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5 Dinge, die Ihr Content vom Kino lernen kann

Für einen guten Text kann man sich durchaus einige Eigenschaften eines guten Films zunutze machen. Hier sind fünf Prinzipien, an die Sie denken sollten, wenn Sie in Ihren nächsten Text ein bisschen Kino zaubern möchten.

Der Schauspieler, Regisseur und Produzent Ben Stiller hat kürzlich in einem Interview gesagt: „Es gibt heute so viel zu sehen und zu klicken, daran muss sich das Kino messen." Mit dieser Aussage bedauerte er, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums immer kürzer werde und auch Hollywood darauf reagiere, indem es ganz bestimmte Filmformate bevorzugt produziere.

Und obwohl Ben Stiller Recht hat und sich Filme verändern, begeistert das Kino den Zuschauer bis heute auf eine Art, die sich weder mit dem Internet noch mit irgendeinem anderen Medium vergleichen lässt. Klar: Filme konkurrieren heute mit der ungeheuren Masse an Informationen, die das Internet liefert. Auch klar: Die Rezeptionsgewohnheiten des Publikums haben sich verändert. Trotzdem lösen gute Filme nach wie vor gezielt Emotionen in uns aus und entführen uns in eine eigene Welt.

Aber was macht das Erfolgsgeheimnis guter Filme aus? Und lassen sich diese Mechanismen auch auf Texte übertragen? Für einen guten Text kann man sich durchaus einige Eigenschaften eines guten Films zunutze machen. Hier sind fünf Prinzipien, an die Sie denken sollten, wenn Sie in Ihren nächsten Text ein bisschen Kino zaubern möchten.

1. Erzählen Sie eine Geschichte

Storytelling ist wohl das verbreitetste und bekannteste (filmische) Mittel, das einen Text aufwerten kann. Regelmäßig liest man, man solle mit seinen Texten Geschichten erzählen. Gerade im Journalismus ist das Storytelling ein beliebter Weg, um den Leser zu erreichen.

Storytelling ist die Grundlage jedes Films – denn jeder Film erzählt eine Geschichte. Und in guten Filmen ergreift uns diese Geschichte und lässt uns bis zum Ende mitfiebern, mitleiden oder mitlachen. Dazu liefern die meisten Kinostreifen bereits vorgefertigte Schemata, die in uns bestimmte Gefühle ansprechen sollen. So begibt sich etwa in vielen Filmen ein Held auf eine Heldenreise, die nach immer denselben Mustern gestaltet ist. Immer wieder tauchen in den Geschichten die gleichen Figuren nach archetypischen Vorgaben auf. Und in der Regel überschreiten die Titelfiguren eine Grenze, und lösen so ein Ereignis aus, das im Laufe des Films wieder rückgängig gemacht oder bewältigt werden muss.

Der Film verfügt also über fest vordefinierte Mittel, um Geschichten zu erzählen. Auf diese Weise können sich die Zuschauer einfacher mit den Figuren identifizieren und den Plot besser nachvollziehen.

Für Ihren Text heißt das:

Abhängig von der jeweiligen Gattung, funktionieren diese Schemata auch in Texten. Suchen Sie sich für Ihr Thema einen Protagonisten, der eine Aufgabe vor sich hat und diese lösen muss. Oder wählen Sie eine Figur, die tragisch an einem Problem scheitert. Liefern Sie Ihren Lesern dramatische Geschichten, mit denen sie sich identifizieren können, bei denen sie mitfiebern und mitleiden können. Selbst wenn es kein Hobbit ist, der einen Ring in einen Vulkan werfen soll: Auch im Alltag finden sich dutzende spannende Geschichten. Und vor allem Blogartikel oder Reportagen lassen sich durch Storytelling sehr gut aufwerten.

Orientieren Sie sich bei Bedarf an den fixen Vorgaben einer Heldenreise oder eines klassischen Märchens: Muster helfen dem Leser, eine Geschichte zu verstehen – und viele Stories folgen ähnlichen Prinzipien. Bauen Sie Ihre Geschichte darauf auf und erreichen Sie so Ihre Leser. Da draußen wartet unendlich viel Stoff für gute Filme und gute Texte auf Sie.

2. Arbeiten Sie visuell

Natürlich sind Filme rein audiovisuelle Medien, die eine Botschaft über Bilder transportieren müssen. Jedoch können und sollten auch gute Texte Bilder erzeugen und so mitreißend sein wie ein guter Film.

Filmemacher nutzen unter anderem die Bildgestaltung, die Mise en Scène, um dem Zuschauer Botschaften zu vermitteln. Ein perfektes Beispiel dafür ist Orson Welles Citizen Kane, der für viele Experten als bester Film aller Zeiten gilt. Hier steht in jeder Kameraeinstellung alles genau an seinem Platz und rückt exakt im gewünschten Augenblick ins Sichtfeld des Zuschauers. So bauen Figuren und selbst Gegenstände eine Beziehung zur Geschichte auf und vermitteln dem Zuschauer zusätzliche Informationen.

Für Ihren Text heißt das:

Versuchen Sie, mit Ihrem Text Bilder zu kreieren und die Fantasie Ihrer Leser anzuregen. Arbeiten Sie visuell, wann immer es geht. Fügen Sie nicht nur Fotos und Grafiken in Ihren Text ein, sondern erzeugen Sie mithilfe von Sprache auch Vorstellungen im Kopf des Lesers. Achten Sie außerdem darauf, dass die Bilder immer zur Geschichte bzw. zum Thema passen.

