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Briefing gut, alles gut

Am Anfang steht das Wort. Aber keineswegs der fertige Text – erst kommt die Auftragsbeschreibung. Und die ist mindestens genauso wichtig und auch anspruchsvoll wie der fertige Content. Mit einer lücken- oder fehlerhaften Auftragsbeschreibung werden Sie keinen guten Text erwarten können. Wie Sie alles richtig machen und worauf Sie achten müssen, haben wir für Sie zusammengestellt.

Beinhaltet das Briefing so viel Aussage wie „Schreib mal!“, dann schreibt der Autor eben einfach mal. Das Ergebnis ist dann oft ein Änderungswunsch, vielleicht auch zwei oder drei. Am Ende sind beide Parteien frustriert: Sie als Auftraggeber, weil Sie nicht verstehen, warum Sie nicht bekamen, was Sie wollten, und der Autor, weil er nicht versteht, warum Sie zwischen seinen Zeilen nicht den selbst in Auftrag gegebenen Text erkennen. Die Einstellung „Das ist doch ganz logisch, das kann man doch gar nicht falsch verstehen“ straft die Erfahrung mit der Erkenntnis: Man kann.
Machen Sie deswegen dem Autor Ihre Anforderungen so deutlich wie möglich. Bekommen Sie genau den Text, den Sie sich wünschen und überlassen Sie es nicht dem Zufall.

Quo vadis?

Wohin gehst du?“, frei übersetzt also: Wohin willst du? Einem unzulänglichen Briefing geht meistens ein fehlendes Konzept  voraus. Wissen Sie denn genau, was Sie möchten? Wenn nicht, dann können Sie es dem Autor auch nicht vermitteln. Viele Beispiele aus der Praxis bestätigen diese Vermutung.

Hier sehen Sie, wie ein Arbeitgeber zwar weiß, dass er einen informativen Text wünscht, aber sonst bemerkenswert an Informationen spart.
Bei Ihnen soll es anders laufen. Beachten Sie nur die folgenden Schritte und schon sind Sie Ihrem Ziel vom perfekten Text näher.

1. Schritt: Contentstrategie

Sie planen ein Projekt, für das Sie Inhalte benötigen? Dann sollten Sie sich eine Contentstrategie überlegen, die Ihre Anforderungen an den gewünschten Text vorbereiten. Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie sich gegebenenfalls selbst präsentieren möchten, welche Inhalte Sie vermitteln und welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten. Kurz gesagt: Wo stehen Sie gerade und wo wollen Sie hin? Erst, wenn Sie diese Kernfragen für sich klären, können Sie dem Autor die Informationen geben, die er für sein erfolgreiches Schreiben braucht.

2. Schritt: Auftragsmaske ausfüllen

Bevor Sie das eigentliche Briefing für Ihren Auftrag formulieren, geben Sie in der Auftragsmaske die gewünschten Eckdaten ein: Auftragstitel, Projekt, Kategorie, Qualitätsstufe, Bearbeitungszeit, Anzahl Worte und SEO Optionen.
Sehen Sie hier, was dabei schief gehen kann:
  • Auftragstitel: Vielleicht steht der Pizzaservice in Berlin wirklich mit einem bedrohten Fischfang in Zusammenhang. Aber dann vergaß der Auftraggeber zu erwähnen, inwiefern. Wählen Sie eine zum Thema passende Überschrift und erhalten Sie einen Expertentext – nicht den Text eines vom Titel irregeleiteten Fischers.

  • Kategorie: Hier hatte ein Auftraggeber wohl Wortsalat im Sinn. Oder er wollte bei den Gerichten auch technische Aspekte berücksichtigt wissen. Wer kann es erahnen? Den Autoren bleibt der Zusammenhang rätselhaft.

