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Die Tücken der Technik – worauf es beim Verfassen von Techniktexten ankommt

Inhaltliche Richtigkeit ist in kaum einem anderen Bereich so wichtig wie bei technischen Texten.
Wir verraten Ihnen Tipps für Techniktexte, mit denen Sie im scheinbaren Chaos den Überblick behalten.

Festplatte

Texte im riesigen Feld der Technik umfassen nicht nur zahlreiche Themen, sondern auch viele Textarten: Neben klassischen Produkt- und Kategoriebeschreibungen sind häufig Ratgebertexte gefragt – eben weil das Thema Technik für Laien häufig eher Fragen aufwirft, als sie zu beantworten. Den Überblick zu behalten, ist zugegebenermaßen nicht immer einfach, schließlich reicht das Thema von simplen Schrauben und Kabeln über PCs, Smartphones und Stereoanlagen bis hin zu Industriemaschinen und ganzen Produktionsanlagen. Daher finden Sie im Folgenden einige Tipps und Tricks, um sich in diesem scheinbaren Chaos nicht zu verirren.

Techniktexte: Korrekte Informationen sind das A und O

Auch wenn inhaltliche Richtigkeit bei jedem Text eine der Hauptrollen spielen sollte, ist sie in kaum einem anderen Bereich so wichtig wie bei technischen Texten. Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen neuen Computer kaufen oder – wenn Sie gerne basteln – elektronische Komponenten. Enthält die Beschreibung eines Produkts nun falsche oder gar widersprüchliche Informationen, kann dies im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie das Produkt nicht wie vorgesehen verwenden können. Betrifft das bei Computern oder Smartphones vielleicht „nur“ fehlende Features oder Ähnliches, kann es bei (möglicherweise empfindlichen) Bauteilen zu schlimmeren Folgen kommen – teilweise sogar für den Nutzer selbst.

Selbst das simple Anschließen eines Monitors kann bereits am falschen Kabel scheitern – und dazu muss unter Umständen nur eine Abkürzung falsch in die Produktbeschreibung übernommen worden sein. Die korrekten Werte aus den technischen Daten zu übernehmen und sie richtig im Text zu verwenden, sind daher zwei essenzielle Grundsteine beim Schreiben eines technischen Textes.

Know what you’re doing

So banal es klingen mag: Techniktexte sollten Sie nur verfassen, wenn Sie genau wissen, wie das Erklärte bzw. Beschriebene funktioniert, um die Informationen und Sachverhalte in einen logischen Zusammenhang bringen zu können. Denn bereits das Verwechseln zweier Werte oder Maßeinheiten kann eine Aussage komplett verfälschen – niemand wüsste beispielsweise etwas mit einer „großen CPU mit 2,6 GB“ anzufangen. Auch Wikipedia ist hierbei nicht immer der vertrauenswürdige Freund und Helfer: Technische Informationen werden dort zum einen vergleichsweise komplex und detailliert dargestellt und zum anderen öfter als man denkt durcheinandergeworfen oder nur unzureichend erläutert. Der wichtigste Rat lautet also: Schreiben Sie nicht einfach drauf los, sondern informieren Sie sich zunächst gründlich über das Thema. Eine Vorabrecherche zu allgemeinen Informationen und Funktionsweisen kostet zwar zusätzliche Zeit, sind die Grundzusammenhänge aber erst einmal klar, schreibt sich der eigentliche Text um einiges leichter. Ein weiterer Vorteil: Sie müssen nicht befürchten, Informationen falsch verwertet zu haben und einen Änderungswunsch vom Auftraggeber zu riskieren.

Von Computern und Smartphones

Im Technikbereich sind am häufigsten Produktbeschreibungen und Ratgebertexte zu Computern und Smartphones gefragt. Da automatisierte Prozesse, etwa im Bereich der Heimautomatisierung, ebenfalls von Computern gesteuert werden und auch Smartphones im Prinzip kompakte Computer sind, ist es hilfreich, sich mit deren grundlegenden Funktionsweisen auseinanderzusetzen.

Keine Angst, das bedeutet nicht, dass Sie gleich ein langjähriges Studium benötigen. Ein Grundverständnis lässt sich auch mit der Kenntnis der ungefähren Funktion einzelner Bauteile erreichen:

CPU: Die Central Processing Unit (im Deutschen häufig einfach der Prozessor) ist im Prinzip das Herzstück eines jeden Computers. Ihr fällt die eigentliche Arbeit zu, also das Verschieben und Verwerten von unzähligen Daten. Wie das Herz eines menschlichen Körpers gibt die CPU durch ihre Taktrate das Tempo der gesamten Maschine vor – ein PC kann also nicht schneller arbeiten, als seine CPU Daten verarbeiten kann. Sie ist jedoch nicht alleine für das Tempo verantwortlich. Die einzelnen Bauteile, beispielsweise der Arbeitsspeicher, müssen auf die CPU und aufeinander abgestimmt sein, um die maximale Leistung erreichen zu können.

RAM: Der Arbeitsspeicher (bzw. Hauptspeicher, im Englischen Random Access Memory) ist als Teil der Zentraleinheit der Speicher, in dem sich alle gleichzeitig ausgeführten Programme und die von ihnen benötigten Daten befinden. Startet man ein Programm, werden seine Daten von einem Speichermedium (bspw. einer Festplatte oder einem optischen Datenträger) in den Arbeitsspeicher geladen, damit die CPU jederzeit auf sie zugreifen kann. Ausschlaggebend ist beim RAM neben der Geschwindigkeit vor allem die Größe: Benötigen die geöffneten Programme mehr Speicher als Arbeitsspeicher im Computer vorhanden ist, wird dieser deutlich langsamer oder kann nicht mehr alle Programme gleichzeitig ausführen.

Grafikkarte: Eine Grafikkarte übernimmt eine wichtige Aufgabe: Sie ist zuständig für das Erzeugen und Darstellen von Grafiken, also 2D- und 3D-Objekten. Vor allem bei Laptops und Smartphones gilt es, einen wichtigen Unterschied zu beachten: Dezidierte Grafikkarten sind eigene Bauteile, die sowohl über einen eigenen Prozessor (die GPU, die nur für die Bildgenerierung zuständig ist) als auch über eigenen RAM (VRAM) verfügen. Sie können somit der CPU Arbeit abnehmen, die sich dann nicht mehr darum kümmern muss, grafische Elemente zu erzeugen.

Sogenannte integrierte Grafikkarten sind hingegen keine Grafikkarten per se. Vielmehr wird hier ein Teil der Rechenleistung der CPU für Grafikberechnungen zur Verfügung gestellt. Eine solche „Grafikkarte“ ist deutlich leistungsschwächer als eine dezidierte Variante, spart allerdings erheblich Platz und Strom. Dabei ist sie immer noch ausreichend für die meisten 2D- und auch einige 3D-Anwendungen, was sie vor allem in Laptops und Smartphones beliebt macht.

Speichermedien: Die Bandbreite an Speichermedien ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Ist für den User häufig kaum ein Unterschied erkennbar, unterscheiden sie sich jedoch aufgrund ihrer Funktionsweise. Gemein ist allen Datenträgern die Größeneinheit für den Speicher: Dieser wird in Byte angegeben. Anbei eine kurze Auflistung der Speichermedien, die Sie für Ihre Techniktexte kennen sollten:

  • Festplatten/HDDs sind die (noch) bevorzugte Form an Datenspeichern in Computern; sie funktionieren magnetisch.
  • Flash-Speicher werden eingesetzt, wenn Daten auf kleinstem Raum gespeichert werden sollen, daher kommen sie z. B. bei Smartphones und USB-Sticks zum Einsatz.
  • SSDs sind eine spezielle Form von Flash-Speichern, die zunehmend in Computern eingesetzt werden. Im Vergleich zu HDDs sind sie robuster, kleiner und deutlich schneller, aber noch teurer.
  • Optische Datenträger reichen von CDs und DVDs über MiniDiscs bis hin zur Blu-Ray-Disc. Gemein haben diese Medien, dass Daten optisch auf einer runden Scheibe gespeichert werden.

Einheiten vereinheitlichen das Chaos

Auch wenn einem die Grundfunktionen einzelner Computerteile klar sind, ist es häufig schwierig, aus der großen Zahl technischer Daten die entscheidenden herauszufiltern, um sie miteinander vergleichen zu können. Folgende Faustregeln helfen bei der Orientierung:

  • Die CPU-Geschwindigkeit ist in entscheidendem Maße von der Taktrate abhängig, die in Hertz gemessen wird.
  • Spricht man von Datenspeichern, egal welcher Art, ist die gemeinsame Größe das Byte. Eine große Verwechslungsgefahr besteht hier mit dem Bit. Diese zwei Einheiten sind allerdings keinesfalls synonym verwendbar, denn ein Byte besteht aus acht Bits.
  • Zwar handelt es sich bei Folgendem um keine eigene Einheit, aber um ein einfaches, wichtiges Prinzip: Da ein Hertz oder ein Byte sehr kleine Einheiten sind, greift man bei vielen Angaben auf Dezimalpräfixe zurück. So wird aus einer Million Byte 1 Megabyte (MB) oder aus einer Taktfrequenz von einer Milliarde Hertz 1 Gigahertz (GHz).

Die Beispiele und Erklärungen gelten in der Regel nur für Computer und ähnliche Geräte und natürlich gibt es bei den entsprechenden Texten weit mehr zu beachten. Allerdings sind bereits mit einem Grundverständnis verständliche Erklärungen möglich, ohne dass Sie auf mathematische oder elektrotechnische Details zurückgreifen müssen.

Für die Herangehensweise an technische Texte lässt sich stets ein ähnliches Prinzip ableiten: Egal, welches Produkt Sie beschreiben, die Grundeinheiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Auch bei der Beschreibung von einer Bohrmaschine gilt es, Werte wie Umdrehungszahl, Drehmoment oder die Leistung zu beschreiben – und dem Leser den Nutzen der entsprechenden Werte zu erläutern. Diese Grundsätze und ein überlegtes Herangehen an das Thema werden Ihnen einiges Haare raufen ersparen. Und wer weiß, vielleicht verstehen auch Sie bald die Wunder der Technik, die Sie tagtäglich bei Ihrer Arbeit im Internet begleiten.


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