Auch wenn im stressigen Texteralltag das Bilderzaubern mit Worten oft zu kurz kommt, sollten Sie es als eine mögliche Option sehen, um Ihre Leser zu verwöhnen. Denn Bilder im Kopf Ihrer Leser zu erzeugen, macht einen Text leichter lesbar und verankert die Informationen, die Sie vermitteln möchten, noch tiefer im Gedächtnis. Arbeiten Sie plakativ und schreiben Sie nicht, was Sie meinen, sondern zeigen Sie es.

3. Faszinieren Sie den Zuschauer

Filme haben verschiedene Funktionen: Sie können amüsieren, Spannung erzeugen, ermahnen, sie vermitteln Werte, „reinigen den Zuschauer“ oder regen seine Fantasie an. Je nach Genre und Absicht der Filmemacher steht stets ein anderer Zweck im Vordergrund.

Unabhängig davon, wofür ein Film gemacht ist, möchte jeder Filmemacher den Zuschauer auf seine eigene Art und Weise faszinieren. Er gaukelt ihm mit unzähligen technischen Mitteln und den unmöglichsten Tricks eine eigene Welt vor – voller Magie, Herausforderungen und Geschichten. Und wohl jeder Filmemacher steckt unendlich viel Liebe zum Detail und Leidenschaft in seinen Film, um seinen Zuschauern etwas zu bieten und seine Werte zu vermitteln. Jede Einstellung, jede Szene und jeder Film zeigt eine Welt, wie sie der Regisseur sieht.

Für Ihren Text heißt das:

Die Leidenschaft und Hingabe, die in guten Filmen zu spüren sind, sind auch ein Schlüssel zu guten Texten. Denn wer seine Inhalte auf eine Art präsentiert, die umwerfend, fantasievoll oder innovativ ist, ist mit seinem Werk erfolgreicher. Vermitteln Sie Ihren Lesern, wofür Sie brennen. Werden Sie zum Experten und stecken Sie Liebe zum Detail und Leidenschaft in die Texte, die Ihnen wichtig sind. So erschaffen Sie den besten Text, der nicht nur unterhält und informiert, sondern vor allem fasziniert.

4. Behandeln Sie ein Thema umfassend, aber angemessen kurz

Im Interview erzählt Ben Stiller, dass ein Film wie Apocalypse Now, der eine Geschichte in solch einer Breite und solch einem Tempo erzählt, heute nur noch schwer vorstellbar ist. Für den Zuschauer von heute wäre der Film zu langsam und ausufernd. Gleichzeitig sehen wir derzeit, dass unzählige Serien gleich staffelweise produziert werden. Serien wie Breaking Bad oder Game of Thrones laufen höchsterfolgreich und scharen riesige Fan-Gemeinden um sich, obwohl sich ihre Erzählstränge über dutzende Stunden erstrecken.

Ein guter Film oder eine gute Serie taucht genau so tief in ein Thema ein, wie es nötig ist. Ein guter Regisseur leuchtet Charaktere so weit aus, dass der Zuschauer ein Gefühl für die Figuren bekommt und deren Handeln versteht. Jede Kameraeinstellung des Films erfüllt einen Zweck und ist im Vorfeld genau geplant. Überflüssige Einstellungen oder gar Szenen finden sich selten. Gleichzeitig orientiert sich die Tiefe des Films stets am Publikum. Jeder Film und jede Serie hat also eine eigene Zielgruppe und wird genau so gestaltet, dass die Geschichte passend erzählt wird, ohne zu langweilen.

Für Ihren Text heißt das:

Der Inhalt Ihres Textes muss zum Thema, zum Medium und vor allem zur Zielgruppe passen. Leuchten Sie in Ihrem Text eine Geschichte oder ein Thema so ausführlich aus wie nötig. Vermitteln Sie dem Leser neue Sichtweisen aus verschiedenen Perspektiven. Der Text muss alles Wichtige sagen, aber nicht mehr. Fassen Sie sich kurz und hören Sie auf zu erzählen, wenn es Zeit für den Abspann ist.

5. Kein „think bigger“, sondern „think passionately“

Nicht nur die großen Hollywood-Studios können gute Filme produzieren. Gerade heute zeigen unzählige „kleine“ Filmemacher auf kleineren Filmfestivals und selbst Hobby-Regisseure auf YouTube, dass Leidenschaft und Hingabe ohne Probleme ein großes Budget ersetzen können. Projekte wie Das letzte Land entstehen ohne die Hilfe millionenschwerer Geldgeber, sind aber trotzdem sehr beeindruckend. Und auch heutige Star-Regisseure wie Robert Rodriguez haben einst mit Low-Budget-Produktionen angefangen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie sich mit großer Passion ihren Projekten gewidmet haben und so erfolgreich wurden.

Für Ihren Text heißt das:

So wie nicht unbedingt die großen Hollywood-Studios großartige Filme produzieren muss man kein großer Player wie Red Bull oder Coca Cola sein, um hervorragenden Content zu erstellen. Werden Sie zum Experten und gehen Sie mit Leidenschaft an ein Projekt. Dann entstehen erfolgreiche Werke.

Und die Moral von der Geschicht‘ …

Ben Stiller hat Recht: Das Kino verändert sich durch neue Medien wie das Internet. Aber gleichzeitig kann auch Web-Content noch einiges vom Film lernen. Storytelling, visuelle Sprache, faszinierende Inhalte, die passende Erzähltiefe sowie viel Leidenschaft und Hingabe können einen Text zum Kassenschlager machen – mit Happy End für Sie und Ihre Leser.


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