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Autor des Monats Januar 2019: Petrichor

Mit dem neuen Jahr startet auch unsere Beitragsreihe zum Autor des Monats in eine neue Runde: Lies in unserem Interview mit der Autorin Petrichor nach, wie sie es geschafft hat, ihre Leidenschaft zum Beruf und aus den drei Sternen fünf zu machen!

Orangefarbenes Banner mit weißer Füllfeder und der Aufschrift "Textbroker Autor des Monats Januar 2019"


Bild der Autorin Petrichor auf dem Mittelaltermarkt; gekleidet in mittelalterliche Gewandung mit Schild und Axt
Unsere neue Autorin des Monats wusste schon früh, dass das Schreiben ihre Leidenschaft ist – und dass sie damit gerne ihr Geld verdienen würde. Denn ein normaler Bürojob kam für die freiheitsliebende Petrichor nie in Frage. Wie sie ihr Ziel erreichen konnte und welche praktischen Tipps sie für das Schreiben empfiehlt, verrät sie uns in diesem Interview!

Erzähle uns etwas über dich. Was machst du abgesehen vom Schreiben gerne, welche Hobbys hast du?

 
Auf Textbroker trage ich den Namen vom Geruch von Regen auf trockener Erde, im realen Leben den des Lindenbaums. Ich heiße Linda und bin 27 Jahre alt. Natur ist für mich einer der wichtigsten Aspekte meines Lebens. Aufgewachsen in Freiburg im schönen Schwarzwald, habe ich von meiner naturbegeisterten Familie von klein auf die Liebe zu Mutter Erde und ihrer Vielfalt vermittelt bekommen. Wanderungen, Radtouren und Erkundungsausflüge ins Grüne prägen meine Kindheit. Diese Liebe ist bis heute geblieben. Früher hauptsächlich im Süden des Landes und wegen der Nähe in Frankreich und der Schweiz unterwegs, erkunde ich heute die Flora und Fauna des Nordens, für den mein Herz schlägt, seit ich mit 16 Jahren das erste Mal auf Usedom war. Im Juli 2015 bin ich mit meinem Mann nach Rostock gezogen, um die Kontraste unseres Landes noch besser kennenzulernen und mir meinen langjährigen Wunsch zu erfüllen, eines Tages an der Ostsee zu leben. Hier genieße ich nun das Meer, die Steilküste, die reetgedeckten Fischerkaten und das maritime Flair von Leuchttürmen, hanseatischer Baukunst und dem Hafen. Fahre ich nach Hause zu meiner wunderbaren Familie, dann habe ich die Berge, Flüsse, Seen und die typischen Bauernhäuser und Wanderhütten wieder um mich.
 
Als wir gerade frisch hierher gezogen waren, haben wir unsere Neugier auf die neue Heimat, unsere Liebe zur Natur und unsere Begeisterung für das Radfahren kombiniert und sind innerhalb der ersten zwei Monate ca. 2.000 Kilometer gefahren. Ich glaube, intensiver und schöner hätte ich mein neues Umfeld nicht kennenlernen können. Doch neben der Leidenschaft fürs Radfahren hat mir auch die Freude an mehrtägigen Wander- und Trekkingtouren auf die Halbinsel Darß-Zingst zahlreiche unbezahlbare und unvergessliche Momente beschert. Hasen hoppelten auf den Dünen in Wustrow um uns herum, während die Sonne über dem Meer unterging und den Himmel in spektakuläre Farben tauchte. Ein Fuchs lief uns in Graal-Müritz über den Weg, bevor wir den mystischen Wald des Moores erkundeten. Und das überwältigende Gefühl nach einer Nachtwanderung genau dann im Fischerort Ahrenshoop anzukommen, wenn die Sonne aufgeht. Das sind die Momente, die mich erfüllen. Ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Die Natur, die richtigen Menschen und spontane Abenteuer sind das, was mein Herz tanzen lässt.