  • Qualitätsstufe: Die Wahl der richtigen Kategorie – eine der wichtigsten Entscheidungen für Ihren Auftrag. Welche Anforderungen haben Sie an Ihren Text? Je höher Ihre Erwartungen sind, desto mehr Sinn macht es für Sie, eine höhere Sterne-Kategorie der Autoren zu wählen. Das steigert die Zufriedenheit auf beiden Seiten: Der Autor fühlt sich gerecht entlohnt und nicht überfordert, und Sie bekommen genau das, was Sie bezahlen und was Ihnen besonders wichtig erscheint.
  • Anzahl der Wörter: Vergessen Sie nicht, die Wortanzahl in der Maske einzugeben – wie es dem Auftraggeber bei unterem Beispiel passiert ist.
Lassen Sie zwischen den minimal- und maximal-Angaben besser eine kleine Wortspanne frei, um dem Autoren keine unmittelbaren Grenzen zu setzen. Ein guter Text kann nicht auf 10 Wörter hoch oder runter festgelegt werden. Allerdings lohnt es sich, sich über die ungefähre Gesamtlänge Gedanken zu machen und die Länge in Übereinstimmung zum Thema zu wählen. Wie Sie unten sehen, kann es für den Autor schwierig werden, eine gute Bauanleitung in höchstens 300 Wörtern unterzubringen.
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Hier hat der Auftraggeber die Anzahl der Wörter korrekt angegeben, aber im Briefing zu freiem Lauf der Wortströme ermuntert. Ein gut gemeinter Vorschlag, der den Autoren aber eher ein müdes Lächeln entlockt. Kleiner Tipp: Lieber lassen oder ein paar Euro mehr für einen Text von angemessener Länge ausgeben.

3. Schritt: Letzte Hinweise vor dem eigentlichen Briefing

Sind die Eckdaten des Artikels ausgewählt (Qualitäts-Kategorie, Arbeitsfrist, Wortanzahl etc.), kann es mit dem eigentlichen Briefing losgehen. Vorab allerdings noch ein paar kurze Tipps:
  • Freundlicher Umgangston: Autoren sind auch nur Menschen und freuen sich über einen höflichen Tonfall, zudem motiviert ein vertrauensvolles Danke. Ihnen kommt daher zu Gute, was ein wohlgesonnener Autor schreibt – nämlich umso bessere Texte.
  • Sonderkonditionen: Etwaige Sonderkonditionen, beispielsweise die Verlängerung der automatischen Textannahme nach vier Tagen, sollten Sie in Ihrem Briefing erwähnen, damit sich die Autoren darauf einstellen können.
  • Kurz und bündig: Halten Sie das Briefing trotz Informationsflut so kurz wie möglich: Ein Auftrag, der länger ist als der geforderte Text, schreckt ab und lädt dazu ein, wichtige Details zu übersehen. Es ist Ihre Aufgabe, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden – eine Aufgabe, die der Auftraggeber in unterem Beispiel versäumt hat.

Mit diesen Ratschlägen dürfte eigentlich bei den Formalitäten Ihres Briefings nichts mehr schief gehen. Aber vorsicht: Nur mit einer aussagekräftigen Anleitung können Sie Ihre Autoren angemessen auf Ihren Wunschtext vorbereiten.

Ach übrigens: Sind wir eigentlich noch ganz dicht? Wie viel Keyword-Dichte einem Text gut tut, ab wann sie schadet und wie Sie die Keywords sinnvoll kombinieren, erklärt SEO-Optionen sinnvoll nutzen.

 


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Kommentare

51296 12. September 2012 - 13:43

Als Autor wünsche ich mir, dass möglichst viele Auftraggeber diese "kleine Bibel" beherzigen – es hilft beiden Seiten! Danke für diesen Text!

Antworten

KatharinaBelli 14. September 2012 - 8:58

Messemann: "

Als Autor wünsche ich mir, dass möglichst viele Auftraggeber diese "kleine Bibel" beherzigen – es hilft beiden Seiten! Danke für diesen Text!

"

Vielen Dank für den Kommentar. Wir hoffen auch, dass dieser Beitrag sich als Regelwerk etabliert.

Antworten

23397 4. Dezember 2012 - 22:46

Danke für das Tutorial. Wie wäre es denn mit ein paar positiv Beispielen? Ich glaube dann kann man sich am besten Vorstellen wie eine ideale Auftragsbeschreibung in der Praxis aussieht?

Antworten

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