einmal, quasi als Live-Content anschauen möchte, der findet die Aufzeichnung auf Facebook.

Wie man mit den richtigen Partnern den passenden Content streut

Neben dem Marketing mit Bildern war Influencer-Marketing eines der Topthemen der Konferenz. Von Agenturseite aus beleuchteten zunächst Kim Christin Becker und Björn Wenzel von Lucky Shareman das Thema. Sie zeigten, dass ein Influencer nicht nur zur Marke passen und daher sorgfältig ausgewählt werden sollte, sondern auch, dass der Influencer für hochwertigen Content stehen muss.

Auf der anderen Seite – aus Influencer-Sicht – gab Mode-Bloggerin Leonie Hanne einen Einblick in ihre Zusammenarbeit mit großen Marken auf Instagram und in ihrem Blog Ohh Couture. Sie verriet, wie wichtig die strategische Auswahl der Partner ist, um ihrer Community passenden Content bieten zu können.

Die neue Macht der Kunden, King Content mit seiner Dame und der Motor für Start-ups

Auch abseits der großen Themen bot die OMX viele sehenswerte Speaker. Armin Rogl von MediaBrothers sprach über den richtigen Umgang mit Kunden im Krisenfall. Sein Fokus: Krisen- und Supportmanagement bei Facebook. Seine Tipps gegen den Shitstorm: schnell antworten, Lösungen anbieten, auf Augenhöhe ehrlich und personalisiert antworten, Taten folgen lassen, immer sachlich bleiben und nicht provozieren lassen.

Eva Mandl von der Agentur Himmelhoch stellte anschließend fest, dass Content-Marketing keine einmalige Kampagne sei, sondern ein ständiger Prozess, bei dem es um Menschen und ihre Bedürfnisse geht. Dabei sei Content noch immer King, aber Engagement sei die Queen, die alles regiert und somit oberste Pflicht für hervorragenden Content sei.

Zum Konferenzabschluss sprach unter anderem Hansi Hansmann von der Hansmen Group über die nächsten Trends im Online-Marketing. Er gab Einblick in das Werk einiger seiner Start-ups und nannte als nächste Online-Trends Artificial Intelligence, Virtual Reality und Chatbots.

Weitere OMX-Highlights:

Die OMX bot darüber hinaus viele weitere interessante Speaker und Themen. Zu den besonderen Höhepunkten zählten:

Julius van der Laar von Van der Laar Camapaigning, der seine Mitarbeit bei der Kampagne von Barack Obama vorstellte.

Fritz Jergitsch von der Satirezeitung Die Tagespresse berichtete über die Entstehung und Reichweite seiner Online-Zeitung.

Der Hirnforscher Prof. Dr. Dieter Georg Herbst erklärte, wie starke Markenerlebnisse im Gehirn entstehen.

SEOKomm: Von schnellen Seiten und schlauen Maschinen – die Zukunft des SEO

Die SEOKomm gilt als Pflichtprogramm für jeden Suchmaschinenoptimierer. Die 2016er-Auflage der Konferenz bot ein breites Line-up an Top-SEO-Experten und interessante Themen.

Keynote: SEOs sind wo oben ist

Markus Tandler von Onpage.org eröffnete mit seiner 414 Folien umfassenden Keynote „SEOs sind wo oben ist“. In unterhaltsamer Manier erklärte der SEO-Spezialist, wie umfassend Google bei den Inhalten der SERPs testet und experimentiert, welche großen Auswirkungen Userdaten – zum Beispiel Bounce Rates, CTR und Time-on-site – zu haben scheinen und wie wichtig der Page Speed für Google und den User ist. So verwies er etwa darauf, dass laut einer Amazonstudie, eine 100 ms längere Ladezeit die Sales-Rate um 1 % verringern kann. Nach 3 Sekunden Wartezeit seien bereits mehr als 40 % der User abgesprungen.

Tandler machte deutlich, wie wichtig für Google die Geschwindigkeit im Web und vor allem auch im mobilen Internet ist. Noch nie hätte Google etwas so sehr gepusht wie seine Accelerated Mobile Pages (AMP) – eine HTML-Version, die Websites besonders schlank macht. Auch auf die Plattform Firebase und die darauf basierenden Progressive Web Apps ging der SEO ein: Mithilfe dieser neuen Technologien möchte Google das mobile und schnelle Web immer weiter nach eigenen Wünschen umstrukturieren.

Basis-SEO und Hardcore-Search-Console

Mit dem SEO Boot Camp versprachen Prof. Dr. Mario Fischer von Website Boosting und Prof. Dr Tobias Aubele von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt die Zuhörer in 10 Lektionen auf den richtigen SEO-Kurs zu bringen. In ihrem Doppelvortrag, bestehend aus Teil 1 und Teil 2, gingen sie auf zehn grundlegende, aber konkrete SEO-Fragen ein und lieferten die passenden Antworten. Anhand anschaulicher Beispiele zeigten sie, wie man Tools wie Xenu, die SEO-Tools für Excel oder die Google Search Console verwendet, um die eigene Website fit für die Suchmaschine zu machen.

Speaker vor Leinwand

Wesentlich tiefer stieg Sebastian Erlhofer von mindshape später in die Google Search Console ein. In einer mit Tipps und Tricks gut gefüllten Präsentation zeigte er, was mit dem kostenlosen Google-Tool alles möglich ist – insbesondere dann, wenn es über die API-Schnittstelle angesteuert wird. In einem lesenswerten eigenen Blogbeitrag hat der SEO-Experte seinen Vortrag nach der SEOKomm noch einmal zusammengefasst.

