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Employer Branding

Employer Branding

Employer Branding: Kurzerklärung

 
Beim Employer Branding handelt es sich um eine Marketing-Maßnahme, die darauf abzielt, dein Unternehmen für Bewerber attraktiv zu machen und dich insgesamt als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, um langfristig die Rekrutierung von neuem Personal zu stärken und die Qualität der Bewerber zu verbessern.

Ausführliche Erklärung

 
Seit der Jahrtausendwende hat der ohnehin harte Wettbewerb um die besten Talente und fähigsten Fachkräfte zusätzlich an Fahrt gewonnen. Hervorragend ausgebildete oder erfahrene Experten können sich in Industrie, Forschung oder Finanzwesen praktisch frei aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Auch viele Landwirtschafts- oder Handwerksbetriebe suchen händeringend nach motivierten und fähigen Mitarbeitern. In manchen Branchen bleiben hunderte von Ausbildungsplätzen unbesetzt. Dies liegt auch daran, dass es vielen Unternehmen nicht gelingt, aussichtsreichen Kandidaten die freien Stellen schmackhaft zu machen. Deshalb war es für Unternehmen noch nie zuvor so wichtig, sich selbst als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.

Denn neben einem lukrativen Gehalt legen Arbeitnehmer mittlerweile gesteigerten Wert auf hohe Lebensqualität und einen Ausgleich zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Die ideale Arbeitsstelle ist familienfreundlich, bringt keine unüberschaubaren Überstunden mit sich und ermöglicht Freiheiten wie die Arbeit im Homeoffice oder die sogenannte Vertrauensarbeitszeit. Dabei können Mitarbeiter sich ihre Tage und Stunden frei einteilen – Bedingung ist, dass zuvor gesteckte Ziele dennoch fristgerecht erreicht werden. Heutzutage geben viele Jobsuchende an, dass gute Arbeitsbedingungen und eine funktionierende Work-Life-Balance ihnen wichtiger sind als ein hohes Gehalt. Bietet ein Unternehmen seinen Angestellten derartige oder andere Vorzüge, sollten diese unbedingt kommuniziert werden.

Die Schöpfung einer „Employer Brand” – einer Arbeitgebermarke – dient natürlich nicht nur der Gewinnung neuer Mitarbeiter, sondern auch der Bindung vorhandener, bewährter Angestellter. Um langfristig erfolgreich zu sein, ist es wichtig, Know-how im Unternehmen zu halten.

Last, but not least hat das Employer Branding auch Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. Das Branding als attraktiver Arbeitgeber sollte sich mit allen sonstigen Marketingmaßnahmen decken, um sich sowohl Kunden als auch Bewerbern als erstklassige Marke zu präsentieren. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter leisten gerade in serviceorientierten Branchen bessere Arbeit am Kunden – treten freundlicher, selbstbewusster und mit Vertrauen in ihren Brötchengeber auf. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – dieses alte Sprichwort gilt vor allem für Angestellte, die lieben, was sie tun.
 
Unternehmensidentität

Kernfaktoren des Employer Branding im Überblick

 

Schritt 1

Unternehmensidentität und Wertekatalog

 
Wofür steht ein Unternehmen und für welche Werte tritt es ein? Sind dies Werte, mit denen sich potenzielle Bewerber identifizieren können? So hat sich das Ocean-Cleanup-Projekt zum Ziel gesetzt, die Meeresoberfläche von Plastikmüll zu befreien – ein sehr nobles und wichtiges Vorhaben. Schwieriger wird es für Zigarettenhersteller, Ölbohrunternehmen oder Rüstungskonzerne, sich einen gemeinnützigen Anstrich zu geben. Letztere präsentieren sich beispielsweise oft als Mischkonzerne, die auch in als nützlich empfundenen Branchen wie Luft- und Raumfahrt tätig sind. Gerade in den USA stellt sich die Rüstungsbranche als helfende Hand dar, welche jedem Bürger wirksamen Eigenschutz ermöglicht. Jedes Unternehmen sollte danach streben, seine besten Seiten herauszustellen und Makel in Stärken zu verwandeln.
 

Schritt 1

Qualität der Leistungen oder Produkte

 
Stellt ein Unternehmen besonders hochwertige Waren her oder bietet es nachweislich erstklassigen Service, können auch die Mitarbeiter sich voller Stolz hinter ihren Arbeitgeber stellen. Glückliche Arbeitnehmer fahren mit Freude die Fahrzeuge, schließen die Versicherungspolicen ab oder statten ihr Haus mit den Möbeln aus, die ihre Firma anbietet.
 

Schritt 1

Attraktivität als Arbeitgeber

 
Welche Karrierechancen werden geboten und welche Leistungen erbringt das Unternehmen für seine Arbeitnehmer? Sowohl das Statusempfinden, für eine bedeutende Marke zu arbeiten, als auch der Wunsch nach Work-Life-Balance und einem sicheren Arbeitsplatz spielen hier eine Rolle.
 

Schritt 1

Transparenz und Ehrlichkeit

 
Es ist wichtig, dass ein Unternehmen die Verantwortung gegenüber seiner Belegschaft wahrnimmt und Pflichten sowie Vorteile der Mitarbeiter aufrichtig darlegt. Was vollmundig versprochen wird, muss auch eingehalten werden.
 

Schritt 1

Abgleich mit der Konkurrenz

 
Welche Wettbewerber sind besonders erfolgreich bei Mitarbeiterbindung und Talentförderung? Was machen diese Unternehmen anders?
 

Schritt 1

Selbstanalyse der Arbeitgebermarke

 
Wie ist der aktuelle Stand? Wie wird die Employer Brand von möglichen Bewerbern und bestehenden Arbeitnehmern wahrgenommen? Hier lohnt es sich, das Feedback der Belegschaft einzuholen, um gegebenenfalls Arbeitsbedingungen, Vergütung oder andere Faktoren anzupassen.

Wo findet Employer Branding im Unternehmen statt?

 
Hier ein Überblick über die wichtigsten Ansatzpunkte für Employer Branding in einem Unternehmen:

  1. Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung
  2. Performance Management
  3. Talentmanagement
  4. Unternehmenskultur
  5. Work-Life-Balance

 
Mitarbeiterbindung

Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung

 
Die Mitarbeitergewinnung – auch etwas martialisch als „Personalbeschaffung” bekannt – beschreibt alle Aktivitäten zur Deckung des benötigten Personalbestands. Vakante Stellen sollen zu möglichst geringen Kosten mit dem bestmöglichen Personal besetzt werden. Auch unter dem Aspekt des Employer Branding sind zunächst folgende Fragen zu klären:

  • Wie viele offene Stellen sind jetzt und in planbarer Zukunft zu besetzen?
  • Welche Qualifikationen müssen Bewerber mitbringen und welche körperlichen oder geistigen Anforderungen müssen sie gegebenenfalls erfüllen?
  • Ab welchem Zeitpunkt und wie lange werden die neuen Angestellten benötigt?
  • Wo liegt der Einsatzort? Müssen die Mitarbeiter reisen oder werden sie für einen Standort im Ausland gesucht?

All dies sind wichtige Faktoren, welche die Grundlagen für das Employer Branding eines Unternehmens festlegen. Wird beispielsweise ein Experte für Offshore-Ölbohrplattformen in der Nordsee gesucht, muss dieser schwere und nicht ungefährliche Job möglichen Bewerbern schmackhaft gemacht werden.

Bei allen Maßnahmen der Mitarbeiterbindung geht es auch darum, bewährte Fachkräfte langfristig im Unternehmen zu halten. Deren Feedback und Erfahrungsberichte im Internet sind ebenfalls ein bedeutender Faktor für das Employer Branding. Heutzutage informieren sich Bewerber oft gründlich über mögliche Arbeitgeber und Aussagen aktueller Mitarbeiter geben häufig den Ausschlag für die finale Entscheidung.

Performance Management

 
Das Performance Management hat zur Aufgabe, den Leistungsstand eines Unternehmens zu bewerten und die erbrachte Leistung hoch zu halten. Dabei werden Faktoren wie die Arbeitszeit, Fehlzeiten oder die Nutzung von Ressourcen seitens der Belegschaft bewertet. Wie lange haben einzelne Arbeitnehmer oder Teams an ihren Projekten gearbeitet und wie effizient wurde diese Zeit genutzt?

Hier ist es wichtig, dass alle Seiten fair beurteilt werden. Das gilt sowohl für die Angestellten als auch für die Entscheidungsträger der Unternehmensleitung. Die faire Bewertung der Leistung des Einzelnen sowie des gesamten Teams ist wichtig für die Moral der Mitarbeiter. Wenn jemand viel und gut arbeitet, sollte dies auch gewürdigt werden. Zufriedene Angestellte arbeiten weitaus effizienter und halten ihrem Arbeitgeber auch in schweren Zeiten eher die Treue.

Talentmanagement

 
Konkret geht es beim Talentmanagement darum, die Stellen, die für den Unternehmenserfolg am wichtigsten sind, mit den besten möglichen Kandidaten zu besetzen. Besonders schwer ist es, fähige Führungskräfte zu finden, die das nötige Know-how, Führungsqualitäten und die Belastbarkeit für wichtige Projekte mitbringen. Auch in der Softwareentwicklung und anderen technischen Branchen verfügen oft nur wenige Bewerber über alle nötigen Kenntnisse. So sollten vielversprechende Kandidaten für kritische Geschäftsbereiche möglichst früh ins Unternehmen geholt und langfristig aufgebaut und gefördert werden.

Unternehmenskultur

 
Wie fühlt es sich an, im betreffenden Unternehmen zu arbeiten? In jeder Firma entsteht ein ganz eigenes Arbeitsklima – je harmonischer, desto besser. Berufliche und private Pflichten und Bedürfnisse sind abzugleichen, Konflikte unter den Beschäftigten zu lösen. Das Festlegen bestimmter Normen und Regeln – quasi ein Wertekatalog, für den das Unternehmen steht – schafft eine Richtlinie, die von der Führungsetage bis zum Praktikanten gültig ist.

 
Work-Live-Balance

Work-Life-Balance

 
Bei der Work-Life-Balance werden Freizeit und Arbeit so miteinander ausbalanciert, dass Abnutzungserscheinungen vermieden werden und Beschäftigte neben ihrem Beruf ein erfülltes Privatleben haben können. Durch den Ausgleich zum Berufsleben lassen sich Stresserkrankungen wie Burnout verhindern. Beschäftigte haben mehr Zeit, Energie für ihre beruflichen Tätigkeiten zu tanken. Hierfür verzichten viele Arbeitnehmer sogar auf mehr Gehalt.

Fazit

 
Das Employer Branding ist ein Bereich des Marketings, mit dem sich alle modernen Unternehmen beschäftigen sollten. Der Ruf einer Firma als Arbeitgeber entsteht von ganz allein – kann jedoch auch durch Berücksichtigung der oben erwähnten Maßnahmen in günstige Bahnen gelenkt werden. Hier sind die Unternehmen selbst gefordert, ein harmonisches Arbeitsumfeld mit guten Karrierechancen oder anderen Vorteilen zu schaffen, um die besten Talente für sich zu gewinnen und bewährte Experten zu halten. Der Aufwand lohnt sich, denn am Ende profitiert nicht nur die Belegschaft, sondern auch die Marke selbst, wenn zufriedene Mitarbeiter allerorts nur Gutes über ihren Arbeitgeber zu berichten haben.
 

Employer Branding funktioniert nicht ohne gute Texte, die potenzielle Bewerber überzeugen.

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