Sich kreativ in jede Richtung ausleben

 
Apropos tanzen: Auch das ist eine meiner Leidenschaften, die ich für mich entdeckt habe. Das freie Bewegen zu Musik und der damit verbundene Selbstausdruck sind für mich zu einem wichtigen Bestandteil meiner persönlichen Entwicklung geworden. Ebenso das Zeichnen und Malen, sowie Kunst im Allgemeinen. Mich kreativ auszudrücken liegt mir schon seit der Kindheit im Blut, weshalb ich ein Gymnasium mit Kunst als Hauptfach besucht habe. Allen voran steht jedoch das Schreiben und Lesen. Die Magie von Wort und Sprache haben mich schon immer fasziniert und so konnte ich bereits vor meiner Einschulung lesen. Während andere Gleichaltrige sich verabredeten, saß ich oft in meinem Zimmer oder draußen in der Natur und schrieb Geschichten, Gedichte, Songtexte und Tagebücher. Schon damals als Kind fasste ich den Entschluss: Irgendwann werde ich mit dem Schreiben mein Geld verdienen!
 
Sowohl von meinen Interessen und Hobbys als auch von meiner Erscheinung her, bin ich sehr facettenreich. Ich liebe auffällige Kleidung wie Jacken mit Zipfelkapuzen, Haremshosen und Petticoat-Kleider im Stil der 50er und 60er Jahre. Außer für Schlager bin ich für nahezu jede Musikrichtung zu begeistern. Einen Tag ohne Musik gibt es bei mir nicht. Meine unterschiedlichen Interessen machen es mir auch beim Schreiben leichter. So kam es mir schon oft zugute, dass ich so eine große Auswahl an Dingen habe, die ich gerne tue. Dazu gehören, neben den oben genannten Punkten, unter anderem: Fotografieren, Reisen, Kochen und Backen, Videospiele spielen, Mittelalter- und Musik-Festivals besuchen, Sprachen lernen, Museen erkunden und vieles mehr. Früher war ich sogar mal im Bogenschießen.

Freigeist, Optimist, Tagträumer und noch viel mehr

 
Einen ganz besonderen Stellenwert hat meine persönliche Entwicklung in meinem Leben. Mich immer weiterzuentwickeln und über mich hinauszuwachsen ist mein innerer Antrieb. Deshalb meditiere ich nahezu täglich und interessiere mich brennend für Spiritualität, Philosophie und Psychologie. Unterstützt werde ich auf meinem Weg von meinem großartigen Mann, mit dem ich seit meinem 15 Lebensjahr zusammen bin. Wir hatten fünfeinhalb Jahre eine Fernbeziehung, viereinhalb davon waren es knapp 1.000 Kilometer Distanz. Er lebte in Brandenburg, ich in Baden-Württemberg. Heute sind wir 12 Jahre zusammen, fünfeinhalb davon verheiratet, gehen unseren Lebensweg seit unserer Jugend gemeinsam und kennen uns daher sehr gut. Das macht unsere Verbindung noch einzigartiger für mich. Ich bin mehr als dankbar, dass ich neben der besten und liebevollsten Familie auch schon so lange den besten und liebevollsten Mann an meiner Seite habe. Ich liebe ihn jeden Tag ein bisschen mehr und verdanke seinem Glauben an mich und meine Fähigkeiten viele meiner Erfolge. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich mich selbstständig gemacht, 34 Kilo abgenommen und meine Ausbildung mit einem Schnitt von 1,5 abgeschlossen habe. Wann immer ich zweifle, stärkt er mir den Rücken.
 
Zum Abschluss würde ich noch sagen, dass ich ein ziemlicher Freigeist, Optimist und Tagträumer bin, der das Glück in den kleinen Dingen findet und sehr begeisterungsfähig ist. Ich entdecke selbst dort ein Wunder, wo viele andere nicht einmal eines erwarten würden. Und sei es nur eine kleine, zarte Blume, die dem Asphalt der Stadt trotzt und sich am Rande des Weges aus dem grauen, harten Boden erhebt. Auch bin ich ein Mensch, der viel Zeit alleine benötigt, um wieder Energie und Kreativität zu tanken. Eine Tour durch den Küstenwald, am Strand meditieren oder einen Tee trinken und lesen tun mir dann gut. Aktuell lese ich den Steppenwolf von Hermann Hesse und träume mich in die Welt von Harry Haller. Hermann Hesse kann ich übriges nur wärmsten empfehlen. Seit meine Eltern mir als Kind aus seinen Werken vorgelesen haben und wir gemeinsam auf seinen Spuren in Calw, Tübingen und Monatgnola in der Schweiz gewandelt sind, bin ich von ihm und seinen literarischen und künstlerischen Werken fasziniert.

Wie bist du zu Textbroker gekommen und was motiviert dich dazu, für uns zu schreiben? Wie bist du von deinem Beruf zum Schreiben gekommen?

 
Im Jahr 2013 habe ich meine einjährige Intensivausbildung zur staatlich anerkannten fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespondentin in Englisch (was für ein langer Name!) erfolgreich abgeschlossen. Englisch war immer eines meiner Steckenpferde gewesen und so entschied ich mich dafür, eine Ausbildung auf Englisch in einem Sprachinstitut zu machen. Jeden Tag mehrere Stunden nur auf Englisch zu kommunizieren hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte meine Schreibfähigkeiten und meine Begeisterung für Wort und Schrift auch auf eine zweite Sprache übertragen.
 
Als ich die Ausbildung abgeschlossen hatte, suchte ich nach Arbeit. Schnell fand ich jedoch heraus, dass ich damit vor allem im Büro einen Job bekommen würde. Das wollte ich jedoch nicht, denn es war erstens nicht mein Ding und zweitens bin ich als Hochsensible nicht dafür gemacht, mit mehreren Menschen in einem Raum zu arbeiten und dabei konzentriert zu sein. Das wurde mir beim Probearbeiten dann nochmal bestätigt, als ich im Großraumbüro saß, ständig abgelenkt war und schnell unter Stress stand. Ich habe dann die unterschiedlichsten Berufe als Quereinsteigerin ausprobiert und herein geschnuppert, wurde jedoch nie glücklich mit einem von ihnen. Während die meisten Menschen um mich herum sagten, beim Arbeiten ginge es nicht wirklich um Spaß, sondern nur ums Geldverdienen, gab ich mich mit dieser Ansicht nicht zufrieden. Mir war es unglaublich wichtig, mich mit der Tätigkeit, der ich jeden Tag mehrere Stunden nachgehe, auch identifizieren zu können. Einfach nur irgendetwas machen, das einen im schlimmsten Fall sogar total nervt? Das kam für mich nicht in Frage, denn das würde ich eh nicht lange durchhalten.

Stichwort: Freiheit

 
Im Jahr 2016 habe ich mich dann hingesetzt und mich gefragt, was denn eigentlich der Beruf sei, den ich mein Leben lang und nicht nur vorübergehend machen wollte. Was war es, wofür mein Herz brennt? Ich dachte sofort ans Schreiben, das ich schon als Kind beruflich machen wollte. Bisher hatte ich immer daran gezweifelt, ohne Studium oder anderweitige Erfahrung in diesem Bereich erfolgreich werden und mein Geld verdienen zu können. Doch der Ruf, diesen Traum umzusetzen, wurde von Tag zu Tag lauter. Und so habe ich mir Zeit genommen und einmal ganz mutig niedergeschrieben, welche Kriterien mein Traumberuf erfüllen müsste. Heraus kam: Leidenschaft zum Beruf machen, freie Zeiteinteilung, von Zuhause aus arbeiten, ortsunabhängig, meine eigene Chefin sein. Ich wollte sowohl das tun, was mich erfüllt, als auch jederzeit reisen können. Zu meiner geliebten Familie und durch die ganze Welt. Das war langfristig mein Ziel. Also habe ich ein Existenzgründer-Coaching besucht, massenhaft Literatur und Blogs gelesen, Videos geschaut und mich mit digitalen Nomaden ausgetauscht, deren Arbeits- und Lebensprinzip mich von Anfang an total begeistert hat. Während diesem Coaching bin ich im Unterricht beim Recherchieren auf Textbroker gestoßen und es war, als hätte ich das letzte passende Puzzlestück gefunden. Viele Aufträge und Themen, aus denen ich frei wählen kann? Perfekt!
 
Ich habe beim Finanzamt meine Tätigkeit als freiberufliche Texterin angemeldet und mich direkt registriert. Anfangs war ich auf drei Sterne eingestuft worden und steigerte mich nach und nach. Heute bin ich Fünf-Sterne-Autorin, was mich sehr stolz und glücklich macht. Denn ich habe all das erreicht, was mir beruflich wichtig war. Ich verdiene mein Geld mit dem Schreiben, kann mir die Zeit flexibel einteilen, von Zuhause aus arbeiten, bin meine eigene Chefin und kann ortsunabhängig meine Aufträge bearbeiten und reisen. Lustigerweise habe ich die Nachricht, dass ich zur eine Fünf-Sterne-Autorin hochgestuft worden bin, sogar beim Reisen erhalten. Ich hatte gerade das Hotel in Breda in Holland verlassen und wollte zum Essen und Erkunden in die Stadt fahren, als mein Smartphone eine neue E-Mail empfing. Was für ein Glücksmoment! Jubelnd lief ich mit meinem Mann zur Bushaltestelle und konnte das Abendessen auf dem schönen Marktplatz in Breda noch viel mehr genießen. Seither ist meine Motivation noch viel größer, mit dem Schreiben mein Geld zu verdienen, denn es tut einfach gut, Erfolge zu verzeichnen. Textbroker verdanke ich wirklich ein enormes Stück Freiheit. Denn ich kann endlich mit meiner Leidenschaft Geld verdienen, meine Fähigkeiten verbessern und durch Feedback und die vielseitigen Themen und Anforderungen dazulernen. Ich kann auch bei meiner Familie und auf Reisen arbeiten und entwickle mich persönlich und als Texterin immer weiter. Mein Traum wurde zur Realität und dafür danke ich Textbroker und seinem kompetenten, herzlichen Team wirklich von Herzen!

Du schreibst durchdachte und kreative Texte zu den unterschiedlichsten Themen, von Produktbeschreibungen zu Glühbirnen bis hin zu Ratgebern: Wie findest du hier Inspiration und passende Informationen? Was ist deiner Meinung nach beim Schreiben am wichtigsten, um einen runden, gut lesbaren Text verfassen zu können? Hast du praktische Tipps für deine Texterkollegen?

 
Da ich ein sehr vielseitiger Mensch bin, macht es mir sehr viel Spaß, die unterschiedlichsten Texte zu verfassen. Auch kann ich so herausfinden, welche Art mir mehr liegt, welche weniger. Und wenn ich einen Text erfolgreich beendet habe, der eigentlich gar nicht meinem Gebiet entspricht und der Kunde mir auch noch ein tolles Feedback gibt, dann macht mich das sehr stolz. Ich nehme gerne auch mal Herausforderungen an, denn daran wachse ich. Im Großen und Ganzen habe ich jedoch eines während meiner Zeit als Texterin gelernt: Wenn ich mich mit dem Thema identifizieren oder mich gut hineinfühlen kann, dann habe ich klare Vorteile. Denn dann schreibt es sich nicht nur wesentlich einfacher und schöner, sondern auch wesentlich schneller. Einen Blog-Text mit 1.000 Worten über die Ostsee schreibe ich zum Beispiel viel zügiger, als eine Produktbeschreibung für technische Geräte mit 300 Worten.
 
Es ist wichtig, sich auszuprobieren. Welche Textgattungen liegen mir? Über welche Themen schreibe ich gerne? Einfach jeden Auftrag anzunehmen, funktioniert bei mir nicht. Denn wenn ich ewig mit Recherche beschäftigt bin, weil ich keine Ahnung von dem Gebiet habe und dann einfach keine Worte fließen wollen, dann kann das schnell frustrieren und die Lust am Schreiben sehr hemmen. Und das ist nicht mein Ziel. Klar, ich schreibe auch mal über Themen, die mir nicht so liegen. Doch insgesamt achte ich darauf, dass ich mir die Aufträge gut durchdacht auswähle. Denn so verdiene ich nicht einfach nur Geld, sondern habe auch noch eine Menge Spaß dabei, was ja auch von Anfang an meine Intention war.

Die richtige Vorbereitung ist alles

 
Habe ich mir einen Auftrag ausgewählt oder einen spannenden Auftrag erhalten, dann lese ich mir das Briefing sehr genau durch. Sollte es sehr umfangreich sein, so schreibe ich mir oftmals die wichtigsten Punkte von Hand nochmal heraus, damit es gut im Gedächtnis abgespeichert wird. Ich bin ein sehr visueller Mensch, dem das enorm hilft. Anschließend versetze ich mich sowohl in die Lage des Kunden als auch die des Lesers. Was will der Kunde haben? Was würde ich mir als Leser von diesem Text wünschen? Was muss unbedingt mit einfließen, damit er begeistert?
 
Danach mache ich meist Brainstorming und schreibe alles auf, was mir zu dem Thema einfällt. Worte, Zitate, Sprichwörter, Synonyme, Keywords und alles, was mir sonst noch in den Sinn kommt. Dann strukturiere ich den Text, überlege, wie ich ihn aufbauen möchte. Und erst dann beginne ich mit dem Schreiben. Ich sammle sozusagen Ideen für Inhalt und Grundgerüst, sodass ich nur noch alles zusammenfügen und in einen ansprechenden Text verpacken muss. Manchmal habe ich jedoch auch direkt beim Lesen des Briefings lauter Ideen und kann sofort anfangen zu schreiben, weil sich der Text wie von selbst verfasst. Am liebsten schreibe ich solche, die kreativ, lebendig und bildhaft sein dürfen. Ich mag es, den Leser mitzureißen und nicht einfach nur zu beschreiben, sondern auch Emotionen und Bilder in ihm hervorzurufen, sodass er sich in die Situation oder das Produkt gut hineinversetzen kann. Ich liebe es, selbst trockene Themen spannend zu beschreiben und auch alltägliche Produkte wie Batterien so in Worte zu verpacken, dass der Leser vom Text gefesselt ist. Gelingt mir das, fühlt sich das einfach großartig an. Mehrwert zu erschaffen ist eine große Priorität für mich. Erst wenn ich das Gefühl habe, dass der Text den Kunden und den Leser überzeugt und ich ihn selbst gerne und mit Spaß lesen würde, bin ich zufrieden. Habe ich ihn fertig verfasst, lese ich ihn mir mindestens noch ein Mal gut durch, überprüfe die Rechtschreibung und Grammatik und gebe ihm, wenn nötig, den letzten Feinschliff.
 
Wichtig ist auch, die Recherche sehr genau zu nehmen. Nur weil es im Internet steht, ist es nicht automatisch wahr. Es gibt auch viele Fehlinformationen. Deshalb rate ich jedem Autor, gegebenenfalls lieber mehrere Quellen zu nutzen, um das nötige Wissen zu erlangen. So ist man auf der sicheren Seite und verfasst einen seriösen Text. Auch mit Menschen zu sprechen, die von der Thematik Ahnung haben, ist sehr hilfreich. Inspiration bekomme ich durch nahezu alles. Ob durch das Lesen von Büchern, Blogs und Zeitschriften oder Erlebnisse, Gespräche, Menschen und Natur. Für mich kann alles eine Inspiration sein. Mit den Augen eines Kindes durch die Welt zu gehen und sehr genau hinzusehen und hinzuhören, das hilft mir oft. Laufe ich zum Beispiel durch den Wald und es regnet, dann beschreibe ich in Gedanken manchmal die Farben, die Klänge der Tropfen auf den Blättern, das Gefühl von Nebel auf der Haut und die Stimmung. Habe ich ein neues Kleidungsstück gekauft, überlege ich mir, wie ich es einer Freundin am Telefon beschreiben würde, die das neue Teil gerade nicht sehen kann. Ich bin sozusagen immer Texterin, nicht nur dann, wenn ich arbeite. Deshalb fällt es mir glaube ich leichter, über viele verschiedene Themen und viele verschiedene Textgattungen zu schreiben.

Wenn es mal überhaupt nicht weitergeht …

 
Sollte ich mal vor dem Computer sitzen und merken, dass überhaupt nichts geht, obwohl mir der Auftrag eigentlich sehr liegt, dann mache ich etwas komplett anderes. Stur davor sitzen zu bleiben und mich zu zwingen führt oft zu nichts, oder zumindest zu nichts wirklich Gutem. Das kostet nur Zeit und Nerven, auch wenn der Kopf gerne mal sagt: „Nein, mach das jetzt erst fertig, sonst verlierst du Zeit!“ Doch was nutzt es, drei Stunden erfolglos vor dem Text zu sitzen und immer gefrusteter zu werden? Da lege ich lieber für eine gewisse Zeit, und sei es auch nur eine Viertelstunde, alles nieder und mache etwas ganz anderes. Raus aus dem Kopf zu kommen ist mein Geheimrezept. Ich drehe dann zum Beispiel Musik auf und singe oder tanze, mache eine kleine Radtour, gehe Einkaufen, räume auf oder meditiere. Fehlen mir die Worte, lese ich auch gerne entsprechende Textarten von Kollegen, durchforste Blogs und schaue Videos zum Thema. Wenn ich das Gefühl habe, neue Inspiration gefunden zu haben und von der Blockade wieder in den Fluss gekommen zu sein, dann setze ich mich wieder an den Text. Meist läuft es dann wie am Schnürchen. Eine Stunde Pause ist weniger verlorene Zeit, als drei Stunden nicht weiter zu kommen. Im Gegenteil. Wenn die Arbeit sich danach beinahe von selbst erledigt, gewinnt man oftmals sogar noch Zeit dazu. Und das trotz Unterbrechung. Eine Win-Win-Situation also. Es ist wichtig herauszufinden, wann und unter welchen Bedingungen man am besten schreiben kann, was einen inspiriert und was hilft, wenn mal nichts geht. So kann man rechtzeitig gegensteuern, bevor der Frust aufkommt und seine Produktivität und Kreativität enorm steigern. Und natürlich auch den Spaß am Texten.
 
Zum Abschluss wünsche ich noch all meinen Autoren-Kollegen viel Spaß und Erfolg beim Schreiben und sowohl ihnen, als auch dem Team von Textbroker ein gesundes und frohes neues Jahr!



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Kommentare

Margitta Gleich 22. Januar 2019 - 15:55

Findet Ihr nicht, Ihr könntet jetzt langsam mal den Rechtschreibfehler in der Überschrift korrigieren?

Antworten

Francisca Wachler 22. Januar 2019 - 17:27

Hallo,

da hatten wir doch das fehlende Leerzeichen vor dem "…" übersehen. Danke für den Hinweis!

Oder meintest du eine andere Stelle?

Herzliche Grüße aus Mainz

Antworten

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