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Interessanter schreiben

In der heutigen Ausgabe des Textbroker-Academy-Newsletters erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie noch interessanter schreiben können. Stephan Goldmann, Redaktionsleiter unseres Kunden ZEHN.DE, verrät die wichtigsten Kriterien aus seiner Redaktion. Und im nächsten Newsletter zeigt er Ihnen noch allerlei Abgedroschenes, das Sie in Ihren Texten lieber weglassen.

Liebe Textbroker-Autoren,

 
die Währung des Internet heißt “Aufmerksamkeit”. Um diese Aufmerksamkeit des Web-Nutzers kämpfen wir alle täglich – Redakteure, Verlage, Autoren. Unser aller Interesse ist es, den Leser zum Bleiben und Lesen zu bewegen – ihn im positiven Sinne gefangen zu nehmen. Durch einen guten Text.
 
Aber: Was ist ein guter Text? 
Antwort: Ein guter Text ist wertvoll für den Leser. Ein guter Text kämpft um die Aufmerksamkeit, ein guter Text verleitet dazu genauer zu lesen, fasziniert, fesselt, erfüllt ein Versprechen.
 
Inhaltlich messen wir von ZEHN.DE Texte an drei Kriterien:
 
**********
 

1. Relevanz

 
“Warum muss ich das jetzt wissen?”
 
Relevanz für den Leser erreicht der Schreiber nicht dadurch, dass er Fakten aneinander reiht. Er sollte vielmehr den Zusammenhang zwischen Fakten und dem Leben des Lesers herstellen. Und das gleich zu Beginn des Artikels – etwa in der Überschrift oder der Einleitung.
 
Hier eine wenig gelungene (erfundene!) Einleitung:
Schon die alten Römer kannten das Dampfbad. Und Hand aufs Herz: Wollten Sie nicht auch schon mal im Dampf baden?
 
Warum ist das schlecht? Die Römer haben mit unseren täglichen Sorgen nun wirklich nichts mehr zu tun. Und die Phrase “Hand aufs Herz” unterstellt dem Leser, er sei sonst unehrlich. Außerdem dürfte es kaum jemand per se interessieren im Dampf zu baden. Fragen schließlich soll der Text dem Leser nicht stellen, sondern beantworten.
 

Lösungsmöglichkeiten:

 
a) Emotionen ansprechen, Bilder erzeugen:
Den Alltag vergessen: Im Dampfbad umschmeicheln Sie warme, wohlriechende Nebelschwaden und entspannen Muskeln und Seele. 
 
Was ist anders? – Zum einen spricht der Einstieg sofort eine Sehnsucht des Lesers an: Auszuspannen, dem Alltag für einen Moment zu entfliehen und es sich gut gehen zu lassen. Zum anderen erzeugt er ein Bild im Kopf des Lesers. Er sieht sich schon zwischen Dampfschwaden, er riecht Kräuter und ätherische Öle. Er spürt die Situation.
 
b) Mit wenig bekannten Fakten und Zusammenhängen überraschen: 
100 Prozent Luftfeuchtigkeit, 50 Grad Celsius, 15 Minuten Zeit – ein Dampfbad wirkt besonders gut auf Atemwege und Schleimhäute. Ein Plus für Ihre Gesundheit.
 
Die drei Fakten überraschen die meisten Leser. Dazu erklärt der Einstieg gleich, welchen konkreten Nutzen ein Dampfbad für den Leser hat.
 
Noch eins: Relevanz entsteht nicht nur zu Beginn eines Textes. Der Autor muss logisch argumentierend durch den gesamten Text führen und immer wieder einen Bezug zum Leben des Lesers herstellen. “Warum muss ich das jetzt wissen?” ist eine sinnvolle Frage, die sich Autoren selbst beim Schreiben ständig stellen sollten. 
 
Achtung: Nicht nachvollziehbare Gedankensprünge und unlogische Argumentationen lassen Leser schnell aussteigen. 
 
**************
 

2. Einzigartigkeit

 
“Langweile mich nicht!”
 
Unter den Hunderten von Seiten, die Google zu nur einem Suchbegriff ausspuckt, warum soll der Leser ausgerechnet diesen einen Text lesen? 
 
Autoren, die diese Frage ehrlich und schnell beantworten können, haben wirklich einen einzigartigen Beitrag zum Internet geleistet. Und das ist unser Ziel.
 
Solche Antworten können sein:
 
1. weil der Text neue Fakten/nützliches Wissen vermittelt
2. weil der Text bekannte Fakten in einen neuen Zusammenhang setzt
3. weil der Text packend geschrieben ist, Emotionen weckt, Bilder erzeugt
 
Wiederholt der Text zum xten Mal, was allgemein schon bekannt ist, braucht der Leser diese Seite nicht wirklich. 
 
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3. Vertrauen

 
“Erzähl keinen Mist!”
 
Wenn schon kleine Dinge offensichtlich nicht stimmen, hat der Leser auch kein Vertrauen in die restlichen Aussagen des Textes – mögen die noch so korrekt sein.
 
Darum ist das ganz wichtig: Jeder Fakt – auch der kleinste – muss geprüft sein. Im Zweifelsfall eine seriöse Quelle suchen und auch im Text nennen. Beim Schreiben sollte jeder Autor auch das, was er glaubt zu wissen, noch einmal überprüfen. 
 
 
 
Das waren unsere drei Kriterien für gute Texte. 
 
 
Danke, liebe Textbroker Autoren, dass Sie uns etwas Zeit geschenkt haben. Ich hoffe, wir konnten Ihnen ein paar nützliche Tipps geben.
 
 
Stephan Goldmann
 
ZEHN.DE
 

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