Google selbst war auch da

In einer Frage-Antwort-Runde stellte sich der Google-Mitarbeiter Johannes Müller den Fragen der drei SEO-Experten Nina Baumann, Michael Schöttler und Jens Fauldrath. Wie schon in den Google-Webmaster-Hangouts, beantwortete der Schweizer auch im Panel die bohrenden Fragen der Experten in gewohnt sympathischer Manier, wenn auch nicht immer mit sonderlich aussagekräftigen Hinweisen. Trotzdem konnten die Frager unter anderem aus ihm herauskitzeln, dass der kommende Mobile Index selbst für Google ein unvorhersehbares Experiment ist. Außerdem erkennt Google guten Content anhand verschiedener Signale: Laut Müller, schaut Google sich nicht die Grammatik und den Satzbau jedes einzelnen Satzes an. Wie gut ein Text im Gesamten geschrieben ist, wird stattdessen anhand verschiedener Faktoren mathematisch berechnet.

Menschen in Diskussionsrunde

Michael Schöttler von imwebsein kam auch in seinem Schlussvortrag noch einmal auf die Google-Webmaster-Hangouts zu sprechen und präsentierte seine wichtigsten Erkenntnisse aus mehr als 90 Videochats mit Johannes Müller. Spontan gesellte sich auch hier der Google-Mitarbeiter noch einmal hinzu und konnte so nicht nur einen Blick auf die letzten Jahre seiner Arbeit werfen, sondern wurde auch über Schöttlers neue Datenbank zur Kategorisierung der Hangout-Ergebnisse informiert.

Quo vadis: Wohin geht die Suchmaschinenoptimierung?

Zwischenzeitlich warf Bastian Grimm von Peak Ace einen Blick auf die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung. In Zeiten von Googles Answer Boxes, AMP und dem Mobile Web Index wird sich die Optimierung für Position 1 in den SERPs zweifellos verändern. Grimm rät Websitebetreibern unter anderem dazu, ihre Teams zu spezialisieren, eine passende responsive Architektur und damit schlanke und gut strukturierte Websites zu verwenden sowie sich tiefergehend mit Googles Firebase auseinanderzusetzen. Zudem bestimme weniger, aber dafür qualitativ hochwertigerer Content die SEO-Zukunft – egal ob Texte, Videos oder Bilder.

Sein Vortrag Quo Vadis SEO? Ist SEO nun endlich, endlich tot – oder doch noch nicht!? gibt es als Slideshare im Netz.

Weitere Vortrags-Highlights:

Die SEOKomm bot wesentlich mehr Inhalte und Vorträge vollgestopft mit Informationen:

Martin Höllinger erklärte, worauf man bei der Erstellung von User-centered Content achten sollte. Man dürfe durchaus auch einmal Content zusammenfassen oder löschen, wenn er veraltet oder qualitativ minderwertig ist und nicht geklickt wird.

In der Live Website Clinic zeigten Dominik Wojcik, Sebastian Erlhofer und Bastian Grimm anhand ausgewählter Beispiele in Echtzeit, was bei manchem Internetportal SEO-technisch schiefläuft.

Kai Spriestersbach von eology erklärte in seinem sehenswerten Vortrag zu RankBrain unter anderem, wie eine Maschine lernt und wie Google seine Rank-Brain-Technologie einsetzt. Er kam zu dem Schluss: „Wenn die Technik passt, sollte Content das größte Budget bekommen.“

Und wie genau das geht … mit diesem Content-Marketing, zeigte Mirko Lange von Scompler auch auf der SEOKomm. Sein altbewährter Vortrag ist, dank der steigenden Bedeutung von Content-Marketing, noch immer brandaktuell.

Mann auf Leinwand

Was Textbroker aus den Vorträgen mitnehmen konnte

Content-Marketing entwickelt sich weiter und Content muss immer hochwertiger werden. Immer häufiger gilt: Klasse statt Masse – ein Trend, den Textbroker anhand der steigenden Textanforderungen und der Verschiebung in Richtung 4 und 5 Sterne so auch nachvollziehen kann.

Auch wenn Video und Foto wichtiger werden, ohne gute Texte geht gar nichts. Vom guten Blogartikel eines Influencers über die transkribierten und aufgearbeiteten Webmaster-Hangouts bis hin zu den Websitetexten der Shops und Onlineportale in der Live Website Clinic: Bei allen Vorträgen waren brillante Texte ein unersetzbarer Bestandteil des Content-Mixes.

Für Textbroker bedeutet das, dass der Content-Marktplatz seine strategische Ausrichtung auf High-Quality-Content weiterverfolgen wird. Die Aufgaben lauten weiterhin: die Text-Qualität immer weiter steigern, Autoren immer besser schulen und so für seine Kunden immer hochwertigeren Content produzieren.

Fazit: Ein gelungener Marketing- und SEO-Jahresausklang

OMX und SEOKomm haben sich gelohnt! Das gut organisierte Event in großartiger Location, mit einer breiten Auswahl an Speakern bietet für jede Zielgruppe von Online-Marketing-Anfänger bis SEO-Profi etwas. Auch wenn immer einmal Altbekanntes zu hören war, boten die Salzburger-Events von Oliver Hauser und seinem Team viel Interessantes, eine großartige Networking-Gelegenheit und damit einen gelungenen Marketing- und SEO-Jahresabschluss.


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