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Briefings richtig verstehen – Teil 2

Im zweiten Teil unserer Academy über das bessere Verstehen und Umsetzen von Auftragsbeschreibungen möchten wir Ihnen den Einsatz von Leseransprache, identifizierender Sprache, Call-to-Actions und Keywords näherbringen. Und zum krönenden Abschluss geben wir Ihnen noch zwei Praxis-Tipps an die Hand, die Ihnen das Schreiben wirklich erleichtern werden!

Im zweiten Teil unserer Academy über das bessere Verstehen und Umsetzen von Auftragsbeschreibungen möchten wir Ihnen den Einsatz von Leseransprache, identifizierender Sprache, Call-to-Actions und Keywords näherbringen. Und zum krönenden Abschluss geben wir Ihnen noch zwei Praxis-Tipps an die Hand, die Ihnen das Schreiben wirklich erleichtern werden!

Leseransprache und identifizierende Sprache – „Kennen Sie uns schon?“

Identifizierende Sprache bedeutet, aus Sicht des Anbieters oder des Unternehmens zu schreiben. Dies hat zum Ziel, eine Verbundenheit zum Leser aufzubauen.

Die direkte Ansprache wirkt meist sehr auffordernd und sollte nur verwendet werden, wenn es auch ausdrücklich im Briefing steht. Häufig findet sich die Vorgabe „Ansprache: moderat mit Sie“.  Sprechen Sie den Leser dann nicht durchgehend an wie in einem Brief, sondern nur vereinzelt dort, wo es sinnvoll ist. Der Satz „Im Onlineshop X finden Modebewusste eine große Auswahl an Hutschachteln“ ist neutral, während die Formulierung „Bei uns im Onlineshop X finden Sie Hutschachteln in großer Auswahl“ sowohl identifizierende Sprache als auch Leseransprache enthält.

Direkter und indirekter Call-to-Action: Fordern Sie den Leser auf!

Der direkte Call-to-Action versteht sich vermutlich von selbst, er bezeichnet die direkte Aufforderung des Lesers, etwas zu tun – beispielsweise sich im Onlineshop XY noch ein wenig umzusehen. Die indirekte Aufforderung gibt sich dagegen nicht unmittelbar als solche zu erkennen,  enthält aber die gleiche Botschaft. „Kaufen Sie jetzt“ ist nämlich auch gemeint, wenn es heißt: „Mit diesem Kleid werden Sie zum Hingucker des Abends.“ oder „Die besten Produkte gibt es nur jetzt zu tollen Rabatten im Onlineshop XY.“

Keywords und latent semantische Optimierung: von Stoppwörtern, Flexionen und Wortverwandtschaften

Die meisten Texte für Textbroker sind SEO-Texte. Das bedeutet, sie dienen unter anderem zur Suchmaschinenoptimierung der Seite, auf der sie später erscheinen.

„Integrieren Sie in mindestens eine Überschrift ein Keyword“, heißt es häufig im Briefing oder „Bitte bauen Sie die angegebenen Keywords organisch lesbar in den Text ein und verteilen Sie sie gleichmäßig.“

Praxis-Tipp: Es kann sich lohnen, vor dem Verfassen des Textes die Keywords schon einmal in der gewünschten Häufigkeit an die jeweilige Stelle zu schreiben. Angenommen, das Keyword „Hutschachtel“ soll 5- bis 7-mal vorkommen, dann lohnt es sich, dieses im Dokument in der Mindestanzahl zu notieren. Wenn man dann den Text schreibt und das Wort verwendet, kann man es aus der Liste streichen. So bleibt man fokussiert und entnimmt aus der Keywordliste immer die Wörter, die man gerade sinnvoll verwenden kann – und das möglichst gleichmäßig über den Text verteilt.

Ob Stoppwörter und Flexionen erlaubt sind, entnehmen Sie den Angaben unterhalb der Auftragsdaten. Angenommen das Keyword lautet „Damen Hutschachtel“. Anstatt es nur als „Damen Hutschachtel“ zu verwenden, erlauben Stoppwörter und Flexionen elegantere Formulierungen, die der besseren Lesbarkeit dienen.

„Bei uns finden Sie eine schöne Damen Hutschachtel“ sieht aufgrund des Leerzeichens unschön aus (und ist streng genommen orthografisch nicht korrekt). Zum Glück sind die Leser im Web mittlerweile an diese Art der Schreibung von zusammengesetzten Wörtern einigermaßen gewöhnt.

Mit Hilfe einer Flexion kann man folgenden Satz formulieren, der „Damen Hutschachtel“ besser unterbringt:  „Wir bieten modebewussten Damen Hutschachteln in verschiedenen Größen an.“

Stoppwörter erweitern ebenso die Bandbreite dessen, was ausgedrückt werden kann, so zum Beispiel: „Immer wieder wünschen sich Damen eine Hutschachtel, um ihr neues Lieblingsstück gut unterzubringen.“

Die latent semantische Optimierung klingt komplizierter, als sie ist. Damit ist gemeint, dass Wörter verwendet werden sollen, die im Bedeutungsumfeld des Keywords stehen. Ist das Keyword also „Damen Hutschachtel“, dann könnte man Wörter wie „Damenhut“,Hutaufbewahrungsbox“, „Kopfbedeckung“ usw. verwenden, um den Text latent semantisch zu optimieren. Wenn Sie also beim Thema bleiben und statt Wortwiederholungen Synonyme und Beschreibungen nutzen, liegen Sie genau richtig.

Das Beste zum Schluss: zwei Praxis-Tipps, die Sie begeistern werden

Vor und während des Schreibens sowie kurz vor Abgabe ist es wichtig, eine klare Struktur zu schaffen oder bereits in Händen zu halten. Die folgenden Praxis-Tipps können allgemein beim Verfassen von Texten nach Briefing helfen.

Praxis-Tipp 1: Öffnen Sie zwei leere Dokumente in Ihrem Textprogramm und wenn es Ihnen möglich ist, lassen Sie diese nebeneinander geöffnet. In eines davon kopieren Sie das Briefing des Kunden. Während Sie den Text verfassen, können Sie nun alle Punkte, die Sie bereits erledigt haben, entweder aus dem Briefing löschen oder aber farbig markieren. So behalten Sie immer den Überblick. (Alternativ können Sie das Briefing auch ausdrucken.)

Praxis-Tipp 2: Wahlweise können Sie aus dem Briefing eine eigene Checkliste erstellen und alle Punkte abhaken oder markieren, die Sie bereits erledigt haben. Vor allem für die abschließende Kontrolle vor der Abgabe des Textes ist dieses Vorgehen sinnvoll.

Folgende Punkte könnte die Liste unter anderem enthalten:

  • Sind alle inhaltlichen Punkte abgearbeitet (etwa Produkteigenschaften, Vorteile des Onlinekaufs im Shop XY etc.)?
  • Sind Mindest- und Maximalwortanzahl des Gesamttextes eingehalten?
  • Sind Mindest- und Maximalwortanzahl der Absätze, Überschriften, des Call-to-Action etc. eingehalten?
  • Ist die Zeichenanzahl von Meta-Title und Meta-Description (sofern gewünscht) eingehalten?
  • Sind die Keywords in der korrekten Menge und am gewünschten Platz vorhanden (zum Beispiel einmal in der Überschrift, einmal in einer Hauptüberschrift und einmal im zweiten und einmal im vierten Absatz)?
  • Ist der Text wirklich in gehobenem/peppigem/werblichem Stil verfasst oder muss ich noch einmal etwas ändern?
  • Sind Wortwiederholungen, überflüssige Phrasen, Füllwörter und -sätze vorhanden, die ich noch streichen sollte? Nutzen Sie hierfür auch Tools, die Ihnen die Prüfung erleichtern.

Vor allem wenn Sie viele Aufträge ähnlicher Art schreiben, lohnt sich die Anlage einer solchen Checkliste, in die Sie alle Vorgaben des Kunden eintragen. Dann können Sie diese immer wieder abhaken und sparen viel Zeit bei jedem einzelnen Auftrag.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Academy wertvolle Tipps für Ihre zukünftigen Aufträge geben konnten. Wenn Sie noch weitere Ideen haben, wie wir Ihnen und anderen Autoren das Schreiben erleichtern können, freuen wir uns über Kommentare und Anregungen